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III/6 - aufgewärmt (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier, Freitag, 03.05.2013, 20:11 vor 4926 Tagen (2771 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Freitag, 03.05.2013, 20:36

Diesen Nostradamusvers habe ich vor langer Zeit
bereits mal in eines der Vorgängerforen gestellt
und möchte ihn nur noch mal "aufwärmen":

"In die verschlossene Kirche dringt der Blitz
Den Bügern drinnen zu derem schweren Schaden
Pferde, Rinder, Menschen, die Welle erreicht die Mauer
Wegen/mit/durch Hunger, Durst, unter den am dürftigsten ausgerüsteten.
"

Die Menschen suchen Schutz
- wohl wegen deren dicken Mauern -
in fest verrammelten Kirchen ... und haben dortin,
die Heiligkeit der Stätte völlig missachtend,
ihre Haustiere mitgenommen!

* Was für ein "Blitz" mag den Lebewesen drinnen
- trotz der dicken Mauern - schweren Schaden zufügen?
* Was für eine "Welle" brandet gegen die Mauern der Gebäude?

Darüberhinaus ist "Durst" etwas, das als massiv
lebensbedrohlich - wie Hunger, beispielsweise -
in Europa völlig unbekannt ist:
In den europäischen Sprachen haben wir nicht mal
ein Wort, um auszudrücken, man habe ausreichend getrunken!
=>
Hunger => satt
Durst => ???

Deswegen ordne ich diesen Vers in die Zeit unmittelbar
nach den Naturkatastrophen ein:
- das Oberflächenwasser ist vergiftet und ungenießbar
- allgemeine Dürre und Trockenheit
- die Flüsse sind trocken gefallen
- die Hochbehälter sind leer
- Wasserleitungen weitgehend geborsten
- ... und Brunnen kennt die moderne Zivilisation nicht mehr

Wer nicht vorgesorgt hat, der ist verloren.

Gruß,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Überlegungen

Taurec ⌂, München, Freitag, 03.05.2013, 21:32 vor 4926 Tagen @ BBouvier (2392 Aufrufe)

Hallo!

"In die verschlossene Kirche dringt der Blitz
Den Bürgern drinnen zu derem schweren Schaden
Pferde, Rinder, Menschen, die Welle erreicht die Mauer
Wegen/mit/durch Hunger, Durst, unter den am dürftigsten ausgerüsteten.
"

Es sind zwei Komponenten vermischt:

1. Ein katastrophales Ereignis mit Blitz und Welle, z. B. ein Impakt oder eine Atombombe, beides mit Blitz und Druckwelle (aber offenbar in ausreichender Entfernung, um zumindest Gebäudeinsassen zu schützen).

2. Eine Bedrohung durch Menschen, denn vor einem Impakt oder einer Atombombe die Kirche zu verschließen ist zwecklos. Es müssen draußen welche sein, derentwegen die Menschen auch Tiere in die Kirche (oder eben das Gebäude, welches Schutz gewähren soll) nehmen und selbige verschließen.
Vermutlich: Wegen Hunger, Durst unter den am dürftigsten ausgerüsteten.
=> Die schlecht vorbereiteten plündern draußen, was das Zeug hält, kommen dann durch die Katastrophe um, während die Bürger darinnen zu derem Glück nur schweren Schaden nehmen (?).

Zu dem Vers paßt auch Jahenny:
"Es werden drei Tage andauernder Finsternis kommen. Während dieser schrecklichen Finsternis werden nur Kerzen aus geweihtem Wachs Licht bringen. Eine Kerze wird ausreichen für drei Tage, aber in den Häusern der Gottlosen werden sie nicht brennen. Während dieser drei Tage werden Dämonen in fürchterlicher, abscheulicher Gestalt erscheinen und die Luft wird widerhallen von ihren schrecklichen Flüchen. Strahlen und Funken werden in die Häuser der Menschen eindringen, sie werden aber dem Licht der heiligen Kerzen nichts anhaben können, denn sie werden weder durch Winde noch durch Stürme oder Erdbeben ausgelöscht werden.

Eine blutrote Wolke wird über den Himmel ziehen; das Rollen des Donners wird die Erde erbeben lassen. Das Meer wird seine schaumgekrönten Wellen über die Erde ergießen. Die Erde wird sich in einen riesenhaften Friedhof verwandeln. Die Leichen der Gottlosen wie die der Gerechten werden den Erdboden bedecken. Die Verzweiflung, die darauf folgen wird, wird groß sein. Die ganze Vegetation der Erde wird zerstört werden, und zerstört wird auch der größte Teil des Menschengeschlechtes. Die Krise wird für alle plötzlich kommen, und die Strafe allgemein sein."
(Von hier. In meiner Quellensammlung habe ich die Stelle so nicht.)

Zu "bösen Leuten" draußen beim Nahen des Himmelskörpers siehe auch das Mädchen vom Bodensee:
"- Die Leute vernageln Fenster und Türen.
- Draußen laufen böse Männer herum, die schießen.
- Die Familie ist geflohen und haust unter einer Brücke.
- Es ist Tag. Am Himmel steht im Süden ein riesiger, roter, leuchtender Himmelskörper.
- Rund, mit helleren und dunkleren Stellen, er glüht, zackige Risse auf der Oberfläche – wie „geplatzt“.
- Größe des Himmelskörpers: Doppelt so groß wie der Mond.
- Der ganze Himmel ist orange-rot. Die ganze Landschaft, alle Objekte, auch das Gras, sind in Rot getaucht.
- Sie fürchtet sich ganz ungemein. Ihrer Meinung nach stürzt der Himmelskörper ab und das passiert erst in vielleicht 20 Jahren oder so (Bauchgefühl, Aussage von 2007).
"

Bei Christine Bauer-Rapp drücken die Leute in Panik die Türen ein:
"In der Vision stand ich im Flur meiner Wohnung, die hell beleuchtet war. Das war ein übernatürliches Licht, ich weiß nicht woher es kam. Obwohl ich durch kein Fenster nach draußen schaute, wußte ich, daß es überall stockdunkel war. Ich spürte, hörte und sah, daß viele Menschen, die sich im Freien befanden, Zuflucht in einem Wohnhaus suchten. Ich sah vereinzelt Häuser, vor denen viele, viele Menschen herumliefen und versuchten hineinzukommen, um Schutz und Nahrung zu suchen. Tausende rannten verzweifelt umher, konnten aber nirgends hineinkommen, weil die Häuser alle verschlossen waren. Immer wieder wurden bei verschiedenen Häusern die Türen eingedrückt. In manchen Häusern wurde erbittert gekämpft, es ging drunter und drüber, überall herrschte Panik.
Nun bemerkte ich, daß durch die Garage vom Wohnhaus, die meiner Wohnung vorgelagert ist, viele Leute zu mir in die Wohnung eindringen wollten. Ich fühlte mich bedroht und bekam eine starke Angst. Schnell ging ich zur Durchgangstüre und versuchte den Schlüssel der Glastüre umzudrehen, die ich ohnehin immer verschlossen hielt. Ich wollte halt sicher sein, daß auch wirklich abgeschlossen ist. Doch gleich danach drückten die mehrere Menschen gegen die Türe. Ich trat zwei Schritte zurück und erlebte, daß die Türe eingedruckt wurde und vor mir auf den Boden schlug. Sofort drangen eine Menge Leute in meine Wohnung ein. Sie drückten mich zur Seite, drangen in die Räume ein und plünderten alle Lebensmittel die sie finden konnten. Offenbar hatten die Eindringlinge einen furchtbaren Hunger.
Bei dieser Vision, so meine ich, wurde mir ein Abschnitt der drei dunklen Tage gezeigt, die nach den Aussagen vieler Heiliger, vieler Seher und auch der Muttergottes an Erscheinungsorten schon oft prophezeit worden waren."

Solche Situationen könnten in dem Vers angedeutet sein.
(Nicht außer Acht lassen sollte man bei Nostradamus aber die Möglichkeit, daß tatsächlich etwas ganz anderes gemeint ist...)

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
―
„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Prats du Perigord

BBouvier, Freitag, 03.05.2013, 21:47 vor 4926 Tagen @ Taurec (2196 Aufrufe)

<"Es müssen draußen welche sein,
derentwegen die Menschen auch Tiere in die Kirche
(oder eben das Gebäude, welches Schutz gewähren soll)
nehmen und selbige verschließen.
.....
=> Die schlecht vorbereiteten plündern draußen,
was das Zeug hält, kommen dann durch die Katastrophe um,
während die Bürger darinnen zu derem Glück
nur schweren Schaden nehmen (?).
">

Die Kirche von Prats im Perigord:
=>
[image]
Und hier die von Marquay - Südwestfrankreich:
=>
[image]

Schon immer dienten solche Wehrkirchen
zum Schutze der Bürger in derlei Situationen!

Gruß,
BB

--
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Wer eine Kuh hat, der soll ihr eine goldene Glocke umhängen

Georg, Freitag, 03.05.2013, 22:52 vor 4926 Tagen @ BBouvier (2162 Aufrufe)

Wer eine Kuh hat, der soll ihr eine goldene Glocke umhängen

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Zusammenhangslos

Taurec ⌂, München, Samstag, 04.05.2013, 00:08 vor 4926 Tagen @ Georg (2135 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Samstag, 04.05.2013, 00:17

Hallo, Georg!

Wer eine Kuh hat, der soll ihr eine goldene Glocke umhängen

Gehe ich recht in der Annahme, daß Du unfähig bist, in einem zusammenhängenden, selbstformulierten Absatz zu erklären, was das mit dem vorliegenden Thema überhaupt zu tun haben soll, außer daß das Wort "Kuh" vorkommt? :lol3:

Gruß
Taurec

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Die Leute drin sind völlig verzweifelt

BBouvier, Samstag, 04.05.2013, 13:10 vor 4925 Tagen @ Taurec (2172 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 04.05.2013, 13:23

<"Die schlecht vorbereiteten plündern draußen, was das Zeug hält,
kommen dann durch die Katastrophe um,
während die Bürger darinnen zu derem Glück
nur schweren Schaden nehmen (?).
">

Hallo, Taurec!

Zeile zwei lautet:
=>
"Les citadins dedans leur fort grevez."
Wort für Wort:
=>
"Den Bürgern drinnen ihnen stark/sehr "grevez."

Dieses (Verb) "grever" => "belasten" hält sich tendenziell
im Umfeld von "niederdrücken", "beugen" etc. auf ...
eine "grève" ist eine Arbeits-Niederlegung.
Und das englische Wort "grief" - deutsch: "Gram"
=> kummergebeugt sind wohl eng verwandt.

So dass obige Zeile wohl folgendermaßen (besser)
so zu übertragen wäre:
=>
- "Den Leuten drin bereitet das ganz erheblich
Kummer/Gram/Pein/Elend/Angst/Sorge."
=>
- "Die Leute drin sind völlig verstört/verzweifelt."

Gruß,
BB

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sitt

BBouvier, Samstag, 04.05.2013, 17:11 vor 4925 Tagen @ Sinhala (2214 Aufrufe)

Hunger=satt
Durst = sit

Hallo, Sinhala - mein alter Löwe! :waving:

=>
"Das Adjektiv „sitt“ ist ein Kunstwort,
das das Gegenteil von durstig (also nicht mehr durstig)
bedeuten soll.

Da es im Deutschen angeblich kein Wort mit dieser Bedeutung gab,
wurde 1999 von der Dudenredaktion in Zusammenarbeit
mit dem Getränkehersteller Lipton
im Rahmen eines Wettbewerbs mit mehr als 100.000 Beteiligten
dieses Wort aus einer Vielzahl anderer Vorschläge ausgesucht.
Das Wort wurde in Anlehnung an satt gewählt,
da satt das Gegenteil von hungrig ist.
Jedoch ist "satt" ebenfalls das Gegenteil von durstig,
so sahen Kritiker diesen Wettbewerb als Manipulationsversuch
an der deutschen Sprache.
"

Grüße auch!
BB

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satt

Ed, Samstag, 04.05.2013, 18:12 vor 4925 Tagen @ BBouvier (2056 Aufrufe)

In den europäischen Sprachen haben wir nicht mal
ein Wort, um auszudrücken, man habe ausreichend getrunken!

Hallo BB!

Duden: "kein Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme mehr verspürend"
Beispiel: "Das Baby hat sich satt getrunken."

http://www.duden.de/rechtschreibung/satt

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: "zunächst von jemand, der seinen hunger oder durst gestillt hat"

http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&amp;mode=Vernetzung&amp;lemid=GS02181

In einigen europäischen Sprachen gibt es tatsächlich ein Wort um auszudrücken, dass man nicht durstig ist.

"Die schwedische Sprache kennt das Wort otörstig, das wörtlich übersetzt „undurstig“ bedeutet. Man trinkt sich dort undurstig (dricka sig otörstig) und ist manchmal auch satt und undurstig (mätt och otörstig). Analoge Begriffswörter existieren in den anderen skandinavischen Sprachen – dänisch utørstig, norwegisch utørst bzw. utyst und isländisch óþyrstur und färöisch ótystur – sind aber selten und oft unbekannt."

http://de.wikipedia.org/wiki/Sitt#cite_note-Schlosser-1

Beste Grüße
Ed

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Durst gestillt

BBouvier, Samstag, 04.05.2013, 18:54 vor 4925 Tagen @ Ed (2135 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 04.05.2013, 19:11

Hallo, Ed!

Dir ist aber schon klar, dass:
- satt getrunken
- Durst gestillt
... keine Adjekive sind, wie:
* hungrig
* schön
* besoffen
* müde
* lustig
* durstig
* verschwitzt
* schnell
* schelmisch
* satt
... und so weiter =>

Sondern nur der ein wenig hilflose Versuch,
mittels mehrerer Wörter (!) eben den Zustand
zu beschreiben, dass man nicht (!) mehr durstig ist.
Von oben: => "Durst gestillt" :-D

Die Information, man habe ordentlich Wasser getrunken,
wäre hier derart banal&dümmlich, dass es dafür gar kein Adjektiv gibt.

Beste Grüße!
BB

--
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Gegenwort von durstig

Ed, Samstag, 04.05.2013, 22:00 vor 4925 Tagen @ BBouvier (2054 Aufrufe)

Dir ist aber schon klar, dass:
- satt getrunken
- Durst gestillt
... keine Adjekive sind, wie:
* hungrig
* schön
* besoffen
* müde
* lustig
* durstig
* verschwitzt
* schnell
* schelmisch
* satt
... und so weiter =>

Sondern nur der ein wenig hilflose Versuch,
mittels mehrerer Wörter (!) eben den Zustand
zu beschreiben, dass man nicht (!) mehr durstig ist.
Von oben: => "Durst gestillt" :-D

Die Information, man habe ordentlich Wasser getrunken,
wäre hier derart banal&dümmlich, dass es dafür gar kein Adjektiv gibt.

Hallo BB

Der Auszug aus dem Deutschen Wörterbuch zeigt, dass sich das Wort satt als Gegenbegriff sowohl zum Begriff hungrig als auch zum Begriff durstig eignet.

Du zitierst in 21753: "Das Wort wurde in Anlehnung an satt gewählt, da satt das Gegenteil von hungrig ist. Jedoch ist satt ebenfalls das Gegenteil von durstig." Demnach hättest Du konsequenterweise in 21742 "Hunger => satt, Durst => satt" schreiben müssen. ;-)

Beste Grüße
Ed

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lebensfremde Dudenideen

BBouvier, Sonntag, 05.05.2013, 00:33 vor 4925 Tagen @ Ed (1988 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 05.05.2013, 00:51

Jau, Ed!

Wie ich schon sagte:
Wir haben eben kein (eigenes) Adjektiv für den Zustand:
"Ich habe meinen Durst gelöscht./Ich habe mich satt getrunken."

Wie der Duden zugibt, muss da "satt" eben auch dafür herhalten.

Annahme, Du hast mit Freunden eine lange, anstrengende Wanderung gemacht,
ihr hättet seit 3 Tagen nichts gegessen und kehrt nun in einer Wirtschaft ein.

Der Kellner fragt:
"Was wünschen die Herrn?"
Darauf einer Deiner Freunde:
"Bitte zwei fette Brathähnchen, eine dreifache Portion Pommes -
und dann dasselbe gleich noch einmal - sonst nichts, bitte:
Ich bin nämlich völlig satt!"

Das Gesicht des armen Kellners magst Du Dir vorstellen.
Und da hilft auch kein Verweis auf abstrakte Dudenideen. :-D

Grüße,
BB

--
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Satt - satis

Mirans, Baden-Württemberg, Sonntag, 05.05.2013, 12:43 vor 4925 Tagen @ Ed (1976 Aufrufe)

Hallo Ed,

Der Auszug aus dem Deutschen Wörterbuch zeigt, dass sich das Wort satt als Gegenbegriff sowohl zum Begriff hungrig als auch zum Begriff durstig eignet.
Du zitierst in 21753: "Das Wort wurde in Anlehnung an satt gewählt, da satt das Gegenteil von hungrig ist. Jedoch ist satt ebenfalls das Gegenteil von durstig." Demnach hättest Du konsequenterweise in 21742 "Hunger => satt, Durst => satt" schreiben müssen. ;-)

In solchen Fällen empfiehlt es sich immer, ad fontes zurück zu gehen.

Satt kommt vom lat. satis, das heißt genug.
Also ergänze: genug gegessen und/oder getrunken.

Gruß
Mirans

--
"Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind, und ihre Stimmen zählen genau wie unsere." - Albert Einstein
http://psiram.com/index.php?lang=de

Fast...

Hollabusch, Sonntag, 05.05.2013, 18:16 vor 4924 Tagen @ Mirans (2052 Aufrufe)

...wäre es richtig gewesen.

Hallo erstmal...

Jetzt darf ich auch noch mal klugsch***en.

Satt heißt im lateinischen satur und das bedeutet auf dt., (Achtung...Trommelwirbel) "satt":-D
Unser satt kommt aber vom germ. sada- und hat genau die gleiche Bedeutung wie heute, nämlich "satt".
Oder aus dem keltischen, dann heißt es "sati-"

Wie man sieht, ist die Wortherkunft noch viel älter als das romanische, germanisch oder keltische.

Verzeihung Mirans, ich mag Besserwisserei nicht besonders, vor allem bei mir selbst, aber hier konnte ich mich einfach nicht zurückhalten.
Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel.

Gruß
HB

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Beifall!

BBouvier, Sonntag, 05.05.2013, 21:46 vor 4924 Tagen @ Hollabusch (2146 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 05.05.2013, 21:55

<"Satt heißt im lateinischen satur
und das bedeutet auf dt., ... "satt
">

Jau, Hollabusch!

Diese schlüssige Argumentation:
Die hat was! :ok:

Beste Grüße!
BB

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Tja

Hollabusch, Montag, 06.05.2013, 07:33 vor 4924 Tagen @ BBouvier (2017 Aufrufe)

Und "manchmal ist eine Zigarre einfach nur eine Zigarre"

Das es bei uns kein Wort für "undurstig" gibt, hat halt einen ganz einfachen biologischen Grund.
Beim Essen gibt es einen Zustand, da geht nichts mehr rein. Wenn ich nach Tagen des Hungerns Nahrung finde, dann esse ich bis ich satt bin. Mehr geht dann einfach nicht mehr rein.
Beim Trinken ist das nicht so. Nach nur kurzer Zeit kann man weiter trinken, egal wieviel Wasser man vorher aufgenommen hat. Dieses Völlegefühl wie bei "satt" stellt sich nicht ein.
Deshalb gibt es auch kein Wort für "nicht mehr durstig", zumal man hierzulande auch dann noch weitertrinkt, wenn der Durst eigentlich schon gelöscht sein sollte.

Warum also sollten unsere Vorfahren ein Wort für einen Zustand erfinden, den sie so gar nicht kennen?
Man kann zwar nicht mehr durstig sein, aber satt im Sinne von, da geht jetzt kein Deut mehr rein, gibt es nicht.

Gruß
HB

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