Kritisches zum Thema Schauungen usw.. (Schauungen & Prophezeiungen)

Joe, Donnerstag, 22.09.2011, 14:18 vor 5514 Tagen (2417 Aufrufe)

http://parapsychologie.info/endzeit/millenni.htm#oben

sehr interessant geschrieben von Peter Mulacz in Österreich.

Beispiel:

...TENHAEFF hat großen Wert darauf gelegt, welch disparate, unverstandene Elemente derartige Erfahrungen (z.B. in Form von Träumen) im Leben der Berichterstatter geblieben sind, zu deuten erst in der Retrospektive: das Weltgeschehen spiegelt sich im Schicksal des Einzelnen, sagt er, aber eine Extrapolation des visionär Erlebten, des Geträumten etc. auf zukünftige Weltereignisse hin ist völlig unmöglich....
http://parapsychologie.info/endzeit/millenni.htm

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ein dürftiges Machwerk

BBouvier, Donnerstag, 22.09.2011, 19:50 vor 5514 Tagen @ Joe (2195 Aufrufe)

<...sehr interessant geschrieben von Peter Mulacz in Österreich.

Leider jedoch ohne viel Kenntnis.
Weitere Kommentare zu diesem dürftigen Machwerk
erspare den Lesen lieber.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Buch BBouvier, Artikel Mulacz und Buch Huebscher

Down Under, Sonntag, 25.09.2011, 02:45 vor 5512 Tagen @ BBouvier (2035 Aufrufe)

Hallo BB,
bist Du "der" BBouvier? Wenn ja, habe ich Dein Buch gelesen. Dort fand ich die am Ende des Buches abgedruckte Zeittafel interessant, vor allem im Zusammenhang mit dem Erscheinungsdatum des Buches (80er Jahre, wenn ich mich recht entsinne).
Weshalb bezeichnest Du den Artikel von Peter Mulacz als duerftig? Er bezieht sich auf Huebscher, den ich auch gelesen habe. Ich fand beide (den Artikel von Mulacz und das
Buch von Huebscher) sehr interessant und auch plausibel.
Gruesse aus Neuseeland

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dürftige Klügeleien eines berufsmässigen Skeptikers

BBouvier, Sonntag, 25.09.2011, 03:28 vor 5512 Tagen @ Down Under (2073 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 25.09.2011, 03:43

Hallo BB,
bist Du "der" BBouvier?

So ist es.


Wenn ja, habe ich Dein Buch gelesen.
Dort fand ich die am Ende des Buches abgedruckte Zeittafel interessant,
vor allem im Zusammenhang
mit dem Erscheinungsdatum des Buches
(80er Jahre, wenn ich mich recht entsinne).

Auch richtig.
Hier die Originaltabelle:
=>
http://www.michaelwinkler.de/Chronologie.html

Weshalb bezeichnest Du den Artikel von Peter Mulacz als duerftig?

"Dürftig" ist noch geschmeichelt!
Ein paar Beispiele gefällig?

- er bemerkt in dem üblen Machwerk "Vision 2004"
nicht, dass der Autor dort bunt Schauungen
mit eigenen Ideen vermengt ... oder er stellt
sich wenigstens so, um Schauungen diskreditieren zu können
- er tut Nostradamus ab, weil Irgendjemand
Mitte des 19. (!) Jahrhunderts offenbar
Verse irrig interpretiert hatte
- er mokiert sich, Schauungen seien offenbar
völliger Schwachsinn, weil Igendjemand
mal gemeint hat, 1997 könne es möglicherweise "losgehen"
- meiner Analyse gegenüber fällt ihm kein anderes Argument
ein, als zu behaupten, jener Verlag sei wohl irgendwie"rechts"??
- um Rills Feldpostbriefe vom August 1914,
die er definitiv kennen muss,
und die mit erstaunlicher Präzision das Geschick
Deutschlands bis zum heutigen Tage absolut korrekt beschreiben,
macht er einen grossen Bogen.
Andernfalls wäre sein "geistreich-skeptisches" Elaborat
nämlich erkennbar hinfällig
- dass eine Vielzahl von Schauungen durch die Augen
Dritter gesehen werden, ist ihm völlig unbekannt...
oder aber er stellt sich wieder mal dumm
- er mokiert sich lauthals darüber,
dass gesehene Ereignisse, die noch in der Zukunft
liegen, bisher nicht eingetroffen sind
und übergeht souverän bereits eingetroffene im "Vorlaufe"

Das soll nun reichen.
Merke:
"Diskutiere nicht mit xxxxxxx.
Erst ziehen sie Dich auf ihr Niveau.
Und dann schlagen sie Dich mit ihrer Erfahrung."

Gruss,
BB

--
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Feldpostbriefe

Down Under, Sonntag, 25.09.2011, 03:43 vor 5512 Tagen @ BBouvier (1970 Aufrufe)

Danke fuer die schnelle Antwort BB und fuer den Hinweis auf die Feldpostbriefe.
Ja, Mulacz wird diese wohl kennen, da er ein Schueler Hans Benders ist und Bender sich intensiv mit den Feldpostbriefen auseinandergesetzt hat (siehe Buecher von Bender).
Mich wuerde uebrigens sehr interessieren, wie alt Du bist, BB.
Schoene Gruesse von hier unten

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Mulacz macht wohl auf: "Ich bin ein genial zweifelnder Wissenschaftler" :-)

BBouvier, Sonntag, 25.09.2011, 03:49 vor 5512 Tagen @ Down Under (1965 Aufrufe)

Danke fuer die schnelle Antwort BB
und fuer den Hinweis auf die Feldpostbriefe.
Ja, Mulacz wird diese wohl kennen,
da er ein Schueler Hans Benders ist und Bender
sich intensiv mit den Feldpostbriefen auseinandergesetzt hat
(siehe Buecher von Bender).
Mich wuerde uebrigens sehr interessieren,
wie alt Du bist, BB.
Schoene Gruesse von hier unten

Danke, Down Under! - und Grüsse retour!

Alt genug, grauhaarig zu sein, Enkel zu haben
und zu hoffen, auch vielleicht auch ein wenig weise zu werden,
mit den Jahren...:-D

Herzlich!
BB

--
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Kritisches...

Jayef, Dienstag, 04.10.2011, 14:22 vor 5502 Tagen @ Joe (2033 Aufrufe)
bearbeitet von Jayef, Dienstag, 04.10.2011, 14:31

Hallo Joe,

http://parapsychologie.info/endzeit/millenni.htm#oben

sehr interessant geschrieben von Peter Mulacz in Österreich.

Beispiel:

...TENHAEFF hat großen Wert darauf gelegt, welch disparate, unverstandene Elemente derartige Erfahrungen (z.B. in Form von Träumen) im Leben der Berichterstatter geblieben sind, zu deuten erst in der Retrospektive: das Weltgeschehen spiegelt sich im Schicksal des Einzelnen, sagt er, aber eine Extrapolation des visionär Erlebten, des Geträumten etc. auf zukünftige Weltereignisse hin ist völlig unmöglich....
http://parapsychologie.info/endzeit/millenni.htm


Mit etwas Verspaetung noch einiges zum „Tenhaeff-Zitat“:

Mulacz:
„Hervorzuheben ist zunächst die Fallsammlung von Kriegsvoraussagen durch W. H. C. TENHAEFF † , ein Material, das sich von dem oben betrachteten toto genere unterscheidet; TENHAEFF hat großen Wert darauf gelegt, welch disparate, unverstandene Elemente derartige Erfahrungen (z.B. in Form von Träumen) im Leben der Berichterstatter geblieben sind, zu deuten erst in der Retrospektive: das Weltgeschehen spiegelt sich im Schicksal des Einzelnen, sagt er, aber eine Extrapolation des visionär Erlebten, des Geträumten etc. auf zukünftige Weltereignisse hin ist völlig unmöglich.“

Eine interessante Feststellung – wenn wahr. Wo Herr Mulacz aber seinen Tenhaeff-Zitaten her hat ist mich nicht klar. So zu sehen jedenfalls nicht von Tenhaeff...

Die genannte “Fallsammlung von Kriegsvoraussagen” ist ein Buch:
Oorlogsvoorspellingen: een onderzoek met betrekking tot proscopie in verband met het wereldgebeuren, Tenhaeff, W.H.C. / Leopold / 1948
(Kriegsvorhersagen: eine Untersuchung in Bezug auf die Proskopie im Zusammenhang mit dem Weltgeschehen.) Nicht nur ein „Fallsammlung“, auch eine Analyse.

Tenhaeff schreibt dort (S.244):
„Die in den Kapitteln VIII und IX aufgenommenen Vorhersagen koennen alle als persoenlichen Vorhersagen betrachtet werden, woraus man das Schicksal von Gemeinschaften haette ableiten koennen. Dass die Paragnosten dazu nicht immer im Stande waren nimmt, wie schon gesagt, von dieser Tatsache nichts ab. Fuer uns, die diesen Vorhersagen unter Augen bekommen in einer Zeitpunkt wo der Krieg zum Vergangenheit gehoert (Apperception) sind unterschiedene Geschehnisse, den sich in den Kriegsjahren abgespielt haben, wohl sehr deutlich im Schicksal der verschiedenen Konsultanten zu lesen.“
Und (S.258):
„Aus das Obige moege klar geworden sein dass unsere vergleichende Untersuchung keinen neuen Gesichtspunkte geoeffnet hat aber nur eine Bestaetigung aufgeliefert hat von was schon von Osty und anderen gefunden und hervorgebracht wurde, namentlich dass, wenn nicht immer, dann doch im uebergrossen Mehrheit der Faelle, man das zukünftige Schicksal von Gemeinschaften aus dem zukünftigen Schicksal ihren zusammenstellenden Einzelwesen kennenlernen kann und dass die Vorhersagen seltener werden je allgemeiner sie werden.“

Und daraus macht Mulacz „völlig unmöglich“! Ich kann bei Tenhaeff nichts finden was Mulacz's „Zitaten“ aehnelt.

Mulacz weiter:
„Der qualitative Forschungsansatz von BENDER und TENHAEFF hat reiches Material vor allem in Form der sogenannten Platzexperimente erbracht, das z. T. auch quantitativ aufgearbeitet werden kann (U. TIMM), andererseits doch durchaus kontroversieller Natur (P. H. HOEBENS) ist.“

Die “sogenannten Platzexperimente” von Tenhaeff sind tatsaechlich reiches Material. Wieso erwaehnt Mulacz dabei nicht Croiset? Dann kann man sich selbst ueber den Experimente informieren ohne nur Mulacz glauben zu muessen.
Zur gleicher Zeit sind die aber „durchaus kontroversiell“? Leider sagt Mulacz nicht wo hierueber etwas zu finden sein koennte. Nur die Name eines Kollega-Skeptikers. Es ist ein Artikel von ihm zu finden (http://www.skepsis.nl/croiset.html) aber dort werden die Platzexperimente nicht erwaehnt.

Tenhaeff war/ist von den Skeptikern nicht besonders beliebt. U.a. weil, wie Hoeben schreibt,
„Sein bevorzugter Trick bestand daraus um, lieber als seinen Kritikern auf ihren unbeschaemten Fragen zu antworten, das Publikum weis zu machen dass sie an ein freudianisches Komplex litten und psychiatrische Hilfe brauchten.“ (Tenhaeff war Psychologe.)

Wenn man die Artikel von wissenschaftlichen Scharlatans wie Mulacz und Hoeben sieht, koennte da doch etwas dran sein...

MfG,
Jayef

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literarisches Genus?

BBouvier, Dienstag, 04.10.2011, 15:18 vor 5502 Tagen @ Jayef (1929 Aufrufe)

Danke, Jayef!

Mulacz macht es sich allzu leicht: Er reduziert das Thema
unzulässig auf ausgesuchte "Prophezeiungen":

"Bei den genannten Prophezeiungen
handelt es sich um ein bloßes literarisches Genus,
das insofern keinen Realitätsbezug aufweist.
"

...die er dann verspottet.

Und um die Feldpostbriefe macht er klüglich
einen grossen Bogen.

Auch wüsste ich nicht, wie beispielsweise
die Schau des WV eines verschneiten Ackers,
wie die Sellys eines an das Rheinufer geworfenen Schiffes,
wie die Aussage Rills von 1914, der folgende Krieg sei ´45 zuende:
Wie derlei wohl ein "literarisches Genus"
sein sollte?

Beste Grüsse!
BB

--
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Rheinufer ...

Selly, Mittwoch, 05.10.2011, 20:25 vor 5501 Tagen @ BBouvier (2032 Aufrufe)


Auch wüsste ich nicht, wie beispielsweise
die Schau des WV eines verschneiten Ackers,
wie die Sellys eines an das Rheinufer geworfenen Schiffes,


... nicht. Luftlinie ca. 15 km weit entfernt davon.
Nur eine Ergänzung.

Mit lieben Grüßen
Selly

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