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Rotfärbung des Himmelskörpers (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 03.10.2012, 11:32 (vor 5138 Tagen) @ detlef (4999 Aufrufe)

Hallo!

Es gibt eigentlich die folgenden denkbaren Ursachen für einen roten Himmelskörper:

1. Er ist rot (wie der Mars, was auf Eisenanteil in den oberen Bodenschichten hinwiese).

2. Er erscheint rot, weil durch atmosphärische Trübung überwiegend langwelliges rotes Licht zu uns gelangt, kurzwelliges Licht wird leichter abgelenkt. Aus diesem Grunde erscheint die Sonne röter beim Sonnenunter-/aufgang oder wenn industrielle oder vulkanische Stäube in der Luft sind. Die Stäube müssen selbst nicht rot sein.

Wenn auch die Landschaft in Rot getaucht ist, so könnte das auf eine sehr hohe Albedo des eigentlich roten Himmelskörpers hinweisen. Allerdings müßte die Reflexionsfähigkeit des Himmelskörpers dann die Leuchtkraft der Sonne übertreffen, um die Landschaft und den Himmel selbst merklich in rotes Licht zu tauchen. Das scheint mir eigentlich nicht möglich zu sein, so daß die Variante der atmosphärischen Trübung die wahrscheinlichere dünkt. In diesem Falle erschienen auch die Sonne und der Mond, sowie die verbleibenden hellsten Sterne rot.
In Nostradamus I/84 zieht der Bruder des durch Finsternis verdunkelten Mondes, nämlich die ihrem romanischen, grammatikalischen Geschlecht nach männliche Sonne "soleil" rostrot vorbei, während der lange Zeit in Dunkelheit verborgene Himmelskörper seinen Dolch (= Impakte) in die blutreiche Wunde der in rot getauchten und durch Krieg verheerten Erde taucht.

Den Durchzug durch einen Kometenschweif kann man getrost vergessen (darüber fabuliert auch Gann bezüglich des Funkenregens, offenbar ohne recht viel Ahnung davon zu haben). Ein Kometenschweif ist viel zu dünn, um in der Atmosphäre eine merkbare Veränderung zu bewirken. Beispielsweise bei Halley: "1/1000 der Gasdichte, die in einem Hochvakuum noch technisch herstellbar ist. Deshalb besteht auch keine Gefahr für die Erde und deren Bewohner, wenn diese in einen Kometenschweif geraten sollte". Ein Hochvakuum enthält $10^9$ bis $10^1^3$ Moleküle pro cm³. Im Vergleich dazu ist die Erdatmosphäre auf Meeresniveau mindestens 2,7 Millionem mal dichter. Auf Höhe der Stratopause (50 km) ist die Atmosphäre noch mindestens 2700 mal dichter. Reaktionsprodukte der Passage eines Kometenschweifs dürften also recht schnell bis zur Unkenntlichkeit verdünnt werden.

Bezüglich eines planetaren Streifschusses mit Atmosphärenvermischung fehlen uns Anhaltspunkte, ob der Himmelskörper überhaupt eine Atmosphäre besitzt. Ich gebe allerdings zu bedenken, daß der Himmelskörper laut Schauungen wohl schon in der Annäherungsphase rot/rötlich/bräunlich/beige erscheint, bevor sich Atmosphären vermischen könnten. (Und von einer doppelten Passage wissen wir nichts.)

Gruß
Taurec

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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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