Danke für Deinen unermüdlichen Fleiß, Bär! (Freie Themen)

WG, Freitag, 26.11.2010, 00:12 vor 5542 Tagen (4029 Aufrufe)

Tach Bär

Gewaltfreier Widerstand ist meines Ermessens gegen eine Staatsmacht ein
wirksames Mittel wie Gandhi deutlich bewiesen hat und du nicht minder. Hut
ab vor dieser Zivilcourage.

Danke, Hut wieder aufsetzten, hatte halt nur keine Angst, weil ich eben wusste, dass ich hier nicht gegen das "Böse des Universums" antrete, dazu auch noch Deutscher bin und da wäre mehr als ein bisschen Haue natürlich eher dekonstruktiv gewesen für den Chinesen.

Ich (m) Falle von Auseinandersetzungen in der Bevölkerung, Plünderung, Raub
habe ich da meine Zweifel. Der verhungernde Plünderer trägt dich nicht
sanft zur Seite.

Ja, ja, die Assoziationen. Daran habe ich natürlich gedacht, ick meine daran, dass Du genau diese Bemerkung dazu machst ;-) . Situation ist Situation und es gibt keine zwei gleichen Situationen, nie und nimmer. Das mich Plünderer sanft irgendwohin tragen wäre ja ein Traum, am besten gleich ins Schlaraffenland, von mir aus können die dann auch etwas abbekommen, wenn sie bleiben wollen, gibt ja genug dort, habe ich gehört, sogar mehr noch als in Deinem Keller:-D
Aber es ist trotzdem erstaunlich wie innere Kräfte im Außen etwas bewirken, deswegen ja auch immer wieder mal mein sanfter Schubser in diese Richtung zur Inspiration.

Speziell Gruppen mit Migrationshintergrund reagieren sehr
sensibel auf übermächtig erscheinende Gewalt. Allein wenn du mit einem 65
Kilo schweren Molosser durch die Gegend läufst, habe ich die Erfahrung
gemacht, dass genau diese besagten Gruppen richtig gehend Angst haben,
wirklich Angst. Lasse ich ihn in entsprechenden Vierteln an der langen
Leine schnuffeln, habe ich den Gehsteig für mich allein.

Die werden die Hosen voll haben wenn sich die Stimmung hier gegen sie wenden wird, das ist garantiert so. Nicht nur ich habe hier bemerken können, dass sie seit den sarazznischen Kontroversen doch ein wenig zurückhaltender geworden sind. Klar gibt es Zusammenhalt, aber sie sind Fremde, selbst wenn sie hier geboren sind. Das haben sie klar gezeigt, können aber doch nicht aus ihrer Haut, ohne jede Wurzel stehen sie da. Reue kommt meist zu spät.

Deinen Schlittenanhänger stellst du aber hier ein, wenn er denn dann
fertig ist. So ein 3TF-Hängerschlitten gehört zweifelsohne hier gezeigt.
Ich erweitere ihn dann noch um Zuggeschirr für mollossoide Caniden und
dann ist mir das Auto freie Deutschland egal :-)

Hab schon seit fünf Jahren kein Auto mehr, dafür ein paar Kröten in der Kasse, die sonst nicht da wären. Hab mir erlaubt Dir ein paar Zeichnungen zu schicken. Schau sie Dir mal an, verbessere die Sache und dann geht's ab in die Werkstatt

Bis zum nächsten Depot sollte es dann langen.

Und für später wird das Ding auch seine Dienste tun.

Was den Fluchtort angeht, stehe ich auf Deutschland. Hier ist mein Land.
Ich gehöre hier hin, spreche die Landessprache, im Zweifel auch den
Dialekt.

Ja, der Schwedenplan hatte u.a. mit meinem fehlerhaften Bauzeitenplan zu tun. Als ich durch Euch den Kopp wieder klar bekam, habe ich diesen Plan auch erst mal unter optional abgespeichert. Aber schöne große Wälder gibt's dort schon und viele Fische. Träum ... ich liebe diese Gegend schon auch.
Aber ich bin Deutscher und gehöre hier her, ... aber die Mädels dort im Norden ... nein, führe mich nicht in Versuchung, zwei Herzen schlagen sich um mich und ich bleibe hier, aus, Schlutz, basta!

BB rechnet mit überwiegend schwach bewaffneten Plünderern.

Ja, ich auch. Wo sollen die Waffen auch her kommen. Das mit den bis auf die Zähne bewaffneten Migranten halte ich selbst hier in Neukölln für eine Mähr. Die haben massenweise Boller gebunkert, die Kinder. Die gehen hier fast jede Nacht hoch. Ich will das nicht untertreiben, aber auf dem Teppich bleiben soll auch nicht ungesund sein ;-)

Gruß nach dem Schwarzwald
WG

--
Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

Plünderer

Wizard, Berne, Freitag, 26.11.2010, 16:27 vor 5542 Tagen @ WG (3770 Aufrufe)

Moin WG

Die werden die Hosen voll haben wenn sich die Stimmung hier gegen sie
wenden wird, das ist garantiert so.

Ein Teil davon bestimmt, nämlich jener Teil, der sich ohnehin recht "normal" und angepasst benimmt. Von den Kriminellen nur sehr wenige und von den "Organisierten" wahrscheinlich gar keiner.

BB rechnet mit überwiegend schwach bewaffneten Plünderern.

Ja, beim größten Teil dürfte er da durchaus Recht haben.

Ja, ich auch. Wo sollen die Waffen auch her kommen. Das mit den bis auf
die Zähne bewaffneten Migranten halte ich selbst hier in Neukölln für eine
Mähr.

Wenn meine Infos stimmen, gibt es in De etwa 3 x so viele illegale Waffen wie legale (Dienstwaffen mitgerechnet). Sicher, die Meisten Straftäter (egal ob nun Deutsche oder Ausländer) sind eher leicht bewaffnet bzw. laufen so herum. Aber das sind sie bestimmt nicht, weil sie nicht wissen wo sie die herbekommen sollten, sondern weil sie ihnen zum Teil zu teuer sind, und sie zum Teil noch das Risiko scheuen. Viele haben Schusswaffen, die momentan noch irgendwo gut versteckt gelagert werden und so ziemlich alle wissen, wo sie bei Bedarf ganz schnell welche herbekommen.

MfG

Wizard

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

Plündern, Morden, Brandschatzen

Bär, Dienstag, 30.11.2010, 14:26 vor 5538 Tagen @ Wizard (3936 Aufrufe)

Moin Wizard,

deine Einschätzung teile ich.

Die Beurteilung wieviel im Umlauf ist, ist schwierig. Ich habe von einem, der es aus der Praxis weiß, in einem geschlossen also nicht öffentlichen Forum berichtet bekommen, dass sie quasi nie Waffen fanden, selbst wenn damit gedroht wurde, dass eine verwendet wird.

Wie auch immer, wir müssen davon ausgehen, dass es spätestens nach 3TF genug Waffen gibt, die im Umlauf sind, die übrig geblieben sind. Und wir müssen davon ausgehen, dass Menschen bevor sie verhungern sie nutzen werden.


Für mich habe ich den Schluß daraus gezogen

- die Handhabung möglichst perfekt zu beherrschen

- erstklassiges, üppig vorhandenes Material zur Verfügung zu haben auch für Zeiten wie deinen Gesehenen (13.Krieger)

- nicht ganz ohne da zu stehen wenn Sportschützen erleichtert werden von einer Rot/Grünen Regierung zum Beispiel (Jäger erfüllen eine gesellschaftliche Fuktion ohne die die Erträge der Landwirte minimiert werden würden durch Überpopulation des Wildes)

- die Baulichkeiten entsprechend zu gestalten, Sandsäcke sind billig zu haben und gestapelt ohne Sand nehmen sie keinen Platz weg, ein "Spielhaus/Turm" für unsere "lieben Kleinen" kann durchaus einen anderen Sinn haben, Zäune die natürlich nur wegen der großen Hunde so stabil sind, Natodraht auf Rollen im Lager zum Nachrüsten, zufällig günstig liegende Öffnungen, die nur zufällig Schießscharten ähneln, in den Wänden, Spiegel in denen man unauffällig beobachten kann, Türen mit brauchbarem Widerstand, so ein Rolladenkasten kann auch Beschuß hemmende Panzer(die Dinger, die runter gelassen werden sind gemeint, kein T 64) enthalten usw....

- die potenziellen Gewalttäter vorher rechtzeitig zu sehen auch mit entsprechender Technik soweit sie nutzbar bleibt

Die Menschen, mit denen ich die Zeit durchstehen möchte, sind und werden im Krav Maga und der Praxis nahen Anwendung von Waffen geschult und mental auch durch situatives Training vor bereitet.

Wo ich derezit noch Defizite habe, ist die Bereitschaft Gewalt als ultima ratio zu akzeptieren. Ich bin immer noch verhaftet in Denkstrukturen, die Gesetze als notwendig ansehen.

Da sind uns breite Bevölkerungsschichten um Einiges voraus. Die nehmen sich heute schon, was sie kriegen und werden, was ich für fatal halte, zu sehr in ihrem Verhalten bestärkt, wenn nach dem 27. Überfall immer noch ein Richter an das Gute im Mehmet glaubt und 2 Jahre nach der Tat eine Bewährungsstrafe verhängt. Ich habe einen türkischstämmigen jungen Mann kennen gelernt, der mit einer laufenden Bewährungsstrafe bereits aktuell zwei weitere Aufgriffe mit erheblichen Drogenmengen hatte. In der Tasche hatte er drei Tage nach dem letzten Aufgriff 20 Gramm einer illegalen Substanz.

Wieso auch nicht? Nach seiner Denke, dreimal (nur aktuell) erwischt und nicht einen Tag in Gewahrsam. Das ist doch Erfolg pur für seine Denkweise. Immerhin kann er davon leben ohne arbeiten zu müssen. Im Hafen Getreide zu schippen ist anstrengender als Bullen an zu grinsen, wenn er nach dem Aufgriff gleich wieder an ihnen frei vorbei laufen kann.

Da verstehen unsere Richter etwas zu wenig von der Mentalität. In seinem Denken wäre das Abschlagen einer Hand eine angemessene Strafe für Drogenhandel. Bekommt er das Strafmaß nicht, ist für ihn die Sache doch straffrei geblieben. Ob auf einem Zettel etwas von "Bewährung" steht, das stört doch nur rechtschaffene Menschen. Und selbst Tage in Gewahrsam, sind doch nichts anderes als ein Heimspiel, weil er seine Kumpels trifft und einen Intensivkurs/Fortbildungsseminar hinter den Gitterstäben bekommt.

Ich bitte dennoch, dies nicht als Migrantenschelte zu sehen. Es ist vielmehr als Systemkritik gedacht. Kritik am Nichtverstehen der Andersartigkeit. Kritik daran, dass das Maß der Strafverfolgung unangemessen genutzt wird.

Den Ärger haben wir dann, wenn keine Ordnungsmacht mehr dafür sorgt, dass die Auswüchse eingedämmt werden. Die "Erfolgs verwöhnten" routinierten Täter schwimmen dann erst mal oben auf. Sie runter zu holen müssen dann die Bürger wohl in Eigenregie hin bekommen. Mein Wunsch ist dabei, dass es verhältnismässig bleibt. Ich fürchte aber die laufenden Diskussionen und die Anhäufung von Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte werden meinen Wunsch ungehört verhallen lassen.

Bärengruß in die Heimat

Sündenböcke

Wizard, Berne, Dienstag, 30.11.2010, 23:39 vor 5537 Tagen @ Bär (3504 Aufrufe)

Moin Bär

Wie auch immer, wir müssen davon ausgehen, dass es spätestens nach 3TF
genug Waffen gibt, die im Umlauf sind, die übrig geblieben sind. Und wir
müssen davon ausgehen, dass Menschen bevor sie verhungern sie nutzen
werden.

Ja!

Die Meisten davon allerdings in Händen von Leuten die den fachgerechten Umgang damit nie gelernt haben. Die wissen zwar, wie man läd und abdrückt, mancher sogar wie man zielt (zumindest auf kurze bis mittlere Entfernungen), Aber sie wissen nicht wie man eine solche Waffe pflegt um eine möglichst lange Funktion zu gewährleisten. Das Ergebnis ist dann, das ziemlich schnell sehr viele der Waffen funktionsunfähig werden. Hinzu kommt der dann recht schnell kommende Mangel an Munition.

Wo ich derezit noch Defizite habe, ist die Bereitschaft Gewalt als ultima
ratio zu akzeptieren. Ich bin immer noch verhaftet in Denkstrukturen, die
Gesetze als notwendig ansehen.

Ja, vor dem Problem dürften (dann) die meisten "Otto Normal" stehen.

Da sind uns breite Bevölkerungsschichten um Einiges voraus. Die nehmen
sich heute schon, was sie kriegen und werden, was ich für fatal halte, zu
sehr in ihrem Verhalten bestärkt, wenn nach dem 27. Überfall immer noch
ein Richter an das Gute im Mehmet glaubt und 2 Jahre nach der Tat eine
Bewährungsstrafe verhängt.

Ja.
Ich gehe davon aus, das dieses mit voller Absicht so gehandhabt wird.

Ich habe einen türkischstämmigen jungen Mann
kennen gelernt, der mit einer laufenden Bewährungsstrafe bereits aktuell
zwei weitere Aufgriffe mit erheblichen Drogenmengen hatte. In der Tasche
hatte er drei Tage nach dem letzten Aufgriff 20 Gramm einer illegalen
Substanz.

Damit ist er ja noch fast harmlos. Ich habe mehrere Jugendliche kennen gelernt, denen vom Gericht für erhebliche Straftaten Sozialstunden verpasst wurden und die noch während des Ableistens laufend für neue Gerichtsverfahren gesorgt haben und immer wieder nur Sozialstunden bekamen. Mein liebstes Beispiel für solche Fälle war einer russischer Herkunft. Sein Lieblingsspruch: "Ich bin Russe, für mich gelten deutsche Gesetze nicht." Als ich ihn kennen gelernt habe, hatte er für 4 Straftaten insgesamt 60 Stunden abzuleisten und musste in der Zeit fast jede Woche wieder vor Gericht, wo es "Nachschlag" gab. Immer in Schritten von 10 bis 20 Stunden. Und das nicht etwa für aktuelle Sachen, sondern für Dinge die schon 6 bis 12 Monate her sind. Und fast täglich weiter Straftaten begehen. Die Latte reichte von Ladendiebstahl, Drogenhandel über Autodiebstahl, Fahren ohne Führerschein bis hin zu Körperverletzungen und bewaffnete Überfälle. Und glaub nicht, das da irgend ein Richter mal auch nur auf die Idee kam, den mal richtig zu verknacken.

Wieso auch nicht? Nach seiner Denke, dreimal (nur aktuell) erwischt und
nicht einen Tag in Gewahrsam. Das ist doch Erfolg pur für seine Denkweise.
Immerhin kann er davon leben ohne arbeiten zu müssen. Im Hafen Getreide zu
schippen ist anstrengender als Bullen an zu grinsen, wenn er nach dem
Aufgriff gleich wieder an ihnen frei vorbei laufen kann.

Genau das!
Und trifft so einer mal den Richtigen und zieht den Kürzeren, hat er den richtigen Anwalt und Richter, der dann das wehrhafte Opfer noch bestraft.

Da verstehen unsere Richter etwas zu wenig von der Mentalität.

Nee, siehe oben. Das ist Absicht.

Ich bitte dennoch, dies nicht als Migrantenschelte zu sehen. Es ist
vielmehr als Systemkritik gedacht. Kritik am Nichtverstehen der
Andersartigkeit. Kritik daran, dass das Maß der Strafverfolgung
unangemessen genutzt wird.

Jep, sehe ich ganau so.

Den Ärger haben wir dann, wenn keine Ordnungsmacht mehr dafür sorgt, dass
die Auswüchse eingedämmt werden. Die "Erfolgs verwöhnten" routinierten
Täter schwimmen dann erst mal oben auf. Sie runter zu holen müssen dann
die Bürger wohl in Eigenregie hin bekommen. Mein Wunsch ist dabei, dass es
verhältnismässig bleibt. Ich fürchte aber die laufenden Diskussionen und
die Anhäufung von Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte werden meinen
Wunsch ungehört verhallen lassen.

So in etwa, Wobei dann das "Runterholen" in vielen Fällen eher ein "Raufziehen" sein wird. Nämlich in Form eines Schnellgerichtes mit umgehender Vollstreckung, auch Lynchen genannt. Wobei ich da befürchte, das die Masse, einmal aufgestachelt und in Fahrt, nicht mehr so schnell zu bremsen ist und sich auf Verdacht gleich alles greift. Und ich hege den Verdacht, das man genau das auch erreichen wollte. Wie ich an anderen Stellen schon öfter schrieb, gehe ich davon aus, das man den Kriminellen deshalb so ziemlich alles durchgehen lässt, damit sie hinterher gut als Sündenböcke dienen können um von den wahren Schuldigen abzulenken.

MfG

Wizard

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

Danke dem Bär und seinen „Antwortschreibern“!

Kirra, Freitag, 26.11.2010, 21:20 vor 5542 Tagen @ WG (3514 Aufrufe)

Hallo,

Obwohl ich mich seit ca. 3 Jahren in diversen Foren rumtreibe habe ich noch nie so eine praxisnahe Beschreibung der zu erwartenden Ereignisse gelesen.

Ich bin auch hier schon lange Zeit Mitleser, aber jetzt muß ich einfach mal meinen Senf dazugeben, ist zwar etwas länger geworden aber wer wenig Zeit hat muß halt schneller lesen.
Ich betreibe eine kleine Landwirtschaft in einem Gebirgstal östlich vom Bodensee und verarbeite die Milch meiner Kühe zu Käse.

Ich war auch Wehrdienstverweigerer, damals noch eine harte Nuß. Ich war einer der ersten Zivildiener der kein Student war.
Damals musste ich noch vor eine Kommission nach Innsbruck die mir erklärte wenn Soldaten kommen und meinen Vater erschiessen und meine Mutter vergewaltigen würde ich mit den Händen in den Hosentaschen dabeistehen und denken das sei so in Ordnung.
Das ist jetzt mehr wie 35 Jahre her und seit ca. 2-3 Jahren habe ich „massiv“ nachgerüstet.

Mitglied bei einem Schützenverein-in Österreich muß ich mindestens einmal in 5 Jahren auf den Schießstand zum üben damit ich meine WBK behalte.
Vor 1,5 Jahren einen Hund angeschafft und am „anlernen“.
Seit 1,5 Jahren Karateunterricht, die morschen Knochen ächzen zwar manchmal aber ich kann durchaus mithalten.
Bin auch am Morsen und Amateurfunk lernen, weiß aber nicht ob ich das noch schaffe, ist grauslich zäh mit diesen Stromgesetzen Wellentheorien usw. Zeit zum lernen habe ich auch erst wenn ich spät abends müde vorm PC hocke und dann ist die Aufnahme auch dementsprechend.

Tarnen und Täuschen ist gut aber eine halbwegs funktionierende Landwirtschaft mit Tierhaltung lässt sich nun mal nicht ganz geheim halten und ist immer ein Hinweis darauf dass es evt. was zu futtern gibt.

Vorsorge für andere, für und wieder. Ich hab das Thema für mich so gelöst dass ich ans Lager nehme was geht aber obwohl ich dafür bin dass im Dorf alle gerettet,(durchgefüttert) werden sollen habe ich mich klar entschieden-wenn ich für 10 Personen 1000 Tage vorsorge sind das 10 000 Tagesrationen,(wie die dann aussehen ist etwas anderes), aber wenn das Dorf mit seinen 1000 Einwohnern Anspruch darauf erhebt dann reicht es für alle gerade mal 10 Tage, da hat auch niemand was davon.
Vor ca. 3 Jahren wollte ich auch noch so manchen umstimmen, habs aber aufgegeben, ich musste einfach zur Kenntniß nehmen, wenn jemand mit dem Auto volle Power gegen eine Betonwand fahren will dann ist das zwar tragisch und ich würde das gerne verhindern, aber ich kann mich da nicht dazwischenstellen.
Ich habe ein gutes Verhältnis mit den Nachbarn aber wenn ich auf kommende schwierige Zeiten hinweise ernte ich nur mitleidige Blicke.
Nachdem ich auch einen komischen Sammelwahn habe, und um meine Scheunen viele dieser 1000 ltr Wassertanks, die blauen 100 ltr Plastikfässer die in einer nahegelegen Firma anfallen hole ich auch alle, sowie einige Öltanks, die hin und wieder gratis zu holen sind wenn eine Heizung auf Pellets umgerüstet wird, ist allen klar dass ich halt ein bisschen nicht ganz fit bin.
Ich hoffe wenn es kritisch wird kann ich die Nachbarn überzeugen dass sie nur überleben wenn ich ungestört Milch, Käse, Butter und und ….. produzieren kann, dafür erwarte ich eine rundum Bewachung und Mithilfe, es muß jedem klar sein wenn mir die Bude abbrennt (angezündet wird) dass sie dem Untergang geweiht sind.
In meiner Umgebung wurden die letzten Jahre einige Häuser gebaut und deshalb viele junge Familien mit Kindern.Wie das geht wenn die Männer in den Krieg müssen, ich weiss nicht.
Sollten die Nachbarn nicht mitspielen wird es schwierig, denn ich kann in unmittelbarer Nähe keine Nachbarn brauchen die gegen mich sind.

Bez. Tierhaltung hast Du Dir warscheinlich schon Gedanken gemacht dass zu Beginn eines evt. Kältesommers die Heubergeräume ziemlich leer sind, im Sommer dann laut ; weiss nicht mehr von wem: man wird Schnee statt Heu einfahren, und danach einige Monate Winter.
Also auch an die Heuvorräte denken, sowie Salz.
Wobei ich befürchte, wird mir auch nicht anders gehen, die Kühe werden erst reduziert wenn das Futter knapp wird, je früher je besser, ein Drittel weniger Vieh, heißt ein Drittel länger Heu haben.

Nicht behandelt wurde das Schützen von Elektrogeräten vor EMP.
Ich denke jetzt nicht an den elektrischen Haarföhn, sondern in der Landwirtschaft laufen derzeit viele Sachen elektrisch, Pumpen, Rührwerke,Hütebube,heizen,kühlen, Starter bei Traktoren usw., gibt es überhaupt einen Schutz,genügt ein Betonbunker in der Erde, nützt ein LKW Container, der ja rundum aus dickem Eisen besteht >>>>>
Ich habe selbst viele Jahre mit dem Pferd Holz gestreift und Transporte gemacht, den Sommer über haben wir ohne Strom auf der Alpe gewirtschaftet, aber heute sind die Gebäude nicht mehr auf das ausgerichtet.
Da bei uns ebener Boden rar und teuer ist sind alle Güllekästen unterirdisch mit einer massiven Betonplatte drauf, darüber meist Stall oder Scheunen.Wenn hier die Gülle wie früher mit der Schöpfkanne heraufgeholt werden muß hat jemand eine Lebensstellung.
Wenn die Kühe dann aber nur mehr Tannenreisig als Futter bekommen dann bleibt der Mist auf den Spalten liegen und ich kann diesen aufladen.
Ohne Strom bzw. durchgeschmorte Kupferwicklungen wäre auch das Thema Holzgaser erledigt da die Zündkerzen einen Funken bringen sollten.

Was habt ihr für Meinungen zum Thema Funkenregen: Nützt ein stabiles Blechdach oder kommen solche Steine dass sowieso alles in Grund und Boden geschlagen wird?

Wenn die Lage wieder ruhig ist geb ich Dir mal Rauchzeichen, in ein paar Jahren sollte ich nämlich einen Stier und einen Ziegenbock tauschen damit ich keine Inzucht in die Herde kriege.

Schöne Grüße

Kirra (Name meines Hundes)

Der Bauer und sein Hof

Bär, Samstag, 27.11.2010, 15:35 vor 5541 Tagen @ Kirra (3977 Aufrufe)

Moin Kirra,


das ist eine der wohl interessantesten Konstellationen bei dir, die mir bisher geschildert wurden. Ein Vollerwerbslandwirt unter erschwerten Bedingungen, der die kommende Entwicklung kennt, akzeptiert und das Sinnvollste daraus machen möchte.

Aber lass es uns schrittweise durch gehen.

Die Lage deiner Scholle kannst du wohl als durchaus begnadet ansehen, südlich des Allgäus also durchaus "zwischen Watzmann und Wendelstein, da kommens nit hin". Nicht ohne Grund suche ich ein wenig weiter nördlich nach meiner Scholle. In einem anderen nicht öffentlichen Forum hat sich auch ein Vollerwerbslandwirt so seine Gedanken gemacht. Er wohnt in Bayern hat aber durchaus eine ungünstigere Situation weil eine große Stadt angrenzt. Von der dortigen Bevölkerung geht ein nicht unerheblicher Druck aus wenn die Versorgungslage enger wird.

Eine Entfernung von über 20 km zu größeren Städten, der Mensch läuft durchaus bis 40 km an Tag, also 20 hin und 20 zurück, sollte meines Ermessens gegeben sein.

Deine Situation ist nun eine Besondere. Du bist Vollerwerbslandwirt, hast die Möglichkeiten und die Fähigkeiten Nahrung zu produzieren. Gut, ab 50 aufwärts wird es mit der körperlichen Leistungsfähigkeit etwas enger, ich weiß wovon ich rede.

Für die Zukunft hast du die Perspektive deinen Betrieb weiter zu führen wie bisher, solange das Erdöl fließt. Endet der Strom wirst auch du ganz umstellen müssen. Ganz umstellen kann bedeuten, dass du

a. große Mengen an Diesel bunkerst

b. dich auf alternative mechanische Energie bzw. Pferdekraft vor bereitest, die Erfahrungen hast du ja (mein gesunder Neid ist dir sicher)

c. insgesamt mit Muskelkraft agierst, also tausche Arbeitskraft gegen Nahrung.

Version a halte ich während des Umbruchs für gefährlich. Du kannst den Diesel nicht völlig verstecken, er ist immer auffindbar. Die heutigen Schlepper vollgestopft mit Elektronik sind extrem anfällig. Allein schon Ersatzteilnachschub stellt ein Problem dar.

Fährst du munter weiter über die Wiese und um dich herum müssen alle zu Fuß laufen, wirst ganz schnell "Mode" mindestens aber deine augenscheinlichen Vorräte. Selbst "Vater" Staat wird im Mangelfall dir vielleicht ein Deputat zuweisen an Diesel aber im Gegenzug deine Produkte konfiszieren. Einige tausend Liter Deisel in deinem Stall werden sie dir eher nicht zugestehen, von den Umweltauflagen ganz abgesehen.

Version b solltest du nicht aus den Augen verlieren. Ein Pferd, das als Ackergaul arbeiten kann und von dir problemlos mit durch gezogen werden kann ist schlichtweg krisensicher, umso mehr aus der Sicht der Seher.

Die letzte Bastion, und ich denke dies wird eine allgemein bevorzugte Version werden, ist die Version Muskelkraft. Wenn dein Umfeld stabil ist, werden arbeitslose Handwerker liebend gern Handarbeit annehmen für Nahrung.

Dabei musst du aber deine eigene Sicherheit als vorrangig ansehen. Menschen sind in ihrer Not einfach gefährlich weil ihre Leiden (Hunger) deinem für sie unerschwinglichen Besitz als begehrenswert erscheinen lassen. Sprich, sie sind gewohnt durch Sozialhilfe/Arbeitgeber ihren Lebensunterhalt bestritten zu bekommen und drücken dich freiwillig oder unfreiwillig in die Rolle des Versorgers rein. Du hast dann im Zweifel für sie zu sorgen. Tust du es nicht, werden sie versuchen mit Gewalt zu ihrem "Recht" zu kommen.

Du kalkulierst heute auch Diesel, Reparaturen, Steuern usw. ein bei deinen Produkten. Künftig wäre nur um zu denken und statt Steuer, den Anteil an deinen Produkten ab geben für Körperleistung. Du wirst im Endeffekt so etwas wie ein Landlord. Ob du diese Rolle ausfüllen kannst musst du selbst beurteilen.

Auf jeden Fall kannst du tatsächlich nicht deinen Hof unsichtbar machen. Ganz abschotten nach draußen geht nicht weil du mit Überproduktion auch auf Kunden angewiesen bist damit es Sinn macht. Also ist dein Weg eher ein offensiver Weg. Ich kann eine Kuh im Zweifel eine Zeit lang verstecken und von gelagerten Vorräten ernähren. In deinem Falle ist allein der Anfall an Mist wie ein Leuchtsignal, da steht was im Stall.

Taste dich einfach an alternative Energie wie Muskelkraft, Pferdestärke heran allein um deine Leistungsfähigkeit realistisch beurteilen zu können.

Bei Sportschützen bin ichzumindest in D recht skeptisch. Die Waffen sind zentral erfasst und das ist wie ein Einkaufszettel für die Staatsmacht. Der Schütze hat fast keine Relevanz für die Obrigkeit und im Zweifel werden die Waffen sehr schnell ein gezogen. Dem Jäger werden gemeinnützige Aufgaben zu geschrieben. Sein (bedingter) Waffenbesitz ist akzeptiert. Vielleicht kannst du dich in diese Richtung noch ein wenig besser auf stellen.

Mit einem halben Jahrhundert auf dem Buckel noch Karate anfangen...du weißt, dass du einen Körper hast, um dich in kurzer Zeit Millionen Österreicher beneiden werden? Da auch der Geist augenscheinlich Schritt hält, bist du sehr krisenfest. Otto Normalaustri muss dafür Jahre lang im Fitneßstudio schwitzen und versagt auf dem Acker trotzdem.

Beim Funken strebst du die Oberklasse an. Ich habe lediglich gute Exporthandfunkgeräte angeschafft um im Nahbereich kommunizieren zu können. Eine feste Station, davor habe ich bisher kapituliert.

Deine Rechnung ist logisch und schlicht richtig. Wir beide können nur dafür sorgen, dass wir und die Unseren versorgt sind. Das ist kein Egoismus sondern Existenzsicherung.

Deine 1.000 Nachbarn, auch das müssen wir möglichst sachlich sehen, werden sich reduzieren. Für dich ist die Phase der Reduktion die schwerste Phase, ich kann mich "tot" stellen. In dieser Phase wirst du zwischen den Fronten stehen. Die kollabierende Staatsmacht hier, die Plünderer auf der anderen Seite. Mich graust es mehr vor der Staatsmacht. Nach dem Bevölkerungsschwund wird jeder der noch lebt deine wichtige Funktion kennen. Dann ist es leicht sie zur Absicherung heran zu ziehen, zur Feldarbeit zum Hochschöpfen der Gülle.

Deine Sammelleidenschaft teile ich. Allerdings muss ich die Tonnen bezahlen und derzeit habe ich schlicht zu wenig Lagerflächen. Toll, das du daran denkst. Vieles, sehr vieles, von dem, was wir heute als Müll ansehen wird einmal hohen Wert haben. Dichte Fässer aus Kunststoff gehören dazu. Ich bin ein Verfechter sich des Mülls zu entledigen seit ich mich mit Feng Shui beschäftigt habe. Das hat sich inzwischen geändert.

Wir haben begonnen Brot selber zu backen und das angefangen beim ganzen Getreidekorn. Als Ernährungsgrundlage ist das schon brauchbar. Um das Ganze ein wenig feudaler zu gestalten haben wir auch mit dem Käsen angefangen. Nach einem Kurs im Allgäu mit Käse aus Kuhmilch nach Feta Art bekommen wir, also mehr die Bärin, das meiste hin. Feste Schnittkäse gehen leider nicht wegen mangelnder Lagerungsmöglichkeiten. Und mit einem Extra-Kühlschrank für Käse möchte ich ungern anfangen.

Fette sind ohne die Erdölsklaven die wir heute haben, ein ziemliches Problem künftig. Mit einer Handpresse (Nüsse, Raps, Sonnenblumen)lässt sich das zwar hin bekommen, aber nur in recht bescheidnen Maßstab.

An tierischen Fetten geht kein Weg vorbei.

Bei den Heuvorräten möchte ich gern dein Fachwissen in Anspruch nehmen. Wie lange ist Heu, trocken gelagert, so haltbar, dass die Tiere nicht gleich tot umfallen wenn sie allein davon leben müssen? Also in den Extremszenarien mit Kältesommer und 3TF> Das ist eine für meine Kalkulation wichtige Information.

Deine Überlegungen zum EMP sind weitgehend oben behandelt. Ob nun mangelnde Ölversorgung oder durch EMP unbrauchbare Geräte, das Ergebnis ist gleich.

Ich gehe den Weg, mir eigene Ketten auf zu bauen. Zum Beispeil habe ich Zapper und Geräte für die Herstellung von Kolloidalem Silber. Die Geräte habe jeweils dreifach. Überrascht mich der EMP, ist ein Gerät hinüber. Packe ich aus Not das zweite Gerät zu früh aus, brauche ich eins in Reserve.

Batterien habe ich als Wegwerfbatterien ausreichend, also wirklich ausreichend, gebunkert. Gleichzeitig habe ich aber Solarladegeräte und alternative Ladegräte und Akkus gebunkert. Besonders für Geräte, die zur Sicherung einen Vorsprung verschaffen wie Nachtsichtgeräte sehe ich keine Alternative. Natürlich ist ein gutes Glas schon viel wert. Aber ein Nachtsichtglas mit Infrarot bietet enorm Sicherheit.

Batterien und Geräte sind zweifach im Faradayschen Käfig. Ich habe sie also in eine dichte Metallkiste gesteckt und stelle die in einen dichten Stahlschrank. Mümetall (das Mü Zeichen fehlt bei mir auf der Tastaur) wäre das einzig wirklich sichere im Falle eines extremen EMP aber das ist unter Kostenaspekten schlicht unmöglich.

100% Sicherheit bekommen wir schlicht nicht hin. Das Gelagerte kann durchaus umsonst sein. Bauteile, die gefährdet sind bei Überspannung wären doppelt gelagert und gut abgeschirmt ein guter Schritt. Einen alten Schlepper würde ich als Sicherung in den Stall stellen. Viele deiner Kollegen werden das Handtuch werfen müssen und da geht so ein alter Schlepper günstig an den Käufer.

Wegen dieser Unsicherheiten ist unsere Getreidemühle mechanisch (Diamand 525). Die Wurstmaschine, die Nudelmaschine, die Obstpresse, die Waschmaschine, der Fleischwolf haben wir alternativ als mechanische Version.

Bei allen Dingen, die du auch nach 3TF machen willst, geh einfach den ganzen Prozeß durch und dann weißt du wo du elektrische Energie brauchst. Dich mit einem Generator für die ersten Probleme autark stellen kann funktionieren, der Holzgaser würde ich mit einem alten Schlepper kombinieren. Der gibt dann mechanische Arbeit und sogar bedingt Strom. Im Zweifel muss aber neben der Version Keulen auch eine Alternative geplant sein, wie du die Euter zum Beispiel leer bekommst. Im Zweifel mit Handarbeit wobei die Bestände dann wohl deutlich reduziert werden müssen.

Eine Überlegung ist es auch wert, was du mit den gekeulten Tieren anfängst. Räuchern, eindosen und trocknen geht ohne Strom. Tiefkühlen geht nicht. Im Zweifel sind Mengen an Gewürzen und Dosen hilfreich. Oder satt Salz und Räucherofen.

Der Funkenregen wird den Schilderungen entsprechend kein Bombardement mit glühenden Steinen. Im Schwarzwald wird Steinhagel gesehen der wohl auf vulkanische Aktivitäten zurück zu führen ist. Ein Funkenregen aber sind Funken. Die durchschlagen eher gar nichts, sie zündeln aber.

Geschildert wird er meines Wissens (hier sind eher Taurec und BB gefragt) mit Funken alle 1 oder 200 Meter fallen. Die Gefahr ist also nicht, dass du erschlagen wirst. Die Gefahr ist das flächendeckende Feuer und damit verbranntes Futter, verbrannter Wald, verbranntes Heu. Um es etwas zu überspitzen, mit drei 10 kg Wasserlöschern an verschiedenen Stellen bist du verhältnismässig gewappnet. Deinen Hof musst du selbst löschen können auch ohne Strom. Je früher du löscht, desdo weniger Aufwand.

In einer Doku zu einem Impakt kamen diese Funken durch Eruptionsmaterial zu stande. Steine werden weit außerhalb der Atmosphäre geschleudert, dringen wieder ein in die Atmosphäre und fallen verglühend herunter. Natürlich perforiert dich ein Stein mit 1 cm Durchmesser dann. Aber deine Trefferfläche ist so winzig, dass du dir da keine Gedanken drum machen musst. Harte Dächer sind unwichtig. Nicht brennbare hingegen sind wichtig.

Ein Sicherheitsstreifen um dein Haus herum, in dem kein brennbares Material steht langt aus um Überschlag von außen zu vermeiden. Und innen passt du halt auf mit dem Löscher in der Hand im Zweifel.

Als Wachhund habe ich einen Molosser und einen Terrier. Zwei Mädels bekommt der 65 Kilo Brummer noch dazu. Die werden die Arbeit machen also den Hof schützen und Welpen auf ziehen. Zwei Mädels weil.... naja, er soll es besser haben als ich ;-)

Bei dem Rind denke ich an eine robuste alte Rasse geeignet für Höhenlagen. Hochleistungskühe sind für mich ganz sicher nicht geeignet. Das Hinterwälder Rind oder noch eher Dexterrind sind meine Favouriten. Wenn du damit kreuzen magst, ich setze alles daran diese Rasse durch zu ziehen. Vielleicht kannst du mir dazu etwas aus deiner Erfahrung sagen.

Ziege oder Schaf, da schwanke ich etwas. Ich mag Schaffleisch, Schafsmilch gerne. Kleinere Rassen lassen sich besser portionieren in der Subsistenz. Ziegen mit den Hörnern sind schlechter kompatibel mit den Hunden. Rinder sind ihre Hütetiere und Schafe sollten auch klappen, aber wehrhafte Ziegen die im falschen Moment die Bauchdecke der Molosser anpieksen denke ich eher sind nicht so optimal. Dazu sind die Hunde doch etwas zu schwerfällig (Cane Corso italiano). Bei Rindern klappt es perfekt mit diesen Hunden. Drei Stück davon an den Ohren hängen und jeder Bulle geht in die Knie. Und das ist genetisch determiniert brauch also nicht antrainiert werden.

Insgesamt hat dein Schreiben mich aber auf Ideen bebracht.

Der Bauer hat Möglichkeiten, Wissen, Erfahrung. Ihm fehlt die Sicherheit und andere Fähigkeiten. Er kann keinen Hof unter erschwerten Bedingungen umtreiben und gleichzeitig den Hof sichern.

Der Nächste hat die Sicherheit und einschlägige Fähigkeiten. Die Bärin kann zum Beispiel Brot backen vom Feinsten und hat gute Praxis in der Veterinärmedizin wenn auch nur im Bereich Kleintiere neben vielen anderen Fähigkeiten.

Meines Ermessens werden sich Zivilisationen um funktionierende Höfe herum etablieren. Die meisten Menschen werden unbrauchbar sein im Krisenszenario. Fast keiner sieht die Notwendigkeit sich angemessen vor zu bereiten. Die Fähigkeiten erstrecken sich oft genug nur noch darauf, gekonnt die Computermaus zu schwingen.

Sie am Leben zu halten ist mehr mit einer Intensivstation als mit einer Gemeinschaft zu vergleichen.

Ich hirne mal auf Lösungen herum um ohne das Rad neu zu erfinden, wie man daraus funktionsfähige Gemeinschaften machen könnte, ohne dass es überproportional zu Lasten eines Teils wird. Derzeit hinken meine Vorbereitungen etwas daran, dass ich versuche die eierlegende Wollmilchsau zu basteln.

Gruß auch von meinem Hund, von Berg zu Berg, der

Bär


Ps.: Ein Scharnier zu meinen drei Säulen der Krisenvorbereitung:

In der Sammlung stehen noch einige Beiträge wenn es dich interessiert

hallo, und weiter geht s

Kirra, Dienstag, 30.11.2010, 21:33 vor 5538 Tagen @ Bär (3438 Aufrufe)

“Version a halte ich während des Umbruchs für gefährlich. Du kannst den Diesel nicht völlig verstecken, er ist immer auffindbar. Die heutigen Schlepper vollgestopft mit Elektronik sind extrem anfällig. Allein schon Ersatzteilnachschub stellt ein Problem dar.“

Meine beiden Schlepper haben an „Elektronik“ nur Beleuchtung, Starter, Lichtmaschine und bei einem Vorglühanlage.
Allrad und die Differentialsperre muß ich mit Hand betätigen, aber soviel Mumm habe ich noch.
Mußte erst letztes Jahr den einen überholen und hab 13 000 € hineingesteckt, ich hoffe der hält wieder ein paar Jahre.Ich mach mir aber keine Illusionen, wenn z:B. nur ein kleines Teil in der Einspritzpumpe locker wird und einen Kolben od. so was beschädigt steht die Mühle.
Ich brauch keinen Fendt mit Preisen von 80 000 aufwärts, vollgestopft mit Elektronik.
Diesel hab ich auch „etwas“ am Lager, aber wie Du schreibst da kann auch unvorhergesehenes kommen.
Ich brauch derzeit etwa 2500 ltr Diesel im Jahr , von dem her wäre es kein Problem für ein paar Jahre vorsorgen, wenn ich aber den Strom damit auch machen muß ist bald Ebbe.
Also früher oder später wird man sich umstellen müssen.

“Version b solltest du nicht aus den Augen verlieren. Ein Pferd, das als Ackergaul arbeiten kann und von dir problemlos mit durch gezogen werden kann ist schlichtweg krisensicher, umso mehr aus der Sicht der Seher. „
Ich habe schon viele Jahre mit Pferden gearbeitet,sehne mich aber nicht danach zurück, das werde ich anderen überlassen.Einmal hat mich ein Pferd gebissen, einmal riß ein Zugstrick und ich hatte die Waage ( Verbindung zwischen Pferd und Schlitten oder Holzbloch) am Schienbein.Wenn wir an Pferdetransporte denken haben wir die uns bekannten Straßen vor Augen.Das war früher anders.Da gings mit dem Schlitten z.B. durch eine Hohlgasse mit Steinen und Wurzeln wo man immer im Schlitten mitlaufen und lenken musste damit es nicht umgeworfen hat, wehe wenn man einen Fuß zuspät zieht, der Schlitten ging unbarmherzig weiter.Dann ist vor dem Pferd ein Vogel aufgeflogen und das Pferd erschrocken und dahin usw.
Morgens um 4 Uhr aufstehen und die Pferde füttern damit sie um 7 Uhr einsatzbereit waren.Heu kurzschneiden damit die Pferde am Tag schnell was fressen konnten.
Das kommt jetzt evt. zu negativ rüber aber wenn ich an diese Zeit denke kommen mir zuerst diese Dinge in den Sinn.
Mein Vater hat mit Pferden angefangen, vorher wurden die meisten Bauernhöfe mit Rindern bewirtschaftet. Die größeren Bauern sowie einige „Lohnunternehmer“ hatten ein oder 2 Ochsen für die Transportarbeiten.

“Die letzte Bastion, und ich denke dies wird eine allgemein bevorzugte Version werden, ist die Version Muskelkraft. Wenn dein Umfeld stabil ist, werden arbeitslose Handwerker liebend gern Handarbeit annehmen für Nahrung.“
Vor ca. 50 Jahren( hab ich mir sagen lassen) sind die Arbeiter gerne zum Bauern gekommen und haben von morgens ca. 3 Uhr bis 6.30 von Hand gemäht um ein Frühstück, nachher gingen diese normal in die Betriebe arbeiten.
Um ein kg Butter habe man einen Arbeiter einen Tag bekommen. Heute ist beim Butter nicht mehr die Arbeit bezahlt die ich mit dem Herstellen habe, vom Rohstoff gar nicht reden.
.


“Bei Sportschützen bin ichzumindest in D recht skeptisch. Die Waffen sind zentral erfasst und das ist wie ein Einkaufszettel für die Staatsmacht. Der Schütze hat fast keine Relevanz für die Obrigkeit und im Zweifel werden die Waffen sehr schnell ein gezogen. Dem Jäger werden gemeinnützige Aufgaben zu geschrieben. Sein (bedingter) Waffenbesitz ist akzeptiert. Vielleicht kannst du dich in diese Richtung noch ein wenig besser auf stellen“

Flinten werden in Östereich derzeit nicht einmal registriert, wenn dann das zentrale Waffenregister kommt ändert sich das aber.
Meldepflichtige Waffen (Repetierer) kann ich an andere Personen weiterverkaufen, diese müssen über 18 Jahre alt sein.
Sehr genau ist das mit den genehmigungspflichtigen Waffen, ( Pistole, Revolver, Halbautomaten) Bei diesen wird auch die ordnungsgemäße Aufbewahrung kontolliert.


“Wir haben begonnen Brot selber zu backen und das angefangen beim ganzen Getreidekorn. Als Ernährungsgrundlage ist das schon brauchbar. Um das Ganze ein wenig feudaler zu gestalten haben wir auch mit dem Käsen angefangen. Nach einem Kurs im Allgäu mit Käse aus Kuhmilch nach Feta Art bekommen wir, also mehr die Bärin, das meiste hin. Feste Schnittkäse gehen leider nicht wegen mangelnder Lagerungsmöglichkeiten. Und mit einem Extra-Kühlschrank für Käse möchte ich ungern anfangen.“

Wenn die Kuhzahl stark reduziert wird braucht man die Milch zum Überleben bzw. Johurt, Butter und Frischkäse. Ich glaube nicht dass man dann noch die Milch hat um länger haltbare Käse zu machen.

“Fette sind ohne die Erdölsklaven die wir heute haben, ein ziemliches Problem künftig. Mit einer Handpresse (Nüsse, Raps, Sonnenblumen)lässt sich das zwar hin bekommen, aber nur in recht bescheidnen Maßstab.
An tierischen Fetten geht kein Weg vorbei. „
Ich hab mal gelesen dass es der Bevölkerung in unserer Talschaft ab dem 17 Jahrhundert wesentlich besser ging weil man sich auf die Tierhaltung spezialisiert habe und den Getreideanbau aufgelassen hat. Butter und Speck waren begehrte Exportartikel. Mit Export meine ich jetzt die ca. 30-40 km an s Land hinaus.

“Bei den Heuvorräten möchte ich gern dein Fachwissen in Anspruch nehmen. Wie lange ist Heu, trocken gelagert, so haltbar, dass die Tiere nicht gleich tot umfallen wenn sie allein davon leben müssen? Also in den Extremszenarien mit Kältesommer und 3TF> Das ist eine für meine Kalkulation wichtige Information.“

Trockenes gutes Heu ist trocken gelagert viele Jahre haltbar.Natürlich werden laufend Vitamine usw. abgebaut. In reinen Heubetrieben ist es teilweise gegen Frühjahr schon schwierig die Kühe trächtig zu kriegen weil sich das Beta-Carotin abgebaut hat.
Ich denke das große Problem ist dass kein Heu mehr vorhanden ist und nicht dass dieses jetzt wenig Vitamine enthält.


“Batterien habe ich als Wegwerfbatterien ausreichend, also wirklich ausreichend, gebunkert. Gleichzeitig habe ich aber Solarladegeräte und alternative Ladegräte und Akkus gebunkert. Besonders für Geräte, die zur Sicherung einen Vorsprung verschaffen wie Nachtsichtgeräte sehe ich keine Alternative. Natürlich ist ein gutes Glas schon viel wert. Aber ein Nachtsichtglas mit Infrarot bietet enorm Sicherheit.
Batterien und Geräte sind zweifach im Faradayschen Käfig. Ich habe sie also in eine dichte Metallkiste gesteckt und stelle die in einen dichten Stahlschrank. Mümetall (das Mü Zeichen fehlt bei mir auf der Tastaur) wäre das einzig wirklich sichere im Falle eines extremen EMP aber das ist unter Kostenaspekten schlicht unmöglich. „
Bei solchen Sachen habe ich noch einigen Investitionsbedarf, vielleicht kann ich dann noch einiges gegen Lebensmittel tauschen. Meine „Noch zu Besorgen Liste“ wächst jedenfalls schneller wie das Lager. Das liebe Geld…………………..
Allerdings ist Zeit ein großer Faktor bei der Vorsorge, je länger es geht umso mehr bring ich ans Lager. Sachen wo ich vor einem Jahr dachte das ist zu teuer gibt es per Zufall gebraucht günstig oder ich habe eine andere Lösung für dieses Problem gefunden.


“Im Zweifel muss aber neben der Version Keulen auch eine Alternative geplant sein, wie du die Euter zum Beispiel leer bekommst. Im Zweifel mit Handarbeit wobei die Bestände dann wohl deutlich reduziert werden müssen.“
Ich denke dann habe ich nur noch ca. 10 kühe und das müsste dann schon gehen.

“Eine Überlegung ist es auch wert, was du mit den gekeulten Tieren anfängst. Räuchern, eindosen und trocknen geht ohne Strom. Tiefkühlen geht nicht. Im Zweifel sind Mengen an Gewürzen und Dosen hilfreich. Oder satt Salz und Räucherofen.“
Ich verarbeite Tiere bisher nicht, das kann ich nicht und liegt mir auch nicht.( Das heißt nicht das ich das nie machen werde)Ich helfe zwar dem Metzger bis das Kalb am Hacken und die Kuh auf dem Bock liegt aber das andere macht der Metzger.Wenn die Kunden dann fragen: Hast du die Kaminwurzen auch selber gemacht erkläre ich ihnen dass man (n) nicht überall gut sein kann, ich bin bisher auf Milchverarbeitung spezialisiert.
Ich erinnerte mich dass wir früher beim Schlachten viele Dosen machten.
Wenn wir vom Arbeiten auf dem Feld nach Hause kamen und es war keine Zeit mehr zum kochen wurde eine Dose geholt und ins heiße Wasser geworfen, das war dann ein Festessen.Manchmal war eine geblähte dabei, diese wurden dann entsorgt.
Ich habe diese Maschine mit Handkurbel dann auf dem Dachboden gefunden und eine Palette Dosen mit Deckel gekauft. Die Firma hat mir die Maschine auch mit Werkzeugen versehen damit ich die neuen Dosen verschließen kann.
Leider sind die neuen Dosen gewellt, sind also nur einmal zu verwenden.Mittlerweile habe ich eine Firma gefunden die auch glatte Dosen herstellt. Diese können abgeschnitten und wieder verwendet werden. Wir haben früher die Dosen verwendet bis diese nur mehr 5 cm hoch waren. So eine Palette kostet aber über 1000 € , ist derzeit kein Thema.

“. Harte Dächer sind unwichtig. Nicht brennbare hingegen sind wichtig. „

Ich habe auf Haus und Stall diese dünnen Eternitplatten.Darunter Heustaub und Spinnweben, also reiner Zunder.
Ich habe ein Angebot vom Dachdecker für Blecheindeckung, über 40 000 €.Das muß wohl warten bis diverse Nichteisenmetalle einen höheren Wert haben.
Die Einnahmen auf so einem Hof sind derzeit extrem mickrig.Ich erklär den Leuten manchmal wenn ich eine Kuh besame kostet der Samen von 8- ca. 30 €, manchmal brauche ich 2 oder 3 Portionen bis die Kuh trächtig ist. Dann muß 9 Monate alles Gutgehen. Die Geburt, wenn es in der Nacht ist habe ich noch eine Sonderschicht,das Kalb alle paar Stunden tränken usw. Falls der Tierarzt mal kommen muß sind auch gleich 100 € weg,wenn das Kalb dann ein Stierkalb ist bekomme ich nach 14 Tagen ca. 80 €. Wenn ich 2 Patronen mit ca. 35 ml Druckertinte kaufe brauche ich auch über 70 €.
Wie es offiziell heißt kann derzeit nur mit Biogas ein ausreichendes Einkommen erzielt werden, allerdings ist da evt. auch was im Busch.

Meine Frau hat anfang Oktober einen Homöopathiekurs besucht den eine bayrische Tierärztin gehalten hat.
Diese erzählte dass die Tierärzte informiert und aufgefordert wurden, Todfälle in den Ställen mit Verdacht auf Botulismus genau zu dokumentieren und zu melden.
In einigen Landkreisen habe es in den Spitälern Todesfälle wegen Botulismus gegeben und als Ursache komme jetzt am warscheinlichsten Biogasgülle in Frage.
Ich dachte anfangs Blödsinn, in der Gülle waren immer schon Bakterien, mittlerweile sehe ich das Ganze nicht mehr als unmöglich an.
Diese Gülle hat mit normaler Gülle nichts mehr zu tun.
Da wird z.B. täglich die Futtermenge für 100 Kühe hineingebracht, also Silomais, Getreide, Gras, Mineralstoffe usw.Diese Menge wird von den Bakterien auch gefressen.Dass da eine Menge Bakterien hin und wieder auch das Zeitliche segnet ist auch logisch.
Mal nur ganz leienhaft gedacht, zur Entstehung von Botulismus ist es warscheinlich egal ob einige Kubikmeter Tierkadaver aus Millionen oder Milliarden Bakterien oder aus 10 Kühen besteht.
Ich kann mir aber nicht vorstellen dass alle mit Biogasgülle behandelten Felder aus der Lebensmittelproduktion herausgenommen werden, da werden dann halt ein paar Kolateralschäden in Kauf genommen.

“Bei dem Rind denke ich an eine robuste alte Rasse geeignet für Höhenlagen. Hochleistungskühe sind für mich ganz sicher nicht geeignet. Das Hinterwälder Rind oder noch eher Dexterrind sind meine Favouriten. Wenn du damit kreuzen magst, ich setze alles daran diese Rasse durch zu ziehen. Vielleicht kannst du mir dazu etwas aus deiner Erfahrung sagen.“
Ich kenne diese Rassen nicht direkt, kann mich nur erinnern dass es sehr genügsame Tiere sind, also für die kommende Zeit wie geschaffen.

Da ich seit langem Biobetrieb bin habe ich sowieso keine Hochleistungskühe, ich bin dabei altes original Braunvieh einzukreuzen.Ich rechne schon mit erheblichen Umstellungsproblemen und werde deshalb noch einige Ziegen anschaffen.
In den südlichen, landwirtschaftlich kargen Ländern sind häufig Ziegen zu finden und Milch geben sie auch.Die Ziege wird nicht umsonst als die Kuh des armen Mannes bezeichnet.
Ev. Bringe ich ein paar Ziegen besser über die schwierige Zeit.

“Meines Ermessens werden sich Zivilisationen um funktionierende Höfe herum etablieren. Die meisten Menschen werden unbrauchbar sein im Krisenszenario. Fast keiner sieht die Notwendigkeit sich angemessen vor zu bereiten. Die Fähigkeiten erstrecken sich oft genug nur noch darauf, gekonnt die Computermaus zu schwingen.
Sie am Leben zu halten ist mehr mit einer Intensivstation als mit einer Gemeinschaft zu vergleichen.
Ich hirne mal auf Lösungen herum um ohne das Rad neu zu erfinden, wie man daraus funktionsfähige Gemeinschaften machen könnte, ohne dass es überproportional zu Lasten eines Teils wird. Derzeit hinken meine Vorbereitungen etwas daran, dass ich versuche die eierlegende Wollmilchsau zu basteln.“

Interessante Lektüre zu diesem Thema gibt es bei Manuel, viele heute nicht mehr übliche Handwerke werden praxisnah beschrieben.
http://www.survivalpress.org/
ich will da keine Werbung machen, hab auch keine Prozente, aber hier gibt es Literatur die zu unserem Thema passt.
Ich denke da ist einfach viel Improvisieren gefragt, genau planen kann man so was nicht weil man auch nicht vorhersehen kann was in den Menschen um uns herum vorgeht. Einmal müssen wir sowieso alle sterben, die Frage ist nur wann, also jeden Tag froh sein dass am Abend alles noch halbwegs läuft und was morgen ist werden wir wieder sehen.
gruss kirra

Das Problem der Nahrungsbeschaffung

Simun, Donnerstag, 27.01.2011, 12:02 vor 5480 Tagen @ Bär (3157 Aufrufe)

Hallo Bär, Kira, Wizard, Runde


Sehr gut sind eure Analysen bzgl. der Nachkriegslage.
Aber ich merke dass wir uns hier immer etwas verschätzen wenns darum geht sich in die zukünftige Lage zu versetzen.

Plünderungen werden ja fast ausschließlich oder nur während des Krieges bzw. vor der 3TF stattfinden, dannach gibts einfach keine Menschen die Plündern können.
Und das ist es was wir nich genug einschätzen können, denn stimmen die Aussagen so werden ganze Landstriche
praktisch menschenleer sein!

Alleine wenn man bedenkt wo die ganzen Flüchtlinge die nach Westen fliehen während der 3TF unterschlupf finden werden.
Zumal wir vorsichtig davon ausgehen dass der Todesstaub der 3TF speziell in Europa am gefährlichsten sein wird.
Das bisschen Menschen was danach übrigbleibt wird sowieso schauen müssen dass es den herannahenden Winter übersteht,
angebaut und geackert wird sowieso erst im Frühling.
Und selbst da werden 3-5 Mittelgroße Acker mehr als nur ausreichend sein für die paar Überlebenden, zumal man sich auch überlegen muss wer da überhaupt noch große Flächen bestellen wird können, zumindest freies Ackerland gibt's genug
für alle!
Wichtig ist nur wer von Mitte August des Jahres X bis zum Sommer im Jahr dannach überleben kann, aber spätestens im Sommer des Jahres nach dem Krieg wird jeder (falls überlebt) mehr als genug zu essen haben!

Wenn wir davon ausgehen dass nur Einer von Zehn den Krieg, die Finsternis und den Winter darauf überlebt, dann wären dass, aufgerundet, nur noch 10 Mio. Deutsche.
Zumal auch niemand mehr in der Lage sein wird hektar-große Felder zu bewirtschaften.

Ein Bsp. an meinem Dorf:
Würde ein Bauer bei uns nur 100 Liter Diesel für den Nachkriegsfrühling bunkern oder herbekommen, so könnte sein Traktor ein Feld (zb. Weizen) bestellen welches mindestens 200 Personen ernährt, ohne Probleme, und niemand müsste Ackern. Hir geht es nicht um hochtechnologische Feldwirtschaft, sondern ums einfache Ackern bzw. Pflügen, Samen rein
und warten. Und glaubt mir, die Leute hier in Österreich wissen nicht was harte Arbeit am Lande ist.
Erst vorletzten Sommer habe hinterm Haus (Bosnien) gerodet...mit Axt, Hand und Feuer.


Ich will hier nur den Jenigen die Angst nehmen, sie müssten verhungern sofern sie nicht einen vollausgerüsteten Bauernhof besitzen.
Und selbst wenn ein Großgrundbesitzer genug Felder besitz so wird es ihm nichts nützen sofern er sie nicht bestellen kann, heißt, der Hungernde Besitzlose wird ein Stückchen vom "Ländle" bekommen und soll dann selbst zum Pfluge greifen.

Und wenn dieser Großgrundbesitzer auch noch bei der Finsternis abkratzt dann wird der Kuchen sowieso anders geteilt:-P
Wichtig ist nur wer den unmittelbaren Krieg=> womöglich Flucht, Finsternis und Winter überleben kann, und die mögliche Pestausbreitung oder Krankheiten habe jetzt ganz weggelassen.


Grüße
Simun

--
Austria est imperare orbi universo

Nahrungsmittel

Bär, Freitag, 28.01.2011, 17:09 vor 5479 Tagen @ Simun (3348 Aufrufe)

Moin Simun,


leider nicht ganz so.

Im Vorfeld der 3TF sind Nahrungsmittel knapp, zumindest aber teuer, das zeichnet sich heute bereits ab. Wir Europäer können es zahlen, aber darüberhinaus bleibt vom Lohn wenig übrig. Auf anderen Kontinenten geht dann schon der Hungertod um.

Die bösen Buben, die nichts zu futtern haben, kommen erst nach den finsteren Tagen, vorher sind das nur Menschen, die ihren gewohnten Lebenstandard mit I-Pod und Daimler nicht aufgeben wollen um für das Geld Nahrung zu kaufen. Und bis die bösen Buben Ruhe geben dauert es eine ganze Zeit lang.

Wie es in Bosnia sein wird, kann ich nicht so genau sagen. Ich setze mich überwiegend mit Süddeutschland auseinander. Und hier sehe ich eher

- im Vorfeld des Kriegs teure Nahrungsmittel, Bauern die dennoch pleite sind und nichts mehr ernten,(Quelle reale Entwicklung)

- 3 Flüchtlingswellen füllen den süddeutschen Raum im Zuge der Ereignisse, das was noch da ist reicht nicht für alle, Notstandsgesetze, Zwangswirtschaft des Staates rauben die Ressourcen aus, Nahrungsproduzenten auch in kleinem Maßstab werden ausgehoben, staatliche Lager bestehen nur für wenige Wochen, die Logistik bricht zusammen wodurch Stellen weise volle Lager die Leute ernähren aber die Meisten nicht versorgt werden können da nichts mehr verteilt wird, (Quelle Sehungen zu Flüchtlingen, Krieg in "Erdölland", gesehen Tsunamis, die sicher nicht die Riesentanker im Hafen verschonen und Erdbeben, die sicher nicht vor Erdölfördernlagen Halt machen)

- unmittelbar nach dem Krieg Einbruch der Versorgung total, marodierende Banden holen sich von denen, die noch etwas haben, viele Flüchtlinge stehen vor der Wahl zu sterben oder zu rauben, der brave Familienvater wird zum Raubmörder, anfangs finden sich hier und da noch Dosen im zerstörten Supermarkt, später auch das nicht mehr, (Quelle Sehungen und Logik nach Systemzusammenbruch)

- anschließend etwa zwei Jahre bis die Selbstversorgung anläuft in denen keiner mehr etwas vorrätig hat, ggf Hilfe aus Brasilien pp. im gewissen Umfang, bis dahin wird alles geklaut, was du nicht selbst im Bauch hast, Ernte kannst du knicken, die Hungernden warten nicht darauf, dass die Kartoffeln reif sind, sie essen sie wenn die größer als eine Stecknadel sind, dadurch auch kein Saatgut für das folgende Jahr, und wer hat schon genug Saatgut vorrätig um ein oder zwei Jahre Fehlernten zu kompensieren, (Quelle Sehungen und Logik)

- welchen Einfluß die Orientierung der Landwirtschaft zu Hybriden, die kein Saatgut sind, gentechnisch verändertem Saatgut usw. haben kann ich nicht sagen, aber einfach etwas Getreide in den Boden stecken und warten wird mit Todesstrafe belohnt, mit Verhungern weil nichts wächst aus den Hybriden und dem auf Chemie abgestimmten Getreide, (Keine gesicherte Quelle aber Praxis)

- Umstellung von Erdöl also Dünger, Treibstoffe etc. auf Handarbeit, Dreifelderwirtschaft, Bioanbau (der Not gehorchend nicht dem eignen Triebe) wird lange Zeit dauern, in der Übergangszeit weitestgehend schlechte Ernten weil keiner Ahnung hat von Ackerbau und Viehzucht, bereits heute keine körperliche Eignung zum aktiven Landleben bei fast 100 % der Bevölkerung, (Sehungen zu Stand wie 1800, Logik)

Nein, Simun, die wirklichen Probleme mit der Nahrungsmittelversorgung fangen an wenn die hungrigen Russen wegen fehlendem Nachschub (gelber Strich) hier alles leer gefressen haben in der Nähe der Kampfzonen und die Natur und die Umstellung auf Handarbeit Ernten minimiert haben, egal wie wenig Menschen dann noch zu versorgen sind. Für mich grenzt es schon fast ein Wunder, dass verschiedene Seher nahezu paradiesische Zustände sehen in der Zeit "danach". Ohne diese Sehungen ginge ich von noch extremeren Szenarien danach aus. Insbesondere würde ich auch Wizards gesehene Kälte längerfristig annehmen.

Für mich die Schlußfolgerungen:

- Vorräte für drei Jahre zumindest Grundnahrungsmittel wie Getreide und Konserven,

- nachhaltiges Saatgut für drei Versuche kaufen und einlagern oder aber selbst produzieren,

- Düngemittel und Chemie damit zumindest die erste so wichtige Ernte eingebracht werden kann,

- Wasser für die trockene Zeit vorhalten, also Quellwasser/Brunnenwasser (Bäche sind nur quellnah nicht voll Sch...e und damit Kolibakterien und darum eher nicht geeignet, außerdem fallen sie trocken zeitweise) und zusätzlich ein paar Kubikmeter Trinkwasser wenn alle Stränge reißen, zusätzlich Regenwasserbehälter da auch die Pflanzen Durst haben werden,

- Sicherung des Ackers und der Tiere gegen fremden Zugriff, (klingt egoistisch aber ich kann nicht 8 Milliarden Menschen versorgen und bevor ich verhungere, lasse ich verhungern so widerwärtig mir das heute erscheinen mag)

- Treibstoffe und Fahrzeug mit schlichtester Technik lagern um wenigstens die schwersten Arbeiten mit Maschinenkraft ausführen zu können,

- Obstbäume, Topinambur usw. und Beerensträucher anpflanzen um wenigstens die Chance auf eine geringe Ernte zu haben, um die man sich nicht kümmern muss,

- ein Gewächshaus (Ersatzscheiben bzw. besser Pe-Folie lagern und die durch Erbeben, Funkenregen, Brand und ich weiß nicht was zerstörten Flächen zumindest provisorisch wieder her stellen zu können) mit Holzofen um unter extremen Umständen (Kälte, Staub) Vitamine zu erzeugen,

- Brennstoffe lagern insbesondere Holz (teurer als das "Krisengeld" Zucker nach Sehungen)


Die ganze Welt wird voll sein mit Flüchtlingen aus den unterschiedlichsten Gründen. Nahrungsmangel, Mangel an Hygiene und sauberem Wasser, werden die Menschen gegen Krankheiten anfällig machen. Die Pest wird gesehen, aktuell Sehung aus Argentinien, sie verbreitet sich u.a. in den VSA derzeit unter Wildtieren und sie wird neben anderem wie Cholera ihren Teil beitragen die Bevölkerung zu reduzieren auch ohne ominöse neue nicht heilbare Krankheiten.

Also möglichst auch kein/wenig Kontakt mit anderen Menschen in dieser Zeit.

Keine rosigen Aussichten, aber da ist zu schaffen. Die härteste Zeit sind die auf die 3TF folgenden drei Monate, da sterben die meisten noch Verbliebenen an Hunger, Durst, Krankheit. Dann folgen noch einige Monate in denen in der Hauptsache Krankheiten grassieren aber schon weniger Druck durch marodierende Banden herrscht.

Ich schätze mal grob, zum Winter nach 3 TF kann man anfangen die verbliebenen Vorräte mit Überlebenden.

Gruß vom


Bären

Blonde Mädels und blanker Stahl

Bär, Dienstag, 30.11.2010, 13:46 vor 5538 Tagen @ WG (3732 Aufrufe)

Auch dir ein herzliches Hallo,

Die werden die Hosen voll haben wenn sich die Stimmung hier gegen sie
wenden wird, das ist garantiert so. Nicht nur ich habe hier bemerken
können, dass sie seit den sarazznischen Kontroversen doch ein wenig
zurückhaltender geworden sind.

Diesen gesamten Komplex, WG, blende ich für mich weitgehend aus. Mir gefällt es ebenso wenig, was da auf der einen Seite läuft, wie mir die Eskalation in die andere Richtung mißfällt. Wir alle sind Menschen, wir alle wollen leben/überleben.

Energie in diesen Konflikt stecken, mich gar zu positionieren wäre denkbar falsch. Ich nehme die Beobachterposition ein und stecke meine NEnergie darein, die eigene Haut zu retten.

Hab schon seit fünf Jahren kein Auto mehr, dafür ein paar Kröten in der
Kasse, die sonst nicht da wären.

Genial. Ein Mensch, der es schafft, den Gott "Automobil" nicht an zu beten. Jemand, der sich über Mobilität alternative Gedanken macht und zu solch genialen Ergebnissen kommt. Kompliment. Noch bin ich nicht ganz so weit. Aber ich arbeite daran.

Aber schöne große Wälder
gibt's dort schon und viele Fische. Träum ... ich liebe diese Gegend schon
auch.

Ich sehe durchaus Vorteile gerade im skandinavischen Raum. Insbesondere die geringe Bevölkerungsdichte und die vorhandenen Ressourcen an Fisch und Fleisch, die Möglichkeit Tage lang zu laufen ohne Menschen, die zumindest Zeit weise konkret als potenzielle Gefahr einzustufen sind, zu treffen ist schlichtweg gut.

... aber die Mädels dort

Ich stehe auf dunkle Haare und dunkle Augen als Beuteschema. Aber die Damen in Skandinavien sind... ok, ich habe meine Bärin und das ist einfach sehr gut.

Ja, ich auch. Wo sollen die Waffen auch her kommen. Das mit den bis auf
die Zähne bewaffneten Migranten halte ich selbst hier in Neukölln für eine
Mähr. Die haben massenweise Boller gebunkert, die Kinder. Die gehen hier
fast jede Nacht hoch. Ich will das nicht untertreiben, aber auf dem
Teppich bleiben soll auch nicht ungesund sein ;-)

Da sind durchaus unterschiedlichste Einschätzungen im Umlauf. Tatsache ist, dass große Mengen von dem Zeug im Umlauf sind. Und nur ein kleiner Teil davon ist in soliden Händen. Nun mag man darüber denken wie man will, WG, diese Teile sind definitiv im Umlauf. Dadurch, dass ich sei weg denke gehen sie nun mal nicht weg. Werde ich damit konfrontiert bleiben mir nur entweder beten oder schneller schießen. Ich habe meine Entscheidung getroffen. Und wie vieles auch da sehr nahe am Ideal. Ich bete zumindest nicht.

Einen kriegerischen Gruß des


Wehr-Bären

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