Hallo WG,
Trotzdem wieder mal ein gutes Beispiel, was so in der Pesoszene
(Pseudoesoterik) für Unfug verbreitet und allzu leicht geglaubt wird.
die Journalistin Ute York hatte schon vor vielen Jahren in einem Buch zum Thema den Sachverhalt richtig dargestellt, sie ist aber wohl nicht zu den Massen der Gläubigen durchgedrungen. Für nicht wenige ist es wohl schmeichelhaft, sich so bedeutsam fühlen zu dürfen, daß die eigene Biographie angeblich seit Jahrtausenden von einer Generation an die nächste weitergereicht wird. 
Ein Münchner Astrologe (Lutz Rathke), der vor vielen Jahren sein Brot mit wöchentlichen Frage-Sunden in einer Buchhandlung nach der Methode der Stundenastrologie verdiente, ging nach einiger Zeit dazu über, zu den einzelnen Zeit-Abschnitten der Fragestunde die Deutungs-Texte vorzubereiten.
Diese praktische Maßnahme, um die begrenze Beratungszeit nicht mit unnötiger Rechnerei zu verschwenden, erlaubte es ihm - als Nebeneffekt - häufig, auf das Anliegen des jeweiligen Fragestellers zu schliessen, was wohl manch einer, der den Hintergrund der Stundenastrologie nicht kennt, als Hellsichtigkeit mißdeuten würde.
Auf Palmblätter hat er verzichtet, er benutzte Papier.
Gruß
Ulrich