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Gilgamesch-Epos: Wie Ziusudra (bibl.: Noah) präcognitiv vor der Flut gewarnt wurde (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier, Samstag, 25.04.2009, 19:35 vor 6122 Tagen (4479 Aufrufe)

Demnach sucht Gilgamesch seinen Urahnen auf,
der in der sumerischen Fassung der Erzählung Ziusudra heißt
und ihm die Geschichte von der Flut erzählt.

Dieser Erzählung zufolge hatte der Gott Enki
den Menschen Ziusudra vor einer Flut gewarnt,
die alles Leben vernichten wird,
und ihm geraten, ein Schiff zu bauen.

Verkompliziert wird die Situation dadurch,
dass Enki den anderen Göttern zuvor hatte schwören müssen,
über die kommende Katastrophe Stillschweigen zu bewahren.

Um seinen Eid nicht zu brechen, wendet Enki eine List an
und redet nicht unmittelbar mit dem Menschen,
sondern spricht seine Worte
gegen die aus Schilf bestehende Wand des Hauses,
in dem Ziusudra schläft.

So wird Ziusudra im Schlaf in Form eines Traumes
vor der Gefahr gewarnt. (!)
Er folgt daraufhin den erhaltenen Befehlen Enkis aus dem Traum,
reißt sein Haus ab und baut aus dem Material ein Boot.
Auf ausdrückliche Weisung Enkis
verrät er den anderen Menschen nichts von dem drohenden Untergang.

In das Boot lässt Ziusudra nun die Tiere der Steppe,
seine Frau und seine gesamte Sippe einsteigen.
Die babylonische Fassung berichtet im weiteren Verlauf
über den Ablauf der Katastrophe,
die in Form einer Flut über das Land hereinbricht
und es untergehen lässt."

BB

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- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Impuls "von aussen" ?

BBouvier, Samstag, 25.04.2009, 20:47 vor 6122 Tagen @ BBouvier (3714 Aufrufe)

Hier sind die alten Babylonier, - die was diesen Aspekt
der Metaphysik betrifft, sicherlich nicht dümmer waren,
als die Menschen der Neuzeit -,
offenbar davon ausgegangen, dass Informationen
über künftige Ereignisse als Impuls "von aussen"
ohne Zutun des Empfängers zu dessen Kenntnis gelangen
und quasi passiv nur empfangen werden.

Und nicht als in die Zukunft reichendes "Ahnen/Wissen"
eines Sehers, der gewissermassen (un?)bewusst
aktiv wird.

Gruss,
BB

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Gilgamesch;

Mario, Samstag, 25.04.2009, 22:31 vor 6121 Tagen @ BBouvier (3670 Aufrufe)

Hallo BB,

nach der heutigen Lehrmeinung weiß man ja gar nicht, ob der Herr Gilgamesch auch gelebt habe....

Es kommt aber sicher auch z.B. darauf an, - wenn man eine Eingabe von Außen bekommt oder bekommen hat/te, diese auch zuzulassen und zu deuten; auch wenn es nur für sich persönlich wäre; - und eben diese nicht als Alptraum abzutun oder zu überlegen, was die Zeitungen schon berichtet haben könnten.

Da fehlt es aber heute den meisten Menschen - und durch die jetzige, erhebliche Volksverblödung aus Röntgengeräten und den Einheitszeitungen auch erhebliches Zulassen und Verstehen des geträumten.

Solch eine Sache würde der heutige Sechserpack nicht Heute und Niemals nicht keiner mehr ernst nehmen. - Auch wenn er täglich diese Eingaben hätte.

Es gibt aber auch Ausnahmen - und die werden als Panikmacher pp. beschrieben....

Mit freundlichem Gruß:-)

Mario

--
„Wer alles verteidigt, verteidigt nichts mehr.“ - Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 - 1813

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Gilgamesch

BBouvier, Samstag, 25.04.2009, 22:40 vor 6121 Tagen @ Mario (3672 Aufrufe)

Hallo, Mario!

Der "Gilgamesch" ist eine uralte Dichtung.

Worauf ich hinauswollte ist,
wie die "Alten" das Phänomen der Präcognition
deuteten, - hier anhand des Vorauswissens
des "Ziusudra" von der bevorstehenden Sintflut.

Gruss,
BB

--
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Deutung;

Mario, Samstag, 25.04.2009, 23:42 vor 6121 Tagen @ BBouvier (3586 Aufrufe)

Hallo, Mario!

Der "Gilgamesch" ist eine uralte Dichtung.

Hallo BB,

ja, das weiß ich schon...

Da hatten wir uns (ich) vielleicht etwas mißverstanden, bzw. hatte ich mich etwas falsch ausgedrückt.
Wie Du unten schon richtig erwähntest, waren das die "Alten". Wenn heute jemand solche "Eingaben" hätte, würden diese sicher nicht mehr verstanden bzw.
nur von Eingeweihten, die sich mit der Materie befassen, erkannt werden.

Der heutige Umgang mit Voraussehen ist dämonisch nicht gewünscht - von den meisten....

Mit freundlichem Gruß:-)

Mario


Worauf ich hinauswollte ist,
wie die "Alten" das Phänomen der Präcognition
deuteten, - hier anhand des Vorauswissens
des "Ziusudra" von der bevorstehenden Sintflut.

Gruss,
BB

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das Phänomen schlechthin

BBouvier, Sonntag, 26.04.2009, 00:11 vor 6121 Tagen @ Mario (3696 Aufrufe)

Jau, Mario!

Woran ich zur Zeit bohre, ist die Frage,
ob das Phänomen sich grob wohl zwiefach darstelle:

a)
z.B. Johansson
oder Lorber (<= ja, ich weiss schon),
wo wenigstens subjektiv die Information
"von oben" kommt.

sowie

b)
z.B. einige Wochen zuvor seinerzeit
mein sicheres eigenes "Wissen", in mein
neues Auto brettere mir demnächst
hinten rechts ganz böse "Wer" rein.
Und dann krachte es ganz überraschend.
Hinten rechts.

Und daraus folgend:

Ist "a)" nur nach aussen gespiegeltes inneres Vor-Wissen
und letztlich identisch mit "b)"?
Oder agiert dort aktiv "Wer" aus dem Zeitlosen
und tütet die Information hinab, zum Empfänger?

Irlmaier jedenfalls schien nach Belieben (siehe sein Prozess)
"auf Knopfdruck" sehen zu können.
Was für eigene Aktivität spräche: => "b)"

Bei Lorber hingegen scheint eindeutig "Wer"
ihm zu diktieren.
Und eben Dinge (z.B. im physikalischen Bereich),
die der mit Sicherheit selbst nicht hat wissen können.

Was unterm Strich schliessen liesse,
die Eingangsfrage sei zu bejahen...

Gruss!
BB

--
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Tod des Gilgamesch

Franz Liszt, Sonntag, 26.04.2009, 09:18 vor 6121 Tagen @ Mario (3681 Aufrufe)

Hallo Mario,

zuufällig war gestern eine Sendung über Gilgamesch auf arte.

Mir scheint, er ist wesentlich realer als Arthus.

Das Epos, das wir kennen, ist eine Version von grob 1200 v. Chr., praktisch eine Nachdichtung. Die ursprünglichen Geschichten sind grob 1000 Jahre älter.

Gilgamesch hat vermutlich Uruk zur blühenden Handelsstadt gemacht mit der größten je existierenden Stadtmauer und schiffbaren Kanälen innerhalb der Mauern - beides heute noch sichtbar.

Auf grund des Textes "Tod des Gilgamesch" fand jemand eine Struktur nahe oder in einem Wasserlauf, die anscheinend von Menschen aus gebrannten Ziegeln gebaut wurde. Hier vermutet man das Grab Gilgameschs. Die archäoloischen Bestätigungen sind so zahlreich, dass die Existenz Gilgameschs wahrscheinlicher geworden ist.

Seine Texte spiegeln allerdings einen kulturellen Fortschritt wider, der auch ohne seine Person hätte stattfinden können, z.B. wertvolles Zedernholz aus dem Libanon für den Bau von Palästen im Zweistromland.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gilgamesch-Epos

Gruß franz_liszt

OT: Göbekli Tepe

Franz Liszt, Sonntag, 26.04.2009, 09:45 vor 6121 Tagen @ Franz Liszt (3596 Aufrufe)

Hallo,

wo wir schonmal bei den Anfängen der Kultur sind (Enkidu als Vorgänger Gilgameschs), hier noch das älteste (nach oder mit dem Garten Eden / selbe Gegend), gefunden bei Wiki über die Annunaki.

Mit der Radiokarbonmethode konnte das Ende von Schicht III auf etwa 9000 v. Chr. datiert werden, die Anfänge werden derzeit auf mindestens 11000 v. Chr. geschätzt...
Die Archäologen schätzen, dass bis zu 500 Menschen nötig waren, um die 10–20 t (im Einzelfall auch 50 t) schweren Pfeiler in den Steinbrüchen der Umgebung zu brechen und 100–500 m weit zu transportieren...
Zu Anfang des 8. Jahrtausends v. Chr. verlor der Nabelberg seine Bedeutung...
Sie wurde vielmehr planmäßig mit 300–500 m3 Erde zugeschüttet.

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6bekli_Tepe

Gruß franz_liszt

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Untergegangene Kulturen?

Taurec ⌂, München, Sonntag, 26.04.2009, 10:56 vor 6121 Tagen @ Franz Liszt (3690 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Sonntag, 26.04.2009, 11:02

Hallo!

Da wird einfach, davon ausgehend, daß wir die bisherige Spitze der menschlichen Entwicklung und die Krone der Schöpfung sind, linear in die Vergangenheit verlängert. Bei widersprüchlichen Funden kommt man dann zu solchen Erkenntnissen:
"Offensichtlich waren nicht nur sesshafte Bauern, sondern bereits Jäger und Sammler in der Lage, monumentale Kultanlagen zu errichten - oder wie es Klaus Schmidt in seinem Grabungsbericht formulierte: 'Zuerst kam der Tempel, dann die Stadt'."

Da haben also Jäger und Sammler, Nomaden nämlich, denn Seßhaftigkeit bringt Ackerbau mit sich, mal schnell ein monumentales Bauwerk in die Wildnis gesetzt, bevor sie weiterzogen.

Die Idee, daß es Kulturkreise von begrenzter Lebensdauer gibt, die einen Zyklus von Geburt, Wachstum, Tod durchlaufen und seit Menschengedenken weltweit aufkeimen und vergehen, wird gänzlich ignoriert. Das würde wohl implizieren, daß auch unserer Lebenswelt ein Ende gesetzt ist.
Womöglich haben wir hier eine der ersten Kulturen, die nach dem Sintflutimpakt (bzw. dem Ende der "Eiszeit") geboren wurden, vor uns.

Ich frage mich auch, wie der Mann auf solche Sachen kommt:
"Klaus Schmidt hält die Anlage für einen zentralen Ort für den Totenkult. Die Bestien auf den Tierskulpturen sollten die Toten beschützen."

So was kann man sicher nicht aus den Ruinen einer Kultur lesen, von der sonst nichts erhalten ist. Er hat wohl eher sein vorgefertigtes Bild von primitiven Kulturen auf seinen Fund übertragen.

"Die Pfeiler sind T-förmig, aber aus einem Stück gehauen. Schmidt interpretiert sie als 'die Verkörperung geheimnisvoller Wesen'. In den Querbalken sieht er aber nicht Arme, sondern den Kopf mit vorspringendem Kinn und Hinterkopf in der Seitenansicht, was bedeuten würde, dass die im Kreis stehenden Figuren nach innen auf die zwei mittleren Pfeiler blicken. Die sehr sorgfältig bearbeiteten Reliefs zeigen Löwen, Stiere, Keiler, Füchse, Gazellen, Schlangen, andere Reptilien und Vögel. In einer, relativ kleinen, Darstellung erkennt Schmidt einen kopflosen Menschen mit erigiertem Penis."

Mich würde interessieren, wie jemand, der in 10.000 Jahren einen gotischen Spitzbogen ausgräbt, diesen deuten würde. Vielleicht als die nach unten geöffneten Schenkel einer Frau ohne Oberleib, die zur Empfängnis bereit ist? :-P

Wie kommen die Archäologen überhaupt darauf, daß es sich um ein Heiligtum handelt?
Was schließt denn aus, daß wir da einen Königspalast, ein Parlamentsgebäude für gewählte Volksvertreter, ein Kaufhaus, eine Manufaktur oder einen Stall für Elefanten vor uns haben? (Wobei der Rest der Stadt entweder zerstört sein müßte oder noch tiefer läge.)

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Archäologen;

Mario, Sonntag, 26.04.2009, 14:59 vor 6121 Tagen @ Taurec (3630 Aufrufe)

Hallo Taurec,

Archäologen gehen immer von der Tatsache aus, daß eine frühere Kultur niemals nicht und gar nicht höher entwickelt sein könnte, als es in der heutigen modernen Welt mit unserem technischen Verständnis zu sein hat.

Wenn wir aber das Röhrengerät, das Handtelefon und das Auto weglassen würden, kämen wir der Steinzeit sehr nahe.
Stellen wir uns nun auch noch vor, daß die Chinalatschen an unseren Füßen nach einem Jahr abgefallen sind - da defekt, kommen wir auf eine Bevölkerungsdichte wie nach dem 30 - jährigem Krieg....

Mit freundlichem Gruß:-)

Mario

--
„Wer alles verteidigt, verteidigt nichts mehr.“ - Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 - 1813

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