Der Gelbe Strich, wann wird er gezogen werden??? (Schauungen & Prophezeiungen)

Magra, Neudörfl/Österreich, Mittwoch, 04.02.2009, 19:20 vor 6201 Tagen (5189 Aufrufe)

Hallo an alle,

mich würde interessieren wann die Flugzeuge den Gelben Strich übers Land Regnen lassen?
Ich möchte mich da nämlich nicht im freien aufhalten, wer weiß schon wie weit der Gelbe staub durch den Wind über das Land getragen wird.

Gibt es da Vielleicht ein ungefähres Datum in den Prophezeiungen, so wie bei der 3-TF>>>

Lg Magra

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Das Leben ist Entscheidung,
der Tod ist entschieden.

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Zeitpunkt und Verlauf

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 04.02.2009, 20:00 vor 6201 Tagen @ Magra (4738 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Mittwoch, 04.02.2009, 20:47

Hallo, Magra!

Wir haben da nur eine Aussage Irlmaiers, die von einem Zeitzeugen vor ein paar Jahren erst mitgeteilt wurde.

"Die Russen schieben mit ihren Panzern auf der Autobahn westlich Passau Fluchtfahrzeuge aus dem Weg und fahren großer Geschwindigkeit Richtung Rhein."
"Nach drei bis vier Tagen [wohl nach Kriegsbeginn] setzt der Westwind ein und westliche Flugzeuge werfen zwischen Salzburg und Ostsee in einem Streifen soviel 'gelben Staub' ab, daß es darunter finster wird. In Wien überlebt niemand."

Der zweite Satz steht allerding als eigenständiges Zitat da. Es ist also nicht klar, nach welchem Ereignis der Strich gelegt wird. Der Kriegsbeginn ist aber am wahrscheinlichsten.
Kann jemand, der mit "Gärtner" gesprochen hat eine Aussage dazu machen?

Westlich des Striches ist die Gefahr, getroffen zu werden gering. Im Osten sollte man nicht sein.
Wie gefährdet man an seinem Wohnort ist, hängt auch davon ab, wo der Strich letztendlich gelegt wird.
Da sagt Irlmaier:

"Ich sehe die Erde wie eine Kugel vor mir, auf der nun die weißen Tauben heranfliegen, eine sehr große Zahl vom Sand herauf. Und dann regnet es einen gelben Staub in einer Linie. Die Goldene Stadt wird vernichtet, da fangt es an. Wie ein gelber Strich geht es hinauf bis zu der Stadt in der Bucht." (Adlmaier-Fassung)

Man kann also mal vorsichtig eine Line von Salzburg über Prag (goldene Stadt) bis zur Ostsee ziehen und sie zur Sicherheit auch nach Süden über die Alpen bis zur Adria verlängern.
Es heißt ja vom Waldviertler, die Russen stießen über Kärnten nach Italien vor. Da machte es durchaus Sinn, diesen Weg ebenfalls abzuschneiden. Dann kann man eine ziemlich gerade Linie von Venedig über Prag bis in die Nähe von Danzig ziehen (kann auch ein Bogen sein, aber ob es nun Stettin oder Danzig ist, macht kaum einen Unterschied), die bei entsprechender Breite auch Salzburg berührt.

Ich vermute auch, daß es kein richtiger Strich ist, sondern nur eine streifenförmige Zone, innerhalb welcher der Kampfstoff an wichtigen Stellen eingesetzt wird, wobei militärisch uninteressante Gebiete, wie Gebirge, See- und Moorlandschaften ausgespart werden. Das spart nämlich erhebliche Mengen dieses Kampfstoffes. Diese wurde hier schon einmal als unrealistisch in den Raum gestellt, weil es für ein so großes Gebiet gigantische Mengen bräuchte.

Bei Adlmaier heißt es, der Strich fange bei der goldenen Stadt an. Das ist im Grunde ein Widerspruch zu der anderen Aussage Irlmaiers und außerdem militärisch unsinnig. Vermutlich hat hier Adlmaier geschlampt oder Irlmaier sich falsch ausgedrückt oder geirrt (weil beispielsweise nahe Prag tatsächlich eine Lücke im Strich endet). Allerdings müßte er zu dem Zeitpunkt noch keine Schau über Salzburg gehabt oder sie schlicht vergessen haben.

Daß in Wien niemand überlebt, würde ich auch vorsichtig behandeln.
Im Lindelied (für das wir aber keine valide Quelle haben) heißt es zum Kriegsende (bzw. Polsprungnähe):
"Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf,
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
'Alles ist verloren!' hier's noch klingt,
'Alles ist gerettet', Wien schon singt."

Da müßen logischerweise noch Leute leben (falls die Aussage echt ist). Außerdem gibt es von Wüstenrufer eine Schau, wo er nach dem Krieg mit dem Zug über Wien reist und dort einen Zwischenaufenthalt macht. Dort lebten ebenfalls Menschen.
Es ist auch möglich, daß vom Zeitzeugen hinzugemogelt wurde, in Wien überlebe niemand.

Daran sieht man aber mal, daß bei Irlmaieraussagen bei weitem nicht alles rund läuft.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Re: 'Alles ist gerettet - Wien schon singt.'

randomizer, Mittwoch, 04.02.2009, 22:16 vor 6201 Tagen @ Taurec (4469 Aufrufe)

hallo taurec,

Daß in Wien niemand überlebt, würde ich auch vorsichtig behandeln.
Im Lindelied (für das wir aber keine valide Quelle haben) heißt es zum
Kriegsende (bzw. Polsprungnähe):
"Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf,
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
'Alles ist verloren!' hier's noch klingt,
'Alles ist gerettet', Wien schon singt."

wien ist hier vom poeten nur symbolisch für "osten" benutzt worden (im gegensatz zu der anderen stelle "am Wiener Stephansplatz wächst Dill", die ja konkret auf rocco zurückgeht), denn "von Osten kommt der starke Held" lesen wir doch in der anschließenden strophe. in der vorlage, die der poet für sein lindenlied benutzte, steht das wie folgt:

"In dem Augenblicke, wo man alles für verloren halten wird, wird alles gerettet sein."

daß der poet mit seiner interpretation eines rettenden monarchen aus dem osten (seine vorlage bot auch andere möglichkeiten der herkunft an) irrt, bedarf hier wohl keiner erwähnung. ich versichere dir, daß "Alles ist gerettet - Wien schon singt." paraprognostisch völlig belanglos ist.

besten gruß,
randomizer

unrealistische mengen mitnichen ;)

Berserker, Donnerstag, 05.02.2009, 15:48 vor 6200 Tagen @ Taurec (4395 Aufrufe)

Hallo

Im Korakrieg wurde so etwas von einen Amerikanischen General auch vorgeschlagen. Man hätte Radioaktiven Kobaltstaub benutzt ! welche farbe das zeug hat keine ahnung.
Hätte 60 jahre gedauert bis man die Gebiete wieder Bewohnbar hätte machen können. Deswegen wurde es nicht weiterverfolgt ...... oder doch für den fall der fälle .... dann hätten sie sie ja genug Zeit Rießige depots mit dem zeug anzulegen.

MFG
Berserker

Vieleicht ist das Zeug ja Gelb :D

Schweiz/Östereich lassen sich recht gut auch so Sperren. Gelber Strich nicht zwingend. Am schnellsten geht es immer noch durch Polen.

im Übrigen denke ich nicht das Mitteldeutschland vorher besetzt wird. Das würde den Gelben Strich zu großen teilen unütz machen ! weil man die strategischen staffeln nicht mehr Trennen könnte, und das soll ja gerade so sein ( in der zweiten staffel sind meist Racketenartellerie und das zeuch. ) die soll ja schon Abgeschnitten sein.

Der Osten (Mitteldeutschland) wird eher wieder nach Komunistmus schreieen und sich selber den Schädel einschlagen ;) Da Brauchts keine Rote besatzungsarmee.

Saurüssel

offtopic, Samstag, 07.02.2009, 12:56 vor 6199 Tagen @ Taurec (4333 Aufrufe)

"Nach drei bis vier Tagen [wohl nach Kriegsbeginn] setzt der Westwind ein
und westliche Flugzeuge werfen zwischen Salzburg und Ostsee in einem
Streifen soviel 'gelben Staub' ab, daß es darunter finster wird. In Wien
überlebt niemand."[/i]

Ich kann mich dunkel an eine Irlmeier-Aussage erinnern, dass der "Saurüssel" sicher sei. Sollte jedoch tatsächlich von Salzburg ausgehend der Gelbe Strich gezogen werden, läge der Saurüssel direkt darunter bzw. angrenzend Richtung Osten. Überlebenschance wäre wahrscheinlich bei Null. Ist diese Aussage eigentlich belegt?

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Saurüssel und Strich

Taurec ⌂, München, Samstag, 07.02.2009, 14:12 vor 6199 Tagen @ offtopic (4850 Aufrufe)

Hallo!

Der Saurüssel kommt bei Adlmaier 1 (also 1. Auflage) und 2 (bei 3 komischerweise nicht) vor und in der Altbayrischen Heimatpost vom 6. November 1949, also noch vor dem Erscheinen von Adlmaier 1. Scheint recht gut belegt zu sein, weil der Ausdruck nicht nur bei Adlmaier vorkommt.

Ich vermute, der Strich verläuft nach Nordosten, damit er Prag berührt. Damit dürfte er am Saurüssel (wenn damit die Ecke zischen Mühldorf und Burghausen, also zwischen Inn und Salzach gemeint ist) vorbeigehen.

Gruß
Taurec

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