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Hepidannus und Ison (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 23.01.2013, 19:43 (vor 5026 Tagen) @ Leserzuschrift (3997 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 23.01.2013, 20:02

Hallo!

1. Daß Hepidannus von St. Gallen genau in dem Jahr - 1866 - erstmals veröffentlicht wurde, in dem der Stern T Coronae Borealis in der Nördlichen Krone zur Nova wurde, ist sicher kein Zufall. Es ist mit Sicherheit vielmehr dieser Stern gemeint als ein kurzzeitig vorbeiziehender Komet.

Die völlig unglaubwürdige und schlecht konstruierte Rahmengeschichte über den Mönch Hepidannus sowie der teils von der Apokalypse inspirierte, teils auf die zeitgleich (seit 1864) stattfindenden deutschen Einigungskriege bezogene, teils unverständliche Inhalt des Textes stützen die Annahme, daß es sich um eine Fälschung handelt.

2. Folgt man diesem Bild, zieht Ison lediglich innerhalb weniger Tage (um den 20. 12. 2013) an der Nördlichen Krone vorbei:

[image]

Demnach wird also auch keine Ähnlichkeit mit Deiner Darstellung vorliegen:

                   *
                   *
                !__*__! 

Der Komet passiert die Krone statt dessen linksseitig, von gegenwärtig noch herrschenden Ungewißheit über die Schweifbildung ganz zu schweigen. Soviel ist jedoch klar, daß der Schweif von der Krone weg (!), d. h. nach "oben" gerichtet sein wird, da die Sonne im Scheitelpunkt der scheinbaren Bahn stehen wird.

Vor allem wird Ison aber am Tage sichtbar sein, die Sterne der nördlichen Krone hingegen nicht. Er wird somit in keine erkennbare Konstellation zu diesem Sternbild treten.
(Korrektur: Zur Zeit der Passage der Nördlichen Krone wird man ihn wohl bereits kurz vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang eine Zeit lang sehen können. (Quelle))

Gruß
Taurec

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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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