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Krönungsort (editiert, jetzt mit Zitaten) (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂, München, Dienstag, 13.01.2009, 17:03 (vor 6224 Tagen) @ Jayef (5303 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Dienstag, 13.01.2009, 18:20

Hallo!

Genaugenommen haben wir mehr Schauungen über eine Krönung in Köln, als in Aachen.
Zu Köln haben wir Kugelbeer und einen Pfarrer aus Baden (merkwürdigerweise beide aus Ellerhorsts Nachlass):
Kugelbeer: "Später kommt er [der Papst] nach Köln, wo
er im Dom den neuen Kaiser salbt."

Pfarrer aus Baden: "Die letzte Schlacht wird zwischen Essen und Münster stattfinden. Hierauf wird zu
Köln am Rhein die Krönung des neuen Kaisers, der das Heer geführt hat,
stattfinden durch den Papst."

Zu Aachen nur eine Frau aus Trier:
„Sommerliches Wetter. Vor dem Aachener Dom Tausende von Menschen. Der
Dom strahlt ‚Macht’ aus. Sehr einfach gekleidet und müde/abgearbeitet/fertig
sind die Leute, jedoch nun froh gestimmt. Richtung Portal ist eine freie Gasse
ohne Posten/Absperrung, durch die ‚er’ Richtung Portal geht. Er wird nur von
hinten gesehen. Er geht allein. Mitte 30. Mittelschicht (?). Blaue Jeans, blaues
Hemd, keine Krawatte. Kurze, blonde Haare. Der Gang ist der eines
Zivilisten. Alles ist ‚sein’ Werk. Er ist ein wenig unsicher, aber getrieben vom
festen Entschluß: ‚Ich muß!’“
„Sie steht vor dem Aachener Dom anläßlich der Krönung. Eine ansehnliche,
jedoch nicht riesige Menge von Menschen wartet vor dem Dom darauf, daß
der Monarch nach Ende der Krönung den Dom verläßt. Polizisten, auch nicht
in Massen, sorgen für Ordnung. Die Menschen sind recht einfach gekleidet.“

Dann haben wir noch Schauungen, in denen es lediglich heißt, der Papst komme nach Köln:
die Feldpostbriefe:
"Dann sagt er, daß der regierende Papst dabei sei beim Friedensschluß,
muß aber zuvor in Italien fliehen, da er als Verräter hingestellt wird, und er
kommt nach Köln, wo er nur einen Trümmerhaufen findet, alles kaputt."

Hellena Wallraff:
"Ein Prinz, der bis dahin unbemerkt geblieben ist, und dessen Haus während
dieser unglücklichen Zeiten viel gelitten hat, wird den wirklichen Frieden auf
Erden bringen. Ein geflüchteter Papst, dem lediglich vier Kardinäle folgen,
sucht seine Zuflucht in Köln."

Und - allerdings in der Formulierung unsicher - Irlmaier:
"Um Köln entbrennt die letzte Schlacht.
Nach dem Sieg wird ein Kaiser vom fliehenden Papst
gekrönt und dann kommt der Friede."

Daß die letzte Schlacht bei Köln stattfindet, steht auch bei Bauer Jasper:
"6. Bei Köln wird die letzte Schlacht stattfinden, wodurch der Türke einige
Zeit Herrscher über uns wird."

Andere Quellen (z. B. Antonius von Aachen) sprechen hingegen von Westfalen.

Köln liegt auch wegen seiner Rolle im Kriege als Krönungsort näher.
Die Waage hängt also deutlich auf der Kölner Seite.

Es gibt aber wohl zwei Kaiser. Laut Kugelbeer dankt ein älterer zugunsten des jüngeren ab und zwar bei der Krönung im Kölner Dom:
"Der große Monarch schwingt sein Schwert nach allen
Himmelsrichtungen als Zeichen, daß er die Kirche beschützen will. Abdankung
eines alten Herrn auf seine Rechte. Den großen Monarchen begleitet ein Heer
von Engeln unter Anführung des hl. Michael, der vom Seher in prächtiger
Waffenrüstung und höher Gestalt geschaut wird."

Der jüngere taucht jedoch auch vor dem Aachener Dom auf. Irgendwas stimmt da nicht.

Möglichkeit, das hinzubiegen: Ich vermute mal, der Aachender Dom ist in der Schau nur symbolisch für das alte Kaisertum (nämlich von Karl dem Großen ausgehend) zu sehen, an welches jetzt angeknüpft wird. Daß die Schau der Trierer Frau viel Symbolik enthält, zeigt sich ja auch darin, daß der Kaiser dort in Hemd und Jeans dasteht, was sich für diesen Anlass nun gar nicht geziemt. Es verdeutlicht aber seine bürgerliche Herkunft im Gegensatz zu den Adligen, welche früher Kaiser waren.

Eine andere Möglichkeit: Mit Ellerhorsts Quellen stimmt etwas nicht. Die Schau Kugelbeers wurde mehr als 25 Jahre nach den Aussagen des Sehers als Nachlassfragment veröffentlicht. Vom Seher selbst wissen wir kaum etwas. Noch schlechter sieht es beim Pfarrer aus Baden aus. Es ist nicht auszuschließen, daß der Kölner Dom nachträglich irgendwie hineingemogelt wurde, beispielsweise von einem Kenner, der um Köln als dem Orte der Endschlacht wußte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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