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Die Mayas und ihr Wissen vom Erdmagnetismus (eingeschickt) (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂, München, Sonntag, 11.01.2009, 18:31 vor 6225 Tagen (5959 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Sonntag, 11.01.2009, 19:20

Hallo!

Vom Autoren des Beitrages "Der Maya-Kalender endet am 28. Oktober 2011" wurde mir dieser Beitrag zugesandt:

Nachdem im vorigen Thema der Mayakalender und sein tatsächliches Enddatum diskutiert wurde – weder der 28. Oktober 2011 noch der 21. Dezember 2012 konnten als das mit großer Sicherheit richtige Datum bestimmt werden – soll es hier inhaltlich um die Maya-Sicht auf die Zeitalter der Menschheit gehen.

Hierzu zwei Thesen, assoziativ gebildet aufgrund anschaulicher Beschreibungen und Deutungen der bekannten Geobiologin Blanche Merz, die bedeutende Mayastätten zu Beginn der 80-er Jahre geomantisch erkundet hat, sowie neuerer archäologischer Entdeckungen auf der Halbinsel Yucatán:

These 1 - über die Herkunft der Mayas: Sie kamen aus Asien - vom Pazifik her - nach Mittelamerika und brachten von dort das hochstehende kulturelle Wissen mit.

Auf die asiatische Herkunft deutet zum einen die Form der mexikanischen Pyramiden hin, die nach der Forscherin und Bauingenieurin Merz „eher mit den Turmbauten von Babylon verwandt sind als mit den pharaonischen Pyramiden“. Die Maya-Pyramide wurde gebaut, um bestiegen zu werden, verstehen mit Stufen zur Erreichung einer erhöhten Plattform. Die Pyramide ahmt die Natur nach, den Berg. Es ist somit eine ganz andere Technik als bei den westlichen Baukonzeptionen.
So sieht es jedenfalls Blanche Merz, die in ihrem Buch „Orte der Kraft – Stätten höchster kosmo-terrestrischer Energie“ (erstmals veröffentlicht im Eigenverlag 1984, danach im AT-Verlag 1999), darüber geschrieben hat.

Des weiteren besitzen die monolithischen Riesenköpfe (11 bis 24 Tonnen schwer) von La Venta aus der ältesten vorkolumbianischen Zeit der Olmeken „eine mongolische Augenform und breite Lippen“, stellte die Geobiologin fest, „manche lassen an einen Jaguar denken“. Jaguar – das entspräche dem „ersten Zeitalter“ der Maya, dem der ersten Sonne, die den sogenannten Jaguarmenschen hervorkommen sah. Der ist noch heute eingemeisselt in den Wänden der Mayas zu sehen. Menschen, bekleidet mit der symbolischen Macht dieser Tiere.
Eine Karte, die übersichtlich die Orte der frühen mittelamerikanischen Kulturen aufzeigt: www.indianerwww.de/indian/uebersicht_mittelamerika.htm

Auf einem Becher, der unlängst in einer neu entdeckten 2.300 Jahre alten Maya-Stadt gefunden wurde (dpa-Meldung vom Juni 2008), ist Itzamna zu sehen, einer der wichtigsten Götter der Maya, in Lotusposition auf einem Thron sitzend. Die weltweit älteste bekannte Götterdarstellung mit Lotus-Sitz ist eine aus Indien: "The first pictorial representation of the lotus position is seen in the ancient Indian depiction of Shiva as Pashupati, Lord of Beasts, in Harappa“, heißt es in der englischsprachigen Wikipedia (mit Abbildung).

Itzamna ist der zweithöchste Gott der Mayas, Begründer der gesamten Maya-Kultur, Erfinder der Schrift und Urheber des Kalenders. Ahau, der letzte von zwanzig Maya-Tagen, ist ihm zugeordnet. War dieser Gott ursprünglich ein Verbreiter hochentwickelter asiatischer Kultur und Wissenschaft?

Auch die Schrift weist nach Asien als Herkunftsort der Mayas: „Die Wurzeln ihrer Kultur werden verstärkt auch in Asien gesucht; die Indizien für einen Kulturaustausch über den Pazifik nehmen zu (z.B. weist ein Schriftvergleich nach China)“, steht zu lesen auf http://www.sphinx-suche.de/religionen-h-k/indianische-hochkulturen-maya.htm

These 2 – über den starken Bezug der Mayas zum Erdmagnetismus: Die Mayas erlangten Kenntnisse darüber, wie sich das Erdmagnetfeld in bestimmbaren Abständen auf heftige Art und Weise ändert (woraufhin starke Erdbeben entstehen).

Diese Annahme ergibt sich aufgrund der geologischen Eigenheiten des Ortes Edzná, an dem der Mayakalender entstanden ist.

Zunächst zum Wort „Edzná“: „Na“ bedeutet in der Sprache der Maya Ort, „Edz“ bezeichnet eine Nase, die eine Grimasse schneidet, das heisst nach der Erforschung des Wissens schnüffelt.

Geobiologin Merz konnte in den Bauten dieses Ortes eine hohe Strahlung messen. „Die verstärkte Strahlungsintensität an diesem Ort könnte sich durch den Einfluss einer zehn Meter dicken Magneteisenschicht im Boden erklären lassen, vermutet sie in ihrem oben erwähnten Buch. Sie folgert: „Die geologische Struktur der Region hat zweifelsohne zur Wahl des Standortes der Forscher von damals beigetragen; das Magnetit im dortigen Boden verursacht einen starken Magnetismus, den sie ausgiebig erforschen und anwenden konnten.“

Es bestehe eine „enge Verbindung zwischem dem Erdmagnetismus, der Strahlung der Sonne und den seismischen Bewegungen – dies besonders bei Mondwechsel, bei Tagundnachtgleiche und während Perioden der abnehmenden Sonnenscheindauer“.

Blanche Merz weiter: „Die heftigsten Änderungen in der Intensität des magnetischen Feldes gehen starken Erdbeben voraus – das kann nicht als zufällig angesehen werden.“ Das Fazit der Forscherin: „Unsere aktuellen Forschungen in der Erdbebenvoraussage könnten mit den damaligen Erkenntnissen der Mayas von Edzná Hand in Hand gehen – denn die Beobachtungen der Veränderungen des Globalnetzgitters sind ebenfalls Anzeichen dafür.“

Am Kraftort von Palenque, der den Mayas als Sonnenenergie-Empfänger diente („zum Heilen, Regenerieren und zum Verbrennen negativer Einflüsse und der zerstörerischen Kräfte“), konnte die Geobiologin übrigens eine sehr hohe Radioaktivität feststellen – „zehnmal grösser als der übliche Mittelwert“.

Letztlich, so ihr Resümee, sei das schamanische Wissen der Maya daher durchaus „mit einem Spiegel vergleichbar, der die 'Seele des Ortes' reflektiert“.

Es ist der Versuch, die gestaltenden Kräfte des Universums zu erfassen. „Seit uralten Zeiten sagten die vorkolumbianischen Völker, sie würden im fünften Zeitalter unseres Planeten leben, im „Land der fünften Sonne“, schreibt Blanche Merz (S. 188). Die vier vorangehenden „Sonnen“ wurden durch kosmische Katastrophen der entfesselten Natur zerstört – die Legenden sprechen von einer während des Tages plötzlich hereinbrechenden Nacht, wobei es sich um einen Ascheregen handelte. Das erste Zeitalter galt als „Zeit der Finsternis“, das zweite war die Zeit der großen Stürme, das dritte war gekennzeichnet durch das Feuer der Vulkane, das vierte durch Wasser (Überschwemmungen). Im – aktuellen - Zeitalter der fünften Sonne werde die Erde „von Erdbeben vernichtet, weil die Menschen sich als Allmächtige aufspielten“.


Ob uns eine solche Weltenwende in Wirklichkeit bevorsteht, bleibt selbstverständlich eine offene Frage. Die bodenständig-realistische Schweizerin Blanche Merz sah diese Maya-Legenden und Sichtweisen jedenfalls vor allem als ein religiöses Orientierungssystem: „Für diese Völker musste jede Form des Lebens eines Tages unausweichlich verschwinden; das Leben sei eine Lehrzeit, und das Leiden verlange nach dessen Überwindung.“

Der Mythos von Quetzalcoatl enthalte für die alten Mexikaner die gesamte Geschichte der Menschheit, mit den himmlischen und höllischen Prüfungen, die der Mensch nun mal bestehen muss, um zum Licht zu gelangen.

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Zeitalter, jeweils durch Katastrophen getrennt ?

BBouvier, Sonntag, 11.01.2009, 21:54 vor 6225 Tagen @ Taurec (4186 Aufrufe)
bearbeitet von Moderator, Sonntag, 11.01.2009, 23:51

Ganz herzlichen Dank!

Hierzu:
=>
"Das erste Zeitalter galt als „Zeit der Finsternis“,
das zweite war die Zeit der großen Stürme,
das dritte war gekennzeichnet durch das Feuer der Vulkane,
das vierte durch Wasser (Überschwemmungen).
Im – aktuellen - Zeitalter der fünften Sonne werde die Erde
von Erdbeben vernichtet..."

Sehr schwer zu beurteilen ist, ob es sich dabei
tatsächlich um hintereinander liegende "Zeitalter"
handelt, die jeweils durch eine Katastrophe getrennt
wurden, oder um die physikalischen Phänomene
eines bzw. nur des letzten Impaktes.

Begründung:
1)
In einer sehr kompetenten Analyse der Edda
um 1905 etwa stellte der Autor mit erheblicher
Verwunderung und Unglauben fest, dort werde
ja sowohl vom Fimbulwinter als auch vom
Sintbrand berichtet:
=>
"Was denn nun?> - beides ja wohl kaum!"

2)
Der Schreiber der Schauungen des 100-jährigen
Alpenschäfers Velten (um 1865) hört sich den
Bericht Veltens an, der die physikalischen
Phänomene von Impakten berichtet, als da
wären:
- Erdbeben
- Orkane
- "Kälte"
- Säureregen
- (Krieg)
- Flüsse trocken
- Feuerlohe

Und, - da Velten offenbar nach jedem Einzelphänomen
betont, 2 Jahre danach stünde alles wieder
zum Besten, schliesst der Schreiber irrig
auf eine Gesamtzeit von 13 Jahren, weil er vermeint,
alle Einzelschrecken lägen wohl zeitlich
hintereinander, jeweils getrennt, durch
eine "gute" Zeit.

Ebenderselbe Irrtum ist auch bei obiger Mayaaussage
durchaus in Betracht zu ziehen.

Noch einmal der Schlussatz:
"Im – aktuellen - Zeitalter der fünften Sonne
werde die Erde
von Erdbeben vernichtet..."

Das widerspricht nach unserer Kenntnis
jedenfalls eigentlich doch den Schauungen.
Dort scheint der Schwerpunkt doch durchaus
nicht zu liegen.
Wenigstens nicht in Europa...

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Der "erste Mohikaner": Clovis-Theorie überholt

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Sonntag, 11.01.2009, 23:05 vor 6225 Tagen @ Taurec (4177 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Montag, 12.01.2009, 12:37

Hallo!

"Auch die Schrift weist nach Asien als Herkunftsort der Mayas: „Die Wurzeln ihrer Kultur werden verstärkt auch in Asien gesucht; die Indizien für einen Kulturaustausch über den Pazifik nehmen zu (z.B. weist ein Schriftvergleich nach China)“, steht zu lesen auf http://www.sphinx-suche.de/religionen-h-k/indianische-hochkulturen-maya.htm"

Neuesten Forschungen nach kam der "erste Mohikaner" nicht nur aus
Asien, sondern sogar aus Australien und Südwest-Europa (Basken!):

"Für die "Clovianer" kommt es noch schlimmer, denn einige Spuren führen sogar nach Australien. Die Spur dieser "Australier" endet allerdings vor rund 7.000 Jahren. Die lokalen Ausgräber vermuten einen Genozid. Demnach hätten einwandernde Stämme diese lokale Gruppe ausgerottet. Belege dafür glaubt Anne-Marie Pessis in Höhlenmalereien entdeckt zu haben...Ein gewichtiger Hinweis kommt von den Molekularanthropologen. Sie identifizierten fünf Erblinien unter den Ureinwohnern. Vier davon fanden sie auch in asiatischen Populationen, die fünfte aber nur in Europa. Das bedeutet, dass definitiv Europäer unter den ersten Einwanderern waren. Sie haben sich mit Einwanderern aus Asien und vielleicht sogar Australien und Ozeanien vermischt. Auch dieser Befund deutet klar auf mehrere Einwanderungswellen und gegen die "Clovis-Theorie".
Freenet: Der erste Mohikaner

Diese Erkenntnisse schwächen die Clovis-Theorie, nach der die ersten
Einwanderer von Sibirien über die Bering-Straße den amerikanischen
Kontinent besiedelten.
Sie kamen vielmehr über den Pazifik an die Westküste Südamerikas, wie
Thomas Dillehay herausfand in seinen Ausgrabungen.
Die ersten Amerikaner stammten also auch aus Europa.
Wobei die ersten Europäer wiederum von Asien abstammen,
was die Befunde der Molekularanthropologen bestätigen.

Gibt es da nicht erstaunliche Übereinstimmungen zwischen der Sprache
der Basken und der der Azteken?

Mfg,
Eyspfeil

Katastrophen wie der Untergang Theras und danach Ägyptens Hyksos

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 12.01.2009, 01:04 vor 6225 Tagen @ BBouvier (4118 Aufrufe)

Hallo BBouvier!

Hierzu:
=>
"Das erste Zeitalter galt als „Zeit der Finsternis“,
das zweite war die Zeit der großen Stürme,
das dritte war gekennzeichnet durch das Feuer der Vulkane,
das vierte durch Wasser (Überschwemmungen).
Im - aktuellen - Zeitalter der fünften Sonne werde die Erde
von Erdbeben vernichtet..."

Sehr schwer zu beurteilen ist, ob es sich dabei
tatsächlich um hintereinander liegende "Zeitalter"
handelt, die jeweils durch eine Katastrophe getrennt
wurden, oder um die physikalischen Phänomene
eines bzw. nur des letzten Impaktes.

Belegbar ist dies sowieso nicht, also daß jedes Zeitalter, wie die
aztekischen "5 Sonnen" nach einer riesigen Katastrophe beginnt.
Bemerkenswerterweise wird jedoch von SandersonBeck.org circa das Jahr 3100 v.Chr.
als die Gründung des Alten Ägyptischen Reiches angegeben:
"c. 3100 Menes, first king of Egypt, conquered south. Old Kingdom"
Und dieses soll gleich nach der Sintflut geschehen sein.
Da könnten die 3114 v.Chr. als Ende der Wasser-Sonne gar nicht so falsch
sein.
Aber es gibt eben keine Aufzeichnungen darüber, über die Megalith-Kulturen
vor der Sintflut schon gar nicht.

Mit ca. "1650 v.Chr." meinte ich den Untergang Theras und der minoischen
Kultur, wobei der Vulkan dort im Bereich Türkei-Palästina-Ägypten riesige
Überschwemmungen ausgelöst haben soll.
Der 'König' Hyksos, der von Asien her (ca. 1650 v.Chr.) mit seinen
Mannen einwanderte, fand anscheinend Ägypten fast menschenleer vor
- vermutlich deshalb.

Untersuchungen haben ergeben, daß die spätminoische Phase noch etwa 30
Jahre nach der Eruption weiterlief, Beweise sollen gefundene
minoische Fresken sein in dem Hyksos-Palast Tell-el-Daba.
=> Wiki - Archiv_Santorin

"Man geht heute ja von einer Datierung der Thera-Eruption um 1630-20 v. Chr. aus (und zu dieser Eruption gehören definitiv die Tephra-Knollen aus Tell el-Dab'a). Hierzu kursieren 2 Daten: das ältere 1623 und die moderne Kalibrierung auf 1628 v.Chr., eventuell ist das so lange gehütete Jahr 1623 oder 1628 v.Chr. zu streichen und durch 1645 zu ersetzen."

Und da meinte ich, daß von dieser turbulenten Ära weder exakte
chronologische Aufzeichnungen vorhanden sind, noch
können heutige Wissenschaftler eine korrekte
Chronologie zustandebringen.

Also eine völlig richtige Datierung bis ins 4.Jahrtausend v.Chr. zurück,
das halte ich für schlicht unmöglich.
Und auf die Mythologie (etwa den Maya-Kalender) kann man sich nicht
verlassen, die ist Glaubenssache.

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

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Die Mayas kannten das Erdmagnetfeld und seine natürlichen (!) Schwankungen (eingeschickt, korrigierte Version)

Taurec ⌂, München, Montag, 12.01.2009, 12:34 vor 6224 Tagen @ Eyspfeil (4085 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Montag, 12.01.2009, 17:41

Hallo!

Die Antwort des Themeneröffners:

Die Mayas, so meine These, waren gute Kenner des Erdmagnetfeldes (des Nervensystems der Erde sozusagen) und seiner Schwankungen. Das kann man annehmen z.B. aufgrund der sehr hohen magnetischen Strahlung an wissenschaftlichen Maya-Stätten, etwa am Kalender-Entstehungsort Edzná.

Vermutlich konnten die Mayas mit ihrem schamanistischen Einfühlungsvermögen und exakten Beobachtungen der Naturvorgänge die Zeiten natürlicher seismischer Störungen des Erdmantels genauer bestimmen - und eventuell ihren Kalender danach ausrichten (?).
Dies als Folgerung zu obiger Annahme. Falls neben der Annahme auch diese Folgerung zuträfe, hätte der Mayakalender (u.a.) dadurch eine Aussagekraft auch für unsere Gegenwart und wäre gerade nicht als Mythologie anzusehen.

Auch würden ins Auge springende häufigere Naturerscheinungen wie Eruptionen auf der Sonne - und ihre Auswirkungen auf das Magnetfeld der Erde! - wiederum zu den Mayas und ihrer ausgereiften Beobachtungs- und Kombinationsfähigkeit passen. (Soll im Jahr 2012
nicht die Sonnenaktivität wieder mal ein Maximum erreichen?).

Eine hoch respektable Kulturleistung der Maya dürfte also vor allem darin liegen, ganz ohne die technischen Geräte, die wir heutzutage für Strahlenmessungen benötigen - Hochfrequenzdetektor, Oszillograph, UKW-Empfänger mit Feldstärkeanzeige, Protonenresonanz-Magnetometer, Ohmmeter, Geigerzähler, Elektrofiltrationsapparat, Szintillationszähler, Infrarot-Spektrometer und andere raffinierte Erfindungen mehr –, sondern allein durch hohe Sensibilität gegenüber Naturereignissen und deren elektrische Feldstärken Erkenntnisse über den Planeten und seine Aktivität gewonnen zu haben. Das menschliche Wesen als bereits perfektes Meßgerät... Auch wenn die Physiker da verständlicherweise den Kopf schütteln, weil sie nach ihrem wissenschaftlichen Selbstverständnis derart subjektive „Meßmethoden“ nicht anerkennen können.

Die Zeitalter, von denen die Mayas ausgingen, dürften wohl eher als Beschreibung des Entwicklungsweges der menschlichen Seele zu verstehen sein - statt historisch. Zumal das Auftreten der ersten mexikanischen Zivilisationen mittels der Radiokarbonmethode bereits auf die Jahre um 2000 vor unserer Zeitrechnung zu datieren sind, wie die Geobiologin Blanche Merz in ihrem Buch schreibt („Orte der Kraft“).

Blanche Merz nahm die Maya-Stätten als erfahrene Geobiologin und als feinfühlige Frau in Augenschein und deutet die Symbole als Ausdruck archaischer Erfahrungen. Dasselbe dürfte wohl auch auf die Zeitalter-Legende zutreffen (die Mayas sahen diese „Zeitalter“ als Perioden, innerhalb derer bestimmte Naturereignisse vorherrschten, z.B. Stürme oder Vulkanausbrüche oder Überflutungen). Durchaus möglich erscheint, daß einmal erlittene - vielfältige - Auswirkungen eines einzigen Impaktes (oder auch verheerenden Erdbebens mit all seinen unschönen Begleiterscheinungen) mit zu dieser Zeitalter-Legende führten, und damit auch zu der Sichtweise, jedes „Zeitalter“ werde durch eine während des Tages hereinbrechende Nacht (einen Ascheregen) zerstört.

Wobei diese Legende hauptsächlich kulturanthropologisch zu betrachten ist, wie Blanche Merz erläutert hat: „Für den amerikanischen Indianer bedeutet die Zahl vier ein Organisationsprinzip. Das menschliche Leben gliedert sich in vier Abschnitte: die Kindheit, die Jugendzeit, die Reife und das Alter. Dem entsprechen in der Mayatradition die vier Zeitalter oder die vier erwähnten Sonnen.“ Sie verweist auf die „vier menschlichen Sphären“, die sie von einem Schamanen in Mexiko mitgeteilt bekommen habe: „physisch, energetisch/ätherisch, biodynamisch und mental“.

Mein persönliches „Maya-Fazit“: Sofern deren Kalendersystem auch auf unsere Gegenwart noch zutrifft, und wer weiß das schon?, und dessen Zeitphase tatsächlich um das Jahr 2011/2012 unserer Zeitrechnung in eine ganz neue übergehen würde und sofern sich die Mayas wirklich mit dem Erdmagnetfeld und seinen Rhythmen besonders auskannten, so wären Veränderungen im Magnetfeld der Erde denkbar.
Änderungen, die schon vor Jahren begonnen haben müssten, mit gewissen Auswirkungen auf die menschliche Psyche und mit einer Zunahme an Naturereignissen, die vom Erdmagnetfeld mit abhängen – wie Stürme oder Erdbeben.

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