Geträumte Unruhen? (Schauungen & Prophezeiungen)

placebo, Sonntag, 09.09.2012, 20:57 vor 5162 Tagen (3328 Aufrufe)

Wertes Forum,

als Neuling der hofft hier richtig zu sein, erfolgt erstmalig die Abfassung einer Traumsequenz, die dem Wissensschatz der hiesigen Diskutanten zur Analyse dargelegt wird. Dass eine mentale Öffnung große Überwindung kostet, dürfte jedem klar sein.
Die eigenmächtige Definition und Zuordnung des Szenarios überfordern jedoch den Schreiber. Es ist alles sehr verwirrend.
Besonders das darauf erfolgte Ereignis lässt im Zusammenhang grübeln. Deshalb die Bitte um Unterstützung bei der Aufarbeitung dieses Traumes.

E-Mail an die Partnerin:

„Heute Nacht, ein Traum.

Ich war in einer Stadt. Keine Ahnung welche, aber ziemlich heruntergekommen. Teils zerstört, viele verelendete Menschen dort. Du warst bei mir.
Ich verkaufte scheinbar ein fahrtüchtiges Auto (waren allen anderen defekt?).
Man wollte mich betrügen, das spürte ich irgendwie. Die Geldscheine waren teils France und teils Euro, das weiß ich hundertprozentig.
Ich kannte aber den Umrechnungskurs nicht, willigte ein, machte das Geschäft und nahm friedlich die Banknoten an (wieso eigentlich France?).
Dann mussten wir irgendwie umgehend die Stadt verlassen. Da war ein Mann, der uns folgte.Er war relativ verwirrt.
Den konnte ich verbal und mit Gestickten ablenken, sodass er zurückblieb.
Wir blickten in der Mitte einer ansteigenden Straße auf Höhe eines Baugeländes ohne Grundbauten (erkennbar an umgestürzten Bauzäunen)
über die zerstörte Stadt. Es herrschte Dämmerung. Sehr diffuses Licht, kaum ein Sonnenstrahl. Wissentlich war es aber Tag.
Dieses Bild bot sich mir (London ist nur ein Synonym, ich fand nichts anderes).

[image]

Wir wollten uns beeilen. Du aber musstest zu meinem Argwohn bei einer umgefallenen Fichte, die parallel zum Gehweg lag,
unbedingt einen Karton Christbaumkugel (Farbe Blau) einsammeln. Der Grund war mir nicht klar.

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Die Kugeln und Kartons lagen intakt dort herum und du packtest sie ordentlich in deinen Rucksack.
Ich war darüber sehr erbost, das wäre nur Ballast und wir hätten keine Zeit!
Dann rannten wir weiter. Eine junge Frau flitze vor uns panisch in ein Haus. Ein Hund begleitete sie.
Irgendwann erreichten wir eine Anhöhe, etwas dünner besiedelt, wenige Häuser, vom Stadtkern weg.
Ich schaute im Vorbeilaufen in einen Hauseingang, dessen Tür offen stand und hielt kurz inne.
Dort waren Menschen dicht zusammengedrängt, auf dem Boden kauernd, angsterfüllt auf irgendetwas wartend.
Niemand sagte auch nur einen Ton. Danach der Traum riss ab.
Was ich aber vorher, von wem auch immer erfuhr, war der primäre Grund unserer hastigen Flucht.
Wir sollten uns vor skurrilen Menschen hüten, die nachfolgend wie im Bild aussahen. „Seiet auf der Hut, sodenn ihr die Stadt betretet!“,
klingt maßlos antiquiert. So ähnlich empfing ich aber die Worte zu Traumbeginn. Es würde uns dort Gefahr drohen.

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Wie auf dem 2.Bild liefen diese Gestalten dort umher. Sie waren in der Menge aufgebracht, einzelne abseits stehende jedoch friedlich.
Vordergründig machten sie mir indess eine Höllenangst, obgleich ich innerlich ruhig war, weil ich wusste, dass ich mich "irgendwie" hätte wehren können, es aber nicht darauf anlegen sollte, weil es zu viele waren.

[image]

Ich wollte dir dass mal mitteilen."


Soweit zum Traum. Eine topographische Ortsbestimmung blieb verwehrt. Es war eher wie eine Vermischung von einzelnen Orten, die real schon vorher persönlich „besucht“ wurden. Am darauf fußenden Tag konnte mit Erstaunen dieses aus dem Mainstream entnommen werden:

Schwere Jugendkrawalle in Frankreich

Dass es in der letzten Zeit in Frankreich zu Unruhen kam, ist ja nichts Neues. Die eingestellten Bilder entstanden einst und die dramatische Entwicklung war plausibelerweise zu erwarten, denn eine Umkehr erfordert gesellschaftspolitisch immense Anstrengungen.:trost:

Persönliche Anmerkung: Träume über Geschehnisse finden seit der Kindheit statt.
Das reale Eintreffen "geträumter Wahrnehmung" wurde bisher immer als allbekanntes "Déjà-vu" abgetan.

Der imponierenste damalig häufig wiederkehrende Traum als Teenager war der Verlust der Schwerkraft und das resultierende Schweben durch Zimmer mit Blick von oben auf die in den Räumen befindliche Gegenstände und die schlafende buckelige Verwandschaft! :sleeping:


Nun aber zu den Fragen.
Was könnten all die skurrilen Einzelsegmente im beschriebenen Traum bedeuten?
Kann ein energetischer Zusammenhang des Traumes (Sender/ Empfänger) mit den ca. 20 Stunden später erfolgten Übergriffen bestehen?
Oder ist alles reiner Zufall? :confused:


Mit gespanntem Gruß

Placebo


P.S. Bei der Editierung des Beitrages pfiff der unweit wohnende Nachbar gerade dieses Lied: Bill Ramsey

:surprised:

--
"Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat es gemacht."

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blau&hohl

BBouvier, Montag, 10.09.2012, 00:52 vor 5162 Tagen @ placebo (2684 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Montag, 10.09.2012, 01:01

Hallo, Placebo!

Reichlich voll gepackt mit zu deutender Symbolik,
aber zu diesen hohlen, praktisch wertlosen Talmi-Kugeln,
die noch intakt wirken und die eifrig eingesammelt werden
von Jemand, der den Ernst der Lage noch nicht begriffen hat:

"Du aber musstest ... unbedingt einen Karton Christbaumkugel
(Farbe Blau) einsammeln.
Die Kugeln und Kartons lagen intakt dort herum
und du packtest sie ordentlich in deinen Rucksack...
Ich war darüber sehr erbost, das wäre nur Ballast ...
"

... dieser "hohle" blaue Ballast .... ganze Kartons voll!
=>
[image]

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Traumbericht aus einem Forum

Keynes, Freitag, 21.09.2012, 13:59 vor 5150 Tagen @ BBouvier (2229 Aufrufe)

Hallo an Alle,

...kann mir jemand hier sagen was das bedeuten soll? ich träume immer und immer wieder vom krieg. fast immer kommen in diesen träumen auch atomwaffen vor. z.b der letzte traum an den ich mich erinnern kann! er war zwar ein bissel sinnlos aber ok. anfangs war ich auf einem riesigen leeren acker und stand mit mehreren soldaten vor einer gigantischen "dicken bertha"
( http://www.waffenhq.de/panzer/dickeberta-02.jpg so ein teil ) die atom munition verschoss. dann hab ich mich umgedreht und hatte auf einmal angst vor dem teil und bin in einen kleinen miniwald gelaufen ( der war auf einmal da ) und hab mich darin versteckt vor anderen soldaten. naja danach war ich in einer schiesserei verwickelt und bin daran gestorben.

in einem anderen traum war ich in einem riesigen haus! es war so ein gigantischer plattenbau ( jedenfalls sowas in der art ). ich schaute aus einem fenster ( ich war fast im obersten stockwerk ) und ungefähr 10 km von dem haus entfernt tobte die see. links und rechts waren nur noch mehr riesiger häuser. es war dunkel und kalt. dann auf einmal hörte ich motoren, ich schaute dann in den himmel und sah unzählige flugzeuge über meinen kopf hinwegfliegen die dann ca als sie über dem meer waren umdrehten und bomben abwurfen. dann explodierte alles draussen aber das haus in dem ich war blieb einigermassen heil, fing aber auf einmal an umzukippen. als das haus dann auf dem boden lag war ich noch immer am leben und rief erstmal nach anderen menschen, da ich ihre stimmen hörte. dann wurde ich wach!

noch etwas was ich sehr gerne träume ist das ich am nasenbluten sterbe. in einem traum zum beispiel stand ich vor einer frau bekam dann urplötzlich nasenbluten und dann wurde es schwarz vor meinen augen und ich war tot.

kann jemand von euch etwas damit anfangen? hat jemand schonmal ein buch oder änliches über traumdeutungen gelesen? ich kann mir nicht vorstellen das es einfach nur zufall ist das ich immer und immer wieder ( wenn ich denn mal was träume ) von kriegen,atomwaffen, nasenbluten ^^ und dem tod träume.

einige Antworten weiter im Forum:

hmm ok ich bin anscheinend nicht der einzige der sowas träumt! hab mal in dem kommentaren von der seite bissel rumgeschaut! meine güte das macht mir sogar ein bischen angst! vergleciht das mal!

mein text/traum:
in einem anderen traum war ich in einem riesigen haus! es war so ein gigantischer plattenbau ( jedenfalls sowas in der art ). ich schaute aus einem fenster ( ich war fast im obersten stockwerk ) und ungefähr 10 km von dem haus entfernt tobte die see. links und rechts waren nur noch mehr riesiger häuser. es war dunkel und kalt.

Grüße Keynes

Symbol-Deutungsversuch

eFisch, Freitag, 21.09.2012, 16:11 vor 5150 Tagen @ Keynes (2086 Aufrufe)

Hallo,
ich bin kein "Traumdeuter", habe mich aber vor länger Zeit mit Symbolen und am Rande auch mit Traumsymbolen befasst.

noch etwas was ich sehr gerne träume ist das ich am nasenbluten sterbe.

Sehr häufige Bedeutung von "Blut verlieren": Energie verlieren
Interpretationsversuch: Du verlierst laufend "Lebensenergie" durch etwas bzw. an etwas bzw. an jemanden.

Interpretationsversuch: nasenbluten
Du hast deine Nase in etwas hineingesteckt, wodurch du Energie verlierst.

Hypothese: Da gibt es möglicherweise einen Zusammenhang mit deinen Kriegsträumen.
Aufgrund der zeitlichen Reihenfolge und weitere Symptomen könnte man das eventuell überprüfen.
Also: wenn zuerst belastende Träume, z.B. der Kriegstraum, können aber auch andere Träume sein, und erst dann der Traum mit den Nasenbluten aufgetaucht ist, könnte es sein, dass du deine "Nase" in was reingesteckt hast, was die Träume induziert und was zugleich dir (langfristig gesehen) die Lebensenergie kostet.

Anschlussfragen: Hast du dich, bevor die Träume aufgetaucht sind, mit etwas oder jemanden intensiver beschäftigt? Kann ein Buch sein, eine Person, ein Film, eine Gruppierung ...

Gruß
eFisch

Re: Nasenbluten

Keynes, Freitag, 21.09.2012, 16:16 vor 5150 Tagen @ eFisch (2107 Aufrufe)

Hallo eFisch,

ich hatte vergessen zu erwähnen dass dieser Traum nicht von mir sondern aus einem anderen Forum stammt.


Grüße Keynes

undeutliches

detlef, Samstag, 22.09.2012, 03:21 vor 5150 Tagen @ eFisch (1967 Aufrufe)

moin,

irgendwie schmeckt mir der gedanke immer noch nicht, traumdeutung und symbolik auf schauungen anzuwenden.
der blosse gedanke, es koenne deutungsbedarf bestehen, setzt ja "undeutlichkeit" voraus.
und ich habe noch keine "undeutlichen" schauungen gehabt.

gruss,detlef

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und bomben abwurfen

BBouvier, Freitag, 21.09.2012, 17:57 vor 5150 Tagen @ Keynes (2174 Aufrufe)

Hier spricht alles für Verarbeitungsträume.

- fast immer kommen in diesen träumen auch atomwaffen vor

Nach unseren Kenntnissen ist der Russische Feldzug
praktisch "atomwaffenfrei".

- z.b der letzte traum an den ich mich erinnern kann

Da Schauungen wie selbst/real erlebt wirken
und noch Jahre später alle Einzelheiten präsent sind,
spricht hier alles für einen ganz gewöhnlichen "Traum".


- stand mit mehreren soldaten vor einer gigantischen "dicken bertha" ...

Hier die "Dicke Bertha" - benannt nach der Frau Krupps:
[image]

Bis 1963 gab es 20 Atomgeschütze - die M65 - sie wurden allerdings
dann ausser Dienst gestellt.
Und es gibt dafür ja auch gar keine Geschosse mehr!

[image]

Mit dem vor dem Ersten Weltkriege konstruierten Geschütz
besteht nicht die geringste Ähnlichkeit.

- die atom munition verschoss

Wohl kaum.

- und bomben abwurfen (sic!)
- und bin daran gestorben
- war ich noch immer am leben
- fing aber auf einmal an umzukippen
- und ich war tot
- bin in einen kleinen miniwald gelaufen
- bekam dann urplötzlich nasenbluten


... und so weiter..... => :tonne:

Ich selbst träume da häufig wiederholt noch viel üblere Sachen!
=>
Da muss ich nämlich im Rahmen des Abiturs
die Matheklausur noch einmal schreiben! :-D

Gruss,
BB

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- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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