Bin ich ein Ketzer? (Schauungen & Prophezeiungen)

Amselkönig, Donnerstag, 15.05.2014, 19:27 vor 4550 Tagen (2398 Aufrufe)

Hallo Taurec, BB und alle anderen!

Bin ich ein Ketzer?

Zuerst fragte ich Wikipedia:

Häresie (von altgriechisch αἵρεσις, haíresis, „Wahl, Anschauung, Schule, Ketzerei“)[1] oder Heterodoxie (von ἑτεροδοξία, heterodoxia, „verschiedene Meinung“)[1] ist eine Bezeichnung für eine Lehre, die im Widerspruch zur Lehre einer christlichen Kirche oder einer anderen vorherrschenden Auffassung steht und beansprucht, selbst die Wahrheit richtiger zum Ausdruck zu bringen; Gegenbegriff ist die Orthodoxie (Rechtgläubigkeit). Eine Lehre oder Lebensform kann prinzipiell nur relativ zu einer anderen – als „orthodox“ beurteilten – als häretisch bezeichnet werden.[2]

Der Begriff Häresie wird sowohl im Kontext der katholischen Kirche gebraucht als auch in orthodoxen, protestantischen bzw. evangelischen Kirchen, im Judentum, Islam und in einigen anderen Religionen (siehe unten).


Was wird da angeboten:
1.) Wahl.
Schwarz oder weiß?
[Schwarzweißfernsehen?]
"Hängen oder Kopfab?"
Nein, danke. Weder noch.
1a) Bundestagswahl
1b) "Wahl zum EUROPÄISCHEN PARLAMENT"

2.) Anschauung.
Dann schau ich lieber beim Hängen oder Köpfen etc. zu.
[Buntfernsehen?]

3.) Schule.
Bevor's wieder soweit kommen muß, geh ich lieber in die Schule.
Hatte nur wenige schlechte Lehrer (Mathe hätte mich so sehr interessiert :-{
Den anderen bin ich sehr dankbar.
Sie lehrten mich, selbst zu denken, die Wahrheit in mir selbst zu suchen.

4.) Ketzerei.
In der Schule (des Lebens) habe ich was gelernt.


Bin ich immer noch einer, der

im Widerspruch zur Lehre einer christlichen Kirche oder einer anderen vorherrschenden Auffassung steht und beansprucht, selbst die Wahrheit richtiger zum Ausdruck zu bringen
?

Davon abgesehen erlaube ich mir immer noch jederzeit, ggf. eine verschiedene Meinung zu haben.


Gruß,
;-})
Amselkönig

Avatar

Hm

Masatho, Freitag, 16.05.2014, 07:14 vor 4549 Tagen @ Amselkönig (1759 Aufrufe)

Guten Morgen König der Amseln.

Du bist, was du bist.

Ich frage mich was dein Thema mit Schauungen zu tun hat?

Gruß, Masatho

Avatar

Hallo, Amselkönig!

Taurec ⌂, München, Freitag, 16.05.2014, 13:25 vor 4549 Tagen @ Amselkönig (1954 Aufrufe)

Davon abgesehen erlaube ich mir immer noch jederzeit, ggf. eine verschiedene Meinung zu haben.

Meinetwegen kannst Du zu jedweder existierenden Lehre in Widerspruch stehen oder sie annehmen. Das sei Dir unbenommen.

Solche Meinungs- oder Glaubensdiskussionen sind aber nicht Thema des Forums (siehe Forumsregeln).

Menschliche Organisationen und Strömungen, die für sich Wahrheiten beanspruchen, und ob man zu denen in persönlichem Widerspruch steht, ist für die Klärung von Sachfragen zu Schauungen und Weltgeschehen doch völlig unerheblich!

Wichtig ist nicht, ob eine Ansicht in Sinne bestimmter Moralgebäude gut oder böse ist, sondern wie wenigstens ansatzweise plausibel erklärt oder nachvollzogen werden kann, "was die Welt im innersten zusammenhält". Die Fragen wären etwa: Was ist an Schauungen warum dran? Inwiefern sind Schauungen/Prophezeiungen inhaltlich verläßlich? Läßt sich daraus Zukünftiges ableiten oder sind einzelne Inhalte (oder ganze Quellen) anders erklärbar, z. B. durch kulturelle Prägung oder eine Tradition, deren Motive zum Selbstläufer geworden sind und unabhängig von vorangegangenen Schauungen von der Überlieferung immer wieder aufgegriffen werden?

Ob es z. B. den Anhängern bestimmter Glaubensrichtungen nicht gefällt, wenn der "Antichrist", weil er eine bloße menschengemachte Vorstellungschimäre ist, in die Tonne wandert, interessiert hier nicht.

Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob in der Gesamtheit der Traditionen verschiedener Völker nicht doch ein wahrer Kern ist, z. b. im germanischen Ragnarök mit der Erneuerung der Welt, den antiken vier Zeitaltern oder dem indischen Kali-Yuga oder christlichen Apokalypse mit jeweils einer Art "goldenen Zeitalters" nach dem Durchschreiten des Tiefstpunktes. Ohne einen solchen wahren Kern wäre das ganze Forumsthema für die Tonne. Unzweifelhaft läuft die Geschichte auf eine Klimax hin, denn die Zustände, wie sie heutzutage herrschen, sind in der bekannten Menschheitsgeschichte einzigartig. Prophezeiungen, die derartiges bedeuten, sollen aber diskutiert werden können, ohne daß man dazu genötigt wird, das ganze damit verbundene Religionspaket glauben oder auch nur durchdiskutieren zu müssen, weil Schriftgläubige auf der alleinigen Wahrheit ihrer jeweiligen heiligen Schrift beharren. Desgleichen führt zu nichts.

Nachtrag: Gott oder irgendeiner zwischen "ihm" und uns liegenden höheren Instanz ist es sicher völlig wurscht, ob man an eine menschengemachte Schrift glaubt oder sich im dazugehörigen Verein engagiert. Nicht Glauben, sondern Taten zählen, nicht was man runterbetet, sondern wie man ist.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
―
„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Ohne Betreff

traumtaenzerin, Samstag, 17.05.2014, 21:03 vor 4547 Tagen @ Taurec (1515 Aufrufe)

Hallo Taurec,

du hast meine volle Zustimmung! Mit wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht :flower:

Ob aber die Geschichte, die wir momentan schreiben, wirklich so einmalig ist, weiß ich nicht so sicher. Geschichte verläuft zyklisch, Reiche steigen auf und gehen unter, Menschen bekriegen sich (mit jeweils anderen Waffen), machen sich die Erde "Untertan" (mit entsprechenden Folgen), erobern andere Länder, erlangen Wissen, welches nach einer Katastrophe wieder verloren geht und beginnen wieder von vorne.

Wo ist er denn der dringend nötige Bewusstseinswandel? Und wird es ihn nach den nächsten Katastrophen geben? Was bedeutet "goldenes Zeitalter" für die Menschen? Ein goldenes Zeitalter wäre eins, in dem Menschen in Frieden und Verständnis miteinander und im Einklang mit der Natur und allem, was ist, leben würden. Wenn es denn je kommen sollte, dann nur so lange die Katastrophe erinnert würde.

Nachdenkliche Grüße
Traumtaenzerin

Ich denke dabei an Taurec´s Uridee

Jacke, Regensburg, Sonntag, 18.05.2014, 00:31 vor 4547 Tagen @ traumtaenzerin (1598 Aufrufe)
bearbeitet von Jacke, Sonntag, 18.05.2014, 00:38

Hallo Taurec,

du hast meine volle Zustimmung! Mit wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht :flower:

Ob aber die Geschichte, die wir momentan schreiben, wirklich so einmalig ist, weiß ich nicht so sicher. Geschichte verläuft zyklisch, Reiche steigen auf und gehen unter, Menschen bekriegen sich (mit jeweils anderen Waffen), machen sich die Erde "Untertan" (mit entsprechenden Folgen), erobern andere Länder, erlangen Wissen, welches nach einer Katastrophe wieder verloren geht und beginnen wieder von vorne.

Wo ist er denn der dringend nötige Bewusstseinswandel? Und wird es ihn nach den nächsten Katastrophen geben? Was bedeutet "goldenes Zeitalter" für die Menschen? Ein goldenes Zeitalter wäre eins, in dem Menschen in Frieden und Verständnis miteinander und im Einklang mit der Natur und allem, was ist, leben würden. Wenn es denn je kommen sollte, dann nur so lange die Katastrophe erinnert würde.

Nachdenkliche Grüße
Traumtaenzerin


Hallo Traumtänzerin.

Also seit ich Taurec´s Beitrag über die Uridee gelesen habe, hatte ich mich an Friedrich Nietzsches Buch "Also sprach Zarathustra", das ich damals las, erinnert. Es geht ja dort um den sogenannten Übermenschen. Der Weg dort hin ist die Seele selber. Sie formt den Körper nach jeweiliger Entwicklungsstufe der Seele. Wie Taurec es eben in seinem Beitrag "Uridee" schildert. Dafür danke ich ihm das ich das lesen durfte!

Taurec´s Uridee hatte für mich diesen Weg zum Übermenschen am besten erklärt. Es gab für mich! innerlich eine "Erleuchtung". Diese innere Erkenntiss gab mir persönlich einen schärferen Blick auf den "Sinn des Lebens" und warum das alles passiert was eben passiert. BB hatte hier vor einiger Zeit mal auf das Buch "Das Weltenjahr geht zuneige" aufmerksam gemacht. Ich las dort von einem Zyklus der alle 12 500 Jahre statt findet. Letztere war ja die bekannte Sintflut, diese ja durch einen (Endzeit)-Kometen ausgelöst worden war. (Ich hoffe ich habe das noch richtig in Erinnerung)

Von den ganzen Schauungen die wir kennen, ist ja bekanntlich ebenfalls die Rede von einem (Endzeit)-Kometen der die Erde treffen soll und die 3TF auslösen soll. Und nach Irlmeier -sofern das noch stimmen sollte- können die Menschen sich "danach" glücklich schätzen. (Goldenes Zeitalter)


Der Tod ist nach meiner Auffassung nach, nur ein Schritt über eine Türschwelle. Dahinter möglicherweise mehrere Strudel (Vortex) die die jeweilige Seele nach ihrer Entwicklungsstufe und notwendigen nächsten Ziel, anzieht. So wie wir das mit Magneten kennen.

So sind meine Gedanken zum Weltenwende.


Gruß

Jacke

Es reicht nicht

Odin, Sonntag, 18.05.2014, 08:52 vor 4547 Tagen @ Jacke (1491 Aufrufe)

Hallo

Es reicht nicht, wenn Einzelne auf ihrem Lehrpfad der Seele
ein gewisses Niveau der Erleuchtung erlangen und damit den
Zustand eines irgendwie zu definierenden "Übermenschen" -
wobei "Übermensch" im Sinne des direkten Vergleichs mit den
"Normalos" zu verstehen ist.

Ein wirklicher und grundsätzlicher Wandel der gesellschaft-
lichen Verhältnisse in der Zukunft wäre nur erreichbar, wenn
plötzlich diese erleuchteten Übermenschen die Mehrheit stellen
würden. Das ist extrem unwahrscheinlich, mit oder ohne
Katastrophe. Denn für jeden solchen Erleuchteten, der stirbt,
werden Hunderte oder Tausende neue Normalos geboren, von denen
nur die Allerwenigsten ihrerseits wieder einen erleuchteten
Zustand erreichen werden.

Die Geschichte lehrt:

Die wenigen Erleuchteten, die manchmal auftreten, die werden
von der nicht erleuchteten Mehrheit der Normalos abgelehnt und
nicht selten brutal umgebracht, weil die Realos den Anblick
eines Erleuchteten nicht ertragen können. Also setzt sich die
dumpfe Normalität der Realos immer durch, weil sie sich
notfalls der rohen Gewalt bedient.

Damit niemand mir Hochmut unterstellt:

Auch ich bin bekennender Normalo, mit denselben Fehlern und
Schwächen behaftet, die viele Normalos "auszeichnen", als da
sind (nur Machtstreben habe ich keins):

Egoismus, Kurzsichtigkeit, Besitzstreben (Habgier), Geltungs-
bedürfnis, Gier ganz allgemein, Geiz, Faulheit usw.

Kein Normalo hat alle diese Schwächen, aber jeder mehrere
davon (ich auch).

Weil die Normalos bisher immer den Ton angegeben haben,
verläuft die Geschichte bisher eben zyklisch und nicht langsam
"aufwärts" in Richtung lichter Höhen, sondern eher langsam
abwärts, weil der Planet die Dummheit von soviel Milliarden
Normalos auf die Dauer nicht tragen kann.

Der technische Fortschritt hat daran bislang nichts geändert,
und daher steht nicht zu erwarten, dass weiterer technischer
Fortschritt an sich was daran ändern wird. Er bewirkt nur,
dass wir Normalos unsere destruktive Veranlagung mit noch mehr
Hilfsmitteln ausleben können als vorher.

Auch bisherige Katastrophen wie die Weltkriege, die Zusammen-
brüche von Grossreichen etc. haben nichts daran geändert,
weil die Erfahrungen dieser totalen Zusammenbrüche immer
höchstens 1-2 Generationen geprägt haben. Schon die dritte
Generation hat aus den Fehlern der Grossväter und Urgrossväter
keine Schlüsse mehr für das eigene Verhalten gezogen, weil das
ja so lange her war.

Wenn wir uns dieses Jahr an den Ausbruch des 1. Weltkriegs
erinnern, dann sehen wir ein gutes Beispiel, wie schon EINE
Generation danach der gleiche Fehler wieder gemacht wurde,
und das auch noch mit Begeisterung.

Wenn wir hier fürchten, dass bald der Dritte Weltkrieg ins
Haus stehen könnte, liegt das daran, weil er aus der
geschichtlichen Langzeitperspektive eigentlich schon lange
"überfällig" ist. Ich war bei den Foris dabei - genau wie
viele andere hier - die damit schon vor 15 Jahren während
des Kosovokrieges gerechnet haben. Damals kam es anders
als befürchtet, und auch diesmal kommen wir vielleicht (!)
wieder davon, wenn der Westen Putin nicht noch mehr reizt
so wie damals Jelzin. Dann wird es wieder mal heissen, dass
die Prophezeiungen nur Humbug seien, weil sie etwas vorher-
sagen, was es ja gar nicht mehr geben könne, weil wir ja
ACH ! so viel fortschrittlicher und aufgeklärter sind als
unsere Vorfahren Anno '14 oder Anno '39 .......

Pustekuchen - wenn's wirklich zum Hauen und Stechen kommt,
sind die ganzen Sonntagsreden von "aufgeklärt" und von
"Nie wieder Krieg (jedenfalls nicht hier "bei uns")" genau
so schnell vergessen wie damals.

Gruss

Odin

Du verstehst nicht im geringsten worauf ich hinaus will...

Jacke, Regensburg, Sonntag, 18.05.2014, 09:39 vor 4547 Tagen @ Odin (1533 Aufrufe)
bearbeitet von Jacke, Sonntag, 18.05.2014, 09:52

Hallo Odin!

Ein wirklicher und grundsätzlicher Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse in der Zukunft wäre nur erreichbar, wenn plötzlich diese erleuchteten Übermenschen die Mehrheit stellen würden.


So ein Schwachsinn!

Die Weg zum Übermenschen ist die Seele selber! Der Übermensch ist doch nur eine Art Idee! Diese Idee wird durch die Erfahrung der Seele in vielen Leben erst verwirklicht!

Was schadet, das Lehrt!

Die Entwicklung durch ihre vielen Leben formt die Seele zu dem was sie im momentanen Zustand darstellt!

Erleuchtung bedeutet etwas im Innern! begriffen zu haben, etwas was man mit anderen Menschen nicht teilen kann, weil es unmöglich ist das es andere genauso "erkennen" wie du!

Gruß Sven

Naja jetzt verstehe ich es

Odin, Sonntag, 18.05.2014, 09:57 vor 4547 Tagen @ Jacke (1463 Aufrufe)

Hallo Sven

Du bist ein Anhänger der Lehre von der Wiedergeburt.
Das hätte ich wissen sollen. Aus Deiner Perspektive
ist unser Erdendasein nur eines von vielen Durch-
gangsstadien. Da ich einen anderen Glauben habe,
bedeuten für mich die Begriffe auch etwas anderes.

Odin

Seele Wiedergeburt

DcDruide, Sonntag, 18.05.2014, 16:20 vor 4547 Tagen @ Jacke (1591 Aufrufe)

Guten Tag,

wobei interessant dabei ist, inwiefern die Seele bei einer Wiedergeburt eine Ahnung von dem hat, was im vorigen Leben an Erkenntnissen und Bewusstsein geschaffen bzw. erreicht worden ist. Wenn dem nicht so ist sollte man nicht einfach der höheren Stufe entgegenleben, die vielleicht noch nicht kommt, sondern Markierungen für eine Wiedergeburt setzen, die helfen die vorige Erkenntnisstufe zu erreichen. So ähnlich wie z.B. in dem Film Memento.

Schöne Grüße
DcDruide

Bezeichnung

grimloke, Samstag, 17.05.2014, 12:46 vor 4548 Tagen @ Amselkönig (1539 Aufrufe)

"Ketzer" ist doch eine Bezeichnung, die das bedeutet, was du auf Wiki gegoogelt hast.

Fühlst du dich beleidigt, weil man dich Ketzer nennen darf, sobald du eine widersprüchliche Meinung zur christl. Lehre hast?
Im 21. Jahrhundert sollte man das nicht so eng sehen.

Drucken RSS Thema