Hallo!
Bloß, da gebe ich Dir recht, ist das schauungsmäßig nirgens untermauert, diese Radioaktivität. Andererseits könnte dies dem Umstand geschuldet sein, daß die Seher eine mäßige Dosis Strahlung einfach nicht "sehen", im Gegensatz zu einer theoretischen Detonation einer A-Bombe, welche mit sofortiger Wirkung eine große Zahl von Menschen tötet, und die von einem Seher als markantes Ereignis einfacher wahrgenommen werden kann.
Ja, das gibt Schwierigkeiten in der Wahrnehmung, weil bei dieser schleichenden Bedrohung das "Fokus-Moment" (Erfahrungsmoment, das die gebündelte Aufmerksamkeit in die Gegenwart zieht) über die Sinne fehlt. Ich sah es vor einer Weile mal so (eine "während-der-Ereignisse-Situation"):
Ich stehe auf einem Gemüseacker und unterhalte mich mit einem Mann neben mir. Dabei schaue ich mir die Pflanzen an und stelle fest, dass man ihnen überhaupt nicht ansehen könne, dass sie so verstrahlt sind. Der Mann meint, er werde es nachher mit Appetit essen und so zufrieden und mit einem vollen Bauch dem Ganzen ein Ende machen. Ich will gerade zu einer Erklärung darüber ausholen, wie langwierig sich so eine (Strahlen-)Vergiftung gestalten kann, und dass es keinesweges ein fixes Ende bedeutet. [...]
Gruß