Hallo in die Runde,
wie bekannt, beschäftige ich mich mit Fragen des Bewußtseins, der Wahrnehmung, der Medialität und Spiritualität durchaus und nicht wenig.
Ein Bekannter erzählte glaubhaft, er hätte einmal nächtens Besuch vom *Teufel* höchstpersönlich bekommen. Nie habe ich ihn oder würde ich ihn verspotten oder verhöhnen. Denn ich kann mir ohne weiteres vorstellen, daß es für ihn zu diesem Zeitpunkt genau diese Wahrnehmung gab. (Wer es genau war, Luzifer, Beelzebub, Satanus, wie er aussah, sagte er nicht, er hielt sich immer sehr bedeckt. Die näheren Umstände sind mir daher unbekannt, nur, daß es nachts in seinem Schlafzimmer in einem bayerischen Ort vor rund 20 Jahren gewesen sein soll.)
So, wie ein Amputierter ohne Zweifel einen realen (Phantom-) Schmerz fühlt in seinem virtuellen Exkörperteil. Der objektiv aber nicht existent ist. Für ihn ist er es, für alle Nichtamputierten ist er es nicht.
Es ging und geht mir nie darum, ein Opfer von Wahnvorstellungen zu verhöhnen. Oder von echten Wahrnehmungen, weil sich die Tür nach drüben nicht mehr schließt, und alles mögliche durchkommt wie die Fliegen zum Licht. Buchstäblich.
Nur muß man wissen, daß o.a. bekannter Mitglied einer christlichen, sehr aktiven Sekte ist, ebenso seine Frau, und daß es für diese beiden *normal* ist, sich tagsüber ins Bett zu legen und stundenweise zu beten. Unabhängig davon ist das ein angenehmer Zeitgenosse und braver Bürger, aber seine Vorstellungswelt als aussagefähig für die Allgemeinheit zu übernehmen, halte ich für völlig daneben, und unsinnig. Für methodisch absolut unhaltbar.
Wenn er sich einen maßgeblichen Anteil seines Lebens mit Fragen des Teufels beschäftigt, so ist es doch nur anzunehmen, daß irgendwann die Bilder buchstäblich das Laufen lernen. Aber für Leute, die durchschnittlich sind, wird das nie passieren, und aus derartigen Extrema allgemeingültige Tatsachenbehauptungen (sic !) abzuleiten, wäre verantwortungslos.
Daß die betreffende, am Exorzismus Verstorbene litt, ist doch keine Frage, und die Gründe mögen mannigfaltig sein. Ich halte so etwas wie Besessenheit absolut für möglich.
Aber wenn durch sie jemand sich als Adolf Hitler vorstellt und dumme Reden schwingt, kann ich DAS doch nicht als Quelle für allgemeingültige Forschungen verwenden - welchen Grund sollte AH haben, in eine psychotische Studentin zu fahren ? Wäre es Angela Merkel oder Netanjahu gewesen, könnte man wenigstens darüber diskutieren...
Soviel dazu. Es kann nicht egal sein, wer etwas sagt. Und unter welchen Umständen.
Sonst wären alle Foltergeständnisse echt, und alle Aussagen von Betrunkenen und Bekifften. Und von Wahnkranken.
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Hallo, Berliner,
ich habe aktuell nur wenig Zeit zur Verfügung und kann Dir nicht in der gebotenen Tiefe jetzt antworten, ich muß das verschieben.
Es macht halt mal einen Unterschied, ob ich als Unbeteiligter über Vorgänge in der fernen Südsee mir theoretische Gedanken mache, oder ob ich als mittelbar Beteiligter die Auswirkungen schändlichen Tuns miterlebe. Familiär.
Sei gewiß, es gibt für jede meiner Gefühlsregungen einen Grund, der einen Namen hat und *geweiht* war.
Beste Grüße vom Baldur