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Michalda und das Geld (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 01.12.2010, 15:09 (vor 5644 Tagen) @ BBouvier (3467 Aufrufe)

Hallo!

Für die Tonne ist diese Aussage nicht.

Sie stammt von:
Sibylle Michalda (1868):
„Das achte Zeichen wird sein, wenn im Gelde eine Veränderung geschehen und durch lange Zeit dauern wird, dabei auch große verschiedene, unerhörte und unerträgliche Steuern und Abgaben eingeführt werden.“

...und wurde von mir bereits hier aufgelistet. Es bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die Abschaffung der Golddeckung und den Übergang zum beliebig vervielfältigbaren Kreditgeld.
Wir haben ja seit Jahrzehnten gar kein Geld mehr im ursprünglichen Sinne, sondern "Spielgeld" in Form inflationierender virtueller Schuldscheine ohne Deckung.

Die damit verbundenen Zinsen sind die erwähnten unterträglichen Steuern und Abgaben. Durch die Zins-Schuldlast haben wir mittlerweile Abgaben der Löhne und versteckt in allen Preisen von mindestens 60% (im Vergleich zum "Zehnten" früher).

Das wurde beschrieben und zwar schon 1868, noch bevor der Zirkus richtig losging. Ich bin durchaus der Auffassung, daß in dieser Aussage ein wahrer Kern steckt. Das ist ein Indikator, daß die alten Volkssagen und vor allem Sibylle Michalda, unter deren Namen zahlreiche im Volksmunde flottierende Aussagen gesammelt wurden, zumindest teilweise prophetisch sind.

Die Aussage entstammt einer Liste von Vorzeichen der Zerstörung Prags. Allerdings handelt es sich dabei nicht wirklich um brauchbare Vorzeichen. Es sind einzelne Fetzen, Aussagen zu allgemeinen gesellschaftlichebn Vorgängen, die vom Autor in einen selbstentworfenen Ablauf gebracht wurden.
Die Veränderung im Gelde fand schon vor langer Zeit statt und dauert noch immer an. Damit ist nichts wengier als eine bevorstehende, oberflächliche Währungsumstellung gemeint. Ob nun mit Kronen oder Euro gezahlt wird, ist nebensächlich, weil dadurch das Wesen des Geldes, die Art wie es heute funktioniert, nicht betroffen ist.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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