Fluten an höher gelegenen Flußläufen könnten auch Folge der Kältezeit sein (Schauungen & Prophezeiungen)

Georg, Mittwoch, 10.07.2013, 22:13 vor 4858 Tagen (1754 Aufrufe)

Hallo beisammen,


Einige Quellen sprechen auch von großen Fluten oder Übrschwemmungen an höher gelegenen Flüssen, wie etwa dem Main.

Fluten an höher gelegenen Flußläufen könnten auch Folge der Kältezeit sein.

So hat auch der extrem kalte Winter 1783 1784 zu extrem großen Fluten Ende
Februar geführt.


Am 7. Januar wurden in Leipzig morgens um sieben Uhr minus 17,5 Grad Réaumur (minus 21,8 Grad Celsius) gemessen. In Weida im Vogtland zeigte das Réaumursche Thermometer, ebenso am 7. Januar, morgens minus 21 Grad (minus 26,2 Grad Celsius). Doch auch im kalten Januar 1784 waren in Sachsen wärmere Abschnitte zu verzeichnen. Vom 15. bis zum 17. Januar herrschte Tauwetter, wobei eine maximale Temperatur von plus fünf Grad Celsius erreicht wurde.
Diese meteorologische Konstellation, das Abwechseln von kälteren zu wärmeren Perioden, setzte sich im Februar 1784 fort und führte zu einem Auftürmen von Eis auf der Elbe, da dem kalten Januarabschnitt über Deutschland bis zum 21./22. Februar ein immer wieder von kurzen wärmeren Phasen unterbrochener kalter Abschnitt folgte. Der starke Frost hielt bis Ende Februar 1784 an, wodurch sich die Eismassen auf der Elbe bis zu 1,10 Meter auftürmten. Hinzu kamen erhebliche Schneefälle im Kurfürstentum, die die Versorgungslage schwieriger werden ließen.
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Bedingt durch die rasche und starke Erwärmung, die von heftigen Regenfällen begleitet war, kam es in den letzten Tagen des Februars 1784 zum Bruch und Aufstau des Eises in Deutschlands Flüssen. Aufgrund der enormen Schmelzwassermassen, des Eisstaus und der starken Niederschläge begannen diese sehr schnell zu steigen. An allen größeren Haupt- und Nebenflüssen erfolgte der Eisgang gleichzeitig. Erschwerend kam hinzu, dass sich durch zeitweise herrschende Tauphasen mehrere Eisdecken übereinander geschoben hatten, die dann wieder festgefroren waren.
Nach diesem Warmlufteinbruch trat kurze Zeit, bedingt durch die erneute Änderung der Großwetterlage, wieder Kälte ein, die Niederschläge ließen nach und die Pegel sanken rasch ab. Das blockierende Hoch hatte sich aufgelöst und die vorherigen Wetterlagen konnten sich wieder etablieren. Es strömte wieder Kaltluft aus nördlichen und östlichen Richtungen nach Mitteleuropa.
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Hochwasser im Februar 1784[Bearbeiten]
Das Hochwasserereignis wird als eine der größten Naturkatastrophen der frühen Neuzeit in Mitteleuropa angesehen. Das Hochwasser verwüstete ganze Talzüge, unzählige Brücken wurden zerstört. Es wird auch als „Jahrhundert-Eisgang“ oder „Eisflut“ bzw. „Winterhochwasser von 1784“ bezeichnet.
Köln am Rhein wurde vom schlimmsten jemals verzeichneten Hochwasser heimgesucht. Beim erwähnten Temperatursprung war der Rhein fest zugefroren, während die Schneeschmelze sowie das aufbrechende Eis für einen Rekordpegel von 13,55 Metern sorgten – zum Vergleich: der Normalpegel beträgt 3,48 Meter. Die Fluten, auf denen schwere Eisschollen trieben, verwüsteten weite Teile der Uferbebauung und alle Schiffe. Einzelne Gebäude, darunter auch Befestigungsbauten, stürzten aufgrund des Schollengangs ein. 65 Tote waren zu beklagen. Die rechtsrheinisch gelegene bergische Kreisstadt Mülheim am Rhein, heute ein Kölner Stadtteil, wurde vollständig zerstört. Auch die Bäume des berühmten Nussbaumwaldes auf der Namedyer Werth (seit 1857 Halbinsel) nahe Andernach wurden durch die Eisschollen oberhalb ihrer Wurzeln regelrecht abgeschnitten. Der Andernacher Alte Krahnen entging der Katastrophe durch den rheinaufwärts angebauten Basalteisbrecher, wohingegen der damalige Fachwerk-Verladekran in Marktbreit zerstört und später durch einen Steinbau mit Eisbrecher ersetzt wurde.
In Heidelberg verursachte der Neckar das größte Hochwasser in historischer Zeit. Die Folgen der Flut wurden durch den Eisgang verschärft. Neben der Alten Brücke wurden 39 Gebäude zerstört und 290 beschädigt.[9]
Auch der Main führte extremes Hochwasser. Dieses nach 1342 (Magdalenenhochwasser) zweithöchste Hochwasser wird im mittleren Maingebiet als 300- bis 500-jährliches Ereignis eingestuft. Die Hochwassermarke am Rathausportal von Würzburg zeigt für dieses Hochwasser einen Maximalpegel, der 94 Zentimeter über jenem von 1845 liegt und sich auf 173,83 Meter über Normalnull befindet. Im Vergleich zu dem am Pegel registrierten Hochwasser von 1845 hatte das Hochwasser von 1784 einen Pegelstand von 928 Zentimetern, bei einem Abfluss von 2600 m³/s.[10] In Bamberg fiel dem größten Hochwasser aller Zeiten die Uferbebauung im Mühlenviertel zum Opfer. Auch die Brücken wurden stark beschädigt. Insbesondere die erst 1756 fertiggestellte Seesbrücke, die heutige Kettenbrücke, mit ihrer barocken Ausstattung wurde durch Eisschollen und mitgerissene Baumstämme zerstört.
Ende Februar / Anfang März 1784 ereignete sich im böhmischen und sächsischen Elbtal eines der schwersten je aufgezeichneten Frühjahrshochwasser. Die wochenlang zugefrorene Elbe brach innerhalb kürzester Zeit auf, stieg pro Stunde um bis zu 32 cm und erreichte in Dresden am 1. März einen Stand von 8,57 m (Durchfluss 5.200 m³/s). Das war der höchste Stand seit 1655. Im gesamten Elbtal wurden die Städte und Dörfer großflächig unter Wasser gesetzt. In Dresden stand das Wasser im Hof des Zwingers einen Meter hoch. Die Zerstörungskraft der Flut war durch die Wucht des mitgeführten Treibgutes und der Eisschollen besonders groß. In Wegstädtl in Böhmen stürzte die gotische Kirche ein. In Dresden und Meißen wurden die Elbbrücken schwer beschädigt. Während in zahlreichen Orten das Vieh nicht gerettet werden konnte, war die Zahl der Todesopfer angesichts der Schwere der Flut vergleichsweise gering. In Meißen kamen neun Menschen in den Fluten ums Leben. Die alte Poststraße zwischen Meißen und Dresden wurde wegen des Hochwassers in flutsichere Gebiete verlegt (vgl. Weiberstein). Obwohl sich die Elbe bereits am 6. März wieder in ihrem angestammten Lauf bewegte, gestalteten sich die Aufräumarbeiten schwierig, da einsetzender Frost die überfluteten Häuser und Flächen mit einer Eisschicht überzog. Die damaligen Pegelstände wurden vielerorts erst beim Elbhochwasser 1845 übertroffen.[11]
Nachdem die Lahn in Weilburg eine Brücke mit Wasserleitung zerstört hatte, entstand hier nach dem Wiederaufbau die älteste Kettenbrücke (Hängebrücke an Ketten) des europäischen Kontinents.[12]
Auch kleinere Flüsse wie der Glan in Ulmet (Pfalz) oder die Paar in Baar-Ebenhausen (Bayern) führten Hochwasser.

http://de.wikipedia.org/wiki/Winter_1783/84

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Hochwasser in Würzburg Ende Februar 1784

mfG Georg

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