Hallo Joe,
http://parapsychologie.info/endzeit/millenni.htm#oben
sehr interessant geschrieben von Peter Mulacz in Österreich.
Beispiel:
...TENHAEFF hat großen Wert darauf gelegt, welch disparate, unverstandene Elemente derartige Erfahrungen (z.B. in Form von Träumen) im Leben der Berichterstatter geblieben sind, zu deuten erst in der Retrospektive: das Weltgeschehen spiegelt sich im Schicksal des Einzelnen, sagt er, aber eine Extrapolation des visionär Erlebten, des Geträumten etc. auf zukünftige Weltereignisse hin ist völlig unmöglich....
http://parapsychologie.info/endzeit/millenni.htm
Mit etwas Verspaetung noch einiges zum „Tenhaeff-Zitat“:
Mulacz:
„Hervorzuheben ist zunächst die Fallsammlung von Kriegsvoraussagen durch W. H. C. TENHAEFF † , ein Material, das sich von dem oben betrachteten toto genere unterscheidet; TENHAEFF hat großen Wert darauf gelegt, welch disparate, unverstandene Elemente derartige Erfahrungen (z.B. in Form von Träumen) im Leben der Berichterstatter geblieben sind, zu deuten erst in der Retrospektive: das Weltgeschehen spiegelt sich im Schicksal des Einzelnen, sagt er, aber eine Extrapolation des visionär Erlebten, des Geträumten etc. auf zukünftige Weltereignisse hin ist völlig unmöglich.“
Eine interessante Feststellung – wenn wahr. Wo Herr Mulacz aber seinen Tenhaeff-Zitaten her hat ist mich nicht klar. So zu sehen jedenfalls nicht von Tenhaeff...
Die genannte “Fallsammlung von Kriegsvoraussagen” ist ein Buch:
Oorlogsvoorspellingen: een onderzoek met betrekking tot proscopie in verband met het wereldgebeuren, Tenhaeff, W.H.C. / Leopold / 1948
(Kriegsvorhersagen: eine Untersuchung in Bezug auf die Proskopie im Zusammenhang mit dem Weltgeschehen.) Nicht nur ein „Fallsammlung“, auch eine Analyse.
Tenhaeff schreibt dort (S.244):
„Die in den Kapitteln VIII und IX aufgenommenen Vorhersagen koennen alle als persoenlichen Vorhersagen betrachtet werden, woraus man das Schicksal von Gemeinschaften haette ableiten koennen. Dass die Paragnosten dazu nicht immer im Stande waren nimmt, wie schon gesagt, von dieser Tatsache nichts ab. Fuer uns, die diesen Vorhersagen unter Augen bekommen in einer Zeitpunkt wo der Krieg zum Vergangenheit gehoert (Apperception) sind unterschiedene Geschehnisse, den sich in den Kriegsjahren abgespielt haben, wohl sehr deutlich im Schicksal der verschiedenen Konsultanten zu lesen.“
Und (S.258):
„Aus das Obige moege klar geworden sein dass unsere vergleichende Untersuchung keinen neuen Gesichtspunkte geoeffnet hat aber nur eine Bestaetigung aufgeliefert hat von was schon von Osty und anderen gefunden und hervorgebracht wurde, namentlich dass, wenn nicht immer, dann doch im uebergrossen Mehrheit der Faelle, man das zukünftige Schicksal von Gemeinschaften aus dem zukünftigen Schicksal ihren zusammenstellenden Einzelwesen kennenlernen kann und dass die Vorhersagen seltener werden je allgemeiner sie werden.“
Und daraus macht Mulacz „völlig unmöglich“! Ich kann bei Tenhaeff nichts finden was Mulacz's „Zitaten“ aehnelt.
Mulacz weiter:
„Der qualitative Forschungsansatz von BENDER und TENHAEFF hat reiches Material vor allem in Form der sogenannten Platzexperimente erbracht, das z. T. auch quantitativ aufgearbeitet werden kann (U. TIMM), andererseits doch durchaus kontroversieller Natur (P. H. HOEBENS) ist.“
Die “sogenannten Platzexperimente” von Tenhaeff sind tatsaechlich reiches Material. Wieso erwaehnt Mulacz dabei nicht Croiset? Dann kann man sich selbst ueber den Experimente informieren ohne nur Mulacz glauben zu muessen.
Zur gleicher Zeit sind die aber „durchaus kontroversiell“? Leider sagt Mulacz nicht wo hierueber etwas zu finden sein koennte. Nur die Name eines Kollega-Skeptikers. Es ist ein Artikel von ihm zu finden (http://www.skepsis.nl/croiset.html) aber dort werden die Platzexperimente nicht erwaehnt.
Tenhaeff war/ist von den Skeptikern nicht besonders beliebt. U.a. weil, wie Hoeben schreibt,
„Sein bevorzugter Trick bestand daraus um, lieber als seinen Kritikern auf ihren unbeschaemten Fragen zu antworten, das Publikum weis zu machen dass sie an ein freudianisches Komplex litten und psychiatrische Hilfe brauchten.“ (Tenhaeff war Psychologe.)
Wenn man die Artikel von wissenschaftlichen Scharlatans wie Mulacz und Hoeben sieht, koennte da doch etwas dran sein...
MfG,
Jayef