Warum der Mayakalender enden muss (Schauungen & Prophezeiungen)

lissi, Freitag, 24.06.2011, 23:57 vor 5604 Tagen (1772 Aufrufe)

"Daraus folgt, daß der Baktun 12 des Mayakalenders (der nach Thompson am 21.12.2012 endet) mit Deiner gesehenen Zahl erst 337 bis 346 Tage später endet. Nämlich zwischen dem 23.11.2013 und dem 2.12.2013. Ab da wird der Kalender "abgeschnitten", also nicht mehr weiter gezählt - warum auch immer."

Hallo,

nur mal so eine Idee:

Angenommen, ich bin ein Maya,könnte weit in die Zukunft sehen und wollte einen Kalender basteln. 365 Tage, 24 Stunden auf ein paar Tausend Jahre ...alles ok. Da sehe ich in der Zukunft, (egal ob 2012 oder später) dass die Erde ein wenig aus der Bahn geworfen wird (wie und wodurch auch immer) und/oder die Erdachse kippt und vielleicht noch einige Jahre nach-eiert, und das Jahr dann nicht mehr 365 Tage hat oder der Tag vielleicht nur noch 20 Std. dauert, würde ich da nicht auch meinen Kalender zu diesem Zeitpunkt beenden bzw. "abschneiden" müssen?
Dass eine Polverlagerung, so sie denn kommen sollte, ohne Einfluss auf die Tageslänge stattfinden kann, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen und ein Kalender benötigt nun mal feste Größen.

Gruß
lissi

Warum der Mayakalender enden muss

Brutus, Samstag, 25.06.2011, 00:36 vor 5604 Tagen @ lissi (1588 Aufrufe)

Dass eine Polverlagerung, so sie denn kommen sollte, ohne Einfluss auf die Tageslänge stattfinden kann, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen und ein Kalender benötigt nun mal feste Größen.

Es gibt absolut keinen Grund, weshalb sich bei einer Polverlagerung die Tageslänge nennenswert verändern sollte, da die Drehgeschwindigkeit ja gleichbliebe.

Gruß Brutus

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Haut alles nicht hin

Taurec ⌂, München, Samstag, 25.06.2011, 00:41 vor 5604 Tagen @ lissi (1690 Aufrufe)

Hallo!

Der Mayakalender folgt doch einem festen Zählsystem, das irgendwann in der Vergangenheit beginnt (am Tage der Erschaffung der Erde) und mechanisch durchläuft, bis es an einem berechenbaren Punkt endet und neu beginnt.
Es gibt nirgendwo in der Mayaüberlieferung einen Hinweis, daß ausgerechnet der gegenwärtige Zyklus, welcher der einzige ist, den die Menschheit laut Maya jemals erlebte, einem anderen System folgt. Man stellt keinen Kalender auf, um dann sein System durch eine Ausnahme für ungültig zu erklären. Von Ausnahmen, Verkürzungen der Zyklen, etc. ist nicht überliefert.

Darüber hinaus ist sicher nicht mit einer Änderung der Jahres- und Tageslänge zu rechnen.
Da der Radiusvektor (Verbindungslinie Sonne - Planet) aller Planeten des Sonnensystems in der gleichen Zeit stets die gleiche Fläche überstreicht, so daß sich Planeten auf weiteren Bahnen langsamer bewegen als Planeten auf engeren Bahnen, müsste für eine merkliche Verlängerung oder Verkürzung des Jahres die Bahn der Erde erheblich erweitern oder verengen. Davon abgesehen, daß es wohl keine Kraft gibt, die dazu in der Lage ist, würde das eine fatale Klimaveränderung und damit das Ende des Lebens auf Erden in seiner gegenwärtigen Form bedeuten, falls die Erde nicht komplett aus der Lebenszone des Sonnensystems rutschte.
Im Falle der Erdrehung gilt die Drehimpulserhaltung. Eiskunstläuferinnen ziehen die Gliedmaßen an, um sich schneller zu drehen, strecken sie aus, um langsamer zu werden. Auf die Erde übertragen müßte es für eine merkliche Änderung der Tageslänge Masseverlagerungen im Erdinneren geben, welche die Erde auseinanderbrechen ließen. Es geht hier nicht um Millisekunden, um die sich die Tageslänge bei sehr starken Erdbeben ändert, sondern um ein Ereignis, das den Tag schlagartig um Minuten oder Stunden verändert. Da flöge Europa glatt zum Mond:

[image]

Alternativ müßte sich der Erdradius vergrößern oder verkleinern, womit sicher nicht zu rechnen ist. ;-)

Gruß
Taurec

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