Zivilist in Tarnkleidung = Lebensgefahr? (Freie Themen)

Traxas, Sonntag, 27.02.2011, 08:53 vor 5448 Tagen (4584 Aufrufe)

Hallo zusammen!

Ich bin gerade in der Vorplanung für eine Fluchtausrüstung.

Wenn man sich bei den einschlägigen Händlern umsieht, wird dort oft die gute Ausrüstung mit Tarnmuster angeboten (weil Militär-Bedarf). Auch Förster, Jäger und Waldarbeiter tragen meist grüne Kleidung bzw. Ausrüstung.

Jetzt bin ich am Grübeln, ob diese Tarnkleidung nicht ein hohes Risiko in sich birgt.

Ich kann mich bei Bedrohung vielleicht besser im Unterholz verstecken.

Wenn mich jedoch die eigenen Truppen finden, werde ich als möglicher Spion oder Fahnenflüchtiger an die nächste Wand gestellt. Wenn mich der Feind in einem Flüchtlingsstrom entdeckt, werde ich als potentielle Bedrohung sofort nieder gemäht. In der eigenen Bevölkerung gibt es eine große Abneigung gegen alles Militärische, von den marodierenden rot gekleideten Psychopathen ganz zu schweigen.

Mich würde interessieren, wie euer Standpunkt zu diesem Thema ist.

Möglichst unauffällig in gedeckten Farbtönen (schwarz, dunkelblau, braun, dunkelgrün, aber alles zivil neutral) oder doch voll auf Tarnung und Täuschung ausgelegt?

Gruß von Traxas :hamper:

Ja!

Wizard, Berne, Montag, 28.02.2011, 05:54 vor 5448 Tagen @ Traxas (4224 Aufrufe)

Moin Traxas

Meiner Meinung nach Ja.

Alles was irgendwie nach kompletter Uniform aussieht, kann unter umständen böse nach hinten losgehen. Dazu gehören insbesondere Tarnanzüge (besonders der Ghillie) und "Rockerbekleidung" oder Bekleidung die auf besondere (unerwünschte) politische oder religiöse Ambitionen schließen lassen.

Ausgenommen sind solche, die in Richtung Hilfe gehen. Also Sani, THW, Feuerwehr, Pfadfinder und ähnliches.

Deutlich erkennbare Arbeitsbekleidungen sind eine andere Sache. Solche wird man wohl auch eher wohlwollend betrachten, da man solche Leute unter Umständen gebrauchen könnte.

Sofern man nicht gerade in Leuchtfarben gekleidet ist, sondern eher gedeckt, kann man sich auch damit ganz gut verstecken. Tarnen ist keine Frage von spezieller Tarnkleidung (diese erleichtert die Sache nur), sondern eine Sache des Könnens.

Immer wieder brauchbar sind die alten Tipps von der Seite:
http://www.archive.org/details/1944-Scharfschuetze-in-der-Gelaendeausbildung

MfG

Wizard

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

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nicht bemerkt werden

BBouvier, Montag, 28.02.2011, 22:52 vor 5447 Tagen @ Wizard (4031 Aufrufe)

Wizard ist umfassend zuzustimmen:

"Tarnung" bedeutet letztlich, nicht bemerkt zu werden.

Und "nicht bemerkt" wird man im Blaumann, im weissen und beklekkerten Malerkittel,
als Pizza-Austräger, als Bauer/Knecht auf dem Rade unterwegs,
als "Angler" im Boote flussabwärts treibend...

(ein Panzer in der Stadt wäre gut getarnt,
wenn er hellgrau (!) angestrichen ist...und ein grünes Netz wäre
dort definitiv völlig fehl am Platze)

Im Walde - falls man dort denn jemals sein sollte(!) -
gedeckte Farben und vor allem sich nicht auf oder an Wegen aufhalten,
sondern tief im Holze.
Dort wird man deswegen nicht gesehen, weil dort sonst
Niemand ist.

"Tarn- oder Miltiärkleidung" in der Stadt: Undenkbar!
Und im Walde darf man sich damit nicht erwischen lassen.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Tarnausrüstung

Angi, Montag, 21.03.2011, 12:45 vor 5426 Tagen @ Traxas (3861 Aufrufe)

Hallo Traxas,
vor wen willst Du denn flüchten?>>>>> Hab ich da was verpasst?>>
Ihr schaut zuviel Fernsehn.
Liebe Grüße
Angi

Hallo zusammen!

Ich bin gerade in der Vorplanung für eine Fluchtausrüstung.

Wenn man sich bei den einschlägigen Händlern umsieht, wird dort oft die
gute Ausrüstung mit Tarnmuster angeboten (weil Militär-Bedarf). Auch
Förster, Jäger und Waldarbeiter tragen meist grüne Kleidung bzw.
Ausrüstung.

Jetzt bin ich am Grübeln, ob diese Tarnkleidung nicht ein hohes Risiko in
sich birgt.

Ich kann mich bei Bedrohung vielleicht besser im Unterholz verstecken.

Wenn mich jedoch die eigenen Truppen finden, werde ich als möglicher Spion
oder Fahnenflüchtiger an die nächste Wand gestellt. Wenn mich der Feind in
einem Flüchtlingsstrom entdeckt, werde ich als potentielle Bedrohung sofort
nieder gemäht. In der eigenen Bevölkerung gibt es eine große Abneigung
gegen alles Militärische, von den marodierenden rot gekleideten
Psychopathen ganz zu schweigen.

Mich würde interessieren, wie euer Standpunkt zu diesem Thema ist.

Möglichst unauffällig in gedeckten Farbtönen (schwarz, dunkelblau, braun,
dunkelgrün, aber alles zivil neutral) oder doch voll auf Tarnung und
Täuschung ausgelegt?

Gruß von Traxas :hamper:

Tarnkleidung das schlechteste überhaupt

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Samstag, 23.04.2011, 00:57 vor 5394 Tagen @ Traxas (3789 Aufrufe)

Hallo Traxas!

"Jetzt bin ich am Grübeln, ob diese Tarnkleidung nicht ein hohes Risiko in sich birgt."

Nicht umsonst sehen Hellgesichtige die Leute in der Krise in schäbiger, altmodischer
Kleidung herumlaufen: Wer sauber, schick und modisch daherkommt,
sieht reich aus und bei demjenigen
gibts was zu holen, logisch.

2007 hatte ich mir eine Tarnhose, etwa fünf T-Hemden und eine NATO-Sommerbluse
im US-Kuni beschafft: Da werde ich schon jetzt, in noch besten Zeiten
als radikal eingestuft, man fällt megamäßig auf.

Wenn irgendwann der Notstand kommt, wird man von den Sicherheitskräften sofort
abgepaßt und überprüft. Sieht man ja schön in den Filmen, die während des
Faschismus in den 30er Jahren spielen.
Man wird dann ständig durchsucht nach Waffen und Wertgegenständen.
Ich kann mir gut vorstellen, daß selbst dieser Zustand dann noch als
"Demokratie" und "reine Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung" dargestellt
wird; "wer nichts zu verbergen hat,
der hat auch nichts zu befürchten", etc.

Noch schlimmer während der russischen Besatzung: Da wird man sofort
abgeführt und erschossen werden, als Aufständischer, mit so einer
Bekleidung. Nach dem Motto "wer nicht von uns ist, ist gegen uns."
Klar: Wer Militärkleidung an hat, der will Krieg führen gegen
irgendwen, und sich tarnen gegen irgendwen.
Das weiß auch der dümmste Beamte.

Am besten sich schon jetzt dran gewöhnen, alte Kleidung zu tragen,
und sich gar kein neue Klamotten mehr zu kaufen.
Diese ganzen häßlichen Aufdrucke des Systems habe ich eh satt.

Mfg,
Eyspfeil

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