Leinsamen, der Hammer bzgl Nährwert! (Freie Themen)

Joe, Freitag, 02.07.2010, 08:50 vor 5688 Tagen (2856 Aufrufe)

Hallo,

habe mir mal meine Leinsamenpackung angeschaut. Leinsamen bestehen aus 31% pflanzliches Fett (aber 90% die ungesättigten/mehrfach unegsättigten Anteile) und 24% Eiweiss, null Kohlenhydrate/Zucker, 38% Ballaststoffe und jede Menge Metall.
Nährwert: knapp unter 1600 kJ/100gr (knapp mehr als Getreide), d.h. mit 200 Gramm Leinsamen hat man den täglichen Kalorienbedarf abgesichert.

Mit einem 25kg Sack würde man rechnerisch 125 Tage mehr als genug (bei leichten Tätigekeiten) haben.
Pro Tag würde das heute 50 Cent kosten. Ist 20% teuerer als Getreide, aber angesichts der guten Eiweiss/Fett Gehalts sicherlich empfehlenswert.

Ach ja, Probleme mit dem Stuhlgang wird man nicht haben, d.h. viel Flüssigkeit und ein Klo in der Nähe wäre angebracht. Genauso wie eine Mühle/Mörser, ziemlich nervtötend wenn man das alles im zerkauen muss (sonst werden ja die Inhalsstoffe wohl überwiegend ausgeschieden).

Gruss, joe

ein Nachteil, blausäure

Joe, Freitag, 02.07.2010, 08:59 vor 5688 Tagen @ Joe (2831 Aufrufe)

...In Wikipeda steht:
"Leinsamen enthält cyanogene Glycoside (Linustatin und Neolinustatin). Diese Blausäure-Vorstufen entsprechen nach ihrer Umwandlung einer Menge von rund 50 mg Blausäure auf 100 g Leinsamen. Der geringe Wassergehalt der Samen, der zu saure pH-Wert im Magen und der Abbau durch Rhodanasen verhindert jedoch Vergiftungen bei Aufnahme normaler Mengen."

Lebensmittelgeschäfte und Reformhäuser empfehlen die Einnahme von zwei bis drei gehäuften Esslöffeln naturbelassenen Leinsamen pro Tag/pro Mensch,
....
http://www.frey-swiss.ch/de/tipps/leinsamen.php

--> kein Grundnahrungsmittel;

Mario, Sonntag, 11.07.2010, 23:25 vor 5679 Tagen @ Joe (2581 Aufrufe)

Moin Joe,

wenn Leinsamen so ergiebig wäre, hätte es keine Hungerkatastrophen gegeben.

Hanf ist eigentlich leicht zu ziehen und wurde früher z.B. für die Stoffgewinnung von Sackleinen angebaut.
Die Fasern sind da sehr robust.

Die Menge macht das Gift.

Ab und zu 3 Esslöffel Leinsamen bringen den Stuhl in die rote Zone.
--> besonders wenn dieser ungemörsert eingenommen wird.
Als Lebensmitte schließe ich den aus.

Da ist ein Sack Weizen viel besser (aber keinen rohen Weizen essen!!!).
Dort kann ich die Keimlinge essen oder Mehl draus machen.

Viele Grüße!:-)

Mario

--
„Wer alles verteidigt, verteidigt nichts mehr.“ - Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 - 1813

Lein (Flachs) ist nicht Hanf

WG, Montag, 04.10.2010, 20:17 vor 5594 Tagen @ Mario (2411 Aufrufe)

Moin Joe,

wenn Leinsamen so ergiebig wäre, hätte es keine Hungerkatastrophen
gegeben.

Hanf ist eigentlich leicht zu ziehen und wurde früher z.B. für die
Stoffgewinnung von Sackleinen angebaut.
Die Fasern sind da sehr robust.

Ich glaube Du verwechselst da was. Hanfsamen sind für die Ernährung sehr geeignt.
Nach Hildergard von Bingen ist Lein übrigens absolut nicht für die Ernährung geeignet.
Nur bei Verbrennungen sehr gut äußerlich anzuwenden. Halber Liter Wasser aufkochen umd drei Esslöffel darin 10 min köcheln, abseihen und wenn etwas abgekühlt den Glibber auf ein Leintuch geben und als Bandage verwenden. Häufig wechseln. Ein fetter Sonnenbrand ist in ein zwei Tage abgeheilt ohne dass sich die Haut abschält, hilft wahrscheinlich auch gut gegen verstrahlte Haut. Sollte man also im Kopf behalten.

Gruß WG

--
Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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