Kleines Präkognitionserlebnis (Schauungen & Prophezeiungen)

Fenrizwolf, Sonntag, 30.11.2014, 01:00 vor 4351 Tagen (2550 Aufrufe)

Hallo!

Ich möchte Euch an dieser Stelle von meinem heutigen Präkognitionserlebnis berichten.
Neben der Tatsache, daß es mir Beleg für etwas ist das es gemeinhin nicht gibt, zeigt es folgende Besonderheiten:
- Eine über anzunehmendes Normalmaß hinausgehende Begabung konnte ich bei mir bisher nicht erkennen.
- Die Botschaft war vom haptischen Empfinden fast 1:1 zum Erlebnis.
- Die Information war plastisch und kaum verzerrt, trotzdem war mein Verständnis nur vage.

Da Wochenende ist, wollte ich die Gelegenheit nutzen um qualitativ besseren Schlaf zu finden. Dies ist gelungen.
Ich träumte eine surreale Szene, in der ich besorgter Weise versuchte, ein mir wohl "abhandengekommenes" etwa
mandelförmiges Stück Gewebe meines linken Daumens unter dessen Fingernagel wieder in Position zu bringen.
Konzentriert und etwas ängstlich versuchte ich das fehlende Teil wieder an Ort und Stelle zu schieben.
Anfangs schien ich nicht sehr erfolgreich zu sein, später sollte es dann aber doch zufriedenstellend gelingen.
Diese leicht verstörende Traumsequenz war mir nach dem Aufwachen gut erinnerlich.
Da mir keine plausible Interpretation gelang, dachte ich später nicht weiter darüber nach.

Am frühen Nachmittag machte ich mich auf um zwei Bäume einzupflanzen. Das sollte vor
Einbruch der frühen Dunkelheit noch schnell geschehen.
Vor dem ersten Spatenstich galt es aber noch die ausgewählte Pflanzstelle von einer
gewachsenen Decke Cotoneasters mit der Gartenschere zu befreien.
Frische rubuste Zweige mischten sich, einem Knäuel gleich, mit alten verdörrten.
Nachdem fast alles freigelegt war, ergriff ich einen vermeintlich ausgetrockneten Zweig
mit der Linken und wollte ihn kraftvoll aus dem Erdreich ziehen.

Der Halt der Wurzel übertraf meine Kraft und ich rutsche mit nassem Handschuh, und fest
geschlossener Hand den Zweig entlang.
Am Ende des Cotoneasterzweiges war eine hölzerne Verdickung, an der ich mit dem Mittelfinger
hängen blieb, und mir diesen dabei schmerzvoll verbog.

Meine Gartenarbeit konnte ich noch zu Ende bringen und meine Selbstdiagnose lies kein größeres Unheil befürchten.
Während unseres kurzen Weihnachtsmarktbesuches mit der Familie erzählte ich meiner Partnerin noch von meinem Traum, und
daß ich einen Zusammenhang vermute.
Erst wiederum einige Stunden später hatte das zunächst kleine Hämatom eine Schwellung des
Fingers um ca. 1/4 bewirkt, so daß ich schließlich prüfend mit der rechten Hand den
verletzten Finger vorsichtig abtastete. Dieses haptische Erlebnis war genau das meines Traumes.

Zwar schließe ich nun von mir auf andere, aber ich gehe davon aus, daß solche Trauminhalte
viel häufiger sind als kommuniziert wird - womöglich alltäglich.
An einem weniger geruhsamen Tag hätte ich meinen Traum wohl zu früh wieder vergessen
um einen Zusammenhang erkennen zu können.
Wünschenswert wäre einerseits diese kleinen Traumgesichte quantitativ und qualitativ anwachsen zu lassen,
als auch zu lernen, die erfahrenen Eindrücke besser einzuordnen oder günstigstenfalls verstandesmäßig so zu verstehen,
daß sie einem selbst oder anderen dienlich sein können.

Mit besten Grüßen

Fenrizwolf

Wozu?

Leonessa, Sonntag, 30.11.2014, 15:01 vor 4351 Tagen @ Fenrizwolf (1938 Aufrufe)

Zwar schließe ich nun von mir auf andere, aber ich gehe davon aus, daß solche Trauminhalte
viel häufiger sind als kommuniziert wird - womöglich alltäglich.

Hallo Fenrizwolf,

alltäglich sind solche Zukunftsschauen wahrscheinlich nicht.

Was ich aus eigener Erfahrung dazu berichten kann ist, daß ich schon einige Male meinen privaten Bereich betreffende Ereignisse real wie eine Film-Doku im Traum gesehen habe.
Aber das waren fast (bis auf eine Ausnahmen) immer absolut banale, wirklich unwichtige und für niemanden folgenreiche Vorkommnisse.

Für mein Leben gravierendere, wenn auch nicht wirklich einschneidende, Ereignisse, "sah" ich zwar auch schon, aber immer in verschlüsselter Form.

Hingegen für mich schicksalshafte, einschneidende Ereignisse - sowohl in positiver, als auch in gegenteiliger Hinsicht - habe ich fast , bis auf eine einzige Ausnahme,
nie (!) geträumt, ja nicht mal geahnt. Sie ereigneten sich immer alle wie aus heiterem Himmel.

Da stellt sich natürlich die Frage, was soll das? Wozu einen Pippifax gezeigt bekommen (und von wem???), während der Zeitpunkt von Lebenswendepunkten im Dunkeln bleibt?

Daraus resultierend ergibt sich für mich die generelle Frage, des Warum und Wozu?

Grüße,
Leonessa

Die Frage des Nutzens stellt sich nicht...

nemo, Sonntag, 30.11.2014, 19:40 vor 4351 Tagen @ Leonessa (1820 Aufrufe)

Hallo Leonessa,

Die Frage des Nutzens stellt sich nicht, es ist vielmehr eine natürliche
Begabung, die im Prinzip jeder hat.

Wenn man nicht zu sehr in irgendwelchen Weltbildern festhängt
und einen Zugang zur freien fließenden Bewusstheit hat, ist das
Träumen von zukünftigen Ereignissen oder das geträumte
Wissen von bestimmten Dingen etwas, was zur menschlichen
Natur gehört.

Eher stellt sich die Frage, warum es nicht längst zu etwas
normalem geworden ist, im Bewusstseinsfeld zu träumen.
Sogar die Quantenphysik geht davon aus, dass alles was
existiert mit dem Bewusstsein verbunden ist.

Wir leben sozusagen darin und vergessen es aber wieder,
weil es in unserem gesellschaftlichen Leben keine Rolle spielt
und die materialistischen Einflüsse überwiegen.

Gruß
nemo

jeder?

schwelmi, Montag, 01.12.2014, 16:29 vor 4350 Tagen @ nemo (1583 Aufrufe)

Hallo nemo,

ich kann da jetzt nur von mir sprechen.
Ich hatte - jedenfalls soweit ich mich erinnere - noch nie ein präkognitives Erlebnis und das trotz intensiver Bemühungen seit einigen Jahren, mich in diese Richtung weiter zu entwickeln.

Schönen Gruß,
schwelmi

mein Erlebnis

Martin, Montag, 01.12.2014, 22:07 vor 4349 Tagen @ Fenrizwolf (1820 Aufrufe)
bearbeitet von Martin, Montag, 01.12.2014, 22:28

Hallo Fenrizwolf,

nette Idee. Ich habe keine Ahnung ob es etwas bringt, aber es gefällt mir ;-) - also los.... ich weiss das noch als wäre es gestern ....

Vor über 20 Jahren fuhr ich eine Zeit lang Motorrad. Ich mußte einst etwas transportieren und lieh mir das Auto einer Freundin aus, die es wiederum von ihrer Schwester hatte.
Mir war also klar, dass das nur Scherereien geben kann, wenn dem Wagen etwas zustoßen sollte. Als Motorradfahrer war ich es auch gewohnt, besonderes Augenmerk auf den umgebenden Verkehr zu haben.

Ich fuhr eine total zugeparkte Innenstadtstraße entlang. Es war morgens, am Wochenende, also ohne den Berufsverkehr. In diesem Stadtteil fuhr praktisch kein anderes Auto. Im Radio lief schön fetzige Musik. Ich war in gehobener Stimmung und drehte es etwas lauter. Alles lief hervorragend! Ich fuhr auf eine ebenso voll geparkte Kreuzung zu. Eigentlich hatte ich Lust, volle Kanne über die Kreuzung zu brettern, aber ich neige normalerweise nicht zu solchen Gefühlsausbrüchen.

Plötzlich kam ein Gedanke in meinen Kopf: "Was wenn mir jetzt einer reinfährt?" und ich dachte automatisch an die Richtung "von rechts".

Ich sah in diese Richtung in die Seitenstraße hinein und machte ein wenig langsamer. Ich konnte zwischen den vielen stehenden Autos hindurch sehen, ob ein anderes Fahrzeug sich bewegt - also fährt. Da war nichts. Ich schaute nochmal hin - immer noch nichts. OK, dachte ich; Keine Gefahr - jetzt gibst Du Gas .... und "Bummm" fährt mir einer von rechts rein.
Ein Zeuge war auch gleich zur Stelle. Der stand da angeblich so rum.

Ich hätte schwören können, dass der Typ nicht die Straße langgefahren kam. Es erschien mir nur unplausibel, wie der mit der Geschwindigkeit in meinen Wagen krachen konnte, wenn der quasi an der Strassenecke erst losgefahren sein sollte. OK- ich hatte den ganzen Ärger. Die Rechnung war natürlich ziemlich hoch. So ein Pech.

Ca. 1-2 Jahre später flog in genau dieser Gegend eine Mig.Familie auf, die sich auf Versicherungsbetrug spezialisiert hatte. Die haben immer einen Kumpel an der Kreuzung postiert und der "Geschädigte" stand kurz vor einer Kreuzung und startete dann mit Vollgas. Der Zeuge gab das Kommando zum losfahren.

.... Hmmmm

Mir sind im Laufe des Lebens immer wieder mal solche "konkreten Gedanken" in den Sinn gekommen. Das unterscheidet sich etwas von den Ideen, die man einfach so jede Minute denkt. Es fühlte sich wie so eine kleine "Überraschung" an und bezieht sich stets auf "ungewöhnliche" und unerwartete Folgen.
"Hören" mag ich das nicht nennen. Ich "frage mich" oder "weiß etwas".
Das passiert unvorhersagbar so ca. 1-2 mal im Jahr.

Ich muss allerdings Leonessa leider beipflichten:
Auch ich musste bereits schicksalhafte und einschneidende Wendungen in meinem Leben erfahren, positive und negative.
Bei keinem dieser Wendepunkte hatte ich vorher irgendwelches "Wissen" oder "Ahnungen". Die trafen mich völlig unvorbereitet und ich habe auch , aus späterer Sicht, durchaus falsche Entscheidungen getroffen.

Wenn ich etwas "weiss" handelt es sich immer um Folgen geringer oder mittlerer zeitlicher Reichweite, die mich betreffen und leicht "ausseralltäglich" sind.
Ich nehme mir jedesmal vor, die Wahrnehmung des Phänomens bis zum nächsten Mal besser zu schulen. Es hat nie geklappt. Kurz hinterher erinnere ich mich immer an meine "innere Stimme". Eine Zeit darauf geht dies in der Geschäftigkeit des Alltag unter.

LG
M.

Re: Alltägliche kleine Gesichte...

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 01.12.2014, 23:29 vor 4349 Tagen @ Fenrizwolf (1651 Aufrufe)

Hallo Fenrizwolf,

mein Gehalt trifft in der Regel um den 20. eines Monats ein.
Je nachdem, ob ein Wochenende dazwischen ist, kommt das Geld
manchmal am 17., 18., oder 19., oder aber auch am 21. oder 22.

So um den 12-13.November träumte ich, daß ich am Geldautomaten
stand und überrascht feststellte, daß das Geld diesmal früher
eintraf als im Oktober, als ich eher bis zum 22. warten mußte.
Außerdem merkte ich mir im Traum den exakten Betrag in Euro,
aber nicht die Centbeträge hinter dem Komma, also der Kontostand.
(Eine runde Zahl + 1)

Und tatsächlich traf das Geld diesmal schon am 18. ein, und
auch der Kontostand entsprach exakt demjenigen des Traumgesichtes.

Und ehrlich, ich hatte im Vorfeld nichts beechnet, außerdem
arbeite ich geringfügig beschäftigt und verdiene daher
ohnehin jedesmal einen anderen Betrag.;-)

LG,

Eyspfeil

Kurzbetrachtung und Vorschläge zum weiteren Verfahren

NeuOrest, Dienstag, 02.12.2014, 10:12 vor 4349 Tagen @ Fenrizwolf (1826 Aufrufe)

Hallo, Fenrizwolf!


Dein Ansatz ist zielführend. Zwei methodische Vorschläge in dieser Sache:

1. Belebe Träume wieder.

  • Stell den Wecker mind. 15 min. eher als du tatsächlich aufstehen musst. So kannst du nach dem Aufwachen die letzten Träume rekapitulieren. Mit etwas Übung überführt das die Inhalte vom Traumbewusstsein ins Wachbewusstsein und macht sie damit besser gezielt erinnerbar.

2. Führe ein Traumtagebuch.

  • Schreibe die erinnerten Trauminhalte vollständig dort hinein, am besten morgens nach dem Aufwachen, in Zusammenhang mit 1. Die Handlung sensibilisiert dein Bewusstsein mehr für die Träume und du wirst dich zunehmend an mehr Inhalte erinnern können. Deine Fähigkeit zum Erspüren von präkognitiven Träumen/Inhalten wird sich weiter ausprägen. Darüber hinaus gibt es dir eine Grundlage für weitere Forschung, wenn du Korrelationen zwischen Träumen und zukünftig Erlebtem entdeckst.

Ähnliches formulierte ich vor ca. einem Jahr auch schon einmal hier.


Das Erlebnis mit der "Verletzung" steht in Einklang mit den üblichen Gesetzmäßigkeiten:

  • Ausgangsslage mit lockerer, ausgeglichener Aufmerksamkeit hat (ohne Versinken in fernen Gedanken). Darauf baut das geschaute Fokusmoment auf, mit stark erhöhter Aufmerksamkeit und emotionaler Beteiligung.
  • Traumbedingungen: Entspannter, ausgeglichener Schlaf ohne schlagartiges Hinausgleiten. Überführung von Traum- in Wachbewusstsein.
  • Abweichende Lokalisation und Ausprägung der Verletzung: Überspitzung des real Erlebten im Traum durch emotionale Beteiligung. Genaue Lokalisation für Vermittlung des Augenblicks im Traum ohne direkte Relevanz (aus Perspektive des Traumbewusstseins). -> Inhalt wurde zuverlässig aufgefasst.


An diesen Gesetzmäßigkeiten forsche ich seit Jahren anhand der von dir beschriebenen, gut überprüfbaren, kurzfristigen Schauungserlebnisse (24-Stundenschau), und berichte darüber gelegentlich auch mal (z. B. hier). Wenn du weiter dran bleibst, wirst du möglicherweise später auch Erlebnisse haben, die du Tage oder Monate zuvor in dein Traumtagebuch geschrieben hast und eigentlich schon als "bloßen Traum" abgehakt hattest.

Viele Grüße.

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