Über Aufstellungsarbeit und über die Verbindung von Europa und Russland (Schauungen & Prophezeiungen)

Positiv, Donnerstag, 01.10.2015, 19:42 vor 4046 Tagen (3561 Aufrufe)

Hallo Weltenwende Forum,

ich überlegte mehrere Jahre, ob ich das folgende Posting hier bringen sollte, oder nicht. Nun ist meine Entscheidung gefallen.

Kurzversion: Ich sehe ein Indiz, dass die vielfach geschauten russischen Soldaten auf deutschem Gebiet nicht zum deutschen Nachteil sein müssen.

Wie komme ich zu so einer Aussage?
Hier die Langversion - zuerst ein paar einleitende Grundlagen:

Ist im Forum ein Verfahren namens Familienaufstellungen bekannt? Falls nicht, hier der relativ neutrale Wikipedia Artikel.

Die Essenz davon: „Für manche Familienmitglieder werden dann aus der anwesenden Seminargruppe Stellvertreter ausgewählt, die zueinander in Beziehung positioniert werden. Auch für den Klienten selbst gibt es einen Stellvertreter, der für dessen eigenes Ich steht und zu den anderen repräsentierten Familienmitgliedern in räumlichen Bezug gestellt wird.“

„Aus ihrer Position heraus können die Stellvertreter Gefühle und Gedanken entwickeln, die denjenigen der repräsentierten Personen aus dem Familiensystem des Klienten entsprechen. Dieses Phänomen wird als „repräsentierende Wahrnehmung“ bezeichnet. Die Angehörigen des Klienten werden im so strukturierten Raum der Wahrnehmungen gleichsam zu psychisch Anwesenden.“

Diese Technik wurde in den letzten 20 Jahren massiv weiterentwickelt – nunmehr gibt es auch Systemaufstellungen, Organisationsaufstellungen, Unternehmensaufstellungen, … usw.
Ich bevorzuge den Begriff „Aufstellungen“ für die Summe all dieser Methoden, welche alle auf repäsentierender Wahrnehmung von Stellvertretern basieren.

Mir ist bewusst, dass diese Techniken und die damit einhergehenden Phänomene wissenschaftlich höchst umstritten sind. Klassische Psychotherapeuten kämpfen vehement gegen die vermeintliche Konkurrenz und lassen keine Gelegenheit aus, die „Scharlatanerie“ zu verdammen und davor zu warnen. Teilnehmer (u.a. auch neophile Psychotherapeuten) solcher Seminare sind zu 99% tief beeindruckt und nachhaltig verändert, weil sie Zeuge eines subjektiven „Wunders“ wurden.

Was sie erlebt haben, ist meiner Meinung nach Prä- und Postkognition (gibt es letzteren Begriff bereits?) in Aktion. Was meine ich damit?
Menschliche Stellvertreter in Aufstellungen repräsentieren lebende oder verstorbene Personen, Gruppen von Menschen, abstrakte Entitäten (z.B. Liebe, Erfolg, Tod, Moral, …), Interessengruppen von Unternehmen (Produkt, Management, öffentliche Wahrnehmung, …), Länder, politische Systeme usw. Die Möglichkeiten sind nur von der Phantasie und dem Mut (bzw. der Erfahrung) des Aufstellers (= des Aufstellungsleiters) begrenzt.
Die Stellvertreter (und natürlich auch der Leiter) werden von einer repräsentierenden Wahrnehmung ergriffen und haben temporär Zugang zu Information aus Zukunft und Vergangenheit, welche sie - wissenschaftlich betrachtet - NICHT HABEN KÖNNEN.
Diese Informationen manifestieren sich beim Stellvertreter als spontane Gedanken, Gefühle, Emotion, inneres Bild, innere Stimme, Déjà-vu, (intensive) Körpergefühle und -reaktionen, usw.
Es entfaltet sich eine für alle Beteiligten sicht- und fühlbare Zusammenfassung der relevanten Ereignisse (aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) im Zeitraffer. Maßgeblich für die Relevanz ist die Intention (= die Absicht) der Person, welche um die Aufstellung gebeten hat.

Nochmal Wikipedia: „Das Phänomen der so genannten repräsentierenden Wahrnehmung kann bis heute nicht erklärt werden, jedoch konnte Peter Schlötter in seiner Dissertation (Universität Witten/Herdecke, 2005) mit einer großangelegten Untersuchung (2800 Einzelversuche) empirisch nachweisen, dass bestimmte repräsentierende Wahrnehmungen überindividuell reproduzierbar sind, dass also unterschiedlichste Personen (Stellvertreter) tendenziell gleiche Wahrnehmungen in Systemaufstellungen äußern.“

Ich kann Euch nicht erklären, wie das funktioniert – ich kann nur bestätigen, dass es funktioniert.
Ich schreibe dieses Posting als Mensch, welcher in seinem Leben ca. 1000 Mal selbst in einer Stellvertreterrolle stand, darüber hinaus Zeuge von mehreren Tausend Aufstellungen war und als Typ, dessen Berufung – nicht Beruf - es mittlerweile ist, Aufstellungen selbst zu leiten und auch ein eigenes Seminarhaus mit diesem Themenschwerpunkt zu betreiben.

Nochmal: Ich weiss nicht, WIE es funktioniert und es ist mir auch egal – da bin ich Pragmat – manche sprechen von „morphogenetischen Feldern“, andere vom „Great Spirit“, wieder andere von „Channeln“... ich selbst habe keine konsistente Theorie dazu, nur die sehr oft bestätigte Erfahrung, dass ein Stellvertreter entweder detailliete Infos bezüglich der Vergangenheit bringt (die er rational betrachtet nicht haben kann, weil er der Person, die er stellvertritt, nie begenet ist) oder konkrete Ansagen zur Zukunft, welche sich Tage, Wochen oder Jahre später bewahrheitet haben. Im Kleinen und im Großen.

Warum erzähle ich Euch das alles? Der Pionier dieser Technik ist ein Mann namens Bert Hellinger. Hoch umstritten. Für die einen Scharlatan und Manipulateur, für die anderen würdiger Kandidat für den Friedensnobelpreis. Ich kenne ihn seit 10 Jahren persönlich und sehe in ihm (ohne irgendein „aber“) einen hochintegeren weisen Mann und einen guten Freund. Neben vielen anderen Menschen war auch er mein Lehrer.

Im Jahre 2012 gab er einen Weiterbildungsworkshop für Aufsteller in Prag. Ich war dort. Es gibt ein frei zugängliches Video von einem interessanten Ausschnitt davon. Dieses hier.

Im Video zu sehen ist eine Aufstellung von 2012 bezüglich des damaligen „Chaos“ in Tschechien – auch Deutschland, die Tschechei, die Slovakei und Russland betreffend. Das Video ist extrem langatmig. So sind Aufstellungen manchmal. Im Zeitraffer durchklicken funktioniert nicht – entweder man schaut es sich komplett an, oder gar nicht. Andernfalls ist es sehr schwer, sich einzufühlen.

Bei ca. 58 min. fasst Hellinger zusammen, was er nach der Aufstellung fühlt (bzw. sieht):
„Ich habe so eine wilde Phantasie: Wie könnte die Kriese in Europa überwunden werden? Nur durch Russland. Wenn es dazugehören darf.“

Ab ca. 59 min. äußern sich die Stellvertreter von Europa, Deutschland, Slovakei und Tschechei dazu – basierend auf ihren momentanen Wahrnehmungen. (Hinweis: wenn der Aufsteller etwas unzutreffendes sagt – etwas das im Widerspruch zur Wahrnehmung der Stellvertreter steht – protestieren diese in der Regel heftig oder kollabieren. Man kann (entgegen verbreiteten Vorurteilen) als Leiter eine Aufstellung nicht manipulieren.)

Ich schreibe all das, um die mehrfach geschauten russischen Soldaten etwas in Relation zu setzen. Meine unmaßgebliche persönlich Meinung ist, dass sie als Befreier kommen könnten – wenn man sie denn willkommen heißt. Zeitrahmen? Keine Ahnung. Aber ich beobachte mit großem Interesse, das Hellinger (im stolzen Alter von nunmehr 90 Jahren) seine Aktivitäten in Russland sehr intensiviert hat und dort regelmäßig Großveranstaltungen leitet und ebenso regelmäßig in TV-Interviews zu sehen ist, wo er mit Respekt und mit Interesse für sein Lebenswerk behandelt wird. Dort wird er von den Medien nicht geächtet, wie in seiner Heimat Deutschland.

Ich bitte um Nachsicht für den langen Text, aber es war mir ein Bedürfnis, meine Ansicht möglichst nachvollziehbar darzulegen.

Mit den besten Grüßen

Positiv.

Der Ingenieur der Hölle

WernerH, Donnerstag, 01.10.2015, 20:53 vor 4046 Tagen @ Positiv (2911 Aufrufe)

Hallo Positiv,

bist du der Geist, der stets verneint und nennst dich deswegen andersherum POSITIV.

Hellinger - das ist ein Anagramm für (den) Ingenieur aus der Hölle.

Dabei belasse ich es hiermit und bitte im übrigen, dass du dich zu den reichlich verfügbaren Psycho-Foren trollst.

Bei letzterem ist mir wirklich ernst.

666 Grüße
WernerH

sich trollen

Baldur, Donnerstag, 01.10.2015, 21:32 vor 4046 Tagen @ WernerH (2819 Aufrufe)

Hallo, WernerH,

Du schüttest das Kind mit dem Bade aus.

Nie wäre ich von selbst darauf gekommen, einer solchen Aufstellung beizuwohnen.
Jedoch plant es das Leben oft anders, als man es selbst gerne hätte.

Kurzer Rede kurzer Sinn, auch ich war schon mal "Figur" in einer Aufstellung.
Das mit den Wahrnehmungen konnte ich selbst ebenfalls erfahren. Das wissende Feld existiert also. Was spricht dagegen, sich dessen zu bedienen?
Information ist als solche völlig neutral vorhanden.

Allerdings interpretiert der Leiter das Geschehen, das Gesehene und Gehörte durchaus, er leitet es ja, und zieht möglichweise auch mal falsche Schlüsse aus den gemachten Aussagen.
Dass es zudem Suggestion, hypnotische Beeinflussung, Gedankenlesen und Co. gibt, beweist jeder erfolgreiche Mentalist.
Ist der Leiter hingegen selbst medial veranlagt, ergeben sich oft wertvolle Erkenntnisse.

Seh das doch wie die Erfahrungsheilkunde. Wer heilt, hat Recht.

Du hast ja die freie Wahl, Dich davon fernzuhalten. Positiv hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Hellinger unmstritten ist. Aber wer ist das nicht. Auch Prof. Hackethal war umstritten.

Schauungen sind noch umstrittener. Und die, die sie für "wahr" halten, noch mehr. Also, wo ist das Problem?

Beste Grüsse vom Baldur

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Rußland als Verbündeter

Taurec ⌂, München, Donnerstag, 01.10.2015, 21:55 vor 4046 Tagen @ Positiv (2888 Aufrufe)

Hallo!

Nochmal: Ich weiss nicht, WIE es funktioniert und es ist mir auch egal – da bin ich Pragmat – manche sprechen von „morphogenetischen Feldern“, andere vom „Great Spirit“, wieder andere von „Channeln“... ich selbst habe keine konsistente Theorie dazu, nur die sehr oft bestätigte Erfahrung, dass ein Stellvertreter entweder detailliete Infos bezüglich der Vergangenheit bringt (die er rational betrachtet nicht haben kann, weil er der Person, die er stellvertritt, nie begenet ist) oder konkrete Ansagen zur Zukunft, welche sich Tage, Wochen oder Jahre später bewahrheitet haben. Im Kleinen und im Großen.

Interessant. Womöglich wird hier ähnlich wie bei Perinciolis Hypnoseexperimenten oder Fernwahrnehmung durch intuitive Einfühlung eine quasi-hellseherische Ebene angezapft, aus der richtige Informationen gewonnen werden können. Die Verunreinigung durch eigene Vorstellungen, Ideen, Wünsche, Befürchtungen dürfte wie bei allen Techniken, die Informationen suchen, extrem hoch sein nach dem Motto: man bekommt immer eine Antwort, auch wenn nichts zu erfahren gibt. Notfalls wird mit eigenen psychischen Inhalten aufgefüllt.

Ich schreibe all das, um die mehrfach geschauten russischen Soldaten etwas in Relation zu setzen. Meine unmaßgebliche persönlich Meinung ist, dass sie als Befreier kommen könnten – wenn man sie denn willkommen heißt. Zeitrahmen? Keine Ahnung. Aber ich beobachte mit großem Interesse, das Hellinger (im stolzen Alter von nunmehr 90 Jahren) seine Aktivitäten in Russland sehr intensiviert hat und dort regelmäßig Großveranstaltungen leitet und ebenso regelmäßig in TV-Interviews zu sehen ist, wo er mit Respekt und mit Interesse für sein Lebenswerk behandelt wird. Dort wird er von den Medien nicht geächtet, wie in seiner Heimat Deutschland.

Die Idee, daß uns Russland helfen könnte, ist allerdings nicht neu und wird z. B. von mir hier und im gelben Forum kolportiert. Auch in anderen Foren, auf Pegidaveranstaltungen usw. schlägt das immer wieder durch. Es scheint im Volk allmählich zu dämmern und sich zu verbreiten.

Nicht zuletzt gibt es im Wechselspiel der Großmächte für Deutschland in seiner Mittellage nur einen natürlichen Verbündeten, wenn es gegen die angloamerikanische, demokratische Hegemonie geht, nämlich Rußland. Die Idee ist eigentlich zwangsläufig und uralt. Die Einbindung Rußlands war schon für Bismarck wichtig zur Absicherung des Reiches und Jahrzehnte zuvor gegen Napoleon. Es wundert daher nicht, wenn sie an geeigneter Stelle aus dem Unbewußten hochkommt.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
―
„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Bin mehrfacher Hellinger-Geschädigter

WernerH, Donnerstag, 01.10.2015, 22:03 vor 4046 Tagen @ Baldur (2680 Aufrufe)

Geschätzter Baldur,

von Heilung war hier nicht die Rede. Wer H.s Dienste bzw. die seiner Lehre in Anspruch genommen hat und dem es dadurch seither besser geht, dann soll es halt so sein.

Hellinger hat eine umfassendes Studium der Kath. Theologie, der Philosophie und der Pädagogik betrieben und kennt mit Sicherheit die Werke von Spengler, Blüher, Guardini und Thomas von Aquin (um nur einige Geistesgrößen zu nennen). Es ist eine Schande, dass ein Mann seiner Couleur sein Wissen für solch einen Mumpitz missbraucht, den er unter die Leute streut.

Was seine therapeutische Arbeit angeht - nun ja - Familie hat oder hatte so ziemlich jeder mal von uns ... und das Hineinversetzen in gewisse Umstande der Vorfahren ersetzt noch keinen Gedankengang.

In den letzten zwanzig Jahren kreuzten so einige Hellinger-Jünger(innen) meinen Lebensweg und ich muss schon sagen, die hatten nicht gerade eine kleine Meise mit Hang zur eklektischen Überhöhung.

M.E. hat der Name Hellinger und alles was damit zu tun hat, in unserem Forum nichts zu suchen.

Warum? - Erkenntnisgewinn gleich null.

Man muss an ihm und/oder seine Lehren glauben.

Und die Diskussion mit Glaubenseiferern kennt dieses Forum leider zu Genüge.

Beste Grüße
WernerH.

Die Falle der Interpretation

Positiv, Donnerstag, 01.10.2015, 22:09 vor 4046 Tagen @ Baldur (2332 Aufrufe)

Hallo Baldur,

Allerdings interpretiert der Leiter das Geschehen, das Gesehene und Gehörte durchaus, er leitet es ja, und zieht möglichweise auch mal falsche Schlüsse aus den gemachten Aussagen.

so ist es und genau das ist die einzige Falle, in die ein Aufsteller tappen kann: er fängt an, zu interpretieren.

Und weil B.H. das natürlich auch weiß, beginnt er seinen Satz auch mit "Ich habe so eine wilde Phantasie".

Beste Grüße,

Positiv.

Klarstellung

Positiv, Donnerstag, 01.10.2015, 22:18 vor 4046 Tagen @ WernerH (2546 Aufrufe)

Hallo WernerH,

In den letzten zwanzig Jahren kreuzten so einige Hellinger-Jünger(innen) meinen Lebensweg und ich muss schon sagen, die hatten nicht gerade eine kleine Meise mit Hang zur eklektischen Überhöhung.

ja, solche Gestalten gibt es viele und nicht wenige betrachten sich nach einem Wochenendseminar als selbsternannte "Aufstellungsleiter". Aber was sagt das konkret über eine Methodik aus, dass sich auch Spinner dazu hingezogen fühlen?

M.E. hat der Name Hellinger und alles was damit zu tun hat, in unserem Forum nichts zu suchen.
Warum? - Erkenntnisgewinn gleich null.

Dem widerspreche ich.

Man muss an ihm und/oder seine Lehren glauben.

Das ist Bullshit. Es geht eben nicht darum, irgendetwas zu glauben, sondern es ist ein Weg der ausschließlichen Selbsterfahrung.
Aus diesem Grunde verlinkte ich auch das komplette Video, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann, wie und in welcher Reihenfolge die Wahrnehmungen der Stellvertreter ans Licht kommen.

Beste Grüße,

Positiv.

Der zweite Beweis

WernerH, Donnerstag, 01.10.2015, 22:22 vor 4046 Tagen @ Positiv (2461 Aufrufe)

Danke Positiv,

besser hättest du das von mir hierzu Geschriebene nicht unterstützen können.

Und Tschüss
WernerH

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Bitte sachte

Taurec ⌂, München, Donnerstag, 01.10.2015, 22:33 vor 4046 Tagen @ WernerH (2505 Aufrufe)

Hallo!

Ich kenne mich mit Hellinger und Aufstellungen nicht im geringsten aus.

Was ich sehe: Du hast offenbar schlechte Erfahrungen gemacht und reagierst jetzt allergisch. Was diese Erfahrungen waren, weiß ich nicht.

"Positiv" hingegen tritt noch nicht missionarisch auf, worauf ich allergisch reagieren würde.

Statt Vorwürfen, welche die Diskussion vorzeitig zum Abstürzen bringen, würde ich mir von kompetenten Kritikern eine Begründung wünschen, warum die Methode zur Gewinnung präkognitiver Informationen nicht oder doch geeignet sei, damit hieraus auch ein allgemeiner Erkenntnisgewinn entsteht.

Wir hatten hier immer wieder Leute, die mit ihrer Methode hausieren gehen, z. B. mal jemanden aus der Remote-Viewer-Ecke, der nicht diskutieren konnte.
Wenn die Diskussion nicht funktioniert, merke ich das schon und mache das Thema zu.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
―
„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Damals für mich unvorstellbar

Positiv, Donnerstag, 01.10.2015, 22:36 vor 4046 Tagen @ Taurec (2623 Aufrufe)
bearbeitet von Positiv, Donnerstag, 01.10.2015, 22:43

Hallo Taurec,

Die Verunreinigung durch eigene Vorstellungen, Ideen, Wünsche, Befürchtungen dürfte wie bei allen Techniken, die Informationen suchen, extrem hoch sein nach dem Motto: man bekommt immer eine Antwort, auch wenn nichts zu erfahren gibt. Notfalls wird mit eigenen psychischen Inhalten aufgefüllt.

ja, die Psyche inkl. Erinnerungen, Moralvorstellungen, Persönlichkeitsstruktur usw. färbt die Aussagen der Stellvertreter immer.

Ich selbst sehe einen Unterschied zwischen "Informationen suchen" und "Eine Absicht haben". Letzteres ist der Ansatzpunkt für eine gelungene Aufstellung. Oftmals geht eine Aufstellung auch in eine völlig andere Richtung, als der Klient will ;-) oder der Aufsteller vermutet. "Suchen" funktioniert nach meiner Erfahrung nicht.

Es kommt durchaus vor, dass (relaxte Stellvertreter, welche nichts "beweisen wollen" vorausgesetzt) ab einem gewissen Punkt keine Informationen mehr bekommen. Dann ist die Aufstellung an diesem Punkt zu Ende.

Es kommt auch vor, dass man Stellvertreter austauschen muss, weil die kommenden Informationen zu nah an ihrem eigenen ungelösten Themen/Traumata liegen, so dass sie hochgradig persönlich verfälscht werden. Das spüren i.d.R. alle Anwesenden, dass es "nicht mehr stimmig" ist - z.B. weil es das Verbalisierte im krassen Gegensatz zur Körpersprache steht.

Gegen Mißverständnisse: Natürlich ist diese Technik genau so fehlbar, wie die Menschen, welche sich ihrer bedienen.

Die Idee, daß uns Russland helfen könnte, ist allerdings nicht neu und wird z. B. von mir hier und im gelben Forum kolportiert. Auch in anderen Foren, auf Pegidaveranstaltungen usw. schlägt das immer wieder durch. Es scheint im Volk allmählich zu dämmern und sich zu verbreiten.

Ich fand es interessant, dass verlinktes Video von einem Seminar aus dem Jahre 2012 ist.

Nicht zuletzt gibt es im Wechselspiel der Großmächte für Deutschland in seiner Mittellage nur einen natürlichen Verbündeten, wenn es gegen die angloamerikanische, demokratische Hegemonie geht, nämlich Rußland. Die Idee ist eigentlich zwangsläufig und uralt. Die Einbindung Rußlands war schon für Bismarck wichtig zur Absicherung des Reiches und Jahrzehnte zuvor gegen Napoleon. Es wundert daher nicht, wenn sie an geeigneter Stelle aus dem Unbewußten hochkommt.

Ja, es ist u.a. bei Zbigniew Brzeziński in Buchform nachzulesen, dass das der geopolitische Albtraum der Amerikaner wäre.

Es war nicht meine Absicht, hier etwas revolutionär Neues zu schreiben. Es ging mir hauptsächlich um ein Indiz aus einer völlig anderen Ecke, als den wohlbekannten.

Beste Grüße,

Positiv.

Wissenschaftlicher Diskurs vs Empfindlichkeiten

WernerH, Donnerstag, 01.10.2015, 22:53 vor 4046 Tagen @ Taurec (2386 Aufrufe)

Hallo Taurec,

WernerH:
"M.E. hat der Name Hellinger und alles was damit zu tun hat, in unserem Forum nichts zu suchen.
Warum? - Erkenntnisgewinn gleich null."

Positiv:
"Dem widerspreche ich."

Positiv widerspricht mir ohne Begründung. Wo bitte ist aber der Erkenntnisgewinn?

WernerH.
"Man muss an ihm und/oder seine Lehren glauben."

Positiv:
"Das ist Bullshit. Es geht eben nicht darum, irgendetwas zu glauben, sondern es ist ein Weg der ausschließlichen Selbsterfahrung.
Aus diesem Grunde verlinkte ich auch das komplette Video, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann, wie und in welcher Reihenfolge die Wahrnehmungen der Stellvertreter ans Licht kommen."

Verzeihung Taurec, aber ich erlaube mir, hier durchaus verschnupft zu reagieren.

Deine neutrale wissenschaftliche Herangehensweise ehrt dich, allerdings erstaunt mich dein Unwissen über Hellinger bzw. dessen Lehre. Diese in zwei oder drei Sätze zusammen zu fassen, würde mich hier überfordern, ggf. kann mir Ulrich aus der Patsche helfen.

Mit einer Eigenrecherche wirst du noch am ehesten herausfinden, warum ich bzgl. Hellinger den Alarmknopf gedrückt habe.

Nur ich verabschiede mich aus diesem Faden, wollte dir nicht ins Gehege kommen.

Gruß
WernerH

Angebot, Nutzen, Sucht

Baldur, Donnerstag, 01.10.2015, 23:06 vor 4046 Tagen @ WernerH (2399 Aufrufe)

Hallo, WernerH,

in meinem Nachbarschafts-Umfeld gab es auch mal Leute mit religiösem Wahn. Völlig gaga aus meiner Sicht. Legten sich stundenlang gemeinsam nebeneinander aufs Bett und beteten für irgendwas. Viele andere gehen zwar in die Kirche, aber glauben längst nicht alles, was gesagt wird, bilden sich eine eigene Meinung, und sind ansonsten ganz normal.

Zwei Häuser weiter wohnte ein Ehepaar mit Wünschelrutenwahn (die meinten, unter ihrem Hause seien in ca. 100 Metern Tiefe irgendwelche Artefakte). Es gäbe Schwingungen in ihrem Hause, die davon kämen. Das ging soweit, dass sie den Freitod wählten.

Mir hat ein Ingenieur auch mal das Rutengehen beigebracht, aber vom Wahn bin ich hoffentlich weit entfernt. Dass es ein Anzeigeinstrument für die unglaublichsten "Störeinflüsse" sein kann, habe ich erst entdeckt, als ich mich darauf einliess, einfach schaute, was sich ergab. Natürlich merkte ich ebenso, wie stark die Selbstbeeinflussung ist.

Glückspiel kann süchtig machen, auch ich sah Leute, die übelst davon getrieben wurden und alles verspielten, was sie auch immer in die Finger bekamen.
Ich gehe gerne ins Casino, sehe, beobachte, analysiere, berechne Wahrscheinlichkeiten und erkenne wiederkehrende Auffälligkeiten des Zufalls, vor allem freue ich mich über auftretendes Vorwissen, aber habe noch nicht einen Moment meine Kontrolle verloren.

Will sagen, Du findest überall Möglichkeiten, um daran "spinnert" zu werden. Wenn so eine Veranlagung da ist, wird sie sich irgendwo manifestieren.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Hellinger & Co. als Anknüpfungspunkt für Sucht und Realitätsverlust anbieten, das tut die Medialität aber auch, in die ich ziemlich weit reinsehen durfte, und darin nichts bedrohliches, aber sehr viel hilfreiches fand.

Und wenn es keinen Hellinger mehr gibt, gibt es noch Wahrsager und Kartenleger und den Herrn mit dem strengen Blick aus den Kleinanzeigen, und Astro-TV, und und und.

Wenn es schliesslich nach einigen Leuten in meinem ehemaligen familiären Umfeld ginge, wäre das Schlimmste von Allem die Beschäftigung mit Schauungen, das sei ja völlig idiotisch. Es wäre ja nur real, was man mit der Hand anfassen könne.

Dazwischen muss wohl jeder von uns individuell seinen Standpunkt finden.

Der Aufstellungsleiter damals war ein Arzt und für mich glaubwürdig, daher vertraute ich ihm. Die Ergebnisse waren unerwartet und liessen sich später verifizieren. Ich fand auch heraus, dass viele Leute im Lebensberatungsbereich das Aufstellungssystem fest in ihre Arbeit integriert haben, wie auch die Kinesiologie. Es ist eines von vielem.

Wenn Du ein (mittelbares) Opfer wurdest, kann ich Deine Abneigungen sehr gut nachempfinden.
Wir haben hier im Forum aber auch Geschädigte von religiösem Wahn, insofern ist das Problem als solches (Abhängigkeit, Sucht, Wahn, Realitätsverlust) leider alles andere als selten.

Beste Grüsse vom Baldur

Zum Diskurs

Positiv, Donnerstag, 01.10.2015, 23:45 vor 4046 Tagen @ WernerH (2357 Aufrufe)

Positiv widerspricht mir ohne Begründung. Wo bitte ist aber der Erkenntnisgewinn?


Der Erkenntnisgewinn durch Aufstellungsarbeit ist gegeben - für Stellvertreter, Zeugen und den Aufsteller.

Deine neutrale wissenschaftliche Herangehensweise ehrt dich, allerdings erstaunt mich dein Unwissen über Hellinger bzw. dessen Lehre. Diese in zwei oder drei Sätze zusammen zu fassen, würde mich hier überfordern, ggf. kann mir Ulrich aus der Patsche helfen.

Mit einer Eigenrecherche wirst du noch am ehesten herausfinden, warum ich bzgl. Hellinger den Alarmknopf gedrückt habe.

Am gründlichsten wurde die Person Hellinger von Dr. Wilfried Nelles zerlegt. Ein komplettes Buch lang. Dieses hier.

Da bleibt kein gutes Haar übrig. Der klassische Vatermord. Hellinger war sein Lehrer.

Jetzt distanziert er sich ausdrücklich von ihm, aber nicht von der Technik.

Er ist übrigens selbst aktiver Aufsteller - selbstverständlich mit von ihm weiterentwickelten Details der Technik. ;-)

Beste Grüße,

Positiv.

@ WernerH

Ulrich ⌂, München-Pasing, Freitag, 02.10.2015, 02:19 vor 4046 Tagen @ WernerH (2421 Aufrufe)
bearbeitet von Ulrich, Freitag, 02.10.2015, 02:49

Hallo WernerH,

Diese in zwei oder drei Sätze zusammen zu fassen, würde mich hier überfordern, ggf. kann mir Ulrich aus der Patsche helfen.

welche Patsche ?

Daß die Methode "funktioniert" weiß ich, aber der Satz "Wer heilt hat recht" (Baldur), macht für mich nur Sinn, wenn man Heilung definiert, und daß alles was "funktioniert" auch gut und wünschenswert ist, daran zweifle ich nicht nur hinsichtlich Kernspaltung und Gentechnik.

Hellinger hat Feinde wie Colin Goldner, das spricht für ihn, nicht gegen ihn, und was andere als Arroganz bezeichnen erscheint mir als verständliche und gerechtfertigte demonstrative ihr-könnt-mich-mal-Haltung den etablierten futterneidischen Psychobabble-Lebenshilfe-Monopolisten gegenüber.

Habe mehrmals Aussagen von ihm, die seine Kritiker als "Zitate" anführten, im Originaltext und Zusammenhang nachgelesen und musste feststellen, daß sie vorsätzlich sinnentstellend verwendet wurden.


Trotzdem meine ich, daß Hellinger - grundsätzlich - auf dem Holzweg ist:
"Hellingers Grundkonzept
Hellinger postuliert als systemische Grundbedürfnisse des Menschen die drei Bereiche Ausgleich, Ordnung, Bindung (Zugehörigkeit). Nach eigenen Angaben war sein maßgeblicher Verdienst zur Aufstellungsarbeit bloß das Erkennen der Wesentlichkeit des Bereichs der Zugehörigkeit – dass niemand aus dem System von der Zugehörigkeit (zum System) ausgeschlossen werden darf. ..."

https://de.wikipedia.org/wiki/Bert_Hellinger

Was auf den ersten Blick so nachvollziehbar scheint, habe ich nach der Lektüre von Hellingers Büchern ganz anders in Erinnerung: Zugehörigkeit zum System (Partnerschaft, Familie, Sippe, Nation, Volk, Primaten, Säugetiere, Mehrzeller... was auch immer) hat m. E. bei Hellinger den obersten Stellenwert, erst daraus leitet er Gesetzmäßigkeiten bzgl. "Ausgleich" und "Ordnung" ab, ordnet diese der "Zugehörigkeit zum System" unter, was die Wertigkeit m. E. auf den Kopf stellt und woraus für mich folgt, daß seine Art der Erkenntnisgewinnung in einer Gruppe ->>> hinsichtlich des Forums-Thema <<<- bestenfalls in die Niederungen der Artikulierung kollektiver Befürchtungen und Ängste einerseits oder rosaroter Heile-Welt-Wünsche andererseits führt.

„Ich habe so eine wilde Phantasie: Wie könnte die Kriese in Europa überwunden werden? Nur durch Russland. Wenn es dazugehören darf.“
Wer hätte das gedacht... Der "Erkenntnisgewinn" ist durch die oberste Prämisse, "Zugehörigkeit", bereits definiert und steht damit auf dem Niveau von Otto Waalkes Rembrandt-Quiz: https://www.youtube.com/watch?v=UjOyIYGCou4

M.E. hat der Name Hellinger und alles was damit zu tun hat, in unserem Forum nichts zu suchen. Warum? - Erkenntnisgewinn gleich null.

Dem widerspreche ich.

Zu dem hier im Forum bereits ausführlich diagnostitierten Adlmeier-Irlmaier-Kreisch-Syndrom "die Russen kommen" käme mit Hellinger womöglich als Kontrast "Ausgleich" :rotfl: , ein Hellinger-induziertes "Russen-Umarmungs-Ritual" beim nächsten Forum-Treffen. Weltpolitik als mentaler Streichelzoo. Igitt.

Wenn der notorisch Lebenshilfe-spendende Hellinger gelegentlich einen Astrologen aufsuchen würde (ein zweit- oder drittklassiger tut's auch), könnte der ihm zu erklären versuchen, daß er mit seiner Mars-Saturn-Konjunktion im Skorpion im Quadrat zum Neptun im Löwen geneigt ist, sein eigenes weinerliches Luxus-Problem der Zugehörigkeit/Nichtzugehörigkeit der Welt aufzuschwatzen und ihn außerdem vielleicht dazu ermuntern, der "Ordnung", dem "Schicksal" durch gelebtes Leben im Alltag statt mit organisierten pastoralen Ritualen in Gruppen gerecht zu werden. Ist aber nicht damit zu rechnen, dass ein "Wissender" wie Hellinger sich einer solchen Kritik aussetzt.

Mein serbischer Wirtschaftsflüchtling (vierbeinig, 5 Monate alt, zugewandert in Erwartung eines "besseren Lebens", alimentiertes Bio-Fleisch usw.) besteht jetzt auf seinen nächtlichen Spaziergang, Gute Nacht.

Gruß
Ulrich

Saubere Einführung

Hinterbänkler, hinterm Wald im Emmental, Freitag, 02.10.2015, 14:41 vor 4045 Tagen @ WernerH (2326 Aufrufe)

Hallo,

ich wollte nur sagen, dass ich extrem davon beeindruckt war, wie @Positiv den Thread gestartet hat. Wie er die Umstrittenheit seines Lehrers anerkannt und mehrfach betont hat, ohne jeglichen Anflug von Rechthaberei. Dies verhindert natürlich nicht das Antriggern von psychologischen Mustern bzw. entsprechenden Reaktionen.

Er hat einen interessanten Gedanken zu einer hier grundlegenden Diskussion beigetragen. Mehr nicht und nicht weniger.

Ich finde es schön, wenn man wieder ein Puzzlestein anlegen kann, auch wenn von dem 2.500er Puzzle noch nicht mal der grobe Rahmen gelegt ist und die meisten Puzzlesteine noch gar nicht ausgepackt sind...

Danke.

Gruß
Hinterbänkler

Geopolitische Sachzwänge

Joe, Freitag, 02.10.2015, 20:40 vor 4045 Tagen @ Taurec (2386 Aufrufe)

Hallo taurec,

manchmal sind es einfache geopolitische Sachzwänge die zu bestimmten Ereignissen führen. Die Kunst wird wohl daran liegen Entscheidungen aus den Sachzwängen indirekt und 'Bande' in die gewünschte Richtung zu lenken.

Wenn Mitteleuropa von einem übermächtigen Gegener in eine Notlage gebracht wird dann wird es sich Verbündete suchen. Im Norden, Süden gibt es keine starken Verbündete, da bleibt nicht viel Spielraum.

Gruss, Joe

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

WielandSchmied, Montag, 05.10.2015, 13:40 vor 4042 Tagen @ Positiv (2775 Aufrufe)

Ich bin seit ca. 3 Jahren ein stiller Mitleser in diesem Forum. Zum Thema Schauungen selber kann ich wenig beitragen. Ich hatte nur eine und die hatte nur zum Inhalt, dass das Leben weitergehe. Allen Krisen zum Trotz wird die Menschheit überleben. Also eine ziemlich triviale Erkenntnis, die nichts desto Trotz Trost spendet.
Zum Thema Aufstellungsarbeit kann ich aber etwas beitragen, da ich auch schon einige hinter mir habe:-) Wenn ich das ganze esoterische und mystische Brimborium weglasse, dann reduziert sich Aufstellungsarbeit auf eine Methode, die Beziehungsgeflechte sichtbar macht. Verbal lassen sich solche Beziehungen schwer beschreiben. Man muss ein hervorragender Romancier um eine adäquate Beschreibung der Beziehungen eines Menschen zu liefern. Während ein wie in der Aufstellungsarbeit vermitteltes Bild vielen Menschen unmittelbar einleuchtet. Insbesondere mit dem Vorteil, dass der Aufstellungsleiter in der Lage ist, die dynamischen Veränderungen anzuleiten, die sich ergeben, wenn der Klient sein Verhalten ändert. Diese Methode hat nicht Hellinger erfunden, sondern V. Satir. Hellinger war derjenige, die sie im deutschen Sprachraum bekannt gemacht hat. Bei Satir selber war die Aufstellung einfach nur ein therapeutisches Hilfsmittel, mit dem sie versuchte problematisches Verhalten bei ihren Klienten zu verändern. Leider hat Hellinger, seine Verdienste um diese Art von Arbeit bleiben davon unberührt, verabsäumt ein valides theoretisches Konzept dafür zu entwickeln und an Stelle dessen, sich mit allerlei Hokuspokus zu umgeben.
Grundsätzlich würde ich verneinen, dass die in der Aufstellungsarbeit gezeigten Zukunftsbilder irgendein unveränderliches Schicksal zeigen. Therapeutisch zeigt sich immer, dass der Klient die möglichen Lösungsbilder selbst herbeiführen muss. Man spricht dann vom Vollzug. Mit anderen Worten, wenn der Klient z.B. mit einem anderen Menschen im Streit liegt, dann muss er die Versöhnung aktiv und ehrlich wollen, ansonsten bewirkt die Aufstellung rein gar nichts. Zumindest ist das meine Erfahrung.
Weil es gerade dieses Wochenende bei einer Aufstellung Thema war. Da wurde von zwei Firmenmitarbeitern, die selbe Situation aufgestellt. Die beiden Bilder waren sich nicht im Entferntesten ähnlich, außer dass sich in beiden Aufstellungen die selben Repräsentanten befanden. Jeder der beiden Firmenmitarbeiter hatte eine andere Sicht der Dinge und hat auch eine andere Lösung bevorzugt. Insofern würde, wenn ich ein Bild der Beziehungen von Deutschland und Russland aufstellen würde, etwas ganz anderes rauskommen, als wenn dies jemand anderer tun würde, weil es grundsätzlich nur meine Sicht der Dinge ist.
Als Mittel zur Prophetie taugt meiner Ansicht nach die Aufstellungsarbeit wenig. Es sei denn, dass die Entwicklungen aufzeigen kann, die im Keim bereits in der Gegenwart vorhanden sind. Ich habe schon ein paar Mal den Tod eines Klienten in einer Aufstellung "gesehen". Aber im Grunde genommen war das nur eine logische Konsequenz eines Verhaltens des Klienten. Es gehört nicht viel dazu den baldigen Tod eines Menschen vorherzusagen, der bereits einen exzessiven Lebensstil pflegt.

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