Zeit...die man nicht gab? (Schauungen & Prophezeiungen)

Reisende, Samstag, 27.07.2013, 00:21 vor 4842 Tagen (2503 Aufrufe)

Ich bin gerade am überlegen. Ich forsche im Forum um zu verstehen, was ist das mit der Zeit und den Hinweisen von HJH? Ist Zeit veränderbar? Wurde die Zeit verändert ab 2011?Kam da jemand zu einem Ergebnis? oder sind das nur Wortspielereien? Grüsse

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"Zeit"

BBouvier, Samstag, 27.07.2013, 00:51 vor 4842 Tagen @ Reisende (2359 Aufrufe)

<"Ist Zeit veränderbar? Wurde die Zeit verändert ab 2011?">

Hallo, Reisende!

Niemand weiß, was "Zeit" überhaupt ist.
Der Mensch mißt "Zeit" anhand Veränderungen der Materie:
- Sand rieselt
- Wasser tropft
- ein Pendel schwingt

Aber "Zeit" ist das eben ganz und gar nicht.

Womöglich meinst Du ja, ob sich künftiges Geschehen (!) "verändert"?

Das keinesfalls, weil es noch gar nicht existiert.
Mehr oder weniger diffuses Vorherwissen künftiger Ereignisse
führt nur bei nicht sauberer Durchdenkung des Phänomens Präcognition
zu der irrigen Annahme, da wäre wohl bereits etwas.

Was dazu führt, daß dümmliche Frömmler sich daran machen,
subjektiv unangenehmes einfach "wegzubeten":
- kommt nichts unangenehmes, dann war man erfolgreich
- kommt etwas unangenehmes, dann hatte man eben nicht genug gebetet

Insofern grüßt hier wieder mal nur der Forumstiger:
=>
:tigger:


Gruß,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Was ist Zeit?

Heron, Samstag, 27.07.2013, 03:06 vor 4842 Tagen @ BBouvier (2300 Aufrufe)

Hallo BBouvier,
Nichts gegen deine Grüße des Forumstigers. Aber tatsächlich ist das Verständnis des Wesens der Zeit ganz wesentlich für das theoretische Verständnis darüber, wie Präkognition überhaupt real sein kann.

Zustimmen möchte ich dir schon dahingehend, dass wir nicht Wissen oder vielmehr nicht Beweisen können wie Zeit erklärt werden kann. Tatsächlich beschreibst Du ja auch die Zeit als etwas für uns erfahrbares das wir in Form einer Beschreibung für uns zugänglich machen.

Aber dennoch muss es erlaubt sein, den Begriff der Zeit in eine Hypothese einzubetten, damit die Präkognition möglich ist. Ob die Hypothese nun stimmt, ist natürlich dann einer Diskussion wert.

Zunächst sind dir ja als Erfahrung "Schauungen" als präkognitive Ereignisse bekannt. Für die Hypothese nehme ich mal an, wir beschränken uns auf den Sonderfall einer konkreten Schauung, also vielleicht so etwas wie ein Film, der ganz gut vom Schauenden erzählt und detailliert werden kann.

Wir selbst sind in unserer Wahrnehmung auf die Gegenwart beschränkt und können mit unserem Gedächtnis auch die Vergangenheit beschreiben. Das ist natürlich etwas grob vereinfacht, weil die physikalische Wahrnehmung der Gegenwart durch unsere Sinne und die Verarbeitung im Gehirn sehr kompliziert ist und sich dafür nicht nur ein einziger messbarer Zeitpunkt ergibt. Die Zukunft existiert in diesem Kontext als Prognose, weil wir durch Extrapolation uns selbst eine Zukunft schaffen, die wir für wahrscheinlich halten. Als Stichwort sei hier Kausalität genannt.

Die Existenz von "Schauungen", die ein zukünftiges Ereignis ausreichend präzise für die Verifizierung beschreiben, wäre mit dieser Kausallogik unmöglich, wenn die Eintreffenswahrscheinlichkeit für die Schauung nahe bei 0 liegt.

Das ist nun wieder ein Knackpunkt, denn die Genauigkeit einer Entreffenswahrscheinlichkeit hängt von den bekannten Faktoren ab, die sind aber eigentlich niemals vollständig bekannt, wodurch Eintreffenswahrscheinlichkeiten immer geschätzt werden müssen. Somit ist allein deswegen schon kausale Logik auf die Zukunft projiziert reine Spekulation. Deshalb ist Präkognition tatsächlich auf dem Boden der Kausallogik möglich, indem die Eintreffenswahrscheinlichkeit eine Unbekannte bleibt. Diese eigentlich triviale Feststellung ist wichtig, weil sie den Widerspruch für unmöglich vorherzuwissende Ereignisse auflöst.

Wir sind gewohnt unsere Welt als Dreidimensionale Veranstaltung wahrzunehmen, erweitert um die Dimension der Zeit mit Vergangenheit und Zukunft. Wahrnehmen können wir aber immer nur eine einzige Zeit, die Gegenwart. Alles andere sind Produktionen unseres Gehirns. (Ob's da noch mehr Möglichkeiten gibt, will ich an dieser Stelle mal weglassen.) Wir können also einen Zeitverlauf gar nicht wahrnehmen, es sei denn wir lassen die Zeit nochmals neu ablaufen, wie in einem Film z.B. den man beliebig oft wiederholen kann. Eigentlich aber ist die Zeitdimension in dem Film immer schon präsent. Wenn ich den Anfang sehe, existiert das Ende selbstverständlich schon. Ich kann es auch nicht ändern. Aber während ich den Film anschaue, mache ich fortwährend Prognosen, wie der Film weiter verlaufen müsste.

Natürlich habe ich jetzt nicht erklärt, warum die Zeit überhaupt für uns einen Verlauf hat und warum wir uns dann nicht in ihr bewegen können, wie in einem Film z.B.. Das ist unbekannt.

Für mich ist es deshalb am ehesten akzeptabel den "Zeitfilm" als bereits feststehend zu betrachten. Ich weiß, dass ich den Menschen damit den freien Willen nehme und die Existenz von Verantwortung in Frage stelle. Deswegen reizt diese, eigentlich logische Konsequenz, wenn man Schauungen als präkognitive Ereignisse zulässt, sehr zu Kontroversen.

Natürlich kann man die Hypothese noch ausbauen und behaupten, dass, je weiter ein Ereignis in der Zukunft liegt, es deshalb auch um so weniger bereits festgelegt sei, weil das erst durch den konkreten Zeitablauf, so determiniert wird. Dann natürlich muss die Existenz von tatsächlichen Schauungen für eine ferne Zukunft verneint werden. Es ergibt sich hier das schwierige Problem, ob eine Schauung das tatsächliche Ereignis auch genügend unscharf beschrieben hat.

Meiner Meinung nach ist dieser Ausbau der Hypothese unzulässig, weil die Unschärfe hauptsächlich in der mangelhaften Wiedergabemöglichkeit des visuellen Eindrucks, den der Schauende hat, liegt. Für den Schauenden selbst, ist das Erlebnis ja nicht selten eher real als unscharf. Mit real meine ich, die beteiligten Sinne sind in der Schauung genau so angesprochen, wie in der Realität. Leider ist es möglich, dass dieser Eindruck nur von unserem Gehirn projiziert wird, so dass es an Gewissheit mangelt, wie detailliert eine Schauung denn nun tatsächlich ist.

Gruß von Heron

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Zeit ... nicht zielführend

BBouvier, Samstag, 27.07.2013, 08:38 vor 4842 Tagen @ Heron (2083 Aufrufe)

Hallo, Heron!

Da Präcognition nicht zum Bereich Materie gehört,
ist das Phänomen per se ein zeitloses.

Daher verheddert man sich ohne Sinn,
spekuliert man zwecks Erklärung bei Kausalität,
weil diese sich mit Ursache und Wirkung in der Zeit befasst.

"Zeit" hat mit Präcognition insofern rein gar nichts zu tun.

Gruß,
BB

--
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Zeit

attempto, Samstag, 27.07.2013, 09:17 vor 4842 Tagen @ BBouvier (2130 Aufrufe)

Servus

Niemand weiß, was "Zeit" überhaupt ist.

Das stimmt so nicht.:no:
Zeit ist eine Grunddimension in der Physik, wie z. B. Länge oder Masse.

Der Mensch mißt "Zeit" anhand Veränderungen der Materie:

Wie, und mit welchen Hilfskonstruktionen etwas gemessen wird, ist für dessen Existenz völlig unerheblich. Radioaktivität entstand nicht durch die Erfindung des Geiger-Müller Zählrohres.


Wie schon erwähnt, ist 'Zeit' eine Dimension.
Leider sind wir als reale Wesen in einer 3-dimensionalen Welt, und unserer Erfahrung in dieser wegen geistig nur in der Lage, 3 Dimensionen wahrzunehmen. Für mehr als diese Wahrnehmung fehlt uns schlicht der Rezeptor, sowie die nötige Verarbeitungsmöglichkeit zwischen den Ohren.
In der Mathematik hingegen sind Dimensionen kein Problem, denn jede Multiplikation ist im Prinzip das Hinzufügen einer Dimension. Mathematisch sind somit unendlich viele Dimensionen vor- und darstellbar. (Um das ganze noch zu toppen : Jede dieser Dimensionen steht senkrecht zu allen anderen.)

Eine Hilfskonstruktion zum besseren Verständnis von Dimensionen bieten Comics:
Dort sind die Akteure 2-dimensionale Wesen, und kennen nur Länge und Breite. Eine 3. Dimension kennen sie nicht, da ihre Welt diese nicht für sie bereithält. Könnte man z.B. Herrn Duck erzählen, es gäbe noch eine weitere Dimension, würde er ungläubig den Kopf schütteln.

Nehmen wir aber einmal an, Herr Duck glaubt uns die Story mit der 3. Dimension, und nehmen wir weiter an, diese 3. Dimension wäre nicht unsere Höhe, sondern die Zeit.
Herr Duck ist zwar physisch nicht in der Lage die Oberfläche seines Blattes zu verlassen, aber er könnte eventuell senkrecht zu seinem Blatt schauen. Dann würde er die vorherige, bzw. die nächste Seite des Heftes sehen, also Zukunft oder Vergangenheit.

Auf unsere 3-Dimensionale Welt übertragen, ist Zeit eine weitere Dimension, die senkrecht auf den, uns bekannten 3 Dimensionen steht. Wir sind zwar physisch nicht in der Lage, unsere Welt zu verlassen, aber es ist durchaus denkbar (und eine mögliche Erklärung für das Phänomen Präcognition), daß der feinstoffliche Geist dazu in der Lage ist. Dieser könnte, unter Zurücklassung des physischen Körpers, auf der 'Zeitachse' reisen, wir wir in unserer Welt.

Hoffentlich habe ich das halbwegs verständlich ausgedrückt...:lookaround:


Freundliche Grüße

attempto

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außerhalb "unserer" drei Dimensionen

BBouvier, Samstag, 27.07.2013, 12:49 vor 4842 Tagen @ attempto (2200 Aufrufe)

Leider sind wir als reale Wesen in einer 3-dimensionalen Welt...
nur in der Lage, 3 Dimensionen wahrzunehmen
.

Hallo, Attempo!

Völlig einverstanden.

"Mathematisch sind somit unendlich viele Dimensionen
vor- und darstellbar.
"

Eher wohl (nur) abstrakt "darstellbar", weil sich der Mensch
weitere Dimensionen eben nicht (!) vorstellen kann:
Sondern nur "denken".

"... es ist durchaus denkbar ... daß der feinstoffliche Geist
dazu in der Lage ist.
Dieser könnte, unter Zurücklassung des physischen Körpers,
auf der 'Zeitachse' reisen, wir wir in unserer Welt
."

Danke sehr!
=>
Das trifft wohl den Nagel zentrisch! :ok:

Grüße!
BB

--
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Nicht zu Ende gedacht

attempto, Samstag, 27.07.2013, 16:37 vor 4841 Tagen @ attempto (2075 Aufrufe)
bearbeitet von attempto, Samstag, 27.07.2013, 16:49

Servus nochmal

Zunächst einmal :

Danke sehr!
=>
Das trifft wohl den Nagel zentrisch! :ok:

Danke für die Blumen, aber die muß ich wohl an einen Bildschirmwissenschaftler des deutschen Fernsehens weiterreichen. Ich glaube, es war Herr Lesch, der damit seinen Zuschauern anschaulich machen wollte, daß ein mehrdimensionaler Weltraum durchaus existieren könnte, obwohl wir nichts von alldem bemerken.

Dabei zeigte er übrigens auch die Auswirkungen von Beschränkungen hinsichtlich der Dimensionswahrnehmung auf unerklärliche Phänomene.
Konkret stach er mit einer Stecknadel durch ein Blatt Papier, und erklärte, daß wir sehen konnten, wie die Stecknadel das Papier penetrierte. Vor dem Durchstechen über dem Papier, wie sie das Loch macht, und wie die Nadel hinter dem Papier wieder herauskommt.
Ein 2-dimensionaler Betrachter auf dem Papier hätte dies nicht sehen können. Für den öffnet sich ohne jede Vorwarnung ein stählernes Loch in seiner Welt, und vergrößert sich auf Nadeldurchmesser. Völlig unvorhersehbar, aus dem Nichts heraus, ohne zutun irgendeines Mitbewohners.

Wenn ich mir nun vorstelle, daß es in unserer 3-dimensionalen Welt ebenfalls unerklärliche Vorgänge gibt...
Oder sind es nur noch-nicht-erklärbare?

Mit freundlicher Genehmigung zum weitergrübeln:-P

attempto

PS:
Eher wohl (nur) abstrakt "darstellbar", weil sich der Mensch
weitere Dimensionen eben nicht (!) vorstellen kann:

Logisch : Ich hätte schreiben sollen "ist die Existenz von unendlich vielen Dimensionen vor- und darstellbar"

Kein Mensch kann sich vorstellen, wie ein 5-dimensionales Gebilde denn aussieht. und selbst wenn er es könnte, wie sollte er sich ausdrücken?
0-dimensional : Punkt
1-dimensional : Linie
2-Dimensional : Fläche
3-dimensional : Körper
4-Dimensional : ????
Wo keine Worte, da keine Gedanken.

Flächenland

Ulrich ⌂, München-Pasing, Sonntag, 28.07.2013, 01:29 vor 4841 Tagen @ attempto (2226 Aufrufe)

Hallo attempto,

Ich glaube, es war Herr Lesch, der damit seinen Zuschauern anschaulich machen wollte, daß ein mehrdimensionaler Weltraum durchaus existieren könnte, obwohl wir nichts von alldem bemerken.

...

Mit freundlicher Genehmigung zum weitergrübeln

wem die Sommerhitze nicht ausreicht, um sich das Hirn zu toasten, und wer Lesch's infantile Zappeleien so wenig erträgt wie ich, dem sei "Flächenland" von Edwin Abbott Abbott zur Lektüre empfohlen, von dem Lesch seine Zeit-Anekdötchen vermutlich entliehen hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Flatland
http://www.amazon.de/Flächenland-Ein-Märchen-vielerlei-Dimensionen/dp/3940185159

Deinen Satz "Auf unsere 3-Dimensionale Welt übertragen, ist Zeit eine weitere Dimension, die senkrecht auf den, uns bekannten 3 Dimensionen steht." halte ich für ein wenig gemogelt, da der Begriff "senkrecht" ein räumlicher Begriff ist und so sinn-voll oder -leer ist, als wenn ich dagegensetzen würde, daß Du Dich da irrst, weil die Zeit als Dimension (was immer das sein mag) nicht senkrecht zum dreidimensionalen Raum steht, sondern um 23,5 Grad geneigt, das hätte ich gestern nochmal nachgemessen. Räumliche Begriffe sind nunmal völlig ungeeignet, das Phänomen Zeit zu definieren.

In seinem Büchlein "Raumzeitdenken, Zwangsvorstellung Unendlichkeit", das sich noch besser als der Famoso-Tiger dazu eignet, das Sommerloch zu stopfen, hat Hans Jörg Fahr es ungefähr so umrissen: Um zwei Dimensionen wahrzunehmen reicht ein Auge, um drei Dimensionen wahrzunehmen braucht man zwei Augen, um vier Dimensionen wahrzunehmen... ein drittes Auge, das dazu notwendig wäre, fehlt.

Gruß,
Ulrich

Eure Antworten, Zeit

Reisende, Sonntag, 28.07.2013, 12:01 vor 4841 Tagen @ Ulrich (2114 Aufrufe)

Herzlichen Dank für all die Beiträge. Es fällt einem schwer, sich diese Möglichkeiten alle vorzustellen. Doch auch Flatland, sehr interessant. Nochmals vielen Dank an alle.
Nette Grüsse
die Reisende

Das Konzept der Zeit auf Schauungen bezogen.

Centao, Montag, 29.07.2013, 16:25 vor 4839 Tagen @ Reisende (1916 Aufrufe)

Hallo Reisende,

ohne jetzt allzuweit in Vorgänge der Quanten-, Energie- ,Bio- und Metaphysik einzutauchen,gibt es die Möglichkeit der Manipulation der Ereignisse auf dem "Pfad" sowohl für Einzelne als auch Gruppen. Meint das HJH?

Weicht diese ab von der erfühlte oder erschauten "Normierung" sprechen wir Menschen schnell leichtfertig von Manipulation. Das ist es i.d.R. auch.

Die Frage nach dem Bezug zur "Zeit" und zum "Ereignis" von HJH stellt sich somit.

Mal kurz noch zur Zeitvorstellung im R4, dieses ist ein Konzept lebender Organismen mit Gedächtnis zur Beobachtung von Zustandsänderungen. Wenn z.B. Elephanten trauern, haben Sie ein "Zeitkonzept", sie erinnern sich.

Tja und dann gibt es da noch das Beobachterprinzip, Unschärfe, R12-Räume uvm., Spins..

Frage doch HJH was er meint, vielleicht schneit er mal vorbei.

Beste Grüße,
CenTao

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HJH sah überhaupt kein Ereignis

Taurec ⌂, München, Montag, 29.07.2013, 16:53 vor 4839 Tagen @ Centao (2188 Aufrufe)

Hallo!

Gemeint ist HJHs Traum von 2009:

"Buch - grün-weißer Deckel hebe ich auf. Ich schätze es auf gute 200 Jahre. Es ist von einem deutschen Dichter/Denker/Philosophen. (Konnte den deutschen Verfasser plus Titel im Traum erkennen-nach Aufwachen nicht mehr abrufbar). Rechts von mir steht nun plötzlich wie aus dem Nichts ein "Stöberer" (nicht aus unserer Gruppe). Der will mir das Buch entreißen. Er hat keinen Erfolg. Nun wird es heikel!

Schlage das Buch auf. Im linken inneren Einband sind in altdeutscher Schrift per Hand und in Bleistift Zahlen notiert. Mein Augenmerk richtet sich weit nach unten auf der Zahlenliste. Dort steht die Zahl-das Jahr 2011. Und ein Hinweis: verfällt. Schaue kurz weg und dann wieder auf die ursprüngliche Zahl. Aus 2011 wird sichtbar vor meinen Augen die Zahl/Jahr 2042 bis sie sich erneut in 2011 verwandelt.

[...]

Selbstverständlich ist die Symbolik des mir gewollten Auffindens des Buches (grünlich-weiß der Deckel) in Anbetracht des Urhebers/Autors eines 100 Prozent deutschen Dichters/Denkers/Philosophen und die eindeutige Jahreszahl 2011 mit "Verfallsdatum" Hinweis und Verbindung genug was es damit auf sich hat. Wer hier noch spekuliert wird ignoriert! Allerdings gibt die Verwandlung hin zu 2042 Rätsel auf, ebenso die Betonung der 5. Ich schätzte das Buch auf an die 200 Jahre. Ein Nietzsche mit "Untergang des Abendlandes" scheidet aus weil erst später. Um 1800 herum mag es bestimmt große Dichter und Denker gegeben haben, die sich Gedanken um Deutschland (und seine Zukunft) machten. Völlig unwichtig wer genau der Verfasser war! Die Botschaft/Verbindung ist unübersehbar auf Deutschland bezogen!"

Daraus läßt sich aber nichts konkretes machen.

Der Traum enthält keine Voraussage eines bestimmten Ereignisses. Daher kann auch nicht gefolgert werden, irgend etwas sei nicht eingetroffen, bzw. die Zeitenlauf hätte sich verändert.

Daß Deutschland sich im Verfall befindet, ist heute genauso wahr, wie es 2011 wahr war oder 1990 oder 1949 oder 1919.

2011 ist eigentlich nichts passiert, das aus diesem Prozeß des Verfalls sonderlich herausgeragt hätte:
- Wehrpflicht ausgesetzt => Fortdauernde Zersetzung der Wehrkraft
- Affären um Guttenberg und Wulff als Beispiele der Dekadenz (spät-)demokratischer Politiker
- Zensus mit dem Ergebnis, daß 1,5 Millionen Menschen weniger in Deutschland leben als angenommen, zudem rund 19 % der Bevölkerung mit "Migrationshintergrund".
- Ausstieg aus der Atomkraft (an sich gar nicht mal schlecht) als aktionistische Reaktion auf das Fukushima Desaster.
- ...

Daraus schließe ich, daß die von HJH gesehenen Jahreszahlen entweder belanglos waren oder sich die Bedeutung dieses Jahres erst aus der geschichtlichen Distanz zeigen wird (halte ich für weniger wahrscheinlich).

Überhaupt sind Jahreszahlen, bzw. Zeitangaben in Schauungen bis auf wenige Ausnahmen (Rills Feldpostbriefe!) nicht verläßlich.
Kurz gesagt: In dem materie- und zeitlosen Bereich, der in Schauungen vermutlich "angezapft" wird, ist logischerweise eine Zeitbestimmung kaum oder gar nicht möglich.
Es ist - im übertragenen Sinne - ähnlich vergeblich, wie im leeren, schwerelosen Raum "oben" und "unten" verbindlich festschreiben zu wollen. Zwar läßt sich sehen, was vorhanden ist, jedoch ist ohne eine Art fixen "archimedischen Punktes", von dem aus alles vermessen werden kann, eine absolute Lagebestimmung unmöglich. Allenfalls die relative Lage zweier "Dinge" läßt sich vornehmen, weil das eine für das andere als Referenzpunkt dienen kann. Das übertrage man von räumlichen Lagen in zeitliche Lagen, die in Schauungen wahrgenommen werden: absolute Datierung (bis auf Glücksfälle) unmöglich, relative zeitliche Beziehung zweier Ereignisse (begrenzt) möglich, z. B. "der dritte Krieg würde 28 oder 58 Tage dauern" (Rill) oder das Ende des Kommunismus in Rußland nach 73 Jahren (Nostradamus).

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
―
„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Nachtrag

Taurec ⌂, München, Montag, 29.07.2013, 17:27 vor 4839 Tagen @ Taurec (1932 Aufrufe)

Hallo!

Und mir stellt sich grundsätzlich die Frage, ob HJHs Traum überhaupt präkognitiv war oder nicht vielmehr ein symbolischer Traum seiner Empfindung unserer Gegenwart, womöglich mit stark intuitiven oder hellsichtigen Bestandteilen, aber auch phantasierten Elementen seines Unterbewußtseins. :confused:

Daß HJH hochsensibel und seherisch begabt ist, steht wohl außer Frage. Indes muß deshalb nicht jeder seiner Träume, bzw. alles darin gleichwertig sein.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
―
„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Bemerkenswert sind die Treffer!

Centao, Mittwoch, 31.07.2013, 11:12 vor 4838 Tagen @ Taurec (2002 Aufrufe)

Hallo Taurec,

danke für die Erläuterungen.

Die Trefferwahrscheinlichkeit von Datumsangaben ist doch eigentlich NIL..;-)

Das es sie gibt, das heisst es wird in manchen Schauunge doch mit menschengemachter Zeitrechnung operiert.., mmh. Sehr interessant.

Gibt es Muster bei den von Dir gen. und schriftlich fixierten Schauungen, die die Datums- bzw. Jahres-Treffer anders darstellen als den Rest?

Viele Grüße,
CenTao

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"Zeit" - Jahreszahlen und Dauer

BBouvier, Mittwoch, 31.07.2013, 14:08 vor 4838 Tagen @ Centao (1965 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 31.07.2013, 14:15

Hallo, Centao!

Man kann wohl sagen, daß Schauungen generell
weder Daten noch Dauer beinhalten.
Und - falls ausnahmsweise doch vorhanden - sie durchweg irrig sind.
Was bedeutet, daß man sich die Reihenfolge der Ereignisse
allein auf Basis der Wahrscheinlichkeit erschließen muß.
Beispiele:
- "Russischer Feldzug" in der Norddeutschen Tiefebene,
bevor Hannover eine Hafenstadt mit Segelschiffen ist
- Unruhen in Großstädten, bevor sie verwaist sind
- Kollaps der europäischen Republiken vor dem Imperator
- etc.
- Varianten:
* "Vor dem Kriege flieht der Papst aus Rom."
* "Nach dem Kriege krönt der Papst den ``Kaiser´´
."

Treffende Zeitangaben sind mir nur bei Rill
und bei Nostradamus geläufig.

Zu Rill:
Völlig unbekannt ist, auf welcher Basis der "Franzose"
im Jahre 1914 da zu lauter korrekten Jahreszahlen bis 1945 kam.

Zu Nostradamus:
Als "richtig" haben sich da bisher zwei herausgestellt:
- "1792" als Kalenderreform im Rahmen der frz. Revolution
sowie die Umwandlung Frankreichs (im September) zu einer Republik
- "73 Jahre und 7 Monate" als Dauer des Kommunismus in Rußland

Nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit seinen Aussagen
bin ich der Ansicht, ihm wurde "diktiert".
Was zu der Spekulation führt, möglicherweise hätte er die
orthographischen und sprachlichen Verschleierungen
seiner Niederschriften selber deuten müssen?

Gruß,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Nostradamus

Keynes, Mittwoch, 31.07.2013, 15:44 vor 4837 Tagen @ BBouvier (1946 Aufrufe)

Hallo BB,


Nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit seinen Aussagen
bin ich der Ansicht, ihm wurde "diktiert".

Und das ist auch nur "ganz vorsichtig" gesagt.
Ähnliche Sache wie mit dem prophetischen Franzosen,
der es wiederum weiter diktiert.

Fragt sich nur zu welchem Zweck so präzise und dann so
unbrauchbar.
Der Franzose schien alles viel lockerer zu nehmen. :-D


Grüsse,
Key

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das verschleierte Bildnis zu Sais

BBouvier, Mittwoch, 31.07.2013, 15:55 vor 4837 Tagen @ Keynes (2193 Aufrufe)

<"Fragt sich nur zu welchem Zweck
so präzise und dann so unbrauchbar
.">

Hallo, Keynes!

Varianten.
=>
Nostradamus:
- "Zeit" völlig klar - aber was ist die Aussage?
- Aussage halbwegs klar - aber wann?

:-D

Rill:
Aussage und (!) Zeit völlig klar.
Nur liegen die Briefe eben unveröffentlicht/unbekannt
in der Schublade des Küchentisches Frau Rills.

:-D

Merke:
Es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen.

Auf das "Verschleierte Bildnis zu Sais"
sei diesbezüglich hingewiesen:
=>
http://freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de/fa/fa.pl?cmd=gedichte&sub=show&noheader=1&add=&id=922

Auszug:
"Schon will die freche Hand das Heilige berühren,
Da zuckt es heiß und kühl durch sein Gebein
Und stößt ihn weg mit unsichtbarem Arme.
Unglücklicher, was willst du tun? So ruft
In seinem Innern eine treue Stimme.
Versuchen den Allheiligen willst du?
Kein Sterblicher, sprach des Orakels Mund,
Rückt diesen Schleier, bis ich selbst ihn hebe
."

Grüße!
BB

--
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