Als ich vor kurzem (Schauungen & Prophezeiungen)

Buffy441, Freitag, 29.06.2012, 17:08 (vor 5234 Tagen) @ Hope (2954 Aufrufe)

wie man bei meinem Stammsupermarkt einen Ladendieb schnappte, der sich mit HÄnden und Füßen wehrte und doch nur Lebensmittel stahl, bin ich nachdenklich geworden, man sah ihm an das es eine Verzweiflungstat war, und das hier in Wien, wo das System zur sozialen Absicherung noch einigermaßen funktioniert ( aber nur wenn man keine Kinder ernähren muss)

Seit kurzem fragt mich mein Freund immer wieder warum ich so traurig bin und ich kann es ihm nicht sagen, den nicht ich bin traurig sondern um mich herum ist viel Trauer, Wut und Hass, dem kann ich mich kaum entziehen da ich immer schon sehr sensibel war, (einer der Gründe warum ich mich hier kaum zu Wort melde).

Ich kann nur bestätigen dass die Leute langsam alle durchdrehen, das ist ein Zeichen der Zeit und kündigt die Revolution an und wenn ich mich so umsehe dann wird es keine unblutige Revolution werden.

Es ist wie eine Spirale die immer mehr Menschen hineinzieht, je mehr Gesellschaftsschichten von der finanziellen Krise betroffen sind desto schneller geht es abwärts, ich sehe es ja bei der Stellensuche, ich bin wahrlich nicht wählerisch will nur einen Job der die Rechnungen zahlt aber während früher nur die Masse an Bewerbungen mir Absagen bescherte sind jetzt kaum noch Stellen ausgeschrieben immer weniger wird nachbesetzt selbst da wo man früher immer was fand (Supermarkt, Putzdienst oder Call Center) ist jetzt immer weniger zu finden.

Ich kann hier natürlich nur für Wien sprechen, am Land ist es noch nicht so schlimm da wird noch mehr gesucht. Aber meine Freunde in der Schweiz und verschiedenen deutschen Städten haben da ähnliche Erfahrungen gemacht.


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