Blackout, längerfristiger und großräumiger Stromausfall – was passiert dann gem. regierungsamtlicher Studie? (Schauungen & Prophezeiungen)

Wayne Schlegel, Dienstag, 30.10.2012, 12:01 vor 5111 Tagen (3450 Aufrufe)

Weil in vielen Schauungen katastrophale Ereignisse nebst Krieg(en) gesehen werden, interessiert sich vielleicht der ein oder andere dafür, was nach offizieller wissenschaftlicher Studie aus 2011 des Büros für Technologiefolgeabschätzung des Bundestages bei einem längerfristigen und großräumigen Stromausfall mit der hiesigen Zivilisation passiert. Ob der Stromausfall durch Naturereignisse oder menschenverursacht passiert, bleibt dahingestellt. Es geht um die Folgen eines solchen Blackouts.

Die über 200 Seite starke Studie ist hier kostenlos les- und downloadbar: http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/buecher/petermann-etal-2011-141.pdf (Druckfassung kostet Geld).

Es geht also um Auswirkungen auf sämtliche Infrastruktur
- IT u. Telekom
- Transport Verkehr
- Wasser Abwasser
- Lebensmittel
- Gesundheitswesen
- Finanzwesen
- usw.

Weil es eine regierungsamtliche Studie ist, schweigt man sich über die größte aller Gefahren freilich aus: Kein Wort zu AKWs ohne Strom (von außen).

Der Normal(des)informierte wird da einwenden, dass ein AKW doch wohl Strom für den Eigenbedarf also insbesondere die Kühlung des Reaktors und der Abklingbecken selbst erzeugen kann. Stromerzeugung ist schließlich die Primäraufgabe. Dem ist aber leider nicht so. Unglaublich, aber wahr: Ein AKW kann nicht im selbstversorgenden Inselbetrieb gefahren werden. Man ist auf Notstromaggregate angewiesen, die aber nicht auf einen Betrieb von mehreren Tagen ausgelegt sind.

Wer das nicht glauben kann, möchte bitte selbst nachforschen, denn selbst gewonnene Kenntnis ist nachhaltiger als erzählte. Im übrigen kann ich bei Bedarf Quellen hierzu angeben.

Black Out - gut getarntes Sachbuch

mica, Dienstag, 30.10.2012, 20:51 vor 5111 Tagen @ Wayne Schlegel (2837 Aufrufe)

Dazu passend empfehle ich den heuer im März erschienen Roman "Black OuT von Marc Elsberg.

In den Recherchen zu diesem Buch stützet es sich unter anderem auf die .pdf dieser Expertenkommission.
Auch befasst er sich mit dem Szenario "AKW und Black Out"... udn wie schweirig es sein würde ein beinahe komplett zusammengebrochenes Netz wieder auf die Beine zu bringen!!
Rezension hier
LG
mica

40 Minuten Stromausfall gilt schon als "Katastrophe"

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Mittwoch, 31.10.2012, 03:53 vor 5111 Tagen @ mica (2763 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Mittwoch, 31.10.2012, 03:59

Hallo!

Der Begriff "Katastrophe" ist relativ und wird ziemlich inflationär gebraucht.
Auch steht in der Broschüre so wahnsinnig Aufregendes nicht drin.
(Nicht daß mir deshalb nun Sensationslust unterstellt wird)

Ein einstündiger Stromausfall ist eigentlich nicht relevant für
dieses Forum. Die Teens haben dann eine Stunde kein Facebook, die
Alten eine Stunde kein ZDF.:-D
Passiert praktisch jedes Jahr irgendwo in der eiten Welt.

Auch das Thema AKW interessiert mich in diesem Zusammenhang nicht so sehr,
es sei denn in Verbindung mit einem wirklichen Notstand oder Krieg.
Obwohl die Auswirkungen für die Betroffenen natürlich verheerend wären,
sihe Tschernobyl und Fukushima.

Mich würde mal interessieren, was in einem echten Notstand oder gar Krieg
die Behörden mit uns vorhaben.
Dann entlarvt sich nämlich, was sie wirklich ist: Eine Schauveranstaltung
für gute Zeiten.

Ich 'blätterte' im Netz mal herum in den Notstandsgesetzen (in dem Teil,
der öffentlich einsehbar ist, um präziser zu sein :-D )
und las u.a., daß private Kraftfahrzeuge und Schiffe von den
Einsatzkräften dann beschlagnahmt werden können.
Oder auch Wohnräume.

ITOma sah, daß private PKWs nicht mehr fahren dürfen.
Nur öffentlicher Nahverkehr und Taxis sind zugelassen,
und natürlich die Polizeieiei...

Mobilität ist heute alles: Indem man diese unterdrückt, wird das
aufsässige Volk dann in Schach gehalten.

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

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