Hallo Jacke
Ich lese zur Zeit in Weinrebs Traumbüchern:
Es gibt in Deinem Traum einen Weg, ein Gewässer, ein leuchtendes Ding im Gewässer und rechts eine Person, die das Geschehen spiegelt.
Wasser ist in der Bibel und Traum (Thora = Traum) ein Bild für diese zeiträumliche Welt.
Diese Welt hier entspricht dem siebenten Schöpfungstag, an dem G"tt ruhte und den Tag segnete (gut sprach)und heiligte . Trotz allem Vergehen, Schmerz und Unheil ist es also aus übergeordneter Sicht eine gute Welt.
Vielleicht hast Du dies als Leuchten im Wasser wahr genommen.
Geht man von Osten her in den Tempel, dann ist links der Süden mit der Menora für das "Scheinende" und rechts der Norden, mit den Schaubroten für das "Erscheinende".
Vor Dir, also im Westen ist das Allerheiligste (Vor Dir war das Gewässer im Traum).
Dem Norden zur rechten Seite wird in der Überlieferung auch eine Person, der Erzengel Gabriel "Kraft Gottes" zugeordnet. Aus dem Norden werden auch die Baustoffe für den Tempel geliefert. Außerdem lagern im Norden auch israelische Völker, die wieder in diesem Zusammenhang zu sehen sind.
Kurzum: Zu Deiner Rechten stand in diesem recht freien und etwas übermütigen Interpretationskontext die Erscheinungskraft, die kurz erblasste als sie auf die Welt schaute.
Wenn man aus dem Tempel wieder rauskommt, kommt man wieder an den beiden Säule Boas und Jachin (?) vorbei, deren Proportionen nun stimmen. Wenn man in den Tempel reingeht dann stimmen diese noch nicht. Du fühltest dich im Traum am See auch unsicher, die Situation schien Dir unstimmig zu sein. Die dem Kerntraum umgebenden Dialoge würde ich auch nur als unwichtige Füllung interpretieren.
Träume ergänzen und bereichern unser Leben nach Weinreb. Ohne Träume kann man nicht leben, denn Leben ist Traum.
Ich würde Deinen bemerkenswert schönen Traum einfach als Teil meines Lebens so stehen lassen, ohne weiter darüber nach zu denken.
Hoffentlich haben dir diese paar hingeworfenen Brocken eine kleine Idee vom Grundgerüst Deines Traumes geben können.
Gruß
kuddel