"Camping" mal anders (Schauungen & Prophezeiungen)

HJH, Dienstag, 29.03.2011, 18:05 (vor 5691 Tagen) (2287 Aufrufe)
bearbeitet von HJH, Dienstag, 29.03.2011, 18:18

Tag zusammen

Heute in meiner Tageszeitung (Nahe-Zeitung):

Pfarrer sieht das Ende nahen

Weltuntergang Geistlicher warnt via Radiosender

Von unserem US-Korrespondeten Frank Herrmann

Washington. Nicht, dass Harold Camping der Einzige wäre, der vor dem Weltuntergang warnt. Er ist aber, bildlich gesprochen, der Weltuntergangsprophet mit dem stärksten Mikrofon. Für den 21.Mai prophezeit der Pfarrer aus dem kalifornischen Oakland den Tag des Jüngsten Gerichts. Jeder 50.Erdenbewohner werde dann zum Himmel aufsteigen, während die anderen irdische Qualen erwarteten: apokalyptische Brände, Epidemien und Leichenberge, bevor am 21.Oktober alles zu Ende geht, in einer bodenlosen Grube und einem Meer aus Feuer.

Nun ist es so, dass sich Camping nicht auf eine Kirchenkanzel beschränkt, nicht auf ein paar Dutzend Schäfchen, die sonntags an seinen Lippen hängen. Im Laufe seines Lebens hat der 89-jährige, einst Ingenieur, ausgebildet an der Eliteuniversität Berkeley, ein veritables Netzwerk an Hörfunksendern aufgebaut. Sein "Family Radio" ist ein kleines Imperium, das allein in den USA 66 Stationen betreibt.

Wie der Geistliche, der nie Theologie studierte, auf den 21.Mai kommt, hat er auf eigenwillige Art vorgerechnet. Es beginnt mit 3 Zahlen, in denen angeblich große Symbolkraft schlummert. Die 5 steht für Sühne, die 10 für Vollständigkeit, die 17 für den Himmel. Multipliziert man sie zweimal miteinander, ergibt das 722 500. Dann das Ausgangsdatum, der 1.April 33. An dem Tag, so Camping, wurde Jesus ans Kreuz geschlagen. Springt man von da an 722 500 Tage nach vorn, gerechnet nach Sonnen- und nicht nach Kalenderjahren, landet man beim 21. Mai 2011.

In den Erdbeben in Haiti, Neuseeland und Japan sieht er Vorboten eines globalen Unglücks. Allerdings, es wäre nicht das erste Mal, dass er danebenliegt. 1994 trommelte er seine Anhänger in einer Aula im kalifornischen Alameda zusammen, um betend auf den Messias zu warten. Vergebens. Heute begründet Camping seinen Irrtum mit eigenen, irdischen Schwächen. "Damals hatte ich die Bibel noch nicht gründlich genug studiert."

.-.-.-.

In 50iger-Reihen angetreten! Aber bitte nicht drängeln!

Prost
HJH

Hier noch etwas ausführlicher Campings Zahlenmystik:

http://www.az.com.na/soziales/bevorstehender-weltuntergang.123631.php


Gesamter Strang: