Träume vom Oktober/November 2014 (Schauungen & Prophezeiungen)

Leserzuschrift @, Dienstag, 03.02.2015, 12:07 vor 4286 Tagen (3037 Aufrufe)

[Als Antwort auf: 14040]

Hallo,

habe grad den Text von Itoma gelesen und ihr Nachtrag 1 erinnert an einen Traum, den ich selber vor einigen Monaten hatte.

Zu meiner Person, ich selber bin Spanier und verbringe auch viel Zeit im Süden von Spanien, Andalusien.

Mein Traum hat zum Inhalt: ich befinde mich in einem kleinen, sehr kleinen Dorf, wo genau kann ich nicht sagen, da aber die Häuser alle aus Steinwerk gemacht sind, erinnert es an ein Bergdorf (wie man sie in Spanien so antrifft), es ist kalt, es scheint Winter zu sein und ich bin mir nicht sicher, aber es liegt wohl auch Schnee, in den Häusern brennen die Öfen. Vor allen Haustüren stehen Wachen in Uniform und auch im Dorf gibt es Patrouillen. Sie scheinen nicht feindlich zu sein. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob sie nun die Bewohner des Dorfes bewachen oder beschützen. Ich kann mich frei im Dorf bewegen. An verschiedenen Hauswänden hängen Flaggen, weiße Flaggen mit einem Roten Symbol y, kann mich nicht recht erinnern, aber es erinnerte an das Symbol des roten Kreuzes, bin mir aber nicht mehr sicher.

2. Ein anderen Traum hatte ich auch in der Zeit: ich sah den Kontinent Europa (wie eine Landkarte allerdings existierte das Festland nicht mehr, es war alles unter Wasser, nur einzelne Gebiete des ehemaligen Festlandes waren nur noch zu sehen. Das Wasser reichte ca. bis nach Polen, Belarus Rumänien, Serbien.
Der ehemalige Kontinent war nur noch ein Gebiet von Inselstaaten. Spanien sah ich, glaub ich, gar nicht mehr.

3. Im Schlaf hörte ich eine Stimme klar und deutlich sagen: Es dauert keine sieben Jahre mehr.
Das war alles so um Okt./Nov. 2014 rum.

Anmerkung: in der Regel habe ich nur Träume und Ahnungen, die mein persönliches Leben betreffen.

Gruß

r.m.g.

[Anmerkung von Taurec: Ich habe die Orthographie etwas korrigiert.]

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EXPO 2000 Hannover

JohnDoe78, Dienstag, 03.02.2015, 16:32 vor 4286 Tagen @ Leserzuschrift (2560 Aufrufe)

Hallo Forum,

lese seit kurzem hier mit und nach dem Post des anonymen Mitlesers wollte ich auch noch kurz was dazu schreiben.

Zu mir.
Ich bin 36 Jahre alt, röm. kath. (nicht praktizierend) und habe weder Visionen noch belastbare Vorahnungen. Ich glaube jedoch an eine höhere Macht und daran, dass der Sinn des menschlichen Lebens nicht nur aus der Reproduktion des eigenen Erbguts besteht, sondern darüber hinaus auch Ziele für die Entwicklung der Seele hat.

Nun zum Thema.

"3. Im Schlaf hörte ich eine Stimme klar und deutlich sagen: Es dauert keine sieben Jahre mehr.
Das war alles so um Okt./Nov. 2014 rum."

Das finde ich interessant, denn als ich zur Expo 2000 in Hannover war, hab ich mir dort von einem indischen Handleser die Zukunft vorhersagen lassen. Ich bin offen für solche Sachen. ;-)
Unter anderem sagte er, dass ich zwei Kinder haben werde (bin zur Zeit kinderlos) und dass mein Leben sich mit 40 schlagartig ändern wird.
O-Ton: "When you are 40, your life will change suddenly".

Wie gesagt, ich bin 36 und im Okt. 1978 geboren, so dass diese Änderung zwischen Okt. 2018 und Sept. 2019 eintreten sollte, falls da was dran ist.

Ich habe das bisher immer auf meine privaten Lebensumstände bezogen. Bspw. Geburt eines Kindes, Hochzeit, Trennung usw. Ich bin bisher nicht auf die Idee gekommen, dass es sich um etwas größeres handeln kann. In letzter Zeit frage ich mich, getrieben von der jüngsten Entwicklung der Weltpolitik und -Wirtschaft, wieso hat er das auf einen recht überschaubaren Zeitrahmen einschränken können? Ist das der gesammelte Eindruck von mehreren Handlesungen in Deutschland? Diese Frage beschäftigt mich zur Zeit und wollte dies mal in eine Runde werfen, die mich nicht gleich in die geschlossene Anstalt schicken wird ;-)

Da sich seiner Aussage nach mein Leben "nur" ändert und ich nicht davon ausgehe, dass es endet, schaue ich zunächst mit voller Hoffnung in die Zukunft. Mögen alle hier den Zeitgeist der Schnelllebigkeit, Ignoranz und der Manipulation würdevoll überleben.

Re: Kollektivschicksal in den Handlinien?

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Dienstag, 03.02.2015, 21:32 vor 4286 Tagen @ JohnDoe78 (2324 Aufrufe)

Hallo JohnDoe78!

An der Geschichte, das Kollektivschicksal der Menschheit anhand ihrer Handlinien
zu deuten, gibt es leider einen Haken: Es "funktioniert" nicht.
Nehmen wir an, 2018, also in rund drei Jahren fällt ein Bolide auf die Erde
(ein blödes Beispiel, es kann sich auch um die Überflutung Europas o.ä. handeln).

Dann würde der Deuter der Handlinien (der zweifellos über gewisse Fähigkeiten verfügt,
die über die bloße Rationalität hinausreichen) in praktisch jeder Hand
eines jeden Europäers eine Unterbrechung oder Abzweigung (ich bin kein
Handdeuter und weiß daher nicht, was in jenem Falle in der Hand lesbar wäre) feststellen.

In der noch jungen Hand eines 15jährigen wie auch fast gleichermaßen
in der Hand eines 60jährigen, nur fast, da ein älterer Mensch eine
etwas größere Wahrscheinlichkeit aufweist, innerhalb von drei Jahren
das Zeitliche zu segnen.

Die Geschichte wäre zu simpel: Ein guter Handleser bräuchte dann nur ein
paar Hundert Leute einladen (am besten ziemlich junge Leute, die am
wenigsten wahrscheinlich vom persönlichen Schicksal getroffen werden
innerhalb des nächsten Jahrzehnts), deren Hände ablesen, und darauf
konstatieren (als Beispiel):
"In genau drei Jahren passiert etwas Ungeheueres, beinahe alle Menschen
kommen dabei um."

Es leuchtet ein, daß die Sache einen Haken hat, meinst Du nicht?

LG,

Eyspfeil

Das ist die Frage

JohnDoe78, Dienstag, 03.02.2015, 21:56 vor 4286 Tagen @ Eyspfeil (2193 Aufrufe)
bearbeitet von JohnDoe78, Dienstag, 03.02.2015, 22:02

Hi,

meines Erachtens ist es schwierig für "Chirologen" Zeitangaben zu machen. Zumal jeder, der das praktiziert, davon ausgeht, dass man sein "Schicksal" beeinflussen kann. Manche lassen sich ja deswegen frequent aus der Hand lesen, um Tendenzen zu sehen...

Von daher frag ich mich natürlich, wie er überhaupt zu einer Zeitangabe/Altersangabe kommt. Ich war zu dem Zeitpunkt 22 Jahre alt und Student. 14 Jahre später vor dem Hintergrund der weltweiten Situation, hab ich das mal von einem anderen Blickwinkel beleuchtet und begonnen diese Aussage zu hinterfragen.

Natürlich kann es sein, dass es sich nur um ein persönliches Schicksalsereignis (positiv/negativ) handelt.

Die relativ genaue Zeitangabe und die Schwierigkeit der Zeitangabe in der Chirologie (normal sind da mMn eher Angaben über grobe Lebensabschnitte - bin da aber auch eher Laie) haben mich eben die Frage stellen lassen. Einen Haken sehe ich da nicht. Nicht alles was logisch ist, hat einen Haken :-D. Sorry, bin studierter Naturwissenschaftler :-D

Außerdem scheinen ja Zeitangaben aus Visionen nicht hervorzugehen. Von daher der Gedanke komplementär andere Disziplinen zu beachten.

Grundsätzlich ist schon was dran

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Dienstag, 03.02.2015, 22:37 vor 4286 Tagen @ JohnDoe78 (2175 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Dienstag, 03.02.2015, 22:42

Hallo JohnDoe78!

Als Jugendlicher hatte ich eine Freundin (nur platonisch), der las (sagte
sie mir) eine Chirologin aus der Hand, und sie sagte ihr,
daß sie früh sterben würde. Keine drei Jahre später war sie tot.
1990 las mir eine Mexikanerin aus der Hand.
Sie meinte, momentan wäre es schwierig für mich,
aber später würde es dann gut werden.
So ungefähr verhielt es sich denne auch.
In den ganz frühen 90ern hatte ich etliche Probleme.

Dann gibt es noch die angebliche Geschichte mit der Chirologin von Churchill im 1.Wk,
zu lesen im Buch "Rätselhafte Wirklichkeiten",
von Viktor Farkas, Heyne-Verlag, München, 1998.

Hatten wir schon vor fast sechs Jahren durchgekaut.
So schnell vergeht die Zeit.:schief:

Lg,

Eyspfeil

Danke für den Link!

JohnDoe78, Dienstag, 03.02.2015, 22:46 vor 4286 Tagen @ Eyspfeil (2092 Aufrufe)

Hallo Eyspfeil,

ich habe (noch) nicht so weit zurück liegende Themen durchforstet.
In der Tat interessant, dass das Handlesen schon einmal Thema war hier im Forum.

Ich werde dann mal in der Forumsgeschichte forschen ;-)

Beste Grüße...

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Vom persönlichen zum Weltschicksal

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 04.02.2015, 10:14 vor 4285 Tagen @ Eyspfeil (2214 Aufrufe)

Hallo!

Dann würde der Deuter der Handlinien (der zweifellos über gewisse Fähigkeiten verfügt,
die über die bloße Rationalität hinausreichen) in praktisch jeder Hand
eines jeden Europäers eine Unterbrechung oder Abzweigung (ich bin kein
Handdeuter und weiß daher nicht, was in jenem Falle in der Hand lesbar wäre) feststellen.

Gelesen wird das Schicksal wohl kaum unmittelbar aus der Hand. Vermutlich handelt es sich wie beim Kaffeesatzlesen, beim Kartenlegen und (wahrscheinlich) dem römischen Auspicium usw. eher um einen materiellen Träger, um die Begabung des Lesenden zu bündeln, um eine Art Induktor.
Ähnlich wie bei der sehr viel komplexeren Astrologie steht das System und die Regeln, liefern aber keine brauchbaren Ergebnisse, wenn nicht die Person des Deutenden mit einer geistigen Begabung hinzukommt.

Dann gibt es das Problem, daß Großereignisse sich im vorausgesehenen Schicksal Einzelner offenbar nicht wiederspiegeln.
Wenn ich mich recht erinnere, lieferten Untersuchung der Voraussagen, die einzelnen gemacht wurden, z. B. keinen Hinweis auf die beiden Weltkriege. Quelle ist mir entfallen. Vielleicht Tenhaeff?

Das Phänomen des Sehens reicht nicht so weit, daß man pauschal über jedes beliebige Ereignis Informationen bekäme. Insbesondere bei Schauungen über das persönliche Schicksal wird nicht der ganze Lebenslauf und sein Ende gesehen, sondern entweder nicht weiter tragische Ereignisse oder Dinge, die dem betroffenen Menschen auf seinem Wege und in seiner persönlichen Entwicklung nutzen. Da werden beispielsweise Situationen gesehen, für deren Bewältigung eine auf normale Weise zu erhaltende Information nicht ausreicht. Ich erinnere an das früher hier oft diskutierte Straßenbahnbeispiel. Kurzfassung: BBs Sohn träumte im Voraus, er würde in der Straßenbahn abgestochen werden und konnte dem Ereignis (mutmaßlich) nur aus dem Wege gehen, weil er zuvor davon geträumt hatte.
Das Wissen, daß man zu einem fixen Zeitpunkt in einem Krieg oder durch eine Naturkatastrophe stirbt, ist in diesem Sinne nicht hilfreich. Ich vermute stark, daß z. B. der Traum Dr. Whos, in welcher er den Atomtod erleidet, nicht sein tatsächliches Schicksal zeigt, sondern die unpersönliche Information "Atombombe" transportiert.

In den Handlinien (falls das überhaupt funktioniert - ich unterstelle es einfach) dürfte sich eine künftige Katastrophe sicher nicht so streng kausal abzeichnen. Bestenfalls sind hier für den Begabten Tendenzen abzulesen, die dem karmisch vorbestimmten Lebensweg entsprechen. Die erhaltbare Information dürfte bei einer Katastrophe schlichtweg ein Loch aufweisen oder nur ein diffuses Bild liefern nach dem Motto: "Da kommen irgendwann Schwierigkeiten."

Man könnte als Beispiel womöglich die Aussagen Gabriele Hoffmanns heranziehen. Der Fall der Berliner Mauer zeichnete sich im Schicksal ihrer Klienten ab, wobei ihr nicht klar war, was genau passieren würde.
In der Zukunft sieht sie lediglich wirtschaftliche Schwierigkeiten und einen Aufstieg Rußlands. Von einer Großkatastrophe ist in ihren Aussagen keine Spur. Nun kann man spekulieren: Verschweigt sie etwas? Oder hat sie dazu einfach nichts gesehen, statt dessen aber pauschale gesellschaftliche Tendenzen, denen die Leute unterworfen sind? Hat sie nichts gesehen aus den von mir oben angeführten Gründen oder sind gar die Großkatastrophen, die in diesem Forum diskutiert werden, generell Kokolores?

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
―
„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Schicksalsfahrplan

WernerH, Mittwoch, 04.02.2015, 12:02 vor 4285 Tagen @ Taurec (2200 Aufrufe)

Liebe Weltenwendler,

selbstverständlich gibt es so etwas wie einen Schicksalsfahrplan.

Der leider letztes Jahr verstorbene Astrologe Wolfgang Döbereiner hat besonders in seinem Werk "Seminare - Fluß der Generationen (Band 17)" diese erstaunlichen Phänomene behandelt.

Es wurde darauf hingewiesen, dass die im gleichen Jahr in der gleichen geographischen Region Geborenen ein ähnliches Schicksal zu durchleben haben.

http://www.doebereiner.com/index.php?id=19

Darüber hinaus hat er weitreichende Untersuchungen zu Geburtstagsgruppen angestellt, die er bereits 1972 veröffentlicht hat:

"Horoskop für jeden Tag
Erschienen 1972
(Fotokopie, nicht über den Buchhandel beziehbar)"

Grüße an alle
WernerH

Handlesen

Dr.Who, Mittwoch, 04.02.2015, 18:33 vor 4285 Tagen @ Eyspfeil (2120 Aufrufe)

Hallo,
das mit dem Handlesen kenne ich auch - meinem Vater wurde in russischer Gefangenschaft von einer Frau aus der Hand gelesen. Sie sagte ihm voraus, dass er gesund heimkehren wird und alles weitere Geschehen Heirat, Kinder bis zu seinem frühen Tod.
Alles traf ein - nur er wurde alt.:-)
Das Schicksal hält wohl ein paar Abzweigungen bereit, die wir unterwegs wählen können.

Gruß,
Dr.Who

Land unter

Dr.Who, Mittwoch, 04.02.2015, 19:17 vor 4285 Tagen @ Leserzuschrift (2248 Aufrufe)

Hallo,
zu 2.
Den Untergang Europas sehe ich hier eher symbolisch. Die Inselbildung kann dann die Abgrenzung der Euopäischen Staaten untereinander bedeuten - Auflösung der EU oder Abspaltung der Südstaaten.
Verschwinden von der Landkarte = werden vom einem anderen Staat vereinnahmt oder verbünden sich mit diesem. Dass auch Spanien+Portugal einen neuen Staat bilden, davon war hier im Forum auch schon einmal die Rede.

Gruß,
Dr.Who

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Rotterdam - Königsberg

BBouvier, Mittwoch, 04.02.2015, 19:37 vor 4285 Tagen @ Dr.Who (2263 Aufrufe)

Völlig richtig, Dr.Who!

=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=20957

Eine weitere Schau von ihm.
BB:
Freiburg: Bis zum Horizont ist die ganze Landschaft
dick mit gelblicher Asche bedeckt. Den Seher (meinen flüchtigen Bekannten)
schütteln (im Schlafe) deswegen Weinkrämpfe, und er
versteht nicht wieso, als er von seiner Freundin geweckt wird:
Denn von den Schauungen wusste er rein nichts.

Grüße,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Handlinien - Altersangaben

Sagitta, Donnerstag, 05.02.2015, 10:59 vor 4284 Tagen @ JohnDoe78 (2217 Aufrufe)

Hallo JohnDoe78,

du fragst dich, wie ein Chirologe zu exakten Altersangaben aus den Handlinien gelangt. Ich kann ein wenig dazu ausführen, auch wenn es nur marginal forumsrelevant ist.
In Büchern zum Thema (etwa bei Ernst Isberner-Haldane: Die Kunst, aus der Hand zu lesen, Freiburg, 1999, 16. Aufl., S. 367) sind kleine Messkarten abgebildet, die an die Hauptlinien (Lebenslinie, Schicksalslinie, etc.) angelegt werden. Wichtig ist es dabei offenbar, durch ein Ereignis in der Vergangenheit, das genau datierbar ist, einen fixen zeitlichen Anfangspunkt zu haben, von dem aus man dann die Linie weiter in Jahrzehnte und Jahre gliedern kann.

Eine andere Variante habe ich selbst schon einmal bei einem Reading erlebt: Da wurden die Kreuzungspunkte der Schicksalslinie (vertikal) mit der Kopf- und der Herzlinie (horizontal) bestimmten feststehenden Jahren zuordnet und der Zwischenraum entsprechend proportional unterteilt. Ich kann nicht mehr genau sagen, welche Jahre das an den Schnittpunkten waren, aber nehmen wir mal an, es wäre das Alter von 20 bzw. 40 gewesen, dann müsste ein weiterer dazwischen liegender Indikator auf der Schicksalslinie relativ genau zeitlich datierbar sein. Natürlich muss der Chirologe anhand der Länge und Beschaffenheit der Lebenslinie erstmal zu einem Ergebnis über die gesamte Lebenslänge kommen, bevor er ein Ereignis prognostiziert, das noch ca. 20 Jahre in der Zukunft liegt.

Offenbar ändern sich die Linien (in gewissem Rahmen) auch, und bald bevorstehende Dinge scheinen markanter in den Vordergrund zu treten. Insofern macht ein Vergleich der Linien über bestimmte, nicht zu kurze Zeitabstände schon Sinn. Man kann auch selbst in regelmäßigen Abständen Kopien oder Abdrücke der Hände mit Stempelfarbe machen, um bestimmte Zustände im Bild zu konservieren.

* * *

Ich nehme an, auf der EXPO 2000 warst du bei Vinay Aditya aus Delhi zur Handdeutung.
www.howisyourdaytoday.com/profiles/VinayAditya.htm
Er hat einen längeren interessanten Beitrag über seine Aktivitäten und Erkenntnisse in Deutschland veröffentlicht.
vinayaditya.com/my-experiments-with-palmistry-in-a-foreign-land/

Ich kenne ihn auch persönlich, da er fast jedes Jahr im Mai in Deutschland (Bad Kreuznach) ist, um Prüfungen in Vedischer Astrologie abzunehmen. Ab und an war ich als Dolmetscher dabei, wenn sich Klienten mit geringen Englischkenntnissen aus der Hand und dem Horoskop lesen ließen. Was mich dabei am meisten verblüfft hat, war die Treffsicherheit, mit der er Unfälle und Todesfälle (von Eltern der Ratsuchenden, nicht von den Klienten selbst) vorausgesagt hat. Immer hat er aber auch den Leuten Tipps zur grundsätzlichen Lebensführung gegeben (zur richtigen Atmung, Meditationspraxis und Ernährung), um zunächst mal auf der körperlich-seelischen Ebene mit sich selbst in Einklang zu kommen und manche potenziellen Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen.

Bei all den Deutungen war aber kein einziger Fall dabei, wo Vinay etwas von einem kollektiven Katastrophenschicksal gesagt hat. (Rein theoretisch müsste man natürlich erstmal hinterfragen, ob ein Chirologe überhaupt vergleichsweise Anhaltspunkte hat, wie sich ein solches drastisches Kollektivschicksal in den Linien manifestieren müsste. Aber dazu kann ich momentan nichts beitragen, das müsste ich erst noch näher erfragen.) Auch liefen diese Lebensläufe nicht auf ein individuelles abruptes Ende (wie auch immer) hinaus bzw. hatte ich nicht den Eindruck, dass da etwas verheimlicht oder verbrämt wurde. Im Gegenteil, er war schon sehr direkt, auch kritische Punkte anzusprechen, insbesondere wenn die Person selbst durch Verhaltensänderung etwas daran verbessern konnte.

Ich glaube, wenn du zu deiner damaligen Deutung Nachfragen hast, könntest du Vinay ggf. nochmals bei seinem nächsten Deutschlandbesuch konsultieren. Die Kongress-und Prüfungsveranstalter vom Europäischen Verband Vedischer Astrologen
www.ev-va.de/index.php?menuid=34 können dir da sicher mit dem Kontakt weiterhelfen oder ggf. könntest du direkt bei ihm über die Mailadresse nachfragen, die auf der Web Site des og. Beitrags vermerkt ist: vinay.aditya@gmail.com

Ich hoffe, das hilft dir bei deinen Fragen und Überlegungen weiter.

Viele Grüße
Sagitta

PS. Wenn die angekündigten Ereignisse (zwei Kinder in den nächsten zwei Jahren) eingetreten bzw. ausgeblieben sind, würde mich ein Feedback natürlich auch interessieren. Manchmal ist es eben auch nur ein "Versprechen", das in den Handlinien angezeigt ist. Das wird in der Literatur gerade bei Angaben zu Kindern und Partnerschaften, die durch die Querlinien an der Handkante angezeigt werden sollen, immer wieder betont.

Handlesen als Zugang zu Vergangenheit und Zukunft

JohnDoe78, Donnerstag, 05.02.2015, 14:28 vor 4284 Tagen @ Sagitta (2060 Aufrufe)

Hallo Sagitta,

erst mal vielen lieben Dank für Dein sehr ausführliches, interessantes und hilfreiches Feedback.

Er kann es gut gewesen sein. Leider habe ich das Gesicht nicht mehr klar im Kopf und den Namen erst gar nicht. Es ist einfach zu lange her. Das hat mir trotzdem sehr weitergeholfen.

Bezüglich Altersangabe schriebst Du,
Wichtig ist es dabei offenbar, durch ein Ereignis in der Vergangenheit, das genau datierbar ist, einen fixen zeitlichen Anfangspunkt zu haben, von dem aus man dann die Linie weiter in Jahrzehnte und Jahre gliedern kann.

Ich habe ihm zu Beginn der Session mein Geburtstag und meinen Geburtsort gegeben, was wohl als fixer Anfangspunkt genommen werden kann. Weitere Referenzpunkte habe ich ihm nicht gegeben.

Was ich besonders interessant bzgl. Kollektiv-Schicksal finde ist, was er über seine Erfahrung in Deutschland schreibt (www.howisyourdaytoday.com/profiles/VinayAditya.htm).

A Typical German Hand

Having seen so many German hands, in such a short time, the picture of a typical German person was etched on our minds. As are the characteristics in the palms of its people so are the characteristics of a nation. With practice it had become possible for us to announce that even if a curtain was put between us and the client we would be able to pronounce whether we were seeing the hands of a German or a national of some other country. So typical is the hand of a typical German that we caught ourselves using the following words almost parrot-like: sincere, honest, ambitious, practical, hardworking, strong willed and well-disciplined. The palms had the features to warrant this type of reading – a well formed mount of Jupiter and the heart line commencing from it or sending an offshoot to it, square tips, head line nearly straight with a slight droop towards the end, semi hard hand and an unbending thumb. Another feature which could be considered as a ‘constant’ was present in majority of cases. It was a malformed heart line after the mid point. This indicated emotional unhappiness or stress after the age of 35 or 40 years. If one could generalise from these sample cases, it seemed as if the whole nation was suffering from emotional disturbances. Almost everyone was suffering from insecurities in his/her relationship. No one could say with any degree of confidence how long their present relationship would last. And that is why that was the oft-repeated question to us. It was understandable if a person would come alone and ask this question. But this question was asked even by husband-wife teams who came together – though there were few such teams. This question was an open admission in front of each other that they could be having some one else in their minds – otherwise why this question? On our reassuring them that there seemed to be good indications in the hand that they would stay together for a long time, they would express their happiness by planting a kiss on the lips of each other right in front of us.

Hier scheint es einen Zusammenhang zwischen Einzelschicksal und der Gesellschaft (oder ist es die geographische Lage der Geburt? - eine astrologische Erklärung), in der man sozialisiert wird zu bestehen. Das zeigen besonders die beiden hervorgehobenen Aussagen. Erste Aussage ist wohl vornehmlich sehr stark durch die gute Erziehung beeinflusst. Die zweite Aussage jedoch hängt für mich mehr mit der Gesellschaft und der Lebensumstände zusammen. Der Durchschnitts-Deutsche scheint also im Alter zwischen 35-40 eine Zäsur auf emotionaler Ebene zu haben, die in Zusammenhang mit Stress steht. Da scheine ich wohl nicht aus der Reihe zu tanzen :-D und mache mir bei einer Lebenserwartung von 75-80 in der Halbzeit meine Gedanken und stelle meine private Situation aber auch andere Aspekte meines Lebens auf den Prüfstand, um für die zweite Hälfte eine bessere Richtung anzupeilen.

Es scheint sich bei mir also um ein Kollektiv-Schicksal zu handeln, was sich aber auf eine bestimmte Lebensphase bezieht. Ein Alter, wo der Durchschnitts-Deutsche Kinder hat, ein Haus abbezahlt, sich beruflich mit frischen und ambitionierten Uni-Absolventen messen muss und sich ein zweites Mal nach der Adoleszenzphase die Sinnfrage stellt und überlegt, was mit der zweiten Hälfte seines Lebens zu machen ist.

Ich hatte damals auch bewusst nicht gefragt, was mich mit 40 erwartet. Ich lese auch keine Romane, dessen Ende ich schon kenne.;-)
Ich will ja neugierig bleiben.

PS. Wenn die angekündigten Ereignisse (zwei Kinder in den nächsten zwei Jahren) eingetreten bzw. ausgeblieben sind, würde mich ein Feedback natürlich auch interessieren. Manchmal ist es eben auch nur ein "Versprechen", das in den Handlinien angezeigt ist. Das wird in der Literatur gerade bei Angaben zu Kindern und Partnerschaften, die durch die Querlinien an der Handkante angezeigt werden sollen, immer wieder betont.

Ja, das werde ich sicherlich machen ;-)

Vielen Dank noch mal für Dein Feedback, Sagitta. Das hat mir wirklich geholfen. Ich werde mal schauen, ob meine Neugier mich übermannt und ich in meinem Lebensbuch wirklich weiter vorblättern mag und Vinay besuche.

Beste Grüße...

Scheidungsstatistik

JohnDoe78, Donnerstag, 05.02.2015, 15:57 vor 4284 Tagen @ JohnDoe78 (1981 Aufrufe)

Nachtrag:

Kleine Recherche zeigt etwas interessantes.

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/Bevoelkerungsbewegung/Scheidungsstatistik2010140117004.pdf?__blob=publicationFile

Auf Seite 23 dieses Dokuments ist eine Tabelle über Scheidungen (2011) nach Altersgruppen der Ehegatten. Peak ist wohl bei 40 +-5 Jahren zu sehen, Geschlechter unabhängig.

Also, aufgepasst, wenn man zu dieser Altersgruppe gehört :-)

@JohnDoe78

Ulrich ⌂, München-Pasing, Donnerstag, 05.02.2015, 16:12 vor 4284 Tagen @ JohnDoe78 (1901 Aufrufe)

Hallo JohnDoe78,

Kleine Recherche zeigt etwas interessantes. Auf Seite 23 dieses Dokuments ist eine Tabelle über Scheidungen (2011) nach Altersgruppen der Ehegatten. Peak ist wohl bei 40 +-5 Jahren zu sehen, Geschlechter unabhängig.

das sind absolute Zahlen.
Wenn man die absoluten Zahlen in Beziehung zur Altersstruktur setzt, ist dieses Ergebnis zu erwarten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Altersstruktur

Gruß
Ulrich

Danke für die Statistik

JohnDoe78, Donnerstag, 05.02.2015, 16:25 vor 4284 Tagen @ Ulrich (1851 Aufrufe)

Hallo Ulrich,

nach der Alterstruktur müsste das Peak eher bei 50+-5 liegen. Wahrscheinlich hat die Demographie einen signifikanten Einfluss. Es scheinen aber auch andere Faktoren eine Rolle zu spielen, da die Korrelation nicht stark genug ist.

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