eher eine Menschenwende? (Schauungen & Prophezeiungen)

Gerhard, Montag, 06.06.2011, 11:04 vor 5623 Tagen (2335 Aufrufe)

Hallo, lieber Taurec, zuerst zu Deiner Frage, inwiefern ich nicht glaube, dass die Weltenwende sich so abspielt, wie auf dem Forum hier allgemein angenommen. Ich dachte, Du würdest meine Einschätzung kennen oder wenigstens ahnen, kann sie aber gerne hier ausdrücklich formulieren.

Kein Hehl mache ich beispielsweise aus meiner Abneigung gegen eine angenommene, drastische Verlagerungen der Erdachse. Unsere Rotationsachse ändert sich sowieso fortwährend (Präzession, Nutation etc.) und kann sich aufgrund dieser Mechanismen an selbst schwere Störungen von außen flexibel anpassen. Wenn letztere sehr plötzlich auftreten sollten (ist aber schwer vorstellbar), dann mag es beim entsprechenden Ausgleich durchaus ein paar Tage rumpeln und stürmen (generalisierte Erdbeben, Orkane u.ä.). Aber davon geht die Welt nicht unter. Ich hab jetzt nicht nachgeprüft, aber vermute mal, dass es in der gesamten Erdgeschichte noch nicht vorgekommen ist, dass die Erdachse echt "umgekippt" wäre. Denn das charakteristische physikalische Kennzeichen des Kreisel ist ja gerade seine räumliche Lagestabilität.

Genauso wenig wie umstürzende Kreisel mag ich Vorstellungen zu Plattenabsenkungen und -hebungen, denn auch hier steht ein dynamisches Gleichgewicht im Hinter- bzw. Untergrund. Es wäre nur schwer zu stören. Wie bei der Achsenverlagerung wären auch hier so unvorstellbar große Kräfte nötig, dass die nicht einmal von einem vorbeiziehenden Kleinplaneten aufgebracht werden könnten. Unsere Platten und Ozeane verändern sich ständig, aber nur im Schneckengang. Selbst dieser kann natürlich echt katastrophale Ereignisse produzieren.

Von den großen geophysikalischen Parametern ist am ehesten das Erdmagnetfeld variabel. Die hier zu erwartenden Änderungen, und da steht tatsächlich einiges an, wurden nach meinem Wissen hier auf dem Forum aber noch nicht ausführlich thematisiert. Möglicherweise weil offenbar nichts in den Prophezeiungen erkennbar darauf hinweist (es müßten teils Wirkungen im technischen, teils im meteorologischen, teils im biologischen Bereich sein). Jedenfalls: diese "großen geophysikalischen Ereignisse" (also Polsprung etc.) gibt es in meinem Weltenwende-Glauben nicht. Wenn sie aber trotzdem kämen, so brächte auch das mich nicht aus der Fassung. Denn sie wären, weil von so großer Dimension, mit ihren jeweiligen Vorzeichen erkennbar (diesbezügliche gerichtete Aufmerksamkeit vorausgesetzt), und man könnte daher auf sie reagieren.

Ganz sicher aber ist für die nächsten Jahrzehnte mit einer Häufung von Naturkatastrophen zu rechnen, die im Ausmaß außerhalb der Norm liegen. In diesem Trendkanal liegen wir erkennbar bereits drin, und das wird sich alles weiter verstärken. Die Ursachen sind relativ gleichgültig, denn sie sind ohnehin "gemischt" (teils menschlich, teils natürlich). Normalerweise könnten sich Menschen und Staaten auf solche Katastrophenereignisse vorbereiten (oder, soweit sie menschengemacht wären, auch vermeiden), doch der gegenwärtige Zustand in Wirtschaft, Finanz und Politik lässt das auf anständige Weise nicht zu. Deswegen muss die Vorsorge individuell oder in kleinen Gruppen geleistet werden, sofern man in einem Gebiet lebt, das für solche Katastrophen anfällig zu sein scheint. Das sind aber eigentlich Themen, die mit einer "Weltenwende" gar nichts zu tun haben: sie gehören für mich zur ganz normalen individuellen Katastrophenvorsorge (aus staatlicher Perspektive gesehen in den Bereich Katastrophenschutz).

Ich akzeptiere inzwischen Küstenüberflutungen als reale Möglichkeit (Potential). Das ist eine Sache, die ich gelernt bzw. eher "geschluckt" habe, seit ich hier auf dem Forum bin. Denn durch die ersten Diskussionen hier (Stichwort: Flutsynthese) wurde ich an eine entsprechende Schau erinnert, die ich im Alter von etwa 15 Jahren hatte - die ich aber völlig vergessen hatte, weil ich damals überhaupt nichts mit ihr (und mit dem Thema "Schauungen") anfangen konnte - ich dachte seinerzeit, es sei irgendsowas wie eine Halluzination o.ä. gewesen (häufiger wurden die "Schauungen", immer nur private Themen betreffend, erst 10 Jahre später).

Sehen wir von der Natur nun einmal ab: die Instabilität der gegenwärtigen Gesellschaften des Westens wird zweifellos weiter zunehmen. Auch das liegt seit langem im Trend, ist teilweise sogar gewollt, und man braucht wirklich keine Prophezeiungen, um das zu erkennen. Dabei sage ich ausdrücklich "Gesellschaften des Westens" - weil andere Gesellschaften (das fängt in der Türkei schon an ...) eine sehr starke Wachstumsdynamik haben sowie menschlich und technisch robuster sind (ich versuchte, in meinen "Reisenotizen" das anzudeuten). Heißt nichts anderes: die werden mit irgendwelchen Katastrophen vermutlich sehr viel besser zurechtkommen als zickige, verwöhnte und wehleidige Europäer. Ich glaube allerdings, dass ein ausreichender Teil der Menschen auch hier in Europa, sobald der entsprechende äußere Katastrophendruck da ist, wieder "zur Vernunft" kommen wird (und hier in Baden-Württemberg ganz besonders schnell ... ;-) ). Das ist einfach eine Frage des Überlebenswillens, der sich dann durchsetzen wird: allgmeine Not übersteht man eher in der Kooperation als in der fortgesetzten Selbstzerfleischung - ein biologisches Grundgesetz.

Was die Aggression zwischen Gesellschaften und Staaten betrifft, so wird auch die sich weltweit vorerst steigern. Ich möchte aber auch hier für eine realistische Einschätzung werben. Die Kriegstreiber sitzen derzeit wahrhaftig nicht in Moskau. Und bevor dieser Sachverhalt sich umkehrt, muss noch Einiges geschehen. Es müßte nämlich die eben erwähnte innere soziale Erosion in Europa und den USA sehr stark zunehmen - bei gleichzeitigem, weiter forciertem Druck auf Russland. Das aber widerspricht sich in sich selbst, und ich halte es deswegen zwar nicht für unwahrscheinlich aber für einen Prozess, der weitere Zeit braucht. Naturkatastrophen könnten diesen Prozess durchaus beschleunigen, aber nur wenn sie so "dosiert" auftreten, dass sie vornehmlich irritierend wirken. In dem Augenblick, wo sie zu massiv sind, so dass dadurch wieder die Kooperation, also der innere Zusammenhalt gefordert bzw. gefördert bzw. erzwungen wird, machen sie äußere Kriege unwahrscheinlich. Beispiel: zuerst Überschwemmungen in der norddeutschen Tiefebene und hernach eine russische Invasion, das glaube ich nicht.

Der Tag X, an dem uns angeblich der Hammer treffen wird, soll nach dem Beginn eines Krieges stattfinden. Das nun ist, von all den vielen Prophezeiungen, die im Umlauf sind, die einzig wirklich wertvolle. Sie muss nicht wahr sein, aber ich persönlich empfinde sie als sehr bedenkenswert (siehe dazu meinen parallelen Beitrag LOGIK). Denn es ist keine große Kunst, irgendwelche Kriegs- und Katastrophenvoraussagen zu entwickeln: irgendwann werden sie ungefähr wahr - oder aber man vergisst sie sehr schnell wieder. Die dezidierte Verknüpfung jedoch von "zuerst Krieg und anschließend gleich die Großkatastrophe" (wie etwa bei Irlmaier oder Rill, möglicherweise auch beim Waldviertler) verdient Aufmerksamkeit. Denn sie eröffnet Möglichkeiten, einerseits die Katastrophe einzugrenzen (etwa zeitlich - was wichtig sein könnte zumindest für all jene, die nicht im Kriegsgebiet leben und deshalb eher noch handlungsfähig sein dürften ...). Andererseits kann man mit Hilfe dieser Verbindung von "Krieg plus Megakatastrophe" über den Ausgang des Krieges spekulieren: der Schock und die Folgen scheinen gemäß den Prophezeiungen doch so groß zu sein, dass man hinterher nicht gleich wieder anfängt, mit 1000 Milliarden jährlich das Militär zu "subventionieren" und weitere Kriege zu planen.*) Zugegeben, das ist kein Glaube, sondern eine Hoffnung ...

Was nun der große Hammer am Tag X ist, das ist mir persönlich ziemlich gleichgültig. Ob Erdenriss oder Mega-Impakte in Serie: was soll's bitte? Wer sich speziell auf diesen Tag vorbereiten will, mag dafür sorgen, dass er zum entsprechenden Zeitpunkt mindestens 500 Meter über dem Meer sich befindet, wind- und wackelfest gebaut ist, genug Vorräte an Nahrung, Trinken, sauberer Luft - und natürlich an geweihten Kerzen - hat. Ich selbst, und damit komme ich zu Deiner zweiten Frage, bereite mich darauf nicht vor. Der Waldviertler, der vermutlich die Katastrophe wie kein weiterer lebender Zeitgenosse mit allen möglichen Details "geschaut" hat, von seinen Bildern subjektiv so überzeugt ist, dass er sogar nach London reiste (um die Stadt vor ihrem Untergang noch zu erleben), der baut dennoch seinen provisorischen Erdbunker erst bei drohendem Kriegsbeginn. Und hinterher schlägt er sich, zusammen mit einem Überlebenden, den er in einem Hohlweg trifft (die übrigen in seinem Bunker bleiben wohl vor Ort?), durchs zerstörte Land in Richtung Donau, Eidechsen essend. Ich hoffe, ich habe ihn ungefähr richtig zitiert. Er kommt auf diesem Weg fürderhin nach Köln, in die ostdeutschen Länder (wo er einen verlassenen Bauernhof mit intaktem Maschinenpark sieht) und hernach noch in die Ukraine. Oder wie ist es mit Wizard (dessen "Schauungen" ich leider nicht vollständig kenne und hoffentlich nun nicht falsch zusammenfasse)> Der scheint ein ganz patenter Mann zu sein, hat sich allerhand Gedanken zur Vorbereitung gemacht und diese praktisch erprobt. Aber er wird am Ende offensichtlich bei einem Fahrradausflug erwischt, rettet sich und die Seinen nur mit knapper Not in einen Bergwerksstollen, wird später in leerstehenden, fremden Häusern übernachten und seinen Lebensabend "sehend", aber mit geschwächtem Augenlicht auf einem der Harzberge verbringen. So macht "die Wende" ihre Schicksale. Jeder geht seinen eigenen Weg, auch ich, und folgt seinem eigenen, vorgegebenen Bild. Es sei denn, er kann es auflösen ...

Ich glaube also an eine "Weltenwende light". Sie wird sich zwar in ihren Ursachen, kaum aber in ihren psychischen sowie physischen Auswirkungen auf die Menschen von dem unterscheiden, was so viele Familien hier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts "durchmachen" mußten - und was hie und da auch heute noch geschieht. Schon aus Solidarität und Respekt vor dem Leiden der Generationen vor mir und neben mir (zur Zeit etwa in Japan oder in Afrika) kann ich, soweit es nur um meine eigene Person geht, das Privileg der "Vorbereitung" nicht in Anspruch nehmen. Denn die alle konnten und können sich auch nicht "vorbereiten". Man interpretiere eine solche Haltung - die sich niemand zum Vorbild nehmen möge !! - bitte nicht als Fahrlässigkeit und Dummheit. Ihr tiefster Grund ist vielleicht ein ganz anderer: solange ich nicht wirklich verstanden habe, was die "Weltenwende" eigentlich ist, kann ich mich auch nicht angemessen (und innerlich gerechtfertigt und begründet) auf sie vorbereiten. Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich noch nicht so richtig weiß, was unter der Weltenwende zu verstehen wäre. Nur eine Katastrophe? Das wäre mir zu wenig! Selbst als Chance für einen "Kurswechsel", wie vor wenigen Tagen von lissi interpretiert, wäre sie nicht viel wert, ein viel zu unsicherer Kandidat, wie die Geschichte zeigt - wo war denn der Kurswechsel nach dem Zweiten Weltkrieg? Wenn man eine Weltenwende wirklich will, aus dem innersten Herzen heraus, dann muß man sich selbst um sie kümmern. Heute schon. Auf sie nur zu warten, ständig auf die Uhr zu gucken, und jeden Morgen wie die Priester im alten Rom nach dem Flug der Vögel Ausschau zu halten: "Wie segeln sie heute, geht's endlich los?" - also das finde ich lächerlich.

Damit komme ich zu dem Wort, das Du, Taurec, in Klammern gesetzt und mit einem Fragezeichen versehen hast - das aber das allerwichtigste Wort ist. All die obigen Dinge, die drohenden Unglücke, haben nämlich mit "Weltenwende" nicht das Geringste zu tun. Die Weltenwende beginnt erst, wenn auch der Mensch sich ändert. Vielleicht sollten wir also besser von einer Menschenwende reden. Oder eben von einer Wende im "Geist". Wie ich schon oft hier andeutete, ist selbst eine Megakatastrophe absolut kein zwingender Grund für eine derartige geistige Änderung - und sollte die Katastrophe noch so schlimm sein. Ganz extreme Umstände erschöpfen höchstens die Seele und führen dann zu dem, was das Lindenlied mit "Verloren den Verstand" bezeichnet.

Meines Erachtens sollten die wahren "Vorbereitungen" etwas weitsichtiger sein. Sie sollten etwa ein Nachdenken darüber einschließen, wie größere menschliche Gemeinschaften gefügt und verfasst sein müßten, damit sie nicht derart "verdreht", gestresst und instabil sind wie gegenwärtig. Das ist natürlich ein sehr weit gespannter Themenbereich, im Grunde genommen schließt er sämtliche Felder und Äußerungen des Miteinanderlebens ein. Für manche Aspekte sind inzwischen Lösungen in Sicht, am ehesten etwa im technischen Bereich (z.B. dezentrale, preiswerte Energieversorgung). Einiges davon wird noch vor der "Weltenwende" an die Öffentlichkeit kommen. Aber für viele andere Bereiche, die mich eigentlich sehr interessieren würden, tappe - ich wenigstens - noch ziemlich im Dunkeln. Und bekomme dann eine Gänsehaut, wenn ich von einer Erneuerung der "Macht der Kirche" und von einer "Wiedereinführung der Monarchie" höre. Da würde ich am liebsten hoffen, dass das nur nette 1000jährige Phantasien sind, die seit dem Mittelalter als "Heils-Prophezeiungen" den traurigen Gang der Geschichte begleiten.

Nun gibt es aber (nach meiner Kenntnis, man möge mich bitte korrigieren) keine dauerhaft lebensfähigen Menschengemeinschaften ohne eine irgendwie geartete "Religion" - oder ohne eine gewisse "politische Kultur". Wie sehen also beispielsweise diese beiden, "Religion" und Politik, bei uns nach der Weltenwende aus? Welche gegenwärtige Bewegung innerhalb der katholischen Kirche - da gibt es im Augenblick ja die verschiedensten Richtungen - wird nach der Weltenwende, wenn der Papst wieder zurück in Rom ist, die prophezeite Erneuerung der Katholischen Kirche gestalten? Und neben dieser neuen katholischen Kirche sind andere Glaubensrichtungen dann nicht mehr zugelassen? Anderes Beispiel: könnte es sein, dass bereits heute an der künftigen Verfassung von Europa gearbeitet wird, gearbeitet werden könnte - oder wird die künftige Verfassung Europas vom "neuen Monarchen" während seiner Fahrt vom Schlachtfeld bis zum Kölner Dom mal schnell auf's Papier geworfen? Aber nach welchen Prinzipien? Oder wie sieht die Landwirtschaft nach der Weltenwende aus? Werden das alles Betriebe mit Demeter-Bio-Siegel sein? Wird es nach der Weltenwende wieder Geld geben - und welches, nicht dem Namen aber dem Wesen nach? Wird es "danach" noch eine Wissenschaft geben - und was sollten ihre Themen, ihr Anspruch, ihre Verantwortung sein? Aus dem Nachdenken darüber, wie eine nicht nur "katastrophierte" sondern eine "auch geistig gewendete" Welt aussehen könnte, haben sich mir einige Aufgaben ergeben, an denen ich arbeite und die ich durchaus als Form von "Vorbereitung" auffasse.

Derartige Gedanken passen aber offenbar nicht aufs Forum hier, weswegen ich sie somit nur indirekt ansprechen kann. Eigentlich ist der Rahmen der Diskussion hier sehr eng und trifft nicht wirklich das Wesen einer "Weltenwende". Denn wir reden hier immer nur von den Dingen, die vor der Schwelle liegen - oder wir reden vom ziemlich lauten Quietschen der Tür, wenn sie endlich aufgeht. Aber von den Räumen, die hinter dem Tor liegen und die die Weltenwende uns eröffnen könnte/sollte/will, von denen ist hier nie die Rede. Eine solche Herangehensweise an das Thema "Weltenwende" ist meines Erachtens etwas kurzatmig.

Nun, ich schaue trotzdem gerne hier aufs Forum, weil ich die Aufgabe, an der Du, Taurec, arbeitest, als ein aufregendes intellektuelles Abenteuer empfinde - und als eine wirklich wichtige Sache. Soweit ich sehe, machst Du es richtig. Ich besuche des Weiteren gern das WW-Forum, weil ich nach Anregungen suche, meine Aufmerksamkeit für aktuelle Entwicklungen und für alternative Denkoptionen zu schärfen. Und natürlich interessieren mich "Schauungen" und "Träume", denn die sind ein unerschöpfliches Thema: sie ermöglichen und zwingen uns, die Welt mit anderen Augen anzusehen. Wenn man selbst Schauungen hat, so geben sie einem einerseits Kraft, andererseits sind sie auch eine große Verunsicherung, in Einzelfällen halte ich sie für gefährlich. Hier immer die richtige Einschätzung und Balance zu finden, ist eine ständige Herausforderung. Ganz besonders freue ich mich, wenn ich auf dem Forum jene kleinen, aber wertvollen Beiträge lesen darf, wie neulich wieder einer von hope. Denn sie zeigen, dass das Neue, das Kommende, im Menschen schon arbeitet, sich ankündigen und durchbrechen will. Eigentlich sind solche Beiträge, und der Mut sie zu äußern, für mich die deutlichsten Hinweise - wenn sie sich noch vermehren würden? -, dass eine Wende nicht nur möglich ist, sondern tatsächlich bevorsteht.

Die Weltenwende jedenfalls ist nichts Äußeres. Sie findet, wenn überhaupt, nur im Innern statt. "Die Welt" draußen gibt es eigentlich nicht. Wir leben in subjektiven, inneren Welten. Sie werden, gegen das dunkle Unbekannte, von uns selbst entworfen - gemeinsam mit jenen, meist sind es nur wenige, mit denen wir uns finden.

Freundliche Grüsse - und noch eine versteckte private Nachricht:
Aufnahmen gibt es keine mehr, nach eventuellen Abschriften wird weiter gesucht.

G.

*) wir reden in den letzten Jahren immer nur von den Bankern, die Generäle bekommen aber, und das schon seit Jahrzehnten, immer genauso viel!!

WWW: Welten-Wende-Wiki

Gerhard, Montag, 06.06.2011, 11:13 vor 5623 Tagen @ Gerhard (2100 Aufrufe)

Hallo, lieber Richard!

Ich nehme Deine Bitte mal als Anlass, einen Vorschlag (inkl. Angebot) zu erneuern, den ich vor langer Zeit schon einmal gemacht hatte, nämlich eine Wiki-Enzyklopädie zum Thema "Weltenwende" zu entwickeln. Auch ich empfinde es schade, dass viele wertvolle Gedanken und Beiträge hier auf dem Forum geäußert werden, dann aber im alltäglichen "Wildwuchs" - der ja durchaus akzeptabel und erfrischend ist - untergehen oder auch von der ständig wechselnden Thematik überrollt werden.

Die einzelnen Wiki-Artikel dieser offenen Enzyklopädie könnten sich etwa einer Person widmen (zu Irlmaier gibt es in der großen Wiki lediglich sechs Zeilen!). Sie könnten einen Text oder auch ein ganzes Buch kommentieren, analysieren und bewerten (z.B. "Das Lied der Linde" oder ausgewählte Prophezeiungs-Sammelwerke der Vergangenheit). Oder sie könnten sich mit einem einzelnen Sachverhalt befassen (Funkenregen, New York, Vögel aus dem Sand, "Vorzeichenliste" etc.). Und natürlich könnte man mit einer Reihe von Artikeln auch die Natur und Problematik der Schauungen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.

Der Sinn und Zweck eines solchen Projekts könnte darin liegen, dass Beiträge zu einem Thema nicht nur erhalten blieben - und zwar leichter zugänglich -, sondern dass man sie auch mit anderen Beiträgen sinnvoll verlinken kann. Es entstehen dann "Synthesen", entweder durch eine solche Linkstruktur oder innerhalb eines Textes selbst. Dabei können abweichende Meinungen durchaus bewahrt bleiben. Ändert sich der allgemeine Konsens oder treten neue Fakten und Meinungen auf, dann kann ein Artikel oder ein Link jederzeit daraufhin angepasst werden. Neueinsteiger könnte man dann auf bestimmte Artikel verweisen, nervige Wiederholungen würden vermieden. Ich glaube auch, dass die gemeinsame, konzentrierte Diskussion über ein ausgewähltes Thema neue Erkenntnisse und Interpretationen bringen wird.

Ganz sicher würde ein entsprechendes Projekt alle daran Beteiligten zwingen, von persönlichen Meinungen und Haltungen etwas mehr abzusehen und ganz für die Sache zu arbeiten. Nicht zuletzt würde wahrscheinlich das damit verbundende Bemühen um Seriosität weitere Leserkreise von der Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit des Themas "Weltenwende" überzeugen können. Wenn einmal die "Schauungen" von einigen zeitgenössischen Sehern bzw. Seherinnen kritisch aber sensibel und fair besprochen und in je einem Artikel gewürdigt werden, dann würden vielleicht auch weitere mitlesende Seher und Seherinnen sich getrauen, eigene Schauungen beizutragen. Obwohl letzteres glücklicherweise immer wieder geschieht, so hat doch mancher/manche offenbar Hemmungen (riss sprach neulich von den "Antikörpern des Forums"...).

Ganz wichtig wäre, dass der Vorsorge- und Survivalbereich ebenfalls in das Wende-Wiki mit eingeschlossen wird. Vielleicht würde er dadurch etwas mehr belebt. Und vielleicht wäre es auch möglich, in dieses Wiki Materialien hineinzuretten, die früher auf anderen Foren standen, nun aber geschlossen sind.

Wenn ich mit dem Vorschlag eines Weltenwende-Wiki, den ich gerne schon öfter gemacht hätte, bisher dennoch zurückhaltend war, so hängt es damit zusammen, dass ich nicht wollte und auf keinen Fall will, dass ein derartiges Projekt als Konkurrenz zu der Arbeit von Taurec erscheint. Das müßte es aber gar nicht sein, es könnte sogar sein Buch ergänzen und unterstützen, nach dessen Erscheinen vor allem auch fortlaufend aktualisieren. Auf keinen Fall aber sollte ein Wende-Wiki den guten Taurec arbeitsmässig noch mehr belasten dürfen, denn er tut ohnehin schon so viel für das Forum hier. Es müßte sich also zumindest jemand finden, der sich mit der WikiMedia-Struktur auskennt, diese einrichtet und die aktiven Mitarbeiter bei der Edition ggfs. unterstützt. Ich selbst biete mich gerne an, für einzelne Artikel und Themen dann Entwürfe anzufertigen, die als Grundlage für die weitere Diskussion dienen könnten. Wenn letztere dann als vorläufig abgeschlossen erkannt wird, würde ich anschließend die Ergebnisse wieder zusammenfassen und erneut editieren.

Um sich einem solchen Projekt auf praktische Weise anzunähern, wäre es auch vorstellbar, dass man ein Wende-Wiki zunächst in einem geschlossenen Bereich erprobt. Dann würden dort nur diejenigen Zugang erhalten, die tatsächlich ernsthaft mitarbeiten wollen. Wenn dann eine angemessene Arbeits- und Diskussionskultur gefunden ist, und erste brauchbare Ergebnisse vorliegen, dann kann man das Projekt der breiten Öffentlichkeit vorstellen. Und wenn es wirklich gut ist und einer Notwendigkeit unserer Zeit entspricht, dann wird es sich bestimmt weiter entwicklen.

Wie gesagt: der Hausherr hier ist Taurec. Ich empfinde mich als Gast. Und danke, bei dieser Gelegenheit, für seine und auch Deine Aufmerksamkeit.


Ein schöne neue Woche wünscht Gerhard.

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Wiki-Projekt

Taurec ⌂, München, Dienstag, 07.06.2011, 09:46 vor 5622 Tagen @ Gerhard (1748 Aufrufe)

Hallo, Gerhard!

Im Augenblick sehe ich mich leider außerstande, auf Deine langen Beiträge adäquat einzugehen.

Deinen Vorschlag habe ich mir schon gelegentlich durch den Kopf gehen lassen und ich bin der Idee nicht abgeneigt. Es müßte eine Art Sammlung ähnlich den Sammlungen im Gelben Forum sein, jedoch nicht nach Autoren, sondern enzyklopädisch nach Themen geordnet.
Die Wiki-Struktur wäre leicht herstellbar, weil die Quellensammlung bereits mit dieser Software funktioniert.

Das Problem wäre wahrscheinlich hauptsächlich die Auswertung vergangener Forumsdiskussionen. Eine Arbeit, die Sisyphos alle Ehre macht.

Gruß
Taurec

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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

LOGIK der Dunkelheit

Gerhard, Montag, 06.06.2011, 11:36 vor 5623 Tagen @ Gerhard (1912 Aufrufe)

Für die 3tF und ihre (schlimmen) Folgen gibt es nach meiner Auffassung drei geschichtliche Optionen:

1. Option

Sie findet überhaupt nicht statt, weil sie ein "Hirngespinst" ist.

2. Option

Die Dunkelheit findet statt, ohne vorhergehenden Krieg (z.B. im Lindenlied? z.B. bei Detlef?)

Ich persönlich sehe in diesem Fall keine Möglichkeit, die 3tF im Voraus sicher zu datieren.

Einzige Anhaltspunkte (gemäß den Prophezeiungen aber auch gemäß der Vernunft?) wären dann Vorläufer in der Natur selbst (Vorbeben, Küstentsunamis, Sichtung von Himmelskörpern o.ä.). Man müßte diese Vorläufer dann als Anzeichen von Schlimmerem auffassen (aus Sicht der Prophezeiungen). Doch das wäre ziemlich stressig: denn selbst bei Sichtung eines Himmelskörpers würde es ständig irgendwelche "öffentlichen Meinungen" und "wissenschaftliche Gutachten" geben, dass alles nur halb so schlimm werden wird. Und trotzdem könnte möglicherweise Panik ausbrechen.

Man mag einige Prophezeiungen dahingehend interpretiern bzw. hinbiegen, dass der 3tF eine längere Zeit des gesellschaftlichen Zerfalls vorausgeht, der schließlich so extreme Formen annimmt, dass in manchen Regionen ein "Ausnahmezustand" verhängt wird. Allein aus sozialen Gründen könnte ein solcher Zerfall wohl nicht entstehen, es würden wohl auch hier vorlaufende Naturkatastrophen hereinspielen müssen (die vor allem Ernährungsgrundlagen zerstören müßten).

Aber wie auch immer: es gibt in so einem schleichenden Prozess keinerlei sicheren Anhaltspunkt dafür, ob und wann der große KO-Schlag dann eintreffen wird. Ich kann nicht erkennen, dass dieser schleichende Prozess schon begonnen hätte, die Voraussetzungen dafür sind allerdings gegeben ...


3. Option

Die "große Dunkelheit" findet statt, bald nachdem ein Krieg in/um Europa begonnen hat.

Dies ist die Sicht, die traditionell aus den Prophezeiungen abgeleitet wird. Meines Erachtens sagen die Texte das nicht so ausdrücklich - es handelt sich eher um eine Interpretation. Es wäre auch denkbar, dass es vor der 3tF regionale Besatzungszeiten gib, auch hier geben die Prophezeiungen keine wirkliche Klarheit. In jedem Fall aber sollten der 3tF klassische militärische Ereignisse vorausgehen.

Wenn also ein Krieg sich hier entwickelt, dann könnte das zugleich die rote Alarmlampe für die 3tF sein. Zur Vorbereitung wäre es also wichtig, laufend (im Krisenfall sogar Tag und Nacht) jene Macht zu beobachten, die noch einmal Krieg nach Europa tragen könnte. Eigentlich kann das nur Russland sein. Im Augenblick allerdings kann ich hier keine Gefahr erkennen und lasse mich auch auf keine entsprechende Diskussion ein (erwarte aber aus zyklischen Gründen eine Wende in der russischen Innenpolitik ab 2012/2013).

Grüsse, Gerhard

berichtigung

detlef, Montag, 06.06.2011, 15:16 vor 5622 Tagen @ Gerhard (1841 Aufrufe)

moin,

2. Option

Die Dunkelheit findet statt, ohne vorhergehenden Krieg (... z.B. bei Detlef?)


falsch.
in meinen schauungen gibt es schlicht und ergreifend keinen hinweis fuer oder gegen vorherigen krieg in meiner gegend.

ob bei euch in europa vorher unruhen oder gar krieg herrschen, kommt auch nicht vor.


gruss,detlef

--
"Wer eine Meinung hat, ist zu dumm zum Wissen und zu schwach zum Glauben.“

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