Lieber Wayne !
Servus Otto,
Mach Dir nicht zu viele Sorgen.
Ich kann Dir versichern, geschätzter Otto, dass ich mir nicht nur nicht viele, sondern vielmehr keinerlei Sorgen deswegen machen. Das wäre ja auch logischer Unsinn, genauso, wie wenn man sich Sorgen um die Tatsache des sowieso irgendwann kommenden individuellen Ablebens machen würde. Aber jeder wie er mag ...
Es geht schlicht um Fakten - und Extrapolation auf Faktenbasis dessen, was die Menschheit, also wir, so treiben und hinterlassen und bezogen auf das Forumsthema so für die Zukunft schauen bzw. aus nachvollziehbaren Gründen schauend zu verdrängend geneigt sind.
Alle Kernkraftwerkabfälle haben eine Halbwertszeit, auch wenn sie manchmal sehr groß ist.Z.B.2 Millionen Jahre bei Cäsium 135. (...)
Unstrittig.
Die Menschen haben in Millionen Jahren gelernt mit der Radioaktivität zu leben.
Nein! Dem ist in dieser Formulierung leider zu widersprechen, ohne dass man Becquerel bzw. die für die biologische Wirksamkeit massgeblichen Äquivalenzdosis-Einheiten Mikro- oder Millisievert bemühen muss. Ich erlaube mir zu zitieren:
"Erst nachdem in Millionen Jahren diese Isotope zerfallen waren, konnte sich Leben entwickeln. Der Zerfall brachte einige wenige sehr wenig konzentrierte Uranlager (was ja relativ stabil ist, je länger die Halbwertszeit, umso stabiler ist das Zeugs ja), welche dort, wo sie lagen, niemandem geschadet haben.
Das Problem ist die Aufkonzentration. Erstmal die völlig willkürliche Aufkonzentration der Uranvorräte, mit der das Tor zur urgeschichtlichen Hölle wieder aufgestoßen wurde, zweitens die Aufkonzentration in der Nahrungskette. Alles das, was man wahnsinnigerweise wieder neu erzeugt hat, wird im Laufe der Zeit freigesetzt und auf uns und die nächsten 1000 Generationen zurückkommen."
(Quelle: Mawill, 18.04.2011, 19:22 im Gelben Forum)
In anderen Worten: Es war die wohl dümmste aber nicht mehr änderbare Idee der Menschheitsgeschichte, genau das radioaktive Material wieder massenhaft zu erzeugen und letztlich wieder in unsere Biosphäre zu geben, für dessen Abbau (über die Zerfallsraten der Halbwertszeit) die Erde seit ihrer Entstehung vor einigen Milliarden Jahren (letztlich aus sternenerbrüteten Elementen samt Radioaktivität) Jahrmillionen brauchte, damit überhaupt Leben und vorallem höheres Leben entstehen/sich entwickeln konnte.
So schaut es aus Freunde. Grüße und eine gute Zeit!