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"Blitze schleudernde Maschine" (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier, Samstag, 12.01.2013, 07:03 vor 5038 Tagen (3329 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 12.01.2013, 07:33

Der WV:
=>
"Mit Hilfe dieses Kriegsgerätes können auch Lenkwaffen der neuesten
Generation - impulsweise erfolgender Antrieb, Steuergerät versehen
mit einem Zufallsgenerator, so entsteht ein völlig unlogischer Flug,
welcher sonst nur Mücken eigen ist - sicher bekämpft werden
..."

Die "Blitze schleudernde Maschine", die der WV
vor rund einem halben Jahrhundert gesehen hatte,
nimmt offenbar langsam Gestalt an.
=>
<"Deutscher Super-Laser wie aus Star Wars.
Kleinstziele im Flug zerstört
...
Noch spektakulärer ist der zweite Versuch:
Der Radar der Anlange erfasste eine drei Kilometer entfernte Drohne,
die dann aus einer Distanz von zwei Kilometern
innerhalb weniger Sekunden zerstört werden konnte.
Drittens bekam es der Laser dann noch mit Kleinstzielen zu tun.
Eine Stahlkugel stellte in dem Test eine Mörsergranate
mit einem Durchmesser von 82 Millimetern dar,
die mit einer Geschwindigkeit von 50 Metern pro Sekunde flog.
Das Feuerleitgerät erkannte das Ziel,
und die Waffe zerstörte es in der Luft.
">

http://nachrichten.t-online.de/deutscher-super-laser-wie-aus-star-wars/id_61637034/index

Bis zur Serienreife und der Einführung in die Truppe
vergehen bei derlei Neuentwicklungen allerdings glatt
noch 7 bis 12 Jahre.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Zeithorizont?

Taurec ⌂, München, Samstag, 12.01.2013, 16:26 vor 5037 Tagen @ BBouvier (2875 Aufrufe)

Hallo!

Bis zur Serienreife und der Einführung in die Truppe
vergehen bei derlei Neuentwicklungen allerdings glatt
noch 7 bis 12 Jahre.

Mir stellt sich da jedoch die Frage, wer im Falle des finanziellen Zusammenbruchs mit allen Folgen wie Staatsbankrott, Massenverarmung und Ausländerkrawallen, die uns in den nächsten Jahren ins Haus stehen, noch eine komplett neue Waffentechnologie für den Kampfeinsatz einführt, bzw. überhaupt eine (Rumpf-)Armee zu unterhalten in der Lage ist, wenn es der Staatsmacht an den Kragen geht.

Gibt es zwischen Zusammenbruch, Bürgerkriegen, Revolutionen und Kriegsausbruch eine Phase der Stabilisierung auf niedrigem Wohlstandsniveau, die Aufrüstung erlaubt?

Sollte es tatsächlich zu einer mehrjährigen Besatzung von Teilen Deutschlands durch die russische Armee, Massenwanderung und Ernährung der Flüchtlinge durch Versorgungslieferungen, Suppenküchen unter Anwesenheit militärischer Aufpasser (wie von IT Oma und der Stuttgarter Lehrerin angedeutet) kommen, scheint es fast so...

Dann sind solche zeitlichen Schätzungen jedoch unmöglich.

Anderes Thema, aber hinsichtlich des Zeithorizonts des "Finales" interessant: Von hier:
"Irgendwann zwischen 2035-2040 werden Deutsche unter 35 laut der Enquête-Kommission „Demographischer Wandel” des Bundestages in Deutschland voraussichtlich zur Minderheit. Es besteht noch ein Zeitfenster von wenigen Jahren, bis der Grad der ethnischen Vielfalt Deutschlands der Bosniens oder des Kosovos in den 1990er Jahren ähnelt."

Bosnische Zusammensetzung zieht mehr oder weniger zwangsläufig auch bosnische Verhältnisse nach sich mit der Möglichkeit aller denkbaren Gräuel: Bürgerkriege, ethnische Säuberungen, usw.

Für die anderen abendländischen Nationen gilt in vergleichbarer Ausprägung dasselbe.

Da die genannte Altersgruppe (um 35) in der Regel auch die des Kinderkriegens ist, verbleiben uns noch maximal 25 Jahre, in denen ein fundamentaler Umsturz erfolgen muß. Danach wären alle Prophezeiungen über eine Erneuerung des christlichen Abendlandes unter einem europäischen Kaiser aufgrund vollzogener Umvolkung hinfällig, bzw. sehr unwahrscheinlich geworden.

Auf die eine oder andere Art sind wir also bald am Ende.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
―
„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Ja, sehe ich ähnlich - Vergleich mit der Laserwaffe

Georg, Sonntag, 13.01.2013, 17:25 vor 5036 Tagen @ Taurec (2582 Aufrufe)

Ja, sehe ich ähnlich - Vergleich mit der Laserwaffe,


Damit kann man eine grobe, zeitliche Abschätzung nach oben hin
vornehmen.


Auf der anderen Seite wird die "Laserkanone" auch noch etliche
Jahre an Entwicklung nötig haben....

...bis sie nämlich nicht nur billige Plastikdrohnen
vom Himmel holen,
sondern auch schwereres Gerät ausschalten kann.


Auf der anderen Seite werden sich auch die anderen Waffen
auf die Bedrohung durch den Laser einstellen.

mfG Georg

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eine reine Nullnummer

BBouvier, Sonntag, 13.01.2013, 19:00 vor 5036 Tagen @ Georg (2665 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 13.01.2013, 19:07


<"Damit kann man eine grobe, zeitliche Abschätzung
nach oben hin vornehmen.
Auf der anderen Seite wird ...
Auf der anderen Seite werden ...
">

Hallo, Georg!

Obiges gleicht:
"Damit kann man eine grobe Abschätzung vornehmen,
wie etwa das Wetter wird."

Allerdings sogleich gefolgt von:
"Wenn der Hahn kräht auf dem Mist ...
dann ändert sich das Wetter.
Oder es bleibt, wie es ist."

Heisst:
Ich habe keinen blassen Schimmer.
Und ich rate nicht einmal!

Offenbar ist Dir überhaupt nicht aufgefallen,
dass Du rein gar nichts gesagt hast!

Wieder mal eine Deiner totale Nullnummern:
=>
Gar nichts zu sagen - da ist wenigstens nichts falsch.

Vorschlag.
Falls Du nichts weisst oder nur Unsinn:
Dann doch einfach mal die Finger von den Tasten lassen.
Statt uns hier lauter Unsinn oder Nullnummern hinzukippen.
Dich zwingt doch wirklich Niemand, Dich am laufenden Bande zu blamieren.

Gruss,
BB

--
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Berserker

Taurec ⌂, München, Samstag, 12.01.2013, 17:46 vor 5037 Tagen @ BBouvier (2906 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Samstag, 12.01.2013, 17:52

Hallo!

Vor Urzeiten hatten wir Berserker im Forum:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=1743

Dessen Traum von einer Blitze schleudernden Maschine (sprachlich verbessert):

„Als erstes sah ich mich und jemanden anderen, wir schritten einen Hohlweg ab. Am Rand des Weges saßen deutsche Soldaten, jung und alt! Die Gesichter gingen von resigniert bis fassungslos. Wir redeten auf sie ein, daß es schon werde. Stimmung bei uns zwischen Zorn auf die Weichlichkeit und mit allen Mitteln zu ermuntern und wenn es Lügen waren.

Vom Gefühl und von der Umgebung: Rheinebene, westliche Seite, wo es schon wieder leicht ansteigt. Irgendwo grob zischen französischer Grenze, Andau und Bad-Bergzabern (kann ich aber nicht beschwören). Wir lagen auf einer Höhe, die Ebene vor uns in einer Senke, die weiter auslief, vorne kleine Wäldchen und verdorrte Felder. Die Bäume waren dunkelgrün, das Gras eher gelb und kniehoch. Hinter uns Waldrand mit Laubbäumen.
Wir lagen in Stellung und warteten auf die Roten. Keine Panzer! Auch sonst war es, als ob keine große Unterstützung da war. Fest an den Boden gepreßt lagen wir da und vorne näherten sich in 2 - 3 km die Panzer und Begleitinfanterie. Unglaublich viele, weit gestaffelt. Jeder dachte das war’s nun. Das Gefühl war eher, man nimmt noch so viele mit wie es geht und das war’s dann... Man tut was man kann und stirbt. Es waren unerwartet viele.
Es gab noch keinen Schuß, da schrieen auf einmal einige Männer hell auf! Über uns kamen Flieger, die keinen Lärm machten, über die Baumkronen. Eher ein Summen oder Brummen. Es wurden immer mehr, in Vierer- bis Fünferreihe, nach links hinten versetzt. Sie waren hellgrau bis metallic-silbern (so genau sah man es nicht), flach und eher elliptisch als rund. Amerikaner vom Gefühl her definitiv nicht!! Auf der ganzen Breite, in verschiedenen Höhen. Sie teilten sich und griffen die Panzer unten auf der Ebene an. Aus dem Rumpf kamen Blitze, hell bis bläulich. Mit Sicherheit kein Laser, denn sie waren fein verästelt wie Blitze, nur eben in sich gedreht und zielgerichtet, also nicht wie man das man bei Gewitter sieht! Und breit so nach Schätzung gut 50 cm oder breiter. Nicht, was man in irgendeinem Hollywoodfilm gesehen hätte. Wenn sie auf die Panzer trafen, wurden diese kurz rotglühend und brannten sofort mit der umgebenden Umgebung in dunklem, orangenem Feuer. Es ging rasend schnell und man sah in nicht mal 5 Minuten nur noch brennende Wracks (komischerweise keine Infanterie mehr!). Die ganze Senke war ein Fackelmeer.
Und immer noch kamen neue Flieger in Reihen. Wir sprangen aus unseren Deckungen und hielten die Gewehre in die Luft, schrieen und freuten uns wie der Teufel. Wir hatten zwar keine wirkliche Ahnung, was das da jetzt genau war, aber alle Anspannung war weg. Ich konzentrierte mich auf die Flieger, weil ich das Hoheitsabzeichen sehen wollte – und dann war es schlagartig weg. Ich sah nur noch Schwarz und komische Fratzen.

Zwischendrin hatte ich noch ein Bild, wie wir an anderer Stelle mit russischen Soldaten im Nahkampf waren. Panzer waren keine da. Ein Russe saß auf meiner Brust und wollte mir das Kampfmesser hineinrammen. Da traf in ein Schuß in die Brust. Ich verkroch mich in den nächsten Busch und schoß von da aus seitlich auf die russischen Soldaten die noch immer anrannten. Irgendwie schien es der Rest zu sein, dann wurde es wieder schwarz.“

Er meint, es seien keine Laser. => Entladungsblitze?
Die Herkunft der Flugobjekte ist offenbar französisch, der Richtung der Herkunft nach zu schließen?

Mit Beschreibungen gesehener Technologie sollte man allerdings vorsichtig sein, zumal wenn es sich um etwas heute unbekanntes handelt.

Gruß
Taurec

--
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keine heutige Technologie

nickela, Samstag, 12.01.2013, 21:08 vor 5037 Tagen @ Taurec (2739 Aufrufe)

Hallo Taurec,

die von Berserker beschriebene Technologie ist heute nicht mal ansatzweise bekannt.

Um einen 30-Tonnen-Panzer zur Rotglut zu bringen, ist eine Energie von ca. 10 GJ (Gigajoule) nötig, für jeden einzelnen Schuss. Und egal, wie die Waffe funktioniert, es geht auf dem Weg vom Flugzeug zum Ziel Energie verloren, sowohl in der Luft, als auch bei der Energieumwandlung in der Waffe. Man kann also ruhig annehmen, dass mindestens 20 GJ pro Schuss im Flugzeug mitgeführt werden müssen. Die besten heute bekannten Akkus wären dafür 300 bis 500 Tonnen pro Schuss schwer. Wenn die Energie aus Öl stammt, müssen pro Schuss 500 bis 1000 Liter Sprit mitgeführt werden, plus Turbine und Generator.

Um den Panzer in ein bis zwei Sekunden zur Rotglut zu bringen, ist eine Leistung von 5 bis 10 GW (Gigawatt) am Ziel nötig. Nimmt man o.g. Umwandlungsverluste an, müssen die Maschinen und die Waffe im Flugzeug eine Leistung von 10 bis 20 GW erbringen. Das entspricht 10 Kernkraftwerksblöcken bzw. 20 typischen Kohlekraftwerksblöcken. Selbst wenn man annimmt, dass die Leistungsdichte bei militärischer Toptechnologie zehnmal so hoch sein kann wie bei der wirtschaftlichen, zivilen Technoligie (selbst diese Annahme ist schon fast Science Fiction), müsste das Flugzeug so groß und so schwer sein wie ein ganzes Kraftwerk, plus das Gewicht der oben beschriebenen Energiespeicher. Und das nur für den Betrieb der Waffe, da ist noch kein Antrieb berücksichtigt.

Berserker hätte sicher erwähnt, wenn die Flugzeuge so riesig gewesen wären.

Es gibt heute nicht mal theoretisch eine Technologie, die in einem flugzeuggroßen Objekt solch eine Wirkung entfalten könnte.

Was den Strahl angeht: Die sichtbaren Blitzerscheinungen repräsentieren nur einen winzigen Bruchteil der nötigen Strahlenleistung. Es kann sich also nur um Ionisierungseffekte der Luft handeln. So etwas könnte (!) ein entsprechend leistungsfähiger Freie-Elektronen-Laser ("Röntgenlaser") oder ein Mikrowellengerät bewirken, aber da ist man in beiden Fällen technologisch noch Welten davon entfernt, so etwas starkes bauen zu können. Und kompakt in verhältnismäßig kleinen Flugobjekten werden wir das mindestens noch Jahrzehnte lang nicht können.

Deshalb ist mir folgende Frage gekommen: Gibt es Schauungen, in denen Außerirdische eine Rolle spielen?

Wenn nicht: Können sich Schauungen wie beim WV oder bei Berserker auf einen noch weiter in der Zukunft liegenden Krieg beziehen? Sozusagen WK 4 ?

Gruß

Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

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Gedanken dazu

BBouvier, Samstag, 12.01.2013, 23:58 vor 5037 Tagen @ nickela (2726 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 13.01.2013, 00:10

Hallo, Nickela!

Deine Überlegungen sind sehr nachvollziehbar.
Einen deutlich späteren, strategisch gleichen Krieg,
halte ich angesichts der Schauungen des WV zum Russischen Feldzug,
der wohl recht ähnliches Gerät gesehen hat, für eher unwahrscheinlich.
Andererseits scheint es auch mir, wie Du nachvollziehbar darlegst, bei den Bildern
Berserkers nicht um herkömmlichen "Laser" zu handeln,
sondern das gleicht eher einem (phantastischen) Zukunftsfilm,
wie beispielsweise "Mars attacks! oder "Krieg der Welten".
=>
[image]
Und derlei mag in die Schau Berserkers ja unbewusst mit eingeflossen zu sein?

In der Schau des WV zerstören die Geräte ja auch nur Flugkörper (!),
was bereits jetzt Stand der Technik ist.

Taurec bezweifelt oben, ob die BRD sich finanziell in der Lage
sehen wird, derlei kostenspieliges Gerät überhaupt noch einzuführen.
Überschägige Rechnung:
Bestenfalls (!) stehen der BRD nach Moblimachung 4-6 Grossverbände
à 20 Kilometer Frontbreite zur Verfügung: rund 100 Kilometer.
Ein Gerät - Kampfradius 2.500 Meter - deckt 5 Kilometer ab.
Macht je Division eine Batterie à 4 Geräte = 20 Geräte in der Bundeswehr.
Das sollte in jedem Fall finanzierbar sein.

Gruss,
BB

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Warzenschwein und Tarnkappentechnik

nickela, Sonntag, 13.01.2013, 12:36 vor 5036 Tagen @ BBouvier (2641 Aufrufe)

Hallo BB,

du kennst dich mit Militärtechnologie und -gerät aus:

Nimmt man nur die Wirkung, dass ein Flugzeugverband eine Panzereinheit schnell und wirkungsvoll vernichtet, und das nicht mit Raketen, ist man schnell beim "Warzenschwein", der A10 Thunderbolt II. Der Flugzeugtyp soll bei den Amerikanern noch mindestens bis 2028 weiterverwendet werden. Und seit 2010 ist eine unbemannte Drohne mit gleicher Aufgabenstellung in Entwicklung (siehe Wikipedia-Artikel zur A10).

Drohnen haben heute schon oft ovale Radome dort, wo normalerweise das Cockpit ist, dazu aber ein dünner Rumpf und normale Tragflächen. Mit dem Bild habe ich übrigens die Beschreibungen in Schauungen assoziiert, die hier im Forum gängigerweise für AWAX-Flugzeuge gehalten werden.

Eine komplett ovale Form der Drohne würde dagegen für Tarnkappentechnologie sprechen. Dabei ist zwar eine gezackte Heckpartie heute Stand der Technik, und es gibt Gründe, warum das so bleiben wird, aber ein Muss ist das nicht. Allerdings sind die Flugeigenschaften eines Nurflüglers (Standardbauweise bei Tarnkappenflugzeugen) schlechter als bei normalen Bauformen, und gerade ein A10-Nachfolger muss ja auch im Langsamflug extrem wendig sein - ein klarer konstruktiver Zielkonflikt...

Wenn man sich nicht auf die Strahlenwaffe versteift, könnten Kampfdrohnen mit der beschriebenen Form und Funktion schon in den 20ern vorhanden sein. Mit einer Strahlenwaffe mit der von Berserker beschriebenen Wirkung kann ich mir das in dieser Jahrhunderthälfte nicht vorstellen, wenn überhaupt.

Für die vom WV beschriebene Luftabwehrwaffe gibt es wohl tatsächlich schon einige Ansätze - neben dem von dir beschriebenen Laser z.B. auch Freie-Elektronen-Laser ("Röntgenlaser"). Das sind aber alles große, schwere Geräte. Taktisch ist das Mist. Und ob solche Strahlenwaffen kompakt genug werden, um nützlich zu werden, und wenn ja wann, das ist die Frage. Immerhin ist der Startschuss zum SDI-Programm fast 30 Jahre her, damit auch der für die Entwicklung solcher Waffen, und wie weit sind sie bisher gekommen?

Gruß

Nickela

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Re: Braucht man diese Gigajoules im Laser wirklich?

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Sonntag, 13.01.2013, 05:35 vor 5037 Tagen @ nickela (2682 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Sonntag, 13.01.2013, 05:47

Hallo Nickela!

"Hallo Taurec,

die von Berserker beschriebene Technologie ist heute nicht mal ansatzweise bekannt.

Um einen 30-Tonnen-Panzer zur Rotglut zu bringen, ist eine Energie von ca. 10 GJ (Gigajoule) nötig, für jeden einzelnen Schuss. Und egal, wie die Waffe funktioniert, es geht auf dem Weg vom Flugzeug zum Ziel Energie verloren, sowohl in der Luft, als auch bei der Energieumwandlung in der Waffe. Man kann also ruhig annehmen, dass mindestens 20 GJ pro Schuss im Flugzeug mitgeführt werden müssen. Die besten heute bekannten Akkus wären dafür 300 bis 500 Tonnen pro Schuss schwer. Wenn die Energie aus Öl stammt, müssen pro Schuss 500 bis 1000 Liter Sprit mitgeführt werden, plus Turbine und Generator.

Um den Panzer in ein bis zwei Sekunden zur Rotglut zu bringen, ist eine Leistung von 5 bis 10 GW (Gigawatt) am Ziel nötig. Nimmt man o.g. Umwandlungsverluste an, müssen die Maschinen und die Waffe im Flugzeug eine Leistung von 10 bis 20 GW erbringen. Das entspricht 10 Kernkraftwerksblöcken bzw. 20 typischen Kohlekraftwerksblöcken. Selbst wenn man annimmt, dass die Leistungsdichte bei militärischer Toptechnologie zehnmal so hoch sein kann wie bei der wirtschaftlichen, zivilen Technoligie (selbst diese Annahme ist schon fast Science Fiction), müsste das Flugzeug so groß und so schwer sein wie ein ganzes Kraftwerk, plus das Gewicht der oben beschriebenen Energiespeicher. Und das nur für den Betrieb der Waffe, da ist noch kein Antrieb berücksichtigt.

Berserker hätte sicher erwähnt, wenn die Flugzeuge so riesig gewesen wären.

Es gibt heute nicht mal theoretisch eine Technologie, die in einem flugzeuggroßen Objekt solch eine Wirkung entfalten könnte.

Deshalb ist mir folgende Frage gekommen: Gibt es Schauungen, in denen Außerirdische eine Rolle spielen?

Wenn nicht: Können sich Schauungen wie beim WV oder bei Berserker auf einen noch weiter in der Zukunft liegenden Krieg beziehen? Sozusagen WK 4 ?

Gruß

Nickela"

Ja, die GJ-Energie braucht man, um einen Panzer per
Laserstrahl zur Rotglut zu bringen.
Aber muß man das unbedingt im Krieg?

Ich sah mal im TV einen österreichischen Krimi, in dem der böse Bube sich
eine Laserkanone selbst zusammengebastelt hat.
Der tötete dann so Menschen, in dm er den Laserstrahl z.B. auf einen
fahrenden Motorradfahrer gerichtet hat, und dieser dann durch die
kurzfristige Erhitzung seiner Hirnteperatur von seinem Gefährt gerissen wurde.
Auf die Tour brachte er einige Menschen über den Jordan, bis er dann
irgendwann von der Gendarmerie geschnappt wurde.

Vielleicht sind diese brachialen Kräfte gar nicht vonnöten, um mit einer
Laserwaffe einen hypothetischen Feind außer Gefecht zu setzen?
Mit weniger Energie wären nur die Soldaten außer Gefecht gesetzt.
Weder der Panzer wäre versehrt, noch träte Radioaktivität auf.

Nachteil: Die Aufdeckung von Straftaten wäre schwierig, falls zukünftige Gangster
alle Laserwaffen hätten, denn es gibt keine Patronen mehr, mit denen Rückschlüsse
auf die Tatwaffe gezogen werden könnten.

"Was den Strahl angeht: Die sichtbaren Blitzerscheinungen repräsentieren nur einen winzigen Bruchteil der nötigen Strahlenleistung. Es kann sich also nur um Ionisierungseffekte der Luft handeln. So etwas könnte (!) ein entsprechend leistungsfähiger Freie-Elektronen-Laser ("Röntgenlaser") oder ein Mikrowellengerät bewirken, aber da ist man in beiden Fällen technologisch noch Welten davon entfernt, so etwas starkes bauen zu können. Und kompakt in verhältnismäßig kleinen Flugobjekten werden wir das mindestens noch Jahrzehnte lang nicht können."

Dieses Thema "geschauter Strahl" haben wir schon hundert Mal durchgekaut,
ohne daß wir wirklich weiter gekommen wären.
Hat m.E. nichts mit Laserstrahlen zu tun,
eher mit Hochfrequenz-Waffen oder MHD=Magnethydrodynamik zu schaffen.

Da gibts wie Youtube zeigt schon genügend Hobby-Physiker,
die sich entsprechende Apparaturen zusammenbasteln.
Da könnt Ihr annehmen, daß die Militärs auch schon das
eine oder andere Projekt in Planung haben.

LG,
Eyspfeil

benötigte Leistung

nickela, Sonntag, 13.01.2013, 12:17 vor 5036 Tagen @ Eyspfeil (2567 Aufrufe)

Hallo Eyspfeil,

du hast Recht, was die Energie angeht, um etwas bewirken zu können. Um die von Berserker beschriebene Rotglut hinzukriegen, braucht man aber größenordnungsmäßig 10 GJ um den ganzen Panzer zum glühen zu bringen, 5 GJ für die vordere Hälfte und vielleicht 2 bis 3 GJ, um bei glühender Oberfläche das Material der vorderen Hälfte so durchzuheizen, dass innen alles in Flammen aufgeht. An der grundsätzlichen Bewertung, dass es heute und noch für Jahrzehnte keine Technologie gibt, so etwas kompakt und leicht zu bauen, um es in normalgroßen Flugzeugen mitzuführen, ändert das aber praktisch nichts. Dann wären es, um beim einfachen Größenvergleich zu bleiben, immer noch 1/4 Kraftwerk plus Masse des Energiespeichers plus Antrieb, was mitgeschleppt werden müsste.

Den Krimi habe ich, glaube ich, auch gesehen. War es nicht so, dass der Mörder die Motorradfahrer geblended hat, und diese vom Schreck einen Unfall gebaut haben ;-) ?

Mit meiner Formulierung "Mikrowellenwaffe" habe ich praktisch das gleiche gemeint wie du mit "Hochfrequenzwaffe". Da kann ich mir vorstellen, dass bei hinreichend großer Leistungsdichte die elektrischen Feldkomponenten der Strahlung auch Ionisierung der Luft bewirken können (Blitzerscheinung). Die Leistungsdichte des Strahls könnte dann nicht weiter gesteigert werden, weil die Luft alle zusätzliche Leistung in Form von Blitzen verbrät. Man könnte, um maximale Wirkung zu erreichen, nahe an diese Grenze gehen, und dann den Durchmesser des Strahls erhöhen - so wär in Berserkers Schau vielleicht die Dicke des Strahls zu erklären. Der Mikrowellenstrahl würde in seinem Wirkungsbereich jegliche Elektronik zerstören und Metalloberflächen zum Glühen bringen. Wasser würde sich sehr schnell erhitzen und verdampfen, auch in Pflanzen (die verdorren bei entsprechender Leistung schlagartig, können aber prinzipiell nicht durch Mikrowellen in Brand gesetzt werden, höchstens durch die glühende Panzeroberfläche) und ekligerweise auch in direkt getroffenen Soldaten, da mag ich die Wirkung jetzt nicht beschreiben. Das Innere eines getroffenen Panzers mit geschlossener Luke wäre direkt kaum betroffen, aber bei all der Elektronik wäre er sofort kampfunfähig. Eine offene Luke wäre, sagen wir mal, in dem Moment ungünstig.

Die zweite von mir genannte Möglichkeit, der Röntgenlasen, kann auch Ionisierung der Luft bewirken, und damit bei sehr hoher Leistungsdichte Blitzerscheinungen, aber der dürfte zugegebenermaßen noch unwahrscheinlicher sein als eine Mikrowellenwaffe, weil er weniger weit entwickelt und prinzipbedingt bei gleicher Leistung viel schwerer ist als ein Mikrowellengerät.

Auf jeden Fall eine spannende Frage, was diese Blitzwaffen sein können...

Gruß

Nickela

--
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Energiewaffen vs. Tarnung

Centao, Montag, 14.01.2013, 13:29 vor 5035 Tagen @ Taurec (2516 Aufrufe)

Hallo Taurec,

aktuell aus der Forschung sieht die Sache noch etwas anders aus:

Optische Materialen mit neg. Brechungsindex, Polymeroberflächen und schnelle Rechner
werden demnächst Panzer optisch verschwinden lassen können.

Ich denke nicht, dass wir mobile Energiewaffen mit der genannten Leistung bekommen werden,
wenn ja, sind Kriege eigentlich unnötig..;-)

Meine Vermutung ist eher, die Drohnen dienen der elektronisch-optischen Aufklärung.
Blitzentladungen z.B. könnten die Tarnung effektiv unterbinden.

Nach wie vor ist doch die kostengünstigste Antipanzerwaffe die Granate, dann die Rakete.
So ein ein gesammelter Haufen ist per Ari gut auszuschalten, muss aber gesichtet werden können.. Von der Infanterie ist danach auch nichts mehr übrig.

Insgesamt erscheint mir aber die Schauung ein bissel, mmh. militärisch unrealistisch, denn Großverbände machen m.E. kaum noch Sinn..

Viele Grüße,
CenTao

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Hinweis auf "Bariona"

BBouvier, Montag, 14.01.2013, 17:21 vor 5035 Tagen @ Centao (2692 Aufrufe)

<"Ich denke nicht, dass wir mobile Energiewaffen
mit der genannten Leistung bekommen werden ..
. ">

Auf Barionas Schau (Österreich) sei hingewiesen:

https://schauungen.de/forum/index.php?id=1746

Auszug:
=>
"Es ist Krieg.
Ich bin darüber völlig entsetzt und fassungslos.
Ich weiß weder warum jetzt plötzlich Krieg ist,
noch wer da gegen wen kämpft.
Das einzige, was ich weiß ist, daß ich hier oben sicher bin.
Nach Tauplitz, im Talkessel gelegen, kann ich nicht mehr zurück, das wäre zu gefährlich.
Ständig sehe ich gelbe Lichtblitze, die die ganze Umgebung gelb erleuchten.
Die werden von den drei bis vier kleinen, hell-silberfarbenen Flugzeugen
aus dem vorderen Teil des Rumpfes lautlos abgeschossen,
die hier in dem Tal herumfliegen.
Diese Flugzeuge sind rundlich-bauchig, aber dennoch schnittig.
Sie haben sehr kurze Tragflächen.
Die Lichtstrahlen, die sie aussenden, sind dreibündelig.
Diese Strahlen treffen auch dreibündelig dort auf,
wohin sie geschossen wurden.
Dabei nehmen sie dann je nach Höhenlage des Flugzeugs
etwa einen bis vier Quadratmeter Fläche ein.
Die gelben Lichtblitze erhellen das Tal mindestens eine bis zwei Sekunden lang gelb,
nachdem sie abgefeuert wurden.
Ich weiß, daß die Flugzeuge die 'Unsrigen' sind.
Die Flugzeuge können sehr tief fliegen,
den Bodenunebenheiten angepaßt, sie sind sehr wendig,
können sich hinter Felsen in der Luft stehend/schwebend verstecken,
um dann blitzschnell hervor zuschießen und anzugreifen."

Gruss,
BB

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Was an der Bariona-Technologie ein wenig irritiert....

Wintermond, Montag, 14.01.2013, 23:43 vor 5035 Tagen @ BBouvier (2498 Aufrufe)
bearbeitet von Wintermond, Dienstag, 15.01.2013, 00:01

....mit solchen Technologien im Ärmel müsste überhaupt niemand mehr Russische Panzerdivisionen fürchten.

Die würden damit zu einer Freizeit-Belustigung welche man bei Laune & Gelegenheit vom Feld putzt.

Berserkers spontan auf- und ausglühende Panzer sind natürlich noch cooler. Russen bzw. Panzer und Infanterie im Allgemeinen sind da als Bedrohung längst obsolet. Wie haben die es mit ihren steinzeitlichen Kettenfahrzeugen überhaupt bis nach Deutschland geschafft?

Mit besten Grüßen
Wintermond

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Verfremdung

BBouvier, Dienstag, 15.01.2013, 01:08 vor 5035 Tagen @ Wintermond (2455 Aufrufe)

Hallo, Wintermond!

In diesen Bildern dürfte die eigentliche Information
wohl symbolisch verborgen und reichlich verfremdet sein.
Und da nicht nur die Technik...

Grüsse!
BB

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Phantasievoll extrapoliert?

Taurec ⌂, München, Dienstag, 15.01.2013, 10:29 vor 5034 Tagen @ BBouvier (2515 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Dienstag, 15.01.2013, 10:37

Hallo!

Man denke etwa an Johanssons völlig absurde Luftschiffkonstruktion von 1907:

"In diesem Krieg bediente man sich auch anderer Kriegserfindungen, die noch nicht vorhanden sind. Flugzeuge und auch Luftschiffe waren bedeutend größer und mehr entwickelt als die heutigen, von denen sie sich auch äußerlich unterschieden. So waren die Luftschiffe der Franzosen beispielsweise, die bei dem Bombenangriff auf Göteborg zum Masseneinsatz kamen, in drei übereinanderliegenden Schichten oder Lagen konstruiert, und zwar mit ziemlich großen Zwischenräumen zwischen den einzelnen Schichten, die, wenn ich es richtig erfaßt habe, durch dünne Stahltrossen miteinander verbunden waren. Zu oberst befand sich ein spulenförmiger, ziemlich großer Gasballon, in ziemlich weitem Abstand darunter – etwa 100 Meter tiefer ein etwas kleinerer Ballonkörper und zu unterst ein noch kleinerer. Die Luftschiffe näherten sich, großen Wolken ähnlich, in ganzen Schwärmen oder Flottillen, waren völlig in Rauch gehüllt und warfen Unmengen von Bomben über den Kampfzielen ab."

Wenn man das überhaupt ernstnehmen soll, muß man annehmen, daß Johanssons Geist lediglich die Technologie, die ihm seinerzeit bekannt war, in die Zukunft extrapoliert hat.

Auf ähnliche Weise könnten in modernen Schauungen künftige Waffen dargestellt werden: vor dem Hintergrund sattsam bekannter Science Fiction und UFO-Darstellungen. Daraus Schlüsse auf die tatsächliche Technologie zu ziehen wäre jedoch verwegen.

Nach Nickelas Ausführungen scheint mir das die wahrscheinlichste Variante zu sein, sofern sich nicht unvorhergesehen ein Sprung in der technischen Entwicklung ergibt.

Überlegung: Womöglich geben diese Geräte gar keine Energiestrahlen ab, sondern konventionelle Projektile, vielleicht auf revolutionäre Weise, etwa als Railgun oder ähnliches.
Vielleicht Nanothermitladungen (brennt mit mehr als 2700 °C!), mit denen die Panzerung durchgeschmolzen wird?

Gruß
Taurec

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die Entwicklung der Luftfahrt

BBouvier, Dienstag, 15.01.2013, 12:15 vor 5034 Tagen @ Taurec (2590 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 15.01.2013, 12:26

<"So waren die Luftschiffe der Franzosen ... in drei übereinanderliegenden Schichten oder Lagen konstruiert,
und zwar mit ziemlich großen Zwischenräumen
zwischen den einzelnen Schichten ... durch dünne Stahltrossen miteinander verbunden...
Zuoberst befand sich ein spulenförmiger, ziemlich großer Gasballon,
in ziemlich weitem Abstand darunter – etwa 100 Meter tiefer ein etwas kleinerer Ballonkörper und zu unterst ein noch kleinerer
.">

So etwa nämlich dachte man sich die Entwicklung des Luftkrieges:
=>
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Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Wenn das Wetter passt!

PAUL, Dienstag, 15.01.2013, 21:40 vor 5034 Tagen @ Wintermond (2332 Aufrufe)

Man entsinne sich der Situation der Alliierten 1944 in der Normandie, sobald das Wetter schlecht war wechselte sich das Kriegsglück zeitweise zu Gunsten der Wehrmacht.

Wie verhalten sich Laserwaffen in Wasserdampf (Wolken, Nebel etc.)

Laser brauchen Strom und ein EMP macht fast alles zu Nichte, oder nicht?

Grüße,

PAUL

Techologie

nickela, Donnerstag, 17.01.2013, 02:58 vor 5033 Tagen @ PAUL (2292 Aufrufe)

Hallo Paul,

ja, Laser oder Hochfrequenz-/Mikrowellenwaffen brauchen Strom. Und sie brauchen ein Kraftwerk und/oder Akkus und/oder Kondensatorbänke... Alles schwer und raumausfüllend.

Infrarotlaser durchdringen Wasserdampf (auch den unsichtbaren) nur schlecht, normale Laser durchdringen Nebel nur schlecht, bei UV- oder Röntgenlasern weiß ich es auswendig nicht. Mikrowellenwaffen verlieren auch im Nebel auf kurze Distanz einen nennenswerten Teil ihrer Energie. Waffen egal welcher Wellenlänge, die in der Luft Ionisierungserscheinungen hervorrufen, verbraten auch ohne Luftfeuchtigkeit einen Teil ihrer Energie in der Luft. Von daher sind Strahlenwaffen, sagen wir mal, limitiert in ihrer Wirkung, und vielleicht auch überschätzt.

Was EMP angeht: Das sind zickige kleine Biester, diese Impulse. Schwer zu beherrschen, aber wenn man es drauf hat, kann man Elektronik sehr wirkungsvoll zerstören. Im Hochspannungslabor hatten wir mal aus Versehen einen EMP erzeugt (Hochspannungsdurchschlag in Isolieröl, mit Laborstrippen als unfreiwilliger Sendeantenne): Handys und Taschenrechner im Raum sind alle ganz geblieben. In "Abschussrichtung" waren ein empfindliches Messgerät und 30 Zentimeter nebendran ein robustes Labornetzteil eingebaut, beide hatten noch Laborstrippen (=Antennen) eingesteckt. Das empfindliche Messgerät war ok, das robuste Netzteil durchgebrannt. So durchgebrannt, dass der Hersteller es auf Garantie ersetzt hat, weil er so einen Schaden noch nie gesehen hat... Wie gesagt, zickige kleine Biester, diese EMPs. Wenn Strahlenwaffen, dann vermutlich wirklich diese.

Gruß

Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

Berserkers Blitzeschleuderer

Brutus, Mittwoch, 16.01.2013, 00:43 vor 5034 Tagen @ Taurec (2352 Aufrufe)

Sehr interessanter Text von Berserker, der vielleicht gar nicht so Science Fiction ist, wie's im ersten Moment aussieht. Die orangefarben glühenden Panzer sehen vermutlich nur so aus. Viel wahrscheinlicher ist hier ein Plasma-Leuchten durch Ionisation und elektromagnetische Einstrahlung. Und diese Technologie ist sicher schon seit vielen Jahren in Entwicklung, besonders seit die Erzeugung ultrakurzer und deshalb extrem energiereicher elektromagnetischer Pulse möglich geworden ist. Sind auch noch Ionenkanäle erzeugbar (jedes Gewitter macht das zuhauf ohne High-Tech), sind die Möglichkeiten der Energieübertragung sicher noch erheblich effektiver. Jegliches militärische Gefährt wäre in Windeseile blind und taub und keiner Kommunikation mehr fähig. Die Lösung steht vielleicht schon direkt vor der Haustüre.

Grüße von Brutus!

Ultrakurze Impulse

nickela, Donnerstag, 17.01.2013, 03:04 vor 5033 Tagen @ Brutus (2293 Aufrufe)

Hallo Brutus,

ultrakurze Impulse sind Stand der Technik, haben auch tolle Wirkungen auf Oberflächen, aber sie transportieren recht wenig Energie. Wenn man Elektronik zerstören will (EMP, Mikrowellenwaffen) ist das ok, aber um Flugobjekte abzuschießen, schwere Waffen zu knacken oder Soldaten zu töten, braucht man Einwirkungen von zehntel bis ganzen Sekunden oder länger, keine Impulse. Soldaten verletzen geht dagegen schon mit Impulsen, ekligerweise...

Auf jeden Fall dürften da in den nächsten Jahren aber keine Waffen von dem Kaliber kommen, das Berserker oder der WV beschrieben habem.

Gruß

Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

Weiterer Hersteller von Laserwaffen und Drohnen

Mundanus, München, Montag, 14.01.2013, 21:13 vor 5035 Tagen @ BBouvier (2728 Aufrufe)

Hallo BB,

Bis zur Serienreife und der Einführung in die Truppe
vergehen bei derlei Neuentwicklungen allerdings glatt
noch 7 bis 12 Jahre.

ich bin mir da nicht ganz sicher, ob es wirklich noch solange dauert bis eine serienreife Laserwaffe zur Verfügung steht.
Der amerikanische Rüstungskonzern "Northrop Grumman", welcher auch die Euro Hawk Drohne für Deutschland produziert, zeigt in seiner Produktbroschüre für eine Laserwaffe wie der Einsatz aussehen könnte:

http://www.as.northropgrumman.com/products/vesta/assets/Vesta_Datasheet_0508.pdf

[image]


Nähere Infos finden sich auf dieser Seite:
http://www.as.northropgrumman.com/by_capability/directedenergy/laserdefense/solidstate/index.html

Grüße
Mundanus

Avatar

könnte-würde-hätte ... Zeithorizont

BBouvier, Montag, 14.01.2013, 22:37 vor 5035 Tagen @ Mundanus (2428 Aufrufe)

<".....zeigt in seiner Produktbroschüre für eine Laserwaffe
wie der Einsatz aussehen könnte.
">

Eben:
"könnte"! :-)

Der Laie macht sich gar keine Vorstellungen davon,
über wieviel Jahrzehnte (!) sich folgendes abspielt:
- Idee
- Erfindung (Labor)
- Prototyp (Labor)
- Vorstellung durch die Industrie
- Überlegeungen des Militärs
- Entwicklung eines Einsatzkonzeptes durch das Militär
- Einfliessen dieser Ideen in die Technik
- "Neuerfindung"
- erneute Vorstellung eines Prototypen
- neues Einsatkonzept aufgrund neuer Ideen
- erneuter Umbau des Prototypen
- Erprobung des Prototypen und dessen Ablehnung
- Entwicklung eines neuen Prototypen
- Vorstellung des neuen Prototypen
- Überarbeitung des Einsatzkonzeptes
- Erprobung des Prototypen
- Einfliessen neuester Technik in den Prototypen
- Truppenerprobung
- Zurückweisung durch die Truppe (erkannte Einsatzmängel)
- erneuter Umbau
- zweite Truppenerprobung
- erarbeiten der Vorschriften
- Aufstellung einer Lehreinkeit
- Auslieferung der Vorserie an die Truppenschule
- Abstellung von Mängeln durch den Hersteller
- Ausbildung der Bediener und der Instandsetzer
- Aufnahme der Kosten in den Haushalt
- Diskussion des Haushaltes im Bundestag
- Streichung des Projektes
- erneute Aufnahme in den Haushalt im Folgejahr (für das übernächste!)
- Billigung der Beschaffung durch den Haushaltsausschuss
- Aufstellung des Truppenteils
- Ausbildung der Soldaten in Lehrgängen
- Auslieferung des ersten Loses an die Truppe

Und wir sind jetzt grade mal ganz oben, bei der 3. Strichaufzählung!

1972 habe ich Tagungen zum deutsch-französischen Kampfhubschrauber
"TIGER" mit organisiert.
Vor 3 Jahren, 2009, wurden dann die ersten 4 Stück ausgeliefert:
Nach fast 40 Jahren.
Und da musste der Hubschrauber nicht einmal erst extra erfunden werden!

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
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Vier weitere EuroHawks sind sicher, mehr bisher nicht

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Dienstag, 15.01.2013, 02:56 vor 5035 Tagen @ Mundanus (2397 Aufrufe)

Hallo Mundanus!

Bleiben wir auf dem Boden der Realität: Die Bundeswehr hat eine EuroHawk-Drohne erfolgreich getestet,
und plant, bis 2015 vier weitere solche Flugmaschinen anzuschaffen,
die größer sind als ein Airbus A320.

Grüße,
Eyspfeil

Schutz gegen Laserwaffen

Centao, Donnerstag, 17.01.2013, 13:55 vor 5032 Tagen @ Mundanus (2352 Aufrufe)

Hallo Mundanus,

wie gesagt ich zweifle daran, dass wir materialabtragende Hochenergielaser mobil in Flugzeuge bekommen, solange kein Energiespeicher gefunden wird, der die benötigte hohe Energiedichte mit wenig Gewicht hat.

Auch chemische Laser sidn halt nur begrenzt verwendbar, aber immerhin hochleistungsfähig.

Terrestische, schwere Bodenfahrzeuge, wie Kampfpanzer, aber lassen sich recht einfach & kostengünstig vor intensiver Laserstrahlung schützen. Das gilt auch für ballistische Raketen.

Anders sieht es bei Granaten, Kartuschen und kleinen Drohnen aus.


Die angesprochene gerichtete Mikrowellenstrahlung ist im Panzer natürlich egal..,
aber Plasmawaffen könnte ich mir vorstellen.

Natürlich muss jeder Hersteller bzgl. Laserwaffe was auf dem Lager haben..;-).

Viele Grüße,
CenTao

Rheinmetall

throne, Dienstag, 15.01.2013, 03:14 vor 5035 Tagen @ BBouvier (2554 Aufrufe)
bearbeitet von throne, Dienstag, 15.01.2013, 03:33

Hallo BB,

ganz aktuell aus meinem 2. Lieblingsforum:

http://freezonechef.servertalk.in/freezonechef-ftopic27329.html

Wobei ich aber glaube, dass in Berserkers Schau andere Technologie zum Einsatz gekommen ist.
Und zwar "neuartige Technologie, die bis dato niemand kannte..." - Aus welcher Schau hab ich das?
Mir fällt partout nicht mehr ein, wer das ausgesagt hat. War es Irlmeier?

Gruß, throne


Edit: Und wer sich für sowas interessiert:
http://freezonechef.servertalk.in/freezonechef-ftopic26531.html&highlight=ballerm%E4nner
Nur kurz ein paar Daten:
160 km Reichweite mit Mach 6
Das reicht für Satelliten.

Russen dürften Pläne für deutsche Laserwaffe gegen Drohnen ausspioniert haben

Georg, Mittwoch, 16.01.2013, 13:07 vor 5033 Tagen @ BBouvier (2562 Aufrufe)

Russen dürften Pläne für deutsche Laserwaffe gegen Drohnen ausspioniert haben

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1979685/

Zitat:

Welchering: Dazu sagt Kaspersky nichts. Aber wir wissen aus vergleichbaren Fällen, wie so etwas abläuft. Etwa 2007 sind ja Server im Bundeskanzleramt ausspioniert worden. Und da sagen die Sicherheitsexperten, die Online-Spione hätten es damals auf Kabinettsvorlagen abgesehen. Und das wissen wir auch aus anderen Vorkommnissen. Also Regierungen werden da gerne ausspioniert. Vor einem Jahr etwa tauchten auf dem schwarzen Markt Konstruktionspläne für eine Laserwaffe gegen Drohnen auf. Und die Vermutung, die damals geäußert wurde: Diese Konstruktionspläne stammten aus Nato-Servern, wurden dort also von Online-Spionen erbeutet. Was wir in diesem Fall einigermaßen mit hoher Wahrscheinlichkeit wissen, ist: Berichte der Diplomaten vor Ort, der russischen, aber auch der britischen, sind in die Hände der Online-Spione geraten.


mfG Georg

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