wer ist der Antichrist angeblich (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur, Mittwoch, 25.04.2012, 14:04 (vor 5299 Tagen) @ Taurec (3745 Aufrufe)

Hallo, Taurec,

um sich zu entscheiden, ob man seine Existenz als glaubwürdig erachten soll, muss man wissen, was über ihn überliefert (?) *ist*:

La Salette (gemäss Angerer, S.86)

27. So wird es um die Zeit sein, wenn der Antichrist geboren wird von ei-
ner jüdischen Ordensfrau, einer falschen Jungfrau (d’une religiese hébri-
que, d’une fausse vierge), die mit der alten Schlange, dem Meister der Un-
zucht im Bunde stehen wird. Sein Vater ist Bischof (son pére Ev. Eveque).
Bei seiner Geburt wird er Gotteslästerungen ausspeien; er wird Zähne ha-
ben; mit einem Worte, dieser ist ein fleischgewordener Teufel. Er wird bei
seiner Geburt in ein schreckliches Geschrei ausbrechen, er wird Wunder wir-
ken, er wird sich von der Unzucht nähren...

28. Rom wird den Glauben verlieren und der Sitz des Antichrist werden.

29. Die Dämonen werden mit dem Antichrist große Wunderdinge auf der Erde und
in den Lüften wirken, und die Menschen werden immer schlechter werden.

Schwester Nativitas (Angerer. S.248.) Frankreich, 1731 - 1798

Sr. Nativitas (= ”Schwester von der Geburt Christi”) sagte:
”Wenn der Antichrist kommt, wird in den Klöstern äußerlich alles noch
so laufen, wie jetzt (1750), aber plötzlich wird man merken, dass der
Antichrist regiert” – Angerer kommentiert das, am Text schwer erkennbar, wie folgt:

das heißt: dass ein anderer Geist in die Klöster ein-
gezogen ist. Die Fassaden der alten Frömmigkeit (Tageslauf, Stundenge-
bet) stehen noch, aber der Geist dieser Welt, der Geist des Modernismus
ist in die Klöster eingezogen. Eine Geisteshaltung, die sagt: ”Opfer brin-
gen?” Wozu? Eine Haltung die genießen, konsumieren will und nicht
mehr Buße tut, gehorcht, sich selbst verleugnet... Jetzt steht das Ich und
der Mensch im Mittelpunkt. Selbstverwirklichung.

Hl. Birgitta von Schweden, 1303 - 1373.

Am Ende dieses dritten Zeitalters wird der Antichrist geboren werden. Und
gleichwie aus einer heiligen Ehe Kinder Gottes erzeugt werden, so wird der
Antichrist von einem verfluchten Weibe geboren werden, das da vorgibt,
geistliche Dinge zu verstehen, und von einem verfluchten Manne, aus de-
ren Vereinigung mit Zulassung Gottes der Teufel sein Werk gestalten wird.
Wenn die Gottlosigkeit ins Unermeßliche gewachsen sein wird und das Maß
der Ungerechtigkeit überfließt, dann naht die Zeit des Antichristes heran.

Text nach: 23 Wisse die Wege, 319 ff (sämtliche Werke der Heiligen Hildegard):

Der Antichrist, der wahnwitzige Menschenmörder, der Sohn des Verder-
bens, wird kommen, wenn der Tag gewichen und die Sonne untergegangen
ist, das heißt, wenn die Zeit versinkt und die Welt ihren Halt verliert. So höret
dieses Zeugnis, meine Getreuen, höret es, und nehmet es zu eurem Schutze
willig in euer Erkennen auf, damit nicht ohne euer Wissen plötzlich der Irr-
tum dieses Verderbers komme und euch in den Ruin des Unglaubens und
der Verderbnis stürze. Waffnet euch und haltet euch, durch diese treuen
Schutzwehren gemahnt, zum Entscheidungskampfe bereit.

Wenn nämlich die Zeit kommt, in der der verruchte Betrüger unter
Schrecken erscheinen soll, so ist die Mutter, die den Gaukler zur Welt brin-
gen wird, von Kindheit an an einem einsamen Ort der Verworfenheit un-
ter den gottlosesten Menschen aufgewachsen. Schon als Mädchen ist sie
durch teuflische Ränke der Laster voll. Ohne Wissen ihrer Eltern wird sie
dort weilen, und auch die Umwohner werden sie nicht kennen. Denn auf
Eingebung des Teufels ist sie dorthin gekommen, der sie betrügerisch - als
ob er ein heiliger Engel wäre - nach seinem Willen heranbildet. Sie trennt
sich also von den Menschen, damit sie um so leichter verborgen bleiben
könne. Darauf wird sie sich heimlich in die Unzucht mit einigen wenigen
Männern einlassen und mit solcher Glut schändlichen Begehrens sich mit
ihnen beflecken, als ob ein heiliger Engel sie dieses gottlose Treiben zu voll-
führen heiße. Und so empfängt sie den Sohn des Verderbens, ohne zu wis-
sen, welcher Mann sein Vater ist.
Luzifer nimmt ihn ganz und gar mit all seinen Kräften schon im Mutter-
leib in Besitz. Des teuflischen Geistes voll, geht der Verderber aus dem
Schoß seiner Mutter hervor. Sie aber meidet darauf die gewohnte Unzucht
und sagt offen dem törichten, einsichtslosen Volke, daß sie keinen Mann
habe und einen Vater ihres Kindes nicht kenne. Heilig nennt sie die Un-
zucht, die sie vollbracht hat, und auch die Leute werden die Mutter für
heilig halten und sie heilig nennen.


So wächst der Sohn des Verderbens unter Teufelsränken bis zu einem kräf-
tigen Alter heran, stets geheimgehalten vor den Bekannten. Doch zeigt sei-
ne Mutter ihn zuweilen unter magischen Künsten dem Volke - denen, die
Gott ehren, und denen, die Ihn nicht ehren - und erreicht dadurch, daß sie
ihn lieben.

Ist er dann zum Vollalter (von 30 Jahren) gelangt
, so wird er of-
fen seine großsprecherische Lehre vortragen und sich dadurch in Wider-
spruch zu Mir und meinen Auserwählten stellen.

So große Kraft wird er erlangen, daß er in seiner Machtfülle versuchen
wird, sich über die Wolken zu erheben. Denn Ich gestatte ihm nach mei-
nem gerechten Gerichte, an verschiedenen Geschöpfen seinen Willen aus-
zulassen. Wie nämlich der Teufel am Anfang sprach: „Ich werde dem Al-
lerhöchsten gleich sein“ (Jes 14, 14), und stürzte, so werde Ich auch zulas-
sen, daß derselbe Teufel in der letzten Zeit in seinem Sohne spricht: „Ich
bin der Heiland der Welt!“ Aber dann wird er auch in diesem Fall kom-
men. Und wie die ganze Welt der Gläubigen erkannt hat, daß Luzifer ein
Lügner war, als er am Anfang Gott gleich sein wollte, so wird auch jeder
Gläubige einsehen, daß der Sohn der Bosheit ein Lügner ist, wenn er sich
vor dem Jüngsten Tag dem Sohne Gottes gleichmachen will.

Er ist die schlimmste Bestie. Die Menschen, die ihn nicht anerkennen, tö-
tet er. Könige, Herzöge, Fürsten und Reiche wird er sich verbinden, die
Demut unterdrücken, den Stolz erheben und sich den Erdkreis mit Teu-
felslist unterwerfen. Seine Macht erstreckt sich bis auf den Ursprung der
Winde, so daß er scheinbar die Luft in Bewegung bringt, Feuer vom Himmel ruft, Blitze, Donner und Hagel herniederfahren läßt. Berge stürzt er
zum Scheine, Wasser trocknet er aus, den Wäldern nimmt er das frische
Grün und gibt ihnen aufs neue treibenden Saft. Solche Gaukeleien (Pseu-
dowunder) wird er mit den verschiedensten Geschöpfen veranstalten in
ihrer Feuchtigkeit, Grüne und Trockenheit. Selbst mit den Menschen wird
er sein trügerisches Spiel treiben. Scheinbar macht er Gesunde krank und
Kranke gesund, treibt Teufel aus und erweckt zuweilen Tote.

Wie das? Wenn jemand aus dem Leben geschieden ist, dessen Seele der Teu-
fel in seiner Gewalt hat, so übt er mit meiner Zulassung an der Leiche des
Verstorbenen seine Zauberkünste. Er macht, daß sie sich bewegt, als wenn
sie lebendig wäre. Aber solches wird ihm nur hie und da, auf kurze Zeit und
in sehr geringem Ausmaß gestattet, damit durch solche Anmaßung nicht die
Ehre Gottes dem Spotte und der Mißachtung preisgegeben werde.
Manche, die solches sehen, werden ihm Vertrauen schenken. Andere wollen
zwar ihren früheren Glauben beibehalten, möchten aber doch, daß er ihnen
stets gewogen sei. Diesen schickt er Krankheiten, weil er sie nicht schwer
schädigen will. Wenn sie dann bei den Ärzten Heilung und Hilfe suchen, aber
nicht geheilt werden können, dann werden sie zu ihm ihre Zuflucht nehmen
und erproben, ob er sie heilen könne. Sieht er sie dann kommen, so nimmt er das
Siechtum, das er selbst ihnen geschickt hat, von ihnen. Dadurch wird er dann ih-
re Liebe gewinnen, und sie werden an ihn glauben. (Viele Magnetiseure und
Heilpraktiker heilen mit Magie und Okkultismus; siehe Dr. Koch, 28).
So werden viele getäuscht werden. Sie umwölken sich selbst ihre inneren
Augen. Auf Mich (Jesus) sollten sie schauen, sie aber wollen durch das
Grübeln ihres Geistes durch neue Erkenntnis (Gnosis) die Dinge erschau-
en. Sie verachten das Unsichtbare, das ewig in Mir ist und nur durch wah-
ren Glauben begriffen werden kann.
.....

Auf diese Weise wirkt der Sohn des Verderbens die Betrügereien seiner
Künste an den Elementen. In Schönheit, Süßigkeit und Anmut läßt er sie
erscheinen, je nach dem Willen der Menschen, die er hintergeht. Diese
Macht ist ihm gestattet, damit die Gläubigen in rechtem Glauben sehen,
daß der Teufel keine Macht wider die Guten hat, sondern nur wider die
Bösen, die dem ewigen Tode verfallen sind. Alles nämlich, was der Sohn
der Bosheit tut, das vollbringt er mit Gewalt und Stolz und Grausamkeit.
Demut besitzt er nicht, sondern mit Befehlen und barschem Auftreten fährt
er die Menschen an, daß sie ihm folgen sollen. Sehr viele gewinnt er da-
durch, daß er sie auffordert, frei nach ihrem Willen zu handeln. Sie möch-
ten, sagt er ihnen, sich doch nicht mit Wachen und Fasten Gewalt antun,
sondern sie sollten nur ihren Gott, als den er sich selber hinstellt, lieben.
Dann würden sie vor der Hölle bewahrt bleiben und zum Leben gelangen.
Viele lassen sich dadurch täuschen und sagen: „Wie unglücklich waren doch
die Menschen, die sich in den vergangenen Zeiten mit harten Peinigungen
das Leben schwer machten, weil sie die Güte unseres Herrn nicht kannten.“

Er zeigt ihnen nämlich Schätze und Reichtümer und gestattet ihnen Schmau-
sereien, soviel sie wollen, und bekräftigt durch trügerische Zeichen seine
Lehre. So halten sie es nicht für nötig, ihren Leib zu bändigen und in Zucht zu
nehmen.

Doch befiehlt er ihnen, die Beschneidung und das Judentum nach
den Gebräuchen der Juden zu beobachten, während er die kraftvolleren Vor-
schriften des Gesetzes, die das Evangelium unter entsprechender Bußge-
sinnung in Gnade umgewandelt hat, nach ihrem Willen für sie erleichtert.
Er spricht: „Wer sich zu mir bekehrt, dessen Sünden werden getilgt, und
er wird mit mir leben in Ewigkeit.“ Auch die Taufe und das Evangelium
meines Sohnes verwirft er, und alle Vorschriften, die der Kirche übertra-
gen sind, verspottet er.
Und wiederum sagt er mit teuflischem Hohne zu denen, die ihm dienen:
„Sehet, was das für ein Wahnwitziger war, der durch seine Lügen dem ein-
fältigen Volke solche Verpflichtungen auferlegte... Er fordert alsdann seine
Freunde auf, ihn mit einem Schwert zu durchbohren und bis zum Tage sei-
ner Auferstehung in ein reines Linnen zu hüllen. Dabei täuscht er sie so, daß
sie ihn wirklich zu töten und seinen Auftrag zu vollbringen meinen. Nach-
her steht er dann zum Scheine von den Toten auf.

Dabei weist er als Mittel zum Seelenheil eine Schrift vor (die Lehre der Gno-
sis und der Reinkarnation), die grauenhaften Fluches voll ist. Er übergibt sie
den Menschen als ein Siegel („Mal des Tieres“, Offb 13, 16) und befiehlt, daß
sie ihn anbeten. Verweigert dies irgendein Gläubiger aus Liebe zu meinem
Namen, so wird er in grausamer Folterqual vernichtet, so daß alle, die dies
sehen oder hören, von höchstem Entsetzen geschüttelt werden.
Angefangen von den schlimmen Gaukeleien, durch die der Sohn des Ver-
derbens die Menschen zuerst schmeichelnd und milde zu verführen suchen
wird, bis zu dem Zeitpunkt, da er sie durch Grausamkeit zu brechen und zu
beugen strebt, wird die Kirche in ihren Kindern die Weise des wahren Glau-
bens pflegen, aber gerade deswegen die Bedrängnis blutigen Schreckens
und die größten Wehen mannigfaltiger Leiden erdulden (...).
Von dem ersten Vorstoß der Vergewaltigung bis zu den beiden Zeugen der
Wahrheit (Henoch und Elias, Offb 11, 3), die gegen Ende der Welt den blen-
dendweißen Glanz der Gerechtigkeit und Wahrheit entsenden und da-
durch der Kirche starken Halt verleihen werden, wird sie ruchlose Ver-
folgungen und grausamstes Blutvergießen in denen erleiden, die dem Ver-
derber Trotz bieten.
Durch seine Lügenkünste wird er, scheinbar ermordet, sein Blut vergießen
und sterben. Nicht in seinem Leibe wird er fallen, sondern in einem trü-
gerischen Schatten, und wird als ein Erschlagener und Sterbender erach-
tet. Dann wird er im fortdauernden Betrug seiner Wunden sich den An-
schein geben, als erwache er aus dem Todesschlafe wieder zum Leben.
Staunen und Entsetzen wird ob der Schreckenstat des Verfluchten alle
Menschen auf der ganzen Erde ergreifen. So werden, wie du begreifst, bei
den Quälereien, Widersprüchen und ausgesuchten, schrecklichen Wun-
derzeichen, die der Sohn des Verderbens wirken wird, selbst meine Aus-
erwählten, die wie Säulen feststehen, von Schrecken und Entsetzen ge-
schüttelt, angstvoll klagend aufseufzen.

Doch werde ich meine beiden Zeugen (Offb 11, 3) senden, Henoch und Elias,
die ich im Geheimnis meines Willens für diese Zeit (im Paradiese) aufbe-
wahrt habe, damit sie als Gegenkämpfer hervortreten und die Irrenden auf
den Weg der Wahrheit zurückführen. Gewaltige, machtvolle Kämpfe wer-
den sie unter den Gläubigen entfalten. Denn da die Worte des Zeugnisses
im Munde beider übereinstimmen, werden sie Glauben finden bei denen,
die auf sie hören. Für diese Sendung habe ich die beiden Zeugen der Wahr-
heit so lange zurückgehalten, damit, wenn sie alsdann hervortreten, ihr
Wort in den Herzen meiner Auserwählten starken Glauben finde und so
die reifende Saat meiner Kirche in ihrer großen Erniedrigung standhalte.
Sie werden zu den Söhnen Gottes, deren Namen im Buche des Lebens ste-
hen, sprechen: „Ihr, die ihr geraden Herzens seid, auserlesen zur herrli-
chen Ehre der beseligenden Gnaden des Lebens, höret und verstehet, was
wir euch in Treue sagen. Dieser Verfluchte ist vom Teufel entsandt, damit
er die Seelen, die sich seinen Vorschriften unterwerfen, in Irrtum stürze.
Wir waren von dieser Welt abgesondert, aufbewahrt in den Geheimnissen
Gottes, die den Menschen verborgen sind, der Mühe und Angst der Men-
schen enthoben. Und dazu sind wir zurückbehalten und zu euch gesandt
worden, damit wir Einspruch wider die Täuschungen dieses Verderbers
erheben. Sehet darüber, ob wir euch an Körpergestalt und Alter ähnlich
sind!“ Und alle, die den wahren Gott erkennen und bekennen wollen, wer-
den sich diesen beiden Greisen und wahrhaftigen Zeugen, den Banner-
trägern der göttlichen Gerechtigkeit, anschließen. Sie werden den gottlo-
sen Irrtum verlassen und selber in großen Lobpreisungen vor Gott und
dem Volke leuchten. Die Gassen und Städte und die übrigen Orte, die der
Sohn des Verderbens mit dem Hauch seiner widersprechenden Lehre an-
geweht hat, werden sie durcheilen und große Zeichen im Heiligen Geiste
wirken, so daß alles Volk, das sie sieht, in höchste Bewunderung versetzt
wird. Solch große, auf dem festen Felsen gegründete Zeichen werden ih-
nen aber deshalb gegeben, damit die Zeichen des Widerspruchs und der
Falschheit verworfen werden. Denn wie der Blitz entzündet und ver-
brennt, so wird auch der Sohn des Verderbens in seiner verkehrten Unge-
rechtigkeit und Nichtswürdigkeit tun. Mit magischen Künsten wird er wie
mit Blitzesfeuer die Völker verbrennen, aber Henoch und Elias werden mit
dem Donnerschlag ihrer rechten Lehre die ganze Rotte in Schrecken set-
zen und niederwerfen und so die Gläubigen festigen.

usw. usf.

Und jetzt kann man sich wohl nicht mehr ernsthaft fragen, ist das eine reale Person, oder ein Konstrukt ?

Beste Grüsse vom Baldur


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