Hallo Taurec,
in allen Schauungen sehe ich ein grundsätzliches physikalisches Problem: Der Himmelskörper wird am hellen Taghimmel geschaut (steht also der Sonne näher als die Erde) und leuchtet rot, über seine ganze Fläche - was strahlt ihn an???
Die Sonne steht hinter dem Himmelskörper, kann seine der Erde zugewandte Oberfläche also gar nicht anstrahlen. Dagegen strahlt in die Tagseite der Erde an. Die Erde ist normalerweise blau. Damit verleiht sie dem Neumond ein blasses leuchten.
Ein wesentlich kleinerer Himmelskörper als der Mond, der der Erde wesentlich näher kommt, damit durch Gezeitenkräfte Erdbeben und Springfluten herbeiführen kann, selbst die Oberfläche zerrissen bekommt, was ihm ein "rauchendes", bei roter Färbung "brennendes" Aussehen verpasst, ein solcher Himmelskörper würde durch die Erde wesentlich heller angestrahlt als der Mond und könnte damit durch das Erdalbedo beleuchtet werden. Nur, das von der Erde reflektierte Licht ist (normalerweise) nicht rot...
Kein Problem wäre es, wenn ein Himmelskörper auf der Nachseite vorbeiziehen würde. Dann wäre eine Rotfärbung durch den gleichen Effekt erklärbar, der bei einer Mondfinsternis den Mond in blutrotes Licht taucht: Der Mond reflektiert das Abend- und Morgenrot der Erde.
Hältst du es abweichend von vielen Aussagen für möglich (Zeugen irren auch in Kriminalprozessen oft in Details, wenn die Umstände traumatisierend sind), dass der Himmelskörper morgens oder abends (statt mittags) oder sogar nachts geschaut wird und dann aus einem normal leuchtenden, aber extrem großen beängstigenden Objekt ein blutrotes wird, wenn es in den Teilschatten der Erde eintritt? In dem Falle wäre bei großer Annäherung ein Rauchen (Staub und Schotter wird durch Gezeitenkräfte von der Oberfläche des Himmelskörpers weggerissen, das alles blutrot gefärbt, wabernd und bewegt) sichtbar, und beim Entfernen des Himmelskörpers von der Erde könnte sogar ein Teil des durch Gezeitenkräfte aufgewirbelten Drecks hinter dem Himmelskörper hergezogen werden, so dass der Anblick eines Rauchschweifs entsteht.
Bei einer so extremen Annäherung eines Objekts,das schwer genug ist um rund zu sein (mindestens knapp 1000 km Durchmesser), und bei der durch Gezeitenkräfte Staub und Gestein von der Oberfläche bis ins Weltall gerissen wird, würde auch auf der Erde der Punk abgehen: Extreme Erdbeben, weil praktisch alle vorgespannten Gesteinsformationen ins Beben gerissen würden, und heftige Tsunamis, weil Gezeitenwellen von ein paar bis ein paar dutzend Metern in Küstennähe zu Wellen von 100 Metern und mehr auflaufen würden...
Wie passt ein solches Szenario ins geschaute Geschehen? Insbesondere: Würde es passen, dass der Himmelskörper von uns aus morgens oder abends oder sogar nachts geschaut wird, damit er wie bei einer Mondfinsternis von der Erde rot gefärbt werden kann?
Gruß
Nickela
P.S.: "Atmosphärenvermischung" könnte nicht ohne die Auslöschung der Menschheit erfolgen. Ein Himmelskörper, der groß genug ist, eine Atmosphäre zu halten, wäre größer als der Mars. Ein so großer Körper, der sich bis auf 100 km (Atmosphärenvermischung) der Erde nähert, würde durch Gezeitenkräfte die Erdoberfläche zerreißen. Die "Sender" der Schauung würden eher Feuer und Vulkanismus, Beben und Steinschlag schauen als rotgefärbte Landschaft.
--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.