Moin Gemeinde,
hier ein Rezept von meiner Omma aus dem Kriege:
-> Früher stand immer im Kochbuch: "Man nehme, wenn man hat...."
--> Das wird sich bald wieder rumsprechen....
Also:
Falscher Hering:
Man nehme, wenn man hat: 1/2 Liter Milch, 250 g Mehl, etwas Backpulver, 4 Eier und eine Prise Salz.
Die Milch kann man durch Wasser ersetzen und die Eier kann man auch weglassen....
Das Mehl kann man mit gemahlenem Tobinambur oder Schilfknollen ersetzen, das Backpulver mit etwas Buchenasche....
das Salz mit dem Schweiß der heulenden Nachbarskinder....
Die Eier in die Milch schlagen, Mehl einrühren --> und den Rest dazukippen.
Obacht! --> möglichst keine Klumpen rühren (Schneebesen oder einen Fichtenquirl nehmen)....
Die Schlunze soll locker von der Kelle laufen - sie soll aber nicht wie Wasser und auch nicht wie harter Durchfall sein....
Danach mit etwas Fettigkeit (zur Not geht auch ein heißer Stein)die "Eierkuchen" unter mehrmaligem wenden scharf in einer Pfanne braten.
--> abkühlen lassen....
Essig, Lorbeerblatt und Pfefferkörner mit Wasser ansetzen (aufkochen und abkühlen lassen).
Der Sud sollte sauer, aber nicht zu sauer sein....
Dann aus den Eierkuchen (Plinsen, Puffern...) Fische schneiden (z.B. Heringe
).....
--> in die Soße einlegen und 1/2 - 1 Tag ziehen lassen.
PS: Das Gericht ist praktisch Gräten-frei...
Vielleicht könnte man das Thema ausbauen und eine Rezeptesammlung erarbeiten....
Viele Grüße!
Mario
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Wer alles verteidigt, verteidigt nichts mehr. - Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 - 1813