Sandmanns "20 Prozessorkerne" bald Wirklichkeit (Schauungen & Prophezeiungen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Samstag, 28.06.2014, 18:10 vor 4506 Tagen (2536 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Samstag, 28.06.2014, 18:16

Hallo!

Kennt Ihr noch den hier?
Genau, den Sandmann, der den Russeneinmarsch auf einer
Geburtstagstorte sah, angeblich 2015.

Des weiteren meinte er: "Nur für den Fall das es kein Traum ist. Dann sollte man mal auf den Sommer 2015 achten. Ende Juli Anfang August. Sehr heiss und trocken.
Große Konflikte im Inland der USA und mit den Russen um die Felder Saudi Arabiens. Intel dürfte gerade seine 20x fache Kerne rausgebracht haben und CERN hat seine LHD Projekte abgeschlossen und ist auf unglaubliches Physik Wissen gestossen."

Inzwischen meldet heise-online,
daß von Intel demnächst tatsächlich ein 18-Kerner debütieren wird.
Die nächstgrößere Kernzahl von 20 dürfte dann tatsächlich
"termingerecht nach Sandmann" 2015 auf den Markt gebracht werden.

Auch bei CERN tut sich was: Mithilfe des LHD
wurde 2012 das langgesuchte Higgs-Boson-Teilchen entdeckt und das LHD
(der stärkste Teilchenbeschleuniger der Welt) wurde jetzt modernisiert,
sodaß es Anfang 2015 wieder seinen vollen Betrieb aufnehmen kann
bzw. noch genauere Ergebnisse liefern kann:

n24.de:
"Bei den neuen Forschungsreihen kann der LHC Elementarteilchen
mit 14 TeV (Teraelektronenvolt) aufeinanderjagen -
doppelt so schnell wie bisher.
Zudem sind von den Zerfallsprodukten der Teilchenkollisionen,
in denen nach Higgs-Spuren gesucht wird, statt 20 Millionen
nun 40 Millionen Bilder pro Sekunde möglich."

LG,

Eyspfeil

Higgs-Teilchen

Meister Hansen, Sonntag, 29.06.2014, 11:39 vor 4505 Tagen @ Eyspfeil (1836 Aufrufe)

Nein.
Sie wurden nicht entdeckt.

Das Ergebnis des Experimentes war, dass
unter bestimmten Bedingungen die Vermutung, lediglich die Vermutung,
dass die Higgs-Teilchen existieren könnten, weiterhin bestehen. Mehr nicht.

Die Presse und die Welt hat aus der Vermutung gleich einen Beweis gesehen.
Dies tut der Sache nicht gerecht.

Stimmt so nicht

offtopic, Sonntag, 29.06.2014, 14:29 vor 4505 Tagen @ Meister Hansen (1755 Aufrufe)

Hallo,

es wurde tatsächlich ein bisher unbekanntes Teilchen entdeckt, dessen Masse der Vermutung entsprach. Was noch nicht geklärt ist, ob dieses bisher unbekannte Teilchen tatsächlich das Higgs-Boson ist. Das dauert noch.

Gruß,

OT

konkret solch ein Teilchen in den Händen halten?

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Sonntag, 29.06.2014, 19:44 vor 4505 Tagen @ Meister Hansen (1692 Aufrufe)

Hallo Meister Hansen,

"Nein.
Sie wurden nicht entdeckt.

Das Ergebnis des Experimentes war, dass
unter bestimmten Bedingungen die Vermutung, lediglich die Vermutung,
dass die Higgs-Teilchen existieren könnten, weiterhin bestehen. Mehr nicht.

Die Presse und die Welt hat aus der Vermutung gleich einen Beweis gesehen.
Dies tut der Sache nicht gerecht."

Was da als Forschungsergebnis herauskommt, ist praktisch alles nur
als Zahl auf dem Schirm sichtbar. Die Physiker errechnen im Vorfeld
einen Sollwert für ein gesuchtes "Teilchen", und wenn der
elektronische Rechner hinter dem Teilchenbeschleuniger dann einen
Istwert präsentiert, dann jubeln die Wissenschaftler: "Wir haben
das lange gesuchte Teilchen gefunden!"

Man muß halt nur schnell genug beschleunigen, für einen möglichst
heftigen Aufprall, dann klappt es irgendwann.;-)

Da frage ich mich ernsthaft, ob es "Materie" im Innersten überhaupt
gibt, bzw. nicht eher sowas wie gefrorener Geist ist.
Da die bekannten physikalischen raumzeit-basierten Gesetze und
Strukturen in den winzigen "Splittern" gar nicht mehr existieren.

LG,

Eyspfeil

Du bist auf der richtigen Spur

Meister Hansen, Sonntag, 29.06.2014, 20:01 vor 4505 Tagen @ Eyspfeil (1798 Aufrufe)

Du bist auf der richtigen Spur,
wenn du von "Gefrorener Geist" sprichst.

Man könnte auch von "Eingefrorene Energie" sprechen,
also von heruntertransformierte Energie.

Das ist der richtige Weg!

2015

offtopic, Sonntag, 29.06.2014, 17:24 vor 4505 Tagen @ Eyspfeil (2127 Aufrufe)

Hallo Eyspfeil,

mit dem 20-Kerner meinte er wohl diejenigen, welche im Wohnzimmer eingesetzt werden. Für sehr große Server gab es 2008 schon 256 und 196 Kerne, die bei IBM und HP rumstehen. Durch deren Leihgabe an Microsoft konnte Windows 7 soweit gebracht werden, eben bis 256 Kerne zu unterstützen.

Bis 20-Kerner aber im Wohnzimmer stehen, dürfte es noch ein paar Jährchen dauern (aber auch nicht lange), vielleicht 2- 3. Bis dahin dürften auch die CERN-Ergebnisse vorliegen.

Würde gut zusammenpassen, zeitlich gesehen. Mal dran bleiben

Lieben Gruß,

OT

Re: In Labors und beim Militär kriegen wir gar nichts mit

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Sonntag, 29.06.2014, 20:22 vor 4505 Tagen @ offtopic (1887 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Sonntag, 29.06.2014, 20:30

Hallo OT,

"Hallo Eyspfeil,

mit dem 20-Kerner meinte er wohl diejenigen, welche im Wohnzimmer eingesetzt werden. Für sehr große Server gab es 2008 schon 256 und 196 Kerne, die bei IBM und HP rumstehen. Durch deren Leihgabe an Microsoft konnte Windows 7 soweit gebracht werden, eben bis 256 Kerne zu unterstützen.

Bis 20-Kerner aber im Wohnzimmer stehen, dürfte es noch ein paar Jährchen dauern (aber auch nicht lange), vielleicht 2- 3. Bis dahin dürften auch die CERN-Ergebnisse vorliegen."

CERN-Ergebnisse liegen seit Jahrzehnten vor. CERN-Mitarbeiter entwickelten
übrigens Anfang der 90er das Zwischennetz in seiner heutigen Form.
Du meinst sicherlich CERN-Ergebnisse mit noch höherer Teilchenbeschleunigung
demnächst.:-D

Ich spreche nur von den Wohnzimmern. Was in den Labors inzwischen läuft, das
kriegen wir gar nicht mit: Quantencomputer, Photonenrechner, Transistoren aus
Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Liest man nur in der Zeitung.

Wenn das noch 20 Jahre so weiterginge mit dem "Fortschritt", dann wird uns
das ganze Programm des System direkt ins Gehirn geladen. Ohne daß wir noch
viel externe Hardware nötig hätten.

Ich halte die Aussage des Sandmanns mit seinen "20 Kernen" eher so dahingesagt,
denn als reale Schauung. Aber man sieht, daß er damit nicht so weit danebenlag.

LG,

Eyspfeil

Kerne +edit

offtopic, Montag, 30.06.2014, 23:55 vor 4503 Tagen @ Eyspfeil (1525 Aufrufe)

Hallo Eyspfeil,

die "Schuld", daß es oft nicht schneller geht, liegt nicht in der CPU begründet, sondern am Programm und dessen Programmierer. Seit der Existenz von echtem parallelem Rechnen sind nur ein paar Jahre vergangen, in der die Programmierer Zeit hatten, sich darauf einzustellen. Parallel zu programmieren ist sehr schwierig und manchmal einfach auch unmöglich.

Beispiel:

(a + b) / (c - d) = x + 2, wenn x > 18 dann (x * 6 + 3) / 1.5

hier kann man anstatt nacheinander a + b und dann c - d beide parallel berechnen, das war es aber schon. für das Ergebnis x und dann + 2 bei Bedingung x > 18 muss abgewartet werden:

für x muss auf a + b und auch c - d abgewartet werden (geht noch parallel),

aber für die Bedingung x > 18 muss auf das Ergebnis x + 2 gewartet werden und erst dann wird bei erfüllter Bedingung noch (x * 6 + 3) / 1.5 hinzugerechnet.

Manchmal geht es einfach nicht parallel, weil vieles von Ergebnissen abhängt, die man erst braucht, um eine Bedingung einzuleiten oder auch nicht.

Der 20-Kerner bringt schon was, nur müssen die Programmierer hier noch viel lernen, was parallele Aufteilung der Prozesse angeht, eventuell auch Berechnungen vorziehen, die kommen könnten, sofern überhaupt möglich.

LG

OT

edit: Das sollte eigentlich in den unteren Zwischenfaden... Mit den CERN-Ergebnissen meinte ich die noch Laufenden bzgl des Higgs-Boson. Daß schon andere Ergebnisse vorliegen, ist doch klar.

mein Senf

Joe, Montag, 30.06.2014, 17:28 vor 4504 Tagen @ offtopic (1599 Aufrufe)

Hallo,

die für mich einzig sinnvolle Bedeutung ist dass pro CPU x-Kerne/Core zur Verfügung stehen.
dual-Core hat 2-Kerne pro CPU, 4-core hat 4 Kerne pro CPU usw.

Man konnte schon vor 20 Jahren fast beliebig viele Core's in eine Kiste stecken. 1-n CPUs kommen auf ein Mainbord, x Mainboard's kommen in ein Rack.
Der Rest muss dann halt dazu passen (RAM, Bus, Software, ....).

Bei industriellen Servern, z.b. für Unternehmenssoftware für mittlere/grosse Unternehmen, ist das Standard da ja dort 100-x000 Benutzer gleichzeitig arbeiten müssen. Das ist so als on man kleine Lieferwägen mit riesigen Lastern aus dem Tagebau vergleichen würde. Im Prinzip gleich, aber ganz andere Proportionen.

Gruss, Joe

mehrere Prozessorkerne nicht unbedingt von Vorteil, Joe

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 30.06.2014, 21:55 vor 4504 Tagen @ Joe (1752 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Montag, 30.06.2014, 22:01

Hallo Joe,

die Software z.B. von Spielen (bei denen wir von schnellerer
Rechenleistung profitieren könnten)
muß einem Mehrkern-Prozessor auch entsprechend mehr Threads anbieten,
um einen Zeitgewinn zu erzielen, bzw. um die taktfrequenz zu erhöhen,
was die meisten Spiele nicht können.

"Nachteile

Turbo Boost (Intel, Anm. Eyspfeil) bietet zwar die theoretische Möglichkeit, Programme, die nur einen Thread nutzen, schneller auszuführen, praktisch lässt sich auf einem normalen System dieser Vorteil aber nur schlecht nutzen. Um über die maximal mögliche Multiplikatorstufe (bei Core i5 und Core i7 sind dies bei allen Prozessoren, die Turbo Boost unterstützen, 0 bis 2 Stufen) bei drei und vier aktiven Kernen hinauszukommen, müssen mindestens zwei Kerne sich im C3-Schlafmodus befinden. Moderne Betriebssysteme verteilen die zu berechnenden und auszuführenden Anwendungen gleichmäßig auf alle verfügbaren Kerne, wodurch ein Prozessorkern nur selten in den C3-Modus wechselt, womit er wiederum nicht als inaktiv gilt und somit sein TDP-Anteil nicht umverteilt werden kann. Ein anderer Nachteil zeigt sich bei Windows, dass Prozesse, die nicht für mehrere Threads optimiert sind (Single Thread Applications), bei z.B. einem Vierkernprozessor aufteilt und dann auf jedem Kern 25 % des Codes abarbeitet anstatt 100 % auf einem Kern zu berechnen. Obwohl es sich um Single-Thread-Programme handelt und damit nur ein Kern aktiv ist, brauchen die anderen Kerne Zeit, um in den C3-Modus zu wechseln und der aktive Kern Zeit, um die Turbo-Stufen zu erhöhen, wodurch die Taktfrequenz bei dieser Variante niedriger ist, als wenn das Programm nicht zwischen den verschiedenen Kernen wechseln würde.[4] Technologien wie Core Parking können diese Nachteile aufheben, müssen sich aber erst etablieren bzw. in den vereinzelten Betriebssystem durchsetzten.[5]"

"Hyperthreading

Ob Computerspiele von Hyper-Threading profitieren oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, wie viele fordernde Threads die betreffenden Spiele dem Prozessor zur Verfügung stellen können und wie viele davon der Prozessor gleichzeitig abarbeiten kann. Während Dual-Core-CPUs mit aktuellen Spielen sehr gut von Hyper-Threading profitieren, da die meisten aktuellen Spiele mehr als zwei fordernde Threads dem Prozessor anbieten,[2] büßt die Mehrheit der Spiele Anfang 2011 sogar geringfügig an Performance bei aktiviertem Hyper-Threading auf einem Vierkernprozessor ein, da sie dem Prozessor kaum mehr als vier Threads anbieten, gleichzeitig aber der Verwaltungsaufwand innerhalb des Prozessors aufgrund von Hyper-Threading steigt.[3] Spätestens seit 2009 gibt es allerdings auch Ausnahmen wie Anno 1404, die mehr als vier fordernde Threads dem Prozessor anbieten, so dass auch Vierkerner von Hyper-Threading profitierten.[4] Bei Prozessoren mit sechs oder mehr Kernen bringt Hyper-Threading in aktuellen Spielen allerdings gar keinen Vorteil mehr."

Optimierungsaufwand, Verwaltungsaufwand, Zeitverlust, Prozesse und Programme,
die überhaupt nicht für mehrere Threads optimiert worden sind, Sync-Schwierigkeiten.

Ich meine, die "Einheit" in der CPU ist allemal besser bzw. optimal,
anstatt auch dort alles in unzählige Kerne aufzusplitten. Müßte doch
jedem Laien klar sein, daß es mit vielen Cores zu Schwierigkeiten
und damit zu Zeitverlusten kömmt.
Ich denke, fürs Wohnzimmer reicht der Einzel- oder Doppelkern völlig
aus. "Supercomputer" und Multicore-CPUs vielleicht für die Forschung
brauchbar, wo Großrechenleistung erforderlich ist, die mit dem
gewöhnlichen Tischüber Jahrzehnte benötigen würde.

LG,

Eyspfeil

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