Hallo!
neulich stiess ich auf diese Seite, die auf Hartgeld verlinkt ist, wo der Betreiber seit Monaten behauptet, er haette von Eingeweihten die Information bekommen, die Monarchie kaeme nach dem (unmittelbar bevorstehenden) Wirtschaftskollaps in den meisten europaeischen Laendern wieder. Ganz sicher kann er das von Oesterreich behaupten. (Er selbst ist Oesterreicher)
Dahinter steckt wohl eher eine fixe Idee statt eines existierenden Planes. Wenn es solche Bestrebungen gibt, werden die Verantwortlichen sich hüten, darüber etwas nach außen dringen zu lassen.
Demnach soll der zukuenftige Kaiser Karl Habsburg-Lothringen sein. Interessant ist dabei, seine Exzellenz ist aktuell Land- und Forstwirt! Dazu kommt noch, er ist Hauptmann der Miliz (Militaerpilot). Als Chef des Hauses Habsburg waere seine Exzellenz jedenfalls ein geeigneter Kandidat fuer den Posten.
Er war auch für die ÖVP aktiv und saß im europäischen Parlament. So was kann einem danach den ganzen Lebenslauf versauen.
Er war auch in einem Spendenskandal verwickelt, natürlich ohne daß ihm etwas nachgewiesen werden konnte. Zudem hat er wohl versucht, Einfuhrabgaben zu hinterziehen. Sämtlich Dinge, wie sie sich für moderne Politiker gehören.
Der Mann hängt zu tief im herrschenden System und kommt daher für eine Verwendung in der Zeit danach wohl nicht ernsthaft in Frage.
Zudem: Die Monarchie ist tot und kommt auch nicht wieder. Selbst wenn man es danach "Monarchie" nennen sollte, wäre es doch etwas völlig anderes. Diese Leute kommen nicht durch Geburt an die Macht. Sie halten sich nicht durch ein stützendes Ständesystem, sondern durch Befähigung. Dazu gehören angeborene oder durch frühe Charakterprägung erworbene Führungsqualitäten, gepaart mit einer gehörigen Portion Machiavellismus, also quasi psychopathische, manipulative Züge - die Fähigkeit, sich den Leuten so zu präsentieren und ihnen das zu sagen, was sie hören müssen, um so zu handeln, wie man es von ihnen wünscht.
Hat Habsburg das oder wird er nur vom System als prominenter, als Aushängeschild tauglicher Mitläufer mitgezogen?
Was uns erwartet sind nicht Leute vom Schlage Habsburgs, sondern Cäsars, Augustus, Napoleons, die nicht die besten Charaktereigenschaften an den Tag legten, aber sich gegen ihre Gegner behaupten konnten. So jemand kann adlig sein, muß es aber nicht. Desgleichen hat seit der Abschaffung der Monarchie und der Adelsprivilegien keine Bedeutung mehr und bekommt sie auch nicht mehr für diese Familien. Die Schichten, aus welchen sich die Herrscher rekrutieren, bilden sich während und kurz nach historischen Umsturzphasen durch harte Auslese. Die Familien, welche Europa 1000 Jahre lang beherrschten, gingen aus germanischen Sippen hervor, die in der Völkerwanderungszeit nach oben kamen. Die Standeshierarchie, die sie bildeten, war nur sehr begrenzt für Emporkömmlinge durchlässig.
Was wir nach dem Zusammenbruch erleben, wird der Kampf starker Führernaturen um die Herrschaft sein. Im besten Falle wird er von jemandem gewonnen, dem es nicht nur um seine bloße persönliche Machtentfaltung geht, sondern der auch "inneren Adel" hat, d. h. der einen Auftrag in sich verspürt und etwas (auch wenn er es nie sagen wird), das über ihm steht und ihn anleitet, seine Fähigkeiten zum Wohle der Beherrschten einzusetzen. Dann setzt er seinen machiavellistischen Charakter nicht zum eigenen Vorteil ein, sondern zum Vorteil seiner Untergebenen, denen gegenüber er sich wie ein Vater empfindet, der seine "Kinder", die ihren eigenen Kopf haben, aber es nicht besser wissen, durch entsprechendes Auftreten ihnen gegenüber in eine fruchtbare Ordnung bringen muß.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“