Wie warten? (Schauungen & Prophezeiungen)

remi, Dienstag, 28.10.2014, 14:14 vor 4384 Tagen (2850 Aufrufe)

Hallo,
ich habe neulich von Badur eine Mail bekommen. Danke Baldur. Und nun fühle ich mich ähnlich. Wir kennen die wesentlichen Dinge, die eintreten sollen. Aber ob und wann? Was macht ihr in der Wartephase? Ich bin froh, dass es noch dauert, aber mich beschleichen auch leichte Zweifel, ob das Geschaute wirklich eintrifft. Bin da ein Detlef Anhänger, den er hat sich ja eine "Deadline" gesetzt. Sehe ich übrigens genauso. 2015 oder alles ist ein Spiel " Wünsch dir was oder so"
LG
remi

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"Per aspera ad astra."

Vorbereiten

Lieselotte, Dienstag, 28.10.2014, 18:20 vor 4384 Tagen @ remi (2563 Aufrufe)

Hallo, remi,

ich bereite mich vor. Eine deadline setze ich mir nicht. Die Vorbereitung dauert ja auch und es ist immer etwas in dieser Richtung zu tun. Ich muss zum Beispiel noch umziehen in eine ländliche Gegend. Habe mir diesbezüglich auch schon was ausgeguckt.

viele Grüße, Lieselotte

Re: Wie warten

schwelmi, Dienstag, 28.10.2014, 18:21 vor 4384 Tagen @ remi (2411 Aufrufe)
bearbeitet von schwelmi, Dienstag, 28.10.2014, 18:41

Hallo remi,

ich bin ja noch nicht so ganz lange dabei und habe deshalb noch so einiges aufzuholen.
Ich übe mich in Dingen der einfacheren Lebensführung und lerne mir bisher unbekannte Techniken, wie z. B. Brotbacken mit Sauerteig, Sauerkraut ansetzen, generell Haltbarmachung von Lebensmitteln ohne Kühlung... - also eigentlich Dinge, die man im Bereich Vorsorge und Überlebenstechniken zum Teil auch finden kann, soweit sie mir möglich sind. Ich habe mir ziemlich viele Bücher über Hausrezepte, Heilpflanzen, alte Nutzpflanzen, Brunnenbau, Herstellung von Textilien und Schuhen usw. zugelegt und arbeite die so langsam durch. Das ist unheimlich viel, aber es macht auch Spaß und es sind Dinge, die ich auch gerne beherschen möchte, selbst wenn es nicht zu den geschauten Ereignissen kommen sollte.

Als nächstes steht bei mir der Versuch mit eigenem Garten an, einige Werkzeuge habe ich mir bereits besorgt.

LG schwelmi

Was willst du denn machen?

solarteur, Dienstag, 28.10.2014, 21:13 vor 4384 Tagen @ remi (2465 Aufrufe)

Hallo Remi,

wenn das "Geschaute" eintrifft, wäre es besser nicht dabei zu sein.

Genieße dein Leben, so lange du dir es nur irgendwie leisten kannst ohne dabei Schulden zu machen.

Lg solarteur

Betroffener :-)

Solugeta, Mittwoch, 29.10.2014, 20:44 vor 4383 Tagen @ remi (2406 Aufrufe)

Also ich habe das ganze jetzt schon zweimal mitgemacht: :-)

Einmal bei meinem Vater in einem Zeitfenster zwischen 12 und 17 Jahren

-Anschaffung von Schlafsäcken, Getreidemühle, viele Dosen, Spiritus etc etc etc.

Für mich als Heranwachsender war es ein bedrückendes Gefühl das bald alles anders ist auf der Erde und hatte für Schule und Berufswahl nicht viel Motivation, weil es sowieso bald vorbei ist.

und das zweite mal vor 1-2 Jahren aufgrund der Warnung, wo ich selber hineingefallen bin.

-Anschaffung von Dosen, Wasseraufbereitung, Getreide, Getreidemühlen, viele Dosen... etc. etc.
war glaub ich noch gründlicher wie mein Vater *grins*

Als Mann und Familienvater will man sich einfach absichern und gewappnet sein.

Ich denke es ist schon ein schönes Gefühl im Sommer seine Holzvorräte für den nächsten Winter fertig zu haben.

Aber sich für was vorzubereiten was in der Zukunft liegt und das, was da kommen soll, nicht mal sicher ist und sich auf ein Kartenhaus von Prognosen, Analysen und Schauungen stützt ......

Ich für mich habe zweimal in meinem Leben gespürt das es mich beengt, meine Familie und auch Freunde von dem Müll beeinflusst werden.

Unsere großen Nudel und Reisevorräte werde jetzt nach und nach aufgebraucht. Dosen jeglicher Art werden gegessen oder verschenkt

und ich lebe jetzt und heute um Welten leichter

Ich finde wenn man sich sachlich, geschichtlich oder als reine Neugierde mit der Zukunft beschäftigt ist das gut und recht aber sobald ein Gefühl von Bedrückung, Angst aufkommt und das Leben zu sehr beeinflusst, sollte man die Finger von lassen .. weil dafür ist das Leben zu schade. Lieber habe ich doch ein erfülltes, glückliches und kurzes Leben, als ein beklemmendes, ängstliches, sorgendes und langes Leben.


meine Meinung

Grüße Solugeta

trotzdem gut leben

Lieselotte, Mittwoch, 29.10.2014, 22:40 vor 4383 Tagen @ Solugeta (2287 Aufrufe)

Hallo Solugeta,

deine Beschreibung klingt plausibel! Wenn man so etwas schon so oft mit gemacht hat und auch wirklich ausführlich "betrieben" hat.

Ich persönlich würde mich davon nicht so runter ziehen lassen. Man kann doch irgendwie trotzdem gut leben? Trotz Konservendosen... die schließt man halt im Keller oder sonstwo weg... also so möchte ich das machen. Ich hab ja eh nicht direkt viel Geld, dass ich alles auf einmal kaufen kann. Vorsorge betreiben ist ja auch immer ein Kostenfaktor. Ich hab hier was liegen, so für drei, vier Monate. Mehr nicht. Gute Kleidung war mir auch immer viel wert. Für viel mehr reicht das Geld nicht.

Bedrücken würde mich die Vorsorge keinesfalls, im Gegenteil, ich hätte ein gutes Gefühl, gut vorgesorgt zu haben. Schließlich wird man auch nicht jünger. Und wer weiß, wie lange es noch Rente gibt. So muss man das ja auch sehen. Es muss ja nicht direkt der Riesen-Crash kommen. Es kann ja erst einmal ein paar Jahre mit "sozialen Unruhen" losgehen, mit den dazu gehörigen Umständen. Auch dann möchte man nicht in einer Großstadt wohnen, idealerweise einen Garten haben und etwas unabhängiger sein, z.b. mit einem Holzofen und genügend Holz.

Gruß, Lieselotte

wirklich nur Schauungen?

schwelmi, Mittwoch, 29.10.2014, 23:16 vor 4383 Tagen @ Solugeta (2466 Aufrufe)
bearbeitet von schwelmi, Mittwoch, 29.10.2014, 23:37

Hallo Solugeta,

beim ersten Durchlesen musste ich dir innerlich zustimmen.
Wenn die Vorbereitungen alleine von der Angst getrieben erfolgen, dann läuft wohl was schief. Ich bin der Meinung, dass man nicht sein ganzes Leben auf etwas ausrichten sollte, von dem man nicht weiß, ob es jemals eintrifft und von dem man nicht überzeugt ist.

Andererseits frage ich mich aber auch, will ich weiterhin so leben wie bisher, so völlig abhängig von unserem System? Ich kann das irgendwie nicht mehr, nachdem ich die Schwachpunkte gesehen habe. Auch widerspricht mir mein Gewissen. Ich halte unsere derzeitige in der Gesellschaft übliche Lebensweise als etwas zu weit entfernt von der Basis.

Ich frage mich auch, ob der Grund für Vorsorge wirklich nur in den Schauungen zu suchen ist. Kann ich denn der Führung unseres Landes wirklich noch vertrauen? Oder läuft nicht doch gewaltig etwas schief?
Ich kann da nur für mich sprechen. Ich bin aufgewachsen in der Überzeugung, dass wir freie Bürger in einem freien Land sind. Ich hatte stets tiefes Vertrauen in unser Staatssystem, denn wir waren ja immer die Guten und alles was wir diplomatisch nicht regeln konnten, das regelten wir eben mit Geld. Kriege und Armut, das waren Dinge, die es bei anderen gab, weit weit weg von uns.

Mit Beginn der Finanzkrise Ende 2006 begann die Fassade mächtig zu bröckeln und Blicke hinter die Kulissen zu gewähren. Anfangs war ich noch wissbegierig, später eher angewidert. Inzwischen will ich vieles gar nicht mehr so genau wissen.
Kurzum, ich habe kein Vertrauen mehr und ich suche Wege, unabhängiger zu werden.
Ich frage nach Werten und nach Nachhaltigkeit. Ich sehne mich richtiggehend danach
und ich will meinen Anteil am und meine Abhängigkeit vom System reduzieren. Vor allem deshalb bereite ich mich vor.

Man kann trotzdem noch sein Leben leben, nur eben ein wenig bewusster und nachhaltiger, vor allem aber besser informiert über die Grundlagen unserer Gesellschaft, unseres Lebens. Und mal ehrlich, macht es nicht auch Spaß, etwas selbst geschaffen zu haben? Sein eigenes Brot zu backen, das auch noch viel besser schmeckt, als das aus dem Supermarkt, sein eigenes Gemüse zu ernten und zu wissen, ich könnte mir auch meine Kleidung selbst herstellen, die frei von Schadstoffen und dazu auch noch haltbar ist.

Liebe Grüße
schwelmi

Nichts ist sicher und selbst das nicht

WernerH, Samstag, 01.11.2014, 23:11 vor 4380 Tagen @ schwelmi (2038 Aufrufe)

Hallo liebe Forumsfreunde,

wir sind keine besseren Menschen, nur weil wir uns mit Prophezeiungen und Schauungen beschäftigen und es geht auch nicht darum, irgendwann einmal recht zu haben, um anderen sagen zu können: Siehst du, das mit dem Weltuntergang wusste ich schon seit zehn ... zwanzig .. dreißig ... usw. ... Jahren.

Wir sind Opfer unserer Neigungen, Vorlieben, unserer Abgründe und Leidenschaften, aber wir wollen halt nicht irgendwann ameisenhaft und ungeboren aus diesem Leben scheiden - mmhmm - wie sage ich es besser: jeder von uns hat seine eigene Schmerzgrenze, um mit den Erkenntnissen, die er/sie aus den Schauungen gezogen hat, weiter zu existieren und das Notwendige zu tun.

"Das Notwendige" ???

In meiner Schule stand damals in der Aula auf einem Transparent angebracht dieser Spruch von Immanuel Kant:

"Freiheit ist nicht tun, was man will, sondern tun, was nötig ist."

Wir widmen uns einer Sache, nämlich den Schauungen und Prophezeiungen, und es sollte uns egal sein, ob wir persönlich daraus einen Voreil oder Nutzen ziehen können. Das können und sollen andere später besser beurteilen.

Liebe Grüße aus dem Oberland

WernerH

Kein Warten, wozu auch?

Joe, Sonntag, 02.11.2014, 10:36 vor 4379 Tagen @ remi (2144 Aufrufe)

Ich lebe mit einem Planungshorizont von 1-2Jahren im vorraus, alles andere wäre sowieso Selbsttäuschung.

Ein kleiner Vorrat im Keller ist des Bundesbürgers erste Pflicht, empfohlen für den normalen Katastrophenfall. Mehr zu haben kann nicht Schaden, ist aber auch keine Gewähr für gar nichts.

Ein gesunder Lebensstil, Anbau eigener Nahrungsmittel, eigene Zubereitung der Lebensmittel, Kauf von regionalen Produkten usw sehe ich weniger als Vorbereitung für den Tag X, sondern hauptsächlich dem eigenen Körper und wem/was auch immer geschuldet (ich möchte möglichst keine Tiere aus KZ-Tötungsfabriken essen).

Es kommt was kommt und mir ist es wichtiger mit Gelassenheit reagieren zu können denn DIE Vorbereitung gibt es nicht. Wenn es Zeit zum sterben ist so hoffe ich meinen Frieden mit den Tod ohne grossen Firlefanz machen zu können. Die Welt wird sich auch ohne mich weiter drehen.

Positiv

Gärtnerin, Montag, 03.11.2014, 10:01 vor 4378 Tagen @ remi (2169 Aufrufe)

Hallo remi
Wir praktizieren, was vor uns schon Generationen getan haben, wir kümmern uns um unsere Familien, achten auf gesunde Ernährung, gute Kleidung sowie Schuhwerk und Notvorrat.
Der Unterschied besteht nur darin, dass unsere Vorfahren oftmals mehr Erfahrung darin hatten, Obst und Gemüse anzubauen, die Ernte des Sommers zu trocknen, einzuwecken und zu lagern. Wir erarbeiten uns, zum Teil recht mühsam, Wissen und Kenntnisse (Korn mahlen, Brot backen, Botanik, usw.) und das kann doch gar nicht verkehrt sein.
Ganz nebenbei lernen wir unsere modernen Annehmlichkeiten zu schätzen, auch die Medikamente, die so Mancher selbst benötigt, oder die von Familienmitgliedern chronisch eingenommen werden müssen.
Des Weiteren befreien wir uns teilweise von unnötigem Ballast, mit dem unsere Wohnungen angefüllt sind.
Wer vermag schon zu sagen, welcher Platz sicher ist und wie auch nur die engsten Familienmitglieder geschützt werden könnten?
Wenn wir nicht vergehen vor Angst und Zukunftssorgen haben wir auf dem Weg in die Zukunft mehr Sinn im Leben gefunden und unter anderem schöne Ausflüge in Freilichtmuseen unternommen, angenehme Gespräche mit den Nachbarn über den Zaun des Gemüsegartens geführt und unseren Körper mit der Gymnastik im Garten ein wenig muskulöser gemacht.
Hier noch ein Buchtipp: Brunner, Sepp, Margit Brunner: Permakultur für alle. Innsbruck: Löwenzahn Verlag, 2007.
Seht euch doch im Netz Informationen zum Thema Permakultur, Hügelkultur und Terra Preta an.
Alles Gute, Gärtnerin

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