Moin Bär
dem Wizard dein Fluchtgepäck zu zeigen scheint mir so als wenn ein Vorschüler
Salvador Dali seine Buntstifte zeigt. Ich schätze du würdest da draußen am
hellichten Tage an ihm vorbei laufen ohne ihn zu sehen.
So ungefähr
Auch wenn ich zugeben muss, dass ich da die letzten Jahre etwas Faul war und bei einigen Sachen etwas aus der Übung bin. Wird sich aber recht schnell ändern, wenn ich am SO quasi wieder mitten im Wald wohne. Hier im Kaff vergeht einem ja wirklich alles.
Die Diskussion darüber was der verwegene Gedanke mit dem Rucksack der Weltenwende
davon zu laufen soll, lasse ich lieber. Die Geduld eines BB diese oder jene Dekade
immer wieder die Hirnfürze aus zu räumen habe ich nicht.
Ich rate grundsätzlich dazu, dass man pro Person immer eine "Fluchtausrüstung" mit dem Nötigsten* bereit hält. Ebenso Grundlagenwissen und -können. Egal, ob man nun über einen möglichst sicheren Bau in einer möglichst sicheren Gegend verfügt, oder nicht. Man kann jederzeit in eine Situation kommen, wo man auf solche Sachen angewiesen ist.
Und wer sich schon im Vorfeld darüber im Klaren ist, dass er im Ernstfall seinen Platz verlassen muss, tut gut daran, sich darauf auch gründlich vorzubereiten. Das Augenmerk sollte dabei hauptsächlich auf Wissen und Können liegen und nicht auf eine größtmögliche Menge an Ausrüstung und Vorräten. Je mehr an Wissen und Können vorhanden ist, um so weniger ist man auf Hilfsmittel angewiesen.
* Wer die Listen von mir nicht kennt, und sie haben will, kann danach fragen.
Und ich hielt mich schon für etwas eigenbrötlerisch weil ich diese Gertl einfach
nur genial finde.
Meines Ermessens das beste Gerät seit Erfindung des Messers und der Axt. Selbst in
ruhigen Zeiten wie den unseren. Auf dem Hof schlicht ein Universalgerät. Und da
ich auch nicht ganz unerfahren in Kampfkünsten bin, erlaube ich mir das Urteil:
auch in Extremsituationen höchst vielseitig. Wer mobil und Gewicht sparend
unterwegs sein MUSS, sollte die ganzen Äxte und Messersammlungen im Rucksack
vergessen. Gertl plus gutes Sackmesser langt.
Ja!
Gratuliere dir Wizard, dass du den Schritt gehst. Auch wenn du einer von zwei
Personen bist, die ich kenne, denen ich zutraue mit dem Rucksack durch zu kommen,
ist der eigene eingespielte Hof um Lichtjahre besser. Auch wenn du unsere Heimat
verlassen musst dafür. Aber besser als Kiemen wachsen lassen.
Ich verlasse nicht die (meine) Heimat, ich gehe dort hin.
Schon als Kind hatte ich den überaus starken Drang, in einer bestimmten Gegend leben zu wollen. Und dieses nicht nur, weil das für mich (auch wenn nicht dort geboren) Heimaterde ist (meine Familie war dort über einige Jahrhunderte Ansässig - um es mal so zu formulieren). Da war mehr als ein starkes Heimweh ...
Aber es ergab sie nie die Gelegenheit dort hin zu gehen bzw. Bemühungen meinerseits liefen ins Leere. Die Zeit dafür war noch nicht gekommen, und wie sich zeigte auch noch nicht genau der richtige Platz.
Und schon als Kind hatte ich diverse Schauungen die immer wieder eine bestimmte Gegend, Häuser und Leute zeigten.
Dann bekam ich eine Einladung zu einem kleinen Forentreffen, wo ich von den dort Zusammentreffenden nur einen persönlich kannte. Beim Treffen stellte ich dann fest, dass ich noch einen Teilnehmer und sogar die Örtlichkeit "kannte" und er mich auch. Es war, als ob sich zwei Brüder nach Jahrzehnten wieder getroffen hätten, obwohl wir uns vorher nie begegnet sind. Er war es auch, der das Haus "gefunden" und ersteigert hat.
Als ich dann zum ersten mal dort war, um es zu besichtigen, hätte nicht viel gefehlt, und ich hätte Papst gespielt und mich auf den Boden geworfen um selbigen zu küssen. Es war DIE Gegend und DAS Haus. So in etwa muss sich ein Arbeitsloser fühlen, wenn er 50 Mio. im Lotto gewinnt ...
... und jetzt noch Monate drauf warten muss, dass er es ausgezahlt bekommt.
Bis denne
Wizard
--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.