Buch, Taubert: Apokalypse jetzt!: Wie ich mich auf eine neue Gesellschaft vorbereite. (Freie Themen)

OffbJohannes, Dienstag, 04.03.2014, 15:07 vor 4347 Tagen (4302 Aufrufe)

Hallo,

kennt das Buch vielleicht jemand?

Klingt für mich reizvoll, und vielleicht ist es auch nützlich, das die Vorsorge angeht.

Wobei es vielleicht nicht nur passend ist, wenn sie z.B. immernoch Funktionen des Systems nutzt, und sei es die Müllbehälter von Supermärkten.


Grüße, Johannes


http://www.dw.de/apokalypse-im-selbstversuch/a-17465636

http://www.amazon.de/Apokalypse-jetzt-Gesellschaft-vorbereite-Selbstversuch/dp/3847905406

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Im Selbstversuch Basteln und Jagen :-)

BBouvier, Dienstag, 04.03.2014, 23:10 vor 4347 Tagen @ OffbJohannes (4173 Aufrufe)

Hallo, Johannes!

Danke sehr!
Dein Schreiben kommt mir wie gerufen! :ok:


1)
Zu dem Buch (einer der Kommentare)
=>
"...wie beglückend es sein kann,
mit eigentlich fremden Menschen zusammen zu gärtnern
." :-D
Das soll die gute Grete doch mal 14 Tage nach dem
Kollaps ausprobieren!

Ich meine, ein Kommentar erübrigt sich fast.
Natürlich ist es "jetzt" recht beglückend, "keine
Billigklamotten aus China zu kaufen
" ...
"im Bauwagen durch ganz Europa zu reisen" ...
"in Mülleimern vor den Bäckereien nach Essbarem zu suchen"
(solange natürlich nur, wie Essen weggeworfen wird) ...
und so weiter ... =>

2)
Vorhin sehe ich auf SAT-1 rein zufällig eine Reportage,
inwieweit die Haushalte wohl Nahrung für Notzeiten
"gebunkert" hätten?
Sehr gelobt wurde eine Familie, die im Gefrierfach
für mehrere Tage (!) ein paar Essensportionen hatte:
Natürlich fällt nie der Strom aus!
Der Nachbar jedoch:
"Wieso das denn? - Gleich nebenan ist doch LIDL!!"

3)
Da lobe ich mir obige Grete, die:
"...langsam in eine warme, neue Gesellschaft hineingleitet."
Und die "im Selbstversuch Basteln und Jagen möchte." :-D

Grüße!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Apokalypse klingt halt gut ..

OffbJohannes, Mittwoch, 05.03.2014, 07:50 vor 4346 Tagen @ BBouvier (4007 Aufrufe)

Hallo BB,

... und verkauft sich besser als: "Einfach noch ein anderer Teilzeit-Systemaussteig"

Sie isst nur noch Früchte und Wildkräuter, die sie selbst im Park und im Wald sammelt.

Supi. Einfach nur wissen was geht und wir brauchen keinen Hunger fürchten :)

für mehrere Tage in einen Bauwagen und später auch in eine einfache Hütte im Wald ein.

Vielleicht waren es sogar Wochen oder Monate? Na dann hätte man es wohl geschrieben. Schade.

Ohne ein Miteinander geht es nicht.

Das ist doch mal eine Weisheit. Jeder gegen jeden wird kaum funktionieren.

möchte ich mit meinem Buch jeden mitnehmen, der dem Hyper-Konsum etwas entgegen stellen will

Zumindest für mich ist das auch ein Punkt. Was brauch ich wirklich?

Grüße Johannes,

PS: Die Email Links hier funktionieren nicht, zeigen auf andere Beiträge.

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rein theoretisch könnte man sich ja Hasen fangen?

BBouvier, Mittwoch, 05.03.2014, 15:43 vor 4346 Tagen @ OffbJohannes (3987 Aufrufe)

<"Teilzeit-Systemausstieg">

Natürlich, Johannes! :-)

Aus einem perfekt funktionierenden "System",
das mich während des "Ausstieges" weiterhin trägt,
steige ich jederzeit für eine kurze Weile aus:

- gratis altes Brot vom Bäcker
- Reisen per Anhalter
- Äpfelklauen im Herbst
- Camping im Sommer am Mittelmeer
- evtl. gelegentliches Betteln in der Fußgängerzone?
- alte Kleidung auftragen
- etc.

Dumm wird es bei Zahnweh.
Wenn nicht "Sommer" ist.
Wenn LIDL dicht hat.
Und die Hasis dann auch noch gemeinerweise weghüpfen! :-D

Grüße!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Recte! Und die im Dreißigjährigen Krieg waren offenbar zu doof ...

Wayne Schlegel, Samstag, 15.03.2014, 21:00 vor 4336 Tagen @ BBouvier (4000 Aufrufe)

... sich am reichgedeckten Tisch der Natur mit Pilzen, Kräutern, Früchten usw. vor dem Hungertod zu bewahren. Und das bei einem Bruchteil der heutigen Bevölkerungsdichte und unvergifteter Ökologie.

Servus Friedrich,

ich bin auch regelmäßig erstaunt, dass manche nicht in der Lage sind zu erkennen, dass es freilich existenziell nützlich und erstrebenswert ist, sich mit der Natur auszukennen und in nachhaltigem Einklang mit dieser zu leben, dass diese Fähigkeit und Genügsamkeit einzelner aber weder die Menschenmassen unserer hochtechnischen Zivilisation in Katastrophenzeiten retten kann, noch (leider) auch die Natureinträchtigen vor dem raubenden Zugriff ebendieser Menschenmassen in ebensolchen Katastrophenzeiten wohl wird bewahren können.

Es bleibt also nur zu hoffen, dass es tatsächlich keine Katastrophenzeiten/Ereignisse in dem geschauten Ausmaß gibt, auf dass wir guter Dinge bleiben können.

Schöne Grüße

Hunger und Fluchtromantik

Bär, Montag, 17.03.2014, 11:41 vor 4334 Tagen @ Wayne Schlegel (4063 Aufrufe)

Lieber Wayne,


das hatten wir ja im Gelben hinreichend betrachtet dereinst. Die Energiebilanz beim Suchen nach Kräutern und Pilzen ist negativ.

Als Jäger, Angler und nunmehr auch Subsistenzbauer der mit Natur richtig was an zu fangen weiß schätze ich meine Überlebenschancen in der freien Wildbahn ohne Zivilisation genau als so lange andauernd ein, wie es brauch um gegen Ende des Herbstes die Wohlstandsschicht über meinem Sixpack (ne F., hierfür kenne ich definitiv kein Wort in meiner Sprache) zu verbrauchen. Wenn die Muskeln ebenfalls verdaut sind ist Ende.

Ich gehe in den Wald und lebe von dem was ich finde... oh weh, Rüdiger Nehberg hat diese oder jene Dekade trainiert dafür.

Jeder, der das plant, sollte einfach mal seinen Jahresurlaub so verbringen. Aber bitte nicht die Mülltonnen leeren. Die sind nur so lange voll wie der Student seine Pizza an der Tankstelle bekommt. Aber bitte nicht in der Erntezeit. Wenn dann so, sagen wir mal HEUTE.

Wie schrieb so ein Herzchen im Nachbarforum? Ich nehme dann meinen Fluchtfrucksack und finde dann schon Menschen, die mich aufnehmen...

Ob das endlich mal ankommt bei den tatkräftigen jungen Menschen die noch nicht unsere Lebenserfahrung haben? Einen Schrebergarten kann sich ein Schüler vom Taschengeld leisten. Heute lernen und es morgen können, ja. Aber Verbalerotik vom mobilen Kommunikationsgerät aus ist etwas anderes. Das WLan kocht die graue Masse im Kopf gar und stärkt die Fingermuskulatur. Aber der Misthaufen bleibt so liegen im Stall.

Gestern wurde ich wieder eine satte Dekade jünger ein geschätzt. Mit dem Smartphone habe ich das nicht erreicht. So und jetzt haue ich einen Wald um. Der muss gelichtet werden und das Holz für Winter 2015/16 muss ein gebracht werden. Für mich erscheint das sinnvoller als über EPAs zu diskutieren. Ich verzweifelte schon wenn ich meine Altvorräte rollieren muss. Und die sind so umfangreich, dass der Speiseplan auf Wochen täglich anders aussehen kann.

Aber hast du schon mal eine Dose Gulasch von Lidl gegessen wenn du frische Weidelammkeule gewöhnt bist? Es erstaunt mich, dass Teile davon von meinem Organismus überhaupt angenommen werden.


Bärengruß

Rollierender VOrrat

OffbJohannes, Montag, 17.03.2014, 11:55 vor 4334 Tagen @ Bär (3984 Aufrufe)

Hallo Bär,

Sixpack (ne F., hierfür kenne ich definitiv kein Wort in meiner Sprache)

zu deutsch: Waschbrettbauch

Aber hast du schon mal eine Dose Gulasch von Lidl gegessen wenn du frische Weidelammkeule gewöhnt bist?

Eben, da hake ich gerade dran. Es geht nicht nur darum mir die Vorratslager vollzuhauen: Da ich nicht alles nach Ablauf der Haltbarkeit wegschmeissen will, muss es also Zeug sein, welches in die tägliche Ernährung eingebaut werden kann.

Da interessiert mich mal Dein Not-Speiseplan für 2 Wochen :)

Lieben Gruß
Johannes

Schweinefutter

Joe, Montag, 17.03.2014, 16:06 vor 4334 Tagen @ OffbJohannes (3879 Aufrufe)

Hallo Johannes,

für die Reste-Verwertung von Lebensmitteln hält sich die Landbevölkerung üblicherweise 1-2 Hausschweine.

Gruss, Joe

Notvorrat

Bär, Mittwoch, 19.03.2014, 10:32 vor 4332 Tagen @ OffbJohannes (4280 Aufrufe)

Lieber Johannes,


diese Frage ist für mich eher eine theoretische Frage weil mein Essen auf der Weide rum läuft. Aber seis drum, ich unterstelle einmal ein Ergeignis als Auslöser und denke mir mein Essen weg. Um es etwas schwieriger zu machen als nur Lidl hat geschlossen, an der Tankstelle gibt es keine Pizza und 50% der Studenten sind vom Hungertod bedroht, nehme ich einen Stromausfall.

2 Wochen

Der Kühlschrank wird in den Keller gestellt weil er da ohne Strom genau so kühl bleibt. Ich futter ihn leer. Die Tarnschicht über dem Waschbrettbauch (daaanke!) ist unbeeindruckt. Ich wohne am Ende der zivilisierten Welt und ein voller Kühlschrank ist Pflicht.

2 Monate

Die Tiefkühltruhe wird geräumt. Der Inhalt wird auf dem (Holz-)Herd konserviert vulgo ein geweckt. In den folgenden zwei Monaten werden die Einweckgläser geleert. Die Tarnschicht ist immer noch unbeeindruckt.

2 Jahre

Nun wird es übel. Die Notvorräte sind dran. Rindsgulasch vom Lidl mit Rotkohl vom Aldi. Dazu Kartoffelbrei von REWE. Die mindestens 2 Tonnen Getreide in Co² unter Vakuum verpackt sind auf jeden Fall noch da (in der Regel habe ich diese oder jene weitere Tonne zu Futterzwecken liegen) und bringen locker 6000 Brote mit je einem Pfund. Weizen- und Bohnenkeime ergänzen die gelagerten Grausamkeiten mit Vitaminen. Die Tarnschicht ist nun aber mächtig beeindruckt.

20 Jahre

Ohne eigene Nahrungsmittelproduktion ist nicht nur die Tarnschicht verschwunden sondern der Waschbrettbauch gleich mit. Es macht aber eh keinen Spaß mehr als letzter Homo sapiens sapiens im verwilderten Schwarzwald herum zu turnen...

Ergo:

Vorrat muss nachhaltig sein.

In der Realität sind die gelagerten Dosen und Co dafür da eventuelle Engpässe ab zu puffern. Engpässe wie eine Seuche rafft 90% der Schafsherde hin, der Kartoffelkäfer wächst schneller nach als ich absammeln kann, eine ominöse Ascheschicht macht den Anbau von Feldfrüchten für eine Zeit unmöglich pp..

Und ganz hinterhältig: Die lieben Nachbarn bekommen zum Geburtstag von mir würdevoll eine Dose Lidl Gulasch geschenkt weil das eine gute Bereicherung ihrer Grundnahrung aus Baumrinde darstellt.

Oder die geschäftstüchtige Variante: Ich tausche die Dosen gegen das dann wertlose silbern und gülden glänzende Blech.

Was ich dann damit will? Weiß ich auch nicht so recht. Aber vielleicht kauft sich ein Ururururenkel davon dereinst ein eigenes Raumschiff davon :-D


Johannes, zwei Wochen Vorrat sind meines Ermessens ein Minimum in Zeiten der Kühlschränke und Truhen. Frisch und dauerhaft rolliert (statt Salat dann halt Weißkohl). Der durchschnittliche Haushalt hat Waren im Wert von 5 (Single) - 15 Euro bevorratet. Insofern sehe ich allein deine Frage für einen Kenner der Materie, nun sagen wir mal, eher verwunderlich. Zwei Wochen Vorräte passen in den Kühlschrank und den Keller immer rein.

Aber wie schon so oft geschrieben: Wir haben HEUTE noch Zeit und Möglichleit uns wohnlich so zu verändern, dass wir die Vorräte (fast) gar nicht brauchen sondern nebenher die Verantwortung für unser Essen selbst übernehmen können. Jeder kann seinen Job im Hamsterrad reduzieren und statt dessen steuerfrei Hühner zu halten und ein paar Kartoffeln anbauen lernen.

Kein Vorrat ist nachhaltiger.

Wer heute selbst anbaut brauch morgen nicht bei denen betteln/stehlen die rechtzeitig angefangen haben. Das verlängert die Restlebensdauer ungemein, selbst dann wenn die Krise abgeblasen wird, aufgrund der Bewegung an frischer Luft und der geringer kontaminierten Nahrung.

Bärengruß

Schweine

Bär, Mittwoch, 19.03.2014, 10:46 vor 4332 Tagen @ Joe (3950 Aufrufe)

Hallo Joe,


jau, Porkus Vulgaris schafft Abhilfe. Leider mag ich die Borstentiere nicht gern essen. Allenfalls in der Schafswurst brauche ich Schweinefett weil das Schafsfett gräsig schmeckt.

Ganz OT in Anlehnung an einen ehemaligen Beitrag:

Uns wird von den staatlich instruierten Medien das ganz schlechte Gewissen indoktriniert weil wir (wer ist wir? Ich nicht, mein Vater nicht und mein Großvater auch nicht) Juden vergast haben. Dieses Dauerschämen lehne ich ausdrücklich ab weil niemand aus meiner ganzen Familie so etwas getan hat. Sippenhaft für eventuelle Verbrechen kann es nicht geben. Und erst recht nicht über Generationen.

Anders verhält es sich mit den Verbrechen unserer Zeit.

Ein wunderbares Land wurde durch NATO zerbombt, Brücken und Fabriken wurden zerstört. Ein Land namens Jugoslawien wurde zerstückelt, serbische Menschen wurden mit einem brutalen Angriffskrieg überzogen. Heute macht ein Ex Bundeskanzler Schröder den Mund auf und gesteht unsere Fehler.

Dafür, was damals geschehen ist, schäme ich mich.

Ich entschuldige mich für das Leid, dass auch mein Land dem serbischen Volk angetan hat.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich mich nicht dagegen gestellt habe damals.


Gruß von den Schwarzwaldhöhen

der Bär

Hallo Bär

OffbJohannes, Mittwoch, 19.03.2014, 10:54 vor 4332 Tagen @ Bär (3907 Aufrufe)

Danke für Deine Antwort.

Die 2 Wochen waren nur auf die Abwechslung bezogen.
Von mir aus darf sich das Essen nach 2 Wochen wiederholen ;)
(Nein, wenn es drauf ankommt auch öfters).

Wobei mir 3 Monate Vorrat wohl reichen würden.
In der Zeit muss es möglich sein, selbst was anzupflanzen und zu ernten, etc.


Grüße,
Johannes

Tiere, nachhaltiger Vorrat

OffbJohannes, Mittwoch, 19.03.2014, 10:56 vor 4332 Tagen @ Bär (3916 Aufrufe)

Hallo Bär,

ja, ein nachhaltiger Vorrat ist das wahre Sinnvolle.
Sprich Kartoffelanbau und Schweinezucht...

Den Krisenvorsorger und den Selbstversorger unterscheidet nicht so viel.


Bei mir sind die ersten Knollen schon unter der Erde,
nur was die Tiere angeht, muss ich noch mit meiner Familie verhandeln.
Bestenfalls Kaninchen, aber dann blos nicht schlachten.

Grüße, Johannes

Warum übertreiben?

traumtaenzerin, Mittwoch, 19.03.2014, 19:43 vor 4332 Tagen @ Bär (3907 Aufrufe)

Hallo Bär,

warum denn gleich übertreiben? Wer spricht denn von 20 Jahren? Irgendeine Schauung? Irgendein Experte?
Bis zu den 2 Jahren konnte ich dir gut folgen und mir auch ein wenig auf die Schulter klopfen. Aber wenn die Hungersnot 20 Jahre anhalten sollte......... na, dann brauche ich die Waffe nicht mehr für die Viecher, sondern erschieße mich lieber selbst :-(

Gruß Katja

20 Jahre ???

Bär, Samstag, 22.03.2014, 14:30 vor 4329 Tagen @ traumtaenzerin (4180 Aufrufe)

Moin traumtänzerin,


nein, von 20 Jahren spricht keine Sehung.

Aber auch nicht von 2 Wochen.

Warum bloß gehen wir immer von der irrigen Annahme aus Kältesommer + Besetzung + xyz = x Jahre? Weil der Mensch dazu tendiert alles was ihm unangenehm und unabwendbar ist so schnell wie möglich hinter sich haben zu wollen? Hast du schon mal eine Aufstellung gesehen wie lange es maximal dauert bis die 3TF um sind, bis die Zitronen blühen?

Nein?

Ich auch nicht. Aber viele überbieten oder besser unterbieten sich in der Addition der zeitlichen Ereignisse. Es kann gar nicht schnell genug gehen.

Und dann ist da ja noch die Frage wann Vorräte gebraucht werden. Vor der 3TF oder danach. Oder und?

Bis jemand (IT Oma hat es so schön geschrieben sie sieht sich dürre und ist es derzeit nicht)abmagert kann 3 Monate dauern. Aber es kann auch 3 oder 13 Jahre dauern. Was spricht gegen eine Entwicklung die von heute an 10 Jahre dauert bis zur 3TF. Und wer bitte sagt, nach der 3TF stehen die gebratenen Tauben sofort auf dem Herd? Die Felder wurden nicht bestellt und sind völlig verkrautet, Büsche wachsen wo einst Acker war. Die Schicht mit dem sauren Staub liegt vielleicht stellenweise 20 cm dick rum? Eben mal 30.000 m² von der Asche befreien? Bei 10 cm Dicke sind das 3.000 Kubikmeter.

Nehmen wir doch die Angaben die wir haben. Eine deftige Zeit mit Nahrungsmittelknappheit liegt vor uns. Da sind wir noch lange nicht. Ab wann geht die Zeit denn los? Wir wissen es nicht.

Und danach? Dann sind wir auf dem Stand des Jahrs 1800 nach den Sehungen. Also Ackerbau mit Handarbeit, kein 150 PS Schlepper und Milchkühlung elektrisch sondern die Schubkarre und Sense. Wer das nicht kann, wer nichts geben kann was andere brauchen bekommt auch nichts. Sozialstaat mit nichts arbeiten aber HIV kannst du bald knicken. Und wie lange wird es dauern mit ohne HIV und ohne Job, ohne Pizza aus der Kühltruhe beim Lidl?

Zugegeben, die 20 Jahre waren eine schriftstellerische Freiheit die ich mit genommen habe um etwas zu verdeutlichen. Die Kernaussage war aber eigentlich, egal wieviele Vorräte wir uns anschaffen, um das Generieren eigener nachhaltiger Nahrung kommen die weitaus meisten nicht drum herum. Wer ist schon Hausarzt mit einem Riesenlager an Medikamenten und wird zu jeder Zeit gebraucht? Kaum einer. Im Jahr 1800 lebten über 90 % der Leute von eigenen Produkten. Also kommen wir egal wieviele Vorräte wir bunkern mögen gar nicht umhin Nahrung selbst zu erzeugen wenn wir nicht zu den wenigen Privilegierten mit Alleinstellungsmerkmal gehören.

Mit über 90% iger Sicherheit wird also derjenige, der die Verantwortung für die eigene Nahrung nicht übernehmen will im Szenario 20 Jahre s.o. landen und abgemagert bis auf die Knochen in die schwarze Kiste fallen.

Irgendwo her kommen die Bänkeabräumer schon, das ist sicher. Und wenn ich die Gesellschaft mit ihren degenerierten Fähigkeiten heute so sehe, dann liegt einer, wenn nicht der Knackpunkt bei der Nahrungsmittelversorgung. Hinweise wie "im Kriegsjahr gibt es eine gute Ernte" oder so, sind ja ganz gut. Aber sagt das etwas darüber aus, wieviele Jahre vorher die Ernte miserabel war? Nein.

Natürlich ist ein Szenario oberhalb von 2 Jahren nicht mit Vorratshaltung zu bewältigen. Die meisten Lebensmittel sind zwei Jahre haltbar (im Schnitt). Vorrat für zwei Jahre bedeutet dann aber auch du musst alles alle zwei Jahre rollieren oder weg werfen und neu kaufen. Wer das nicht kann aus wirtschaftlichen Gründen muss logischer Weise alle zwei Jahre alles aufessen, lebt also bis zum Finale von heute an von konservierten Lebensmitteln.

Alles über diese zwei Jahre hinaus kannst du also gar nicht aufessen.

Ich denke auch nicht, dass das Finale Furioso noch 30 Jahre auf sich warten lässt sonst würden die Sehungen wahrscheinlich nicht von unseren Entwicklungen reden sondern in türkischer Sprache von einem von türkischen Problem in der Zukunft berichten und statt bleibt katholisch, konvertiert um eures Lebens willen zum Islam berichten.

2014 + x und alles ist gut können wir knicken. Die Nachfolgenden müssen erst wieder lesen und schreiben lernen! Heute können die meisten lesen und schreiben. Bis es soweit kommt dauert es ganz sicher keine 2 Jahre sonden 2 plus ganz viele xxxx.

Ergo: Vorräte ja für alle Eventualitäten. Aber das Futter muss nachwachsen, muss nachhaltig sein, sonst werden deine Vorräte nie genügen, egal wie viel du bunkerst.

Heute kann JEDER selbst als Schüler vom Taschengeld im Schrebergarten anfangen die Nahrung zu erzeugen, dahin ziehen wo es sicherer ist. Heute noch.

Bärengruß


Ps.: Die Analyse von Sehungen findet auf der Hauptseite statt. Ich fühle mich nicht hinreichend kompetent dazu. Mein Teil, den ich beisteuere, ist Vorsorge und Überlebenstechniken. So können meine Szenarien durch eigene Analyse durchaus über die validen Sehungen hinaus gehen oder davon ab weichen.

Das wird aber sehr interessant

Bär, Samstag, 22.03.2014, 14:41 vor 4329 Tagen @ OffbJohannes (3887 Aufrufe)

Moin Johannes,



Bestenfalls Kaninchen, aber dann blos nicht schlachten
.

Ich stelle mir gerade mal so vor: Eine Zippe und ein Bock machen nach 9 Monaten 8 Kaninchenbabies (Durchschnittswerte abhängig von der Rasse).

Und dann alle 3 Monate wieder 8 niedliche Kaninchen. Nach weiteren 9 Monaten sind es also 24 neue Kaninchen.

Und nach weiteren 9 Monaten fangen die einst kleinen Babies auch an viele kleine Kaninchen zu machen. Ich erspare uns jetzt das einmal auf einige wenige Jahre hoch zu rechnen.

Ben Bernanke ist mit seiner Geldvermehrung dann ein Waisenknabe dagegen.

Nene, Johannes, die Verantwortung dafür dass die Kaninchen im Topf landen musst du schon übernehmen. So ist das im Leben nun mal. Schlachten macht mir auch keinen Spaß. Aber bevor ich ausschließlich auf grünen Blättern rumkaue muss ich da durch und lasse die Blätter von den Kaninchen zur Keule veredeln.


Bärengruß

Kanikel und Meerschweinchen

Amselkönig, Samstag, 22.03.2014, 15:56 vor 4329 Tagen @ Bär (3852 Aufrufe)

Grüß Dich Bär.

Neulich beim netto.

Neben dem Parkplatz sehe ich einen alten Mann grüne Triebe aus der Erde ziehen.
Spreche ihn an.
"Finden Sie da was, das man brauchen kann?"
Er zieht Löwenzahnblätter und steckt sie in eine kleine Tüte.

Naja, hin und her.
"Ist für das Meerschweinchen.
Es waren mal 2
Da haben die Enkel eines erdrückt."

Jetzt geht der Opa Löwenzahnzupfen. Für das andere.

Im Kopf hatte ich die Frage:
"Wie würzt man Meerschweinchen?"
habs aber nicht ausgeprochen.

Hähnchenschenkel kauf ich beim Metzgereifachgeschäft meines Vertrauenen.

Aber zurück zum Thema.
Wie tötet man (im hypotheischen Fall ich) einen Stallhasen, ein Huhn, ein Meerschweinchen?
Hasi: Schlag aufs Hirn oder ins Gnack?
Grongumdrahn fürn Gickerl und s Meerschweinderl.
Aber dann?

Ausnehmen.

Galle. Kann alles versaun.

Gruß,

|-}o

Amselkönig

Selbstversorgung

traumtaenzerin, Samstag, 22.03.2014, 17:33 vor 4329 Tagen @ Bär (3879 Aufrufe)

Hallo Bär,

OK, das mit der schriftstellerischen Freiheit lasse ich mir gefallen ;-) Denn ganz ehrlich, alles was an Vorratshaltung über 2 -3 Jahre hinausgeht ist einfach unrealistisch. Und ich weiß auch nicht wirklich, ob ich um alles in der Welt unbedingt überleben müsste. Dazu ist es "drüben" zu schön.......

Aber was auf jeden Fall geht und auch getan werden sollte ist: Lernen, wie man einen Garten bestellt, sortenfeste Samen zulegen, so dass man nicht auf das Nachkaufen von Sämereien angewiesen ist, einen genügend großen Vorrat an Getreide haben (und eine Handmühle natürlich). Es gibt auch Vorräte, die länger als 2- 3 Jahre halten. Z.B. von einer schweizer Firma, die sogar Milch-, Butter- und Eipulver in Dosen anbietet. MHD ist mit 2023 angegeben, hält aber bei kühler Lagerung noch länger. Nicht billig, aber für jemanden, der keine Tiere halten kann, eine Alternative. Mit Konserven tue ich mich ehrlich auch schwer, weil die im Alltag absolut nicht zu meinem Speiseplan gehören, außer Tomaten in Dosen und selbst Eingemachtem. Da wird es schwer mit dem Rollieren.

Das ganze Thema ist sehr schwierig und komplex. Wenn die Erde wirklich durch Impakte und Krieg so verseucht sein sollte, dass jahrelang kein Anbau und keine Tierhaltung mehr möglich ist, dann hat auch der Mensch keine Überlebenschance. Genau dies ist aber nicht vorhergesagt! Mindestens ein Drittel soll ja überleben und wenn die Menschheit weiterbestehen soll, müssen auch einige von unseren "unfähigen" und verwöhnten jungen Leuten dabei sein, denn ich werde mit meinen 55 Jahren gewiss keine Kinder mehr in die neue Welt setzen können :-D .

Was ärztliche Versorgung und Medikamente angeht, ist es natürlich bessser, wenn man nicht auf sie angewiesen ist. Gesunde Lebensweise, gute Kenntnisse über Naturheilkunde, eine stabile Psyche, dann müsste es gehen. Am besten vorher noch alle Zähne sanieren und den Blinddarm entfernen lassen ;-) Unsere Vorfahren sind auch nicht alle jung gestorben. Und das Kindbettfieber hat die Frauen erst dahingerafft, als sie nicht mehr zu Hause mit der Hebamme, sondern im Krankenhaus ihre Kinder zur Welt brachten....

Grüße Katja

Galle

traumtaenzerin, Samstag, 22.03.2014, 17:46 vor 4329 Tagen @ Amselkönig (3804 Aufrufe)

Hallo Amselkönig,

habe früher mal auf einem Bauernhof gelebt und des Öfteren Hühner ausgenommen:

In kochendes Wasser tauchen, rupfen, dann den Bauch vom After bis zum Rippenbogen vorsichtig aufschneiden und die Innereien mit einem Griff Richtung Wirbelsäule, also nach hinten, greifen und vorsichtig rausziehen. Leber, Herz, Magen (aufschneiden und leeren) und bei Hennen die Eierstöcke können mitverwendet werden. In den südlichen Ländern wandern auch Füße und Kopf mit in den Topf, aber das ist Geschmackssache.....

Bei Säugetieren verfährt man ähnlich, nur dass denen erst das Fell abgezogen werden muss, das überlass ich lieber einem Mann ;-)

Gruß Katja

Märchen

Bär, Samstag, 22.03.2014, 18:56 vor 4329 Tagen @ traumtaenzerin (3903 Aufrufe)

Hallo an beide Vorschreiber,


das mit der Galle ist ein Märchen. Sauber abspülen wenn sie mal ausgelaufen ist und du schmeckst es definitiv nicht mehr.

Dass ich noch einen männlichen Restwert habe und zum Abziehen der Haut von Säugetieren nütze beruhigt mich ungemein:-D Das ist aber auch relativ einfach.

An den Hinterbeinen aufhängen, ringförmig um die Läufe die Haut bis zum Knochen durchschneiden. An den Innenseiten den Schnitt die Läufe längs bis Waidloch führen. Vorderläufe auch so verfahren aber Schnitt bis Mitte Tier.

Dann vom Waidloch aufbrechen bis zum Hals runter und anschließend je nach Tier leicht bis schwer an den Läufen anfangen die Decke runter zu ziehen. Darm abtrennen von der Haut.

Ach bevor ich das alles jetzt genau schildere, einfach einmal zusehen bei jemandem der es kann.

Auf der sicheren Seite beim Schlachten von Säugern bist du, wenn du mit einem Bolzenschußgerät das Kleinhirn anschießt. Sofort aufhängen an den Hinterläufen und die Schlagader am Hals seitlich der Luftröhre aufschneiden. Schlegelt (strampelt) das Tier ist das richtig und wichtig. Es merkt definitiv nichts mehr wenn das Kleinhirn sauber perforiert ist. Die Vitalfunktion des Herzens muss! noch vorhanden sein damit das Tier sauber ausbluten kann. Die Luftröhre bitte nicht mit durchtrennen.

Zeigen die Pupillen des Tieres noch Reflexe wenn du dich bewegst, dann hast du es falsch gemacht und das Tier leidet oder aber du bist Muslim, die müssen die Tiere elendig verrecken lassen mit offener Schlagader ohne Betäubung. Da die meisten islamischen Hausschlachter (Badewanne oder Aufzug) keine Sachkunde haben wird auch meist die Luftröhre mit durchtrennt was dann dazu führt dass das Tier elendig an seinem eigenen Blut erstickt. Nur die Variante mit dem Kleinhirn gibt meines Ermessens wirklich halal/koscher/ausgeblutet, das Schächten nicht.

Wie die Decke runter geholt wird am Besten bei DeinRohr ansehen und dann üben, üben, üben oder wie oben gesagt einfach zusehen bei jemandem der es kann.

In D ist der Nachweis der Sachkunde für das Schlachten juristisch erforderlich wobei je nach Tierart auch noch unterschiedliche Zertifikate erworben werden müssen. Der Jagdschein deckt das alles ab. Bei Kleinsäugern oder Geflügel gilt wohl die Regel, kein Kläger, kein Richter, wer aber rechtlich sauber bleiben will sollte das Gesetz beachten.


Bärengruß

Futter

Bär, Samstag, 22.03.2014, 19:40 vor 4329 Tagen @ traumtaenzerin (4065 Aufrufe)

Hallo Katja,


ja, der Jahrgang 58 war schon ein ganz besonders Guter. Ich weiß.

Tatsächlich sollten wir uns in unserem Alter keine allzu großen Gedanken um uns mehr machen. Mit vielleicht 70 Lenzen dann noch einmal die Welt neu aufbauen muss ich nicht haben. Gerade vorhin haben ein Freund und ich uns ein Metermaß angesehen und die Strecke, die wir darauf zurück gelegt haben.

Wäre da nur nicht diese quälende Neugier ob nun BB oder Stefan B. recht haben... :-D

Friede mit der eigenen Endlichkeit zu schließen ist nicht nur in unserem Alter sicher ein ganz wichtiger Punkt. Ob nun durch die Vorstellung als Englein in den Himmel zu kommen, als Krieger in Walhal zu landen, mit 27 Jungfrauen zu Füßen als Pascha reinkarniert zu werden, ganz romantisch als Fischfutter in den Wellen zu landen oder unter dem Birnbaum zu Dünger zu verrotten ist jedem selbst überlassen. Ob Weltenwende oder nicht, irgendwann landen wir alle in der dunklen Gruft. Was wir beeinflussen können ist, wie wir die Zeit bis dahin verbringen.

Für mich die beste Nachricht der letzten Jahre war dass die EU Saatgutverordnung gekippt wurde. Das hätte mir die Zeit bis zum Versagen der staatlichen Macht sehr erschwert weil ich dann gezwungen gewesen wäre als Dauerrechtsbrecher mein eigenes Saatgut zu nutzen.

Saatgut vermehre ich auch selbst soweit ich es hin bekomme. Parallel kaufe ich die stabilen Sorten aber immer wieder zu und lagere sie ein, sicher ist sicher und die paar Cent an der Kasse mehr machen den Kohl nicht fett. Mittels Keimtest bekommt man ein gutes Gefühl dafür wie lange das Saatgut noch haltbar ist. Erbsen zum Beispiel überraschen mich immer wieder mit ihrer langen Keimfähigkeit, Bohnen sind dagegen nur viel zu kurz lagerfähig.

Tomaten aus der Dose kann ich inzwischen nicht mehr sehen. Seit ich selbst Tomatensoßen einkoche gruselt mich auch die Tube Tomatenmark nur noch an. Derzeit habe ich etwa 50 Tomatenpflanzen vor gezogen für diese Saison. Dabei ist eine alte Sorte aus dem Ostblock die enorm robust ist und Tomaten trägt von denen schon manch eine zuviel für einen Salat ist.

Empfehlen kann ich Mairüben. Anfangs als Notnagel im Herbst als Gründüngung ins Beet gebracht stellten sich diese kleinen Scheißerchen als geschmackliches Hochlicht heraus. Irgendwo zwischen Kohlrabi und Schwarzwurzel angesiedelt vom Geschmack her, mit zerlassener Butter drüber, bin ich schlicht begeistert davon. Goethe, ein Feinschmecker, jubelte dereinst nicht umsonst in höchsten Tönen als er die Variante der Teltover Rübchen probierte.

Kaum jemand kennt diese Rüben. Man kann sie wie Sauerkraut konservieren, wie Möhren einlagern oder einfach auf dem Feld stehen lassen. Ist der Winter warm wachsen die einfach weiter. Und ab Mai gibt es schon wieder frische. Du musst dann keinen Topinambur aus dem gefrorenen Boden brechen.

Überhaupt ist es empfehlenswert die Konservierungs- und Lagertechniken unserer Altvorderen aus zu buddeln und zu üben.

Mir blutet das Herz wenn ich die Altglascontainer sehe. Meine ganze Familie hat Gläser bei mir ab zu liefern. Tendenziell bin ich was Einmachgläser angeht schon fast ein Messi. Im Zweifel wenigstens die Deckel aufheben weil die zum Rosten neigen. Für jemandem mit schmalem Geldbeutel sind solche Gläser in Papier gegen Bruch (Erdbeben) geschützt ein Tauschgut für üble Zeiten das man heute umsonst sammeln kann. Dazu beim Supermarkt Holzkisten zum Lagern der Gläser schnorren und für den Krisenfall hast du ein kleines Wirtschaftsstandbein.

Kannst du die Gläser auch noch schmackhaft füllen, steigt deine Beliebheit bei Nachbarn und Verwandten im Krisenfall ins Unermeßliche.

Ach, du hattest da gar nicht nach gefragt? Ok, ich bremse meinen Schreibschwall....


Bärengruß

Elefant?

traumtaenzerin, Samstag, 22.03.2014, 19:43 vor 4329 Tagen @ Bär (3805 Aufrufe)

Hallo Bär,

Dass ich noch einen männlichen Restwert habe und zum Abziehen der Haut von Säugetieren nütze beruhigt mich ungemein:-D Das ist aber auch relativ einfach.

na na, wie kann man nur so nachtragend sein? Du bist doch ein Bär und kein Elefant ;-)
Selbstverständlich geht dein Wert über das Abziehen eines Tiers hinaus. Was täten wir Frauen denn ohne euch?

In D ist der Nachweis der Sachkunde für das Schlachten juristisch erforderlich wobei je nach Tierart auch noch unterschiedliche Zertifikate erworben werden müssen. Der Jagdschein deckt das alles ab. Bei Kleinsäugern oder Geflügel gilt wohl die Regel, kein Kläger, kein Richter, wer aber rechtlich sauber bleiben will sollte das Gesetz beachten.

Ja ja, hier in Deutschland ist ja auch grundsätzlich alles verboten, was nicht ausddrücklich erlaubt ist. ;-) Da fragt in der Krise und Katastrophe aber hoffentlich niemand danach!
Im Übrigen hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, bei meinem Ex- Schwiegervater beim Ziegenschlachten zuzuschauen und zu assistieren. Obwohl kein Muslime, hat auch er (mangels eines Bolzenschussgeräts) die Tiere geschächtet. Er war dabei aber sehr erfahren, es ging immer sehr schnell und man hatte nicht den Eindruck, dass sie lange leiden mussten. Danach wurde die Achillessehne durchtrennt und das Tier an den Hinterläufen an der Decke aufgehängt. Zum Abziehen des Fells hat er einige gezielte Schnitte gemacht und dann den Balg kräftig aufgeblasen, wie einen Luftballon (kein Scherz). Danach konnte er ihn mit einem Ruck abziehen. Mit Gaze abgedeckt hing die Ziege oder das Schaf/ Lamm dann noch einige Stunden um richtig auszubluten....

Mann, war das immer ein Fest für die Katzen und den Hund, die dann einige Innereien abbekamen :-D

Trotzdem, ich werde froh sein, wenn mir im Notfall (m)ein Mann diese Arbeit abnehmen kann!

LG

Wow!

traumtaenzerin, Samstag, 22.03.2014, 19:52 vor 4329 Tagen @ Bär (3810 Aufrufe)

Hallo Bär,

danke, danke, danke für die Tipps! Du brauchst deinen Schreibschwall bei mir bestimmt nicht bremsen! Da haben sich wohl zwei Gleichgesinnte getroffen :-D Mairübchen, ja! Pastinaken sind auch sehr vielseitig und Schwarzwurzeln liebe ich geradezu ......

Übrigens, Jahrgang 59, nicht 58! Ich habe erst am 11. März meinen 55. gefeiert.

Liebe Grüße vom Bodensee, wo es endlich (!) mal nach Ewigkeiten regnet
Katja

Mungbohnen und milchsaures Gemüse

WG, Sonntag, 23.03.2014, 18:51 vor 4328 Tagen @ Bär (3896 Aufrufe)

Moin Bär

Für mich die beste Nachricht der letzten Jahre war dass die EU Saatgutverordnung gekippt wurde.

Jau, das was eine sehr gute Nachricht!

Erbsen zum Beispiel überraschen mich immer wieder mit ihrer langen Keimfähigkeit, Bohnen sind dagegen nur viel zu kurz lagerfähig.

Ich bin hingegen erstaunt, wie lange Mungbohnen keimen, mein kleiner Vorrat ist schon über zehn Jahre alt und die keimen immer noch zu 100%. Natürlich nur für Keimlinge, was ich für die Krise durchaus empfehle

Kaum jemand kennt diese Rüben. Man kann sie wie Sauerkraut konservieren, ...

Interessant ist auch ein Rezept meiner Mutter von früher: Allerlei Gemüse schichtweise mit in den Sauerkrauttopf einlegen, dieses vergärt dann ebenfalls milchsauer mit.

Beste Grüße
WG

--
Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

Der ganz alltägliche Wahnsinn

Bär, Sonntag, 23.03.2014, 20:00 vor 4328 Tagen @ WG (3974 Aufrufe)

Moin WG,


die verschiedenen Gemüse funktionieren.

Nur bei den Gurken in Milchsäuregärung bin ich inzwischen skeptisch. Ein großer 10 Liter Gärtopf war voll damit. Sie waren köstlich. Irgendwie gerieten sie aber in Vergessenheit und Monate später näherte ich mich dem Topf mit vor lauter Vorfreude feuchten Mundwinkeln.

Dann suchte ich die Gurken. Und suchte und suchte. Nichts, nicht eine einzige war mehr drin. Bei Ausgießen stieß ich dann ganz weit unten auf einige Papier dünne schlaffe Säcke ohne Inhalt. Da hatten sich diese salzigen Scheißerchen in Wohlgefallen aufgelöst.

Ich bleibe wohl besser bei meinen Zucchini in rrrichtig saurem Sud mit einem Löffelchen Kurkuma und Chilli. Die sind wenigstens noch da wenn ich sie essen will.

Überhaupt habe ich das Einkochen für mich entdeckt. Auch wenn der Säulenheilige so seine Probleme damit hat, ich kann so die saisonal anfallenden Mengen bewältigen. Und wenn dem Nachbarn der Strom ausgeht, dann stecke ich eine ganze Kuh von ihm in die Gläser, ich schlachte ihm ein paar Dutzend und nehme meinen Henkerlohn als Naturalien. BB geht ja davon aus, dass in erster Linie tektonische Ereignisse mein Eingekochtes gefährden. Und da gibt es ja Abhilfe.

So, jetzt warten die Schafe auf ihr Futter. Allen Ernstes, ich beginne die Tiere zu verstehen. Wenn sie besseres Futter wollen schnacken die ganz anders als wenn sie ihre Lämmer zur Milchbar rufen oder vor dem Fuchs warnen. Und glaube mir, die nerven gewaltig wenn das Öhmd nicht so ist, wie sie es sich vorstellen. Annähernd 50 hungrige Mäuler wollen gestopft werden.

Aber warte, mein Geburtstag ist nicht mehr weit und dann kommt Valentin auf den Grill. Dann esse ICH.

Und nun drängelt auch noch einer meiner Cane Corso Nachwuchsrüden.

Gruß vom alltäglichen Wahnsinn hier.


Der Bär

guten Hunger

WG, Montag, 24.03.2014, 13:29 vor 4327 Tagen @ Bär (3817 Aufrufe)

Moin Bär

Gruß vom alltäglichen Wahnsinn hier.

Hehehe, ist doch immer wieder erfrischend
von Dir zu lesen, besten Dank!

Und natürlich gehören Gurken eingeweckt :-)

Im Sauerkrautfass sind dagegen, zwischen-
geschichtete Paprika ein Hochgenuß.

Beste Grüße Dir und guten Hunger
WG

--
Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

Die Natur bietet wenig

Odin, Dienstag, 25.03.2014, 16:16 vor 4326 Tagen @ Wayne Schlegel (3913 Aufrufe)

Hallo

Von saisonalen Schwankungen abgesehen:

Im Überlebenskurs haben wir gelernt, dass die Natur
erschreckend wenig bietet, zumindest in der kalt
gemässigten Klimazone.

Selbst im Herbst machen Pilze und Beeren nicht satt.,
und da klammern wir die Risiken mit Giften etc. mal
völlig aus. Und das wenige, was halbwegs nahrhaft
wäre, schmeckt besch...eiden. Z.B. Schilfwurzeln
(schwer zu ernten) oder Löwenzahnwurzeln. Giersch
ist im Prinzip als Wildgemüse essbar. Satt macht
das alles nicht.

Die Leute im 30-jährigen Krieg waren also nicht
doof, sondern nur die Opfer der unbequemen Tatsache,
dass da draussen im Wald kein Tischlein-deck-dich
steht.

Odin

Und dennoch, weil...

rauhnacht, Dienstag, 25.03.2014, 19:42 vor 4326 Tagen @ Odin (3914 Aufrufe)

Hallo,
ich glaube eben so wenig an eine Überlebenschance rein durch Beeren, Pilze und Hasenfutter wie Andere hier. Die Welt um uns herum und wir sind ja noch weitaus weniger wie zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges auch nur annähernd vergleichbar mit steinzeitlichem Leben.

Aber ich glaube, dass dann, wenn es ans Hungern geht, Hinz und Kunzeline sich daran erinnern werden, dass doch auch außerhalb vom Supermarkt etwas Eßbares wächst. Ich glaube, dass selbst im letzten Krieg, das Wissen was man Essen kann und WAS NICHT! noch sehr viel verbreiteter war. Brennesseln fand man dann in Einflugschneisen von Städten gar nicht mehr, die Bäume waren entrindet.

Ich meine, dass es dann natürlich so sein wird, dass sehr Viele dann in der Natur nach allem irgendwie Eßbaren suchen werden. Ich glaube auch alle hier, die dann leben und nicht in ihrer Trutzburg auf unzähligen Vorräten sitzen, werden dies tun.

Wäre gut, wenn man dann ein wenig mehr, wie nur ein bisschen, darüber weiß. Ansonsten ist die Vergiftung aus Verzweiflung nämlich vorprogrammiert.
( Zudem ersetzt Heilpflanzenwissen bei so mancher Krankheit den Arzt, den es dann womöglich nicht gibt oder der unerschwinglich ist. Nicht grade bei hoch dramatischem, aber das bei Mangelernährung aus dem Schnupfen oder Husten, die dann! Tödliche Lungenentzündung wird, dürfte man mit ein bisschen Glück so verhindern können. WENN man dies kann!)

Ich möchte dazu aufrufen, die kleinen Chancen zu sehen, jetzt zu lernen. Dies ist der Millimeter mehr, als zu glauben, nutzt ja alles nichts, wenn ich nicht den Bunker, den Hof oder jahrzehntelanges Survivalwissen habe.
Die Hoffnung stirbt zuletzt und diese Hoffnung kann genährt werden durch Lernen, Wissen, kleine Erfolge. Jeder hier hat eben so angefangen und sollte denen, die nachkommen helfen.

( Natürlich gehört auch die Warnung vor überschießendem „Ich kanns“ dazu , der Heilkräuterlehrgang macht keinen Heiler, der Selbstverteidigungslehrgang für Frauen ist, wenn er vermeintliche Sicherheit verspricht, sträflich Irre führend. Aber anfangen und DANN stets weitermachen ist weitaus besser, als sich vor dem Berg geschlagen nieder zu kauern.)

Hoffnungsvolle Grüße von Rauhnacht

Vorratshaltung

Odin, Mittwoch, 26.03.2014, 07:18 vor 4325 Tagen @ rauhnacht (3957 Aufrufe)

Hallo

Ich hatte damals im Herbst 2002 im Erdkeller Vorräte
(vor allem Reis) für 3-4 Personen und etwa 1 Jahr
eingelagert. Das ist natürlich inzwischen alles kaputt,
aber der Grundgedanke war richtig. Es ist nicht möglich
eine Kleinfamilie im borealen Nadelwald ohne Vorrats-
haltung auch nur für die Dauer eines kurzen Krieges
über die Runden zu bringen, selbst wenn es zur relativ
günstigen Sommerzeit eintreten sollte wie vorhergesagt.
Ein Jagdschein macht noch keinen gesckickten Jäger,
und selbst wenn: in kritischer Lage ist das Revier
schnell leergeschossen. Auch das Anglerglück im
Wildbach ist zweifelhaft, wenn man vom Fang leben
muss.

Ich überlege jetzt unter welchem Vorwand ich den
Erdkeller mal wieder aufsuchen könnte, um die alten
verdorbenen Vorräte zu entsorgen und neue einzulagern.

Und ich überlege mir, auf welchen Grad an Zuspitzung
ich warten will, bevor ich das in die Tat umsetze.

Bis vor gut 10 Jahren war ich einer von denen, die etwas
taten und nicht nur die Foren vollschrieben. Heute bin ich
älter und muss mich auch fragen, ob ich den "Ernstfall"
eigentlich wirklich noch überleben will und ob ich mich
danach noch in der Lage fühle zum Aufbau von was Neuem
etwas beizutragen. Immerhin habe ich inzwischen ein
Alter erreicht, das noch im 19. Jahrhundert ein normales
Alter zum Sterben war.

Odin

Fragen zu Odins Lagerhaltung

Amselkönig, Freitag, 28.03.2014, 18:37 vor 4323 Tagen @ Odin (3959 Aufrufe)

Hallo Odin,


"Ich hatte damals im Herbst 2002 im Erdkeller "

Wie kann ich mir Deinen Erdkeller vorstellen?
Loch in der Erde 2x2x2m?

"Vorräte (vor allem Reis)"

Reis. Wie verpackt?
Was außer Reis noch. Wie verpackt?

"eingelagert."
Wie eingelagert?

"Das ist natürlich inzwischen alles kaputt."
Was macht Dich so sicher?

Gruß,

Amselkönig

Erdkeller

Odin, Dienstag, 01.04.2014, 11:19 vor 4319 Tagen @ Amselkönig (4061 Aufrufe)

Hallo

Es handelt sich um einen massiven Erdkeller aus
gegossenem Beton, mit Eingangstür. Der Erdkeller ist
alt und stammt von einer früheren Bebauung des
Grundstücks. Er ist als einzige noch funktionale
Anordnung von der Bebauung übrig geblieben.

Wegen des Alters ist er nicht dicht, sondern es leckt
Wasser ein. Meine 2 fleissigen Mithelfer und ich hatten
2002/3 Pläne ihn eventuell abzudichten, aber wir kamen
nur bis zum Mauern des Türstocks und zum Einsetzen der
Tür, die inzwischen bestimmt auch teilweise verrottet
ist (Eine Holztür).

Wir haben damals nix mehr gemacht, weil die Dinge für
lange Zeit einen anderen Verlauf nahmen als befürchtet.

Im Spätherbst 2002 lagerte ich die Sachen ein, z.B.
150 kg Reis in dicht schliessenden Plastikwannen
sowie 50 kg Zucker, auch in einer solchen Wanne. Ich
war damals überzeugt, das die Vorräte nur ein knappes
Jahr halten müssten, deshalb war ich nachlässig.

Seit 2004 war ich nicht mehr dort, weil ich keine
zwingende Notwendigkeit mehr sah und die Vorräte
ohnehin für verloren hielt - was sie ja wahrscheinlich
auch sind. Das Benzin wurde zu teuer zum Hinfahren
"auf Verdacht".

2003/4 nahm mein Leben auch eine ganz neue Wendung.
Weil ich plötzlich wieder mit einer "normalen"
Zukunft rechnete, begann ich meine Zweitausbildung
zum Kirchenmusiker. Da waren Fahrten in die Orsa
Finnmark nicht mehr die höchste Priorität, sondern
Fahrten nach Stockholm zur Hochschule Sköndal und
fleissiges Orgelüben in der Freizeit.

Gruss

Odin

Nicht wirklich

Bär, Mittwoch, 02.04.2014, 11:47 vor 4318 Tagen @ OffbJohannes (4196 Aufrufe)

Moin,


3 Monate?

Unterstellt die Sehungen stimmen was den August und Russendurchmarsch angeht. Deine Vorräte reichen dann bis November. Und du willst dann ernten??? Mit Glück, entsprechendem Wetter, reichlich gutem Boden, vorhandenem Saatgut und genug Wissen zum Anbau bringst du die Stoppelrübe fertig. So man sie denn kennt. Aber was bitte willst du sonst anbauen? Und im Dezember, Januar....

Ab Mai kannst du es dann wieder versuchen. Versuchen bedeutet versuchen und noch lange nicht ernten. Bis ein normal verzivilisierter Teutone sich mit seiner Hände Arbeit selbst ernähren kann gehen unter gesitteten Bedingungen 3 Jahre ins Land. Und das auch nur wenn das Wetter mitspielt, guter Boden vorhanden ist, Saatgut und die Fähigkeit damit auch was anzufangen da ist und du ganz viele Schwielen an den Händen hast. Ok, das hatten wir eben schon. Liegen da erst mal 30 to Staub in deinem Garten rum wird es dieses oder jenes Jahr mehr werden.

Selbstversorgung aus dem Garten funktioniert. Ich gehe ja bekanntlich davon aus, dass es noch eine recht lange Zeit bis zum Finale Furioso dauert. Aber im Hinblick auf die kommenden Ereignisse solltest du mit Selbstversorgung aus dem Garten vorgestern angefangen haben nicht erst morgen. Dann klappt es vielleicht auch im Finale.

Wir machen das jetzt schon ein paar Jahre und kommen wirklich voran. Aber demnächst muss ich Kartoffeln kaufen, beim Lidl oder Edeka. :kotz:

Kartoffelsaatgut aus eigenen Samen habe ich immer noch nicht hin bekommen. Ich bin also auf Pflanzkartoffeln angewiesen. Heute, immer noch. Gelingt es mir dieses Jahr keimfähiges Saatgut zu gewinnen, sie nächstes Jahr erfolgreich zu keimen und die kleinen Kartöffelchen zu ernten, dann habe ich in zwei Jahren richtig eigene nachhaltige Kartoffeln. Ansonsten bin ich wieder auf Raiffeisen und Dreschflegel angewiesen. (Rechtlicher Hinweis: Das gilt nur für Sorten die nicht durch Patente kastriert sind also alte freie Sorten)

Die Vorstellungen sich dann dereinst selbst zu versorgen sind ja recht romantisch aber fallen für mich in den weitaus meisten Fällen unter die Kategorie "Wie gestalte ich meinen Suzid möglichst qualvoll".

Bevor du Vorstellungen entwickelst dich selbst zu versorgen Johannes, fang bitte erst einmal an den Kampf mit Unkraut und Wühlmaus zu führen. Es ist Frühjahr. Schrebergärten gibt es fast überall und je nach Wohnort kannst du vielleicht auch von einem Nachbarn 20 m² Land bekommen um zu üben. Da langt sogar das Taschengeld eines Schülers oder die H IV Gaben aus.

Tun nicht nur denken.

Das soll deine Bemühungen dass du dir Gedanken machst um keinen Deut schmälern. Allein die Tatsache dass du etwas tust mit Vorräten hebt dich von der breiten Masse ab. Jetzt aber konsequent weiter gehen auf dem richtigen Weg.

Es ist bei Weitem nicht jeder geeignet im Dreck zu wühlen, nicht jeder hat den grünen Daumen. Wir landen nach den Sehungen im Jahr 1800. Damals lebten weit über 90% der Leute von Ackerbau und Viehzucht. Heute gibt es 4% die in der Lage sind mit 150 PS Schlepper, Unmengen Düngemittel aus Erdöl, Hybriden, Terminatorsaatgut und elektrischem Strom Nahrung zu erzeugen. Und von meinen professionellen Kollegen ist fast keiner in der Lage kurzfristig auf Selbstversorgung mit Muskelkraft um zu steigen und bloß sich selber zu ernähren geschweige denn Überschuß zu produzieren. Selbst wenn sie wollten fehlte das passende Saatgut.

Gerade mal die alten Landwirte, die die jetzt in Rente gehen, haben noch das Wissen um das überhaupt zu können. Die ziehen den Hut vor dem was wir hier anstellen auch wenn es oft genug tapsig ist was wir tun. Wir fahren zweigleisig. Das Wissen der Alteingesessenen nutzen wir, setzen es um und probieren parallel mit Terra Preta, Tiefbeet, Mulch und altem Saatgut und Sorten ob es nicht noch einen Tick nachhaltiger geht.

Fazit: Dein Ansatz ist gut neben den Vorräten selbst zu erzeugen. Aber du solltest den Weg weiter gehen und nicht auf halber Strecke stehen bleiben.

Bärengruß

Schlachten von Kleintieren

Odin, Donnerstag, 03.04.2014, 13:57 vor 4317 Tagen @ Bär (3938 Aufrufe)

Hallo

Wie geht das Schlachten von Kleintieren, also Grösse etwa
Huhn, Karnickel oder Meerschwein ?

Ein harter Schlag ins Genick, um die Halswirbel zu brechen ?

Oder könnte man bei einem kleinen Tier einen schnellen und
schmerzfreien Tod per Genickschuss mit z.B. einer Luftpistole
oder einem Luftgewehr erzielen ?

Die Knochen dieser Tiere sind ja dünn und vermutlich daher
auch leicht zu verletzen bzw. zu brechen.

Auch das professionelle Schlachten eines Fisches beim
Angeln würde mich interessieren. Das ist übrigens auch der
wahrscheinlichste Fall, der mir in der Wirklichkeit unter-
laufen könnte, solange mich mein Jägerkumpel nicht mal mit
auf die Jagd nimmt.

Und das mit dem Angeln dürfte ich praktisch sofort ganz
legal ausprobieren ! Hier in Schweden braucht man keine
bescheuerte Anglerprüfung. Da ich ca. 30 Meter von der
Ostsee wohne, könnte ich sofort loslegen. In der Ostsee
darf man nämlich in Schweden gratis angeln. Irgendwo
habe ich sogar eine noch unbenutzte Angel und auch die
dazu nötige Ausrüstung (Haken, Leinen, Schwimmer etc.)
rumliegen. Nur ein Käscher fehlt mir noch, aber die
gibt's hier überall für billiges Geld.

Wenn man keine Regenwürmer massakrieren will - was taugt
dann als Köder ?

Odin

Schlachten von Kleintieren

rauhnacht, Donnerstag, 03.04.2014, 18:59 vor 4317 Tagen @ Odin (4040 Aufrufe)

Hallo Odin und Bär, der weiter oben dazu schon etwas schrieb.
ich habe „nur“ Kleinvieh, Kaninchen, Hühner und Enten geschlachtet.


Natürlich fällt auch mir Schlachten nicht leicht. Ich finde es wichtig, mich sehr zu fokussieren und ruhig und gezielt vor zu gehen. Ich möchte keine Aufregung oder gar Angst auf das Tier übertragen.
Ich bemühe mich folglich um ruhige Stimmung, fange oder hole das Tier ohne „Trara“. Kaninchen setze ich an vorbereiteter Stelle auf den Boden, streichle, beruhige ( kurz!!, aber sehr effektiv), lege ein Küchentuch über den Kopf und Nacken und führe einen kurzen, harten Schlag mit Hartholz auf den Hinterkopf aus. Dieser Schlag muss passen, er darf nicht zögerlich, überhastet oder falsch platziert sein. Richtig ausgeführt streckt sich der Hase sofort und ist bewusstlos. Sofort durchtrenne ich mit einem sehr scharfen Messer, ich bevorzuge Skalpell, die Halsschlagader und platziere ihn so, dass das auslaufende Blut in eine Schüssel läuft. Da kommt es dann zu Zuckungen, von denen der Hase, wie mir erklärt wurde und mir auch einleuchtend ist, wohl weniger, da bewusstlos, nichts mehr merkt.
Ob Bolzenschuss oder richtig ausgeführter Schlag dürfte egal sein, da die Wirkung auf das Hirn die gleiche ist.

Hühner ducken sich , wenn man sie einfängt und dann hinsetzt oder auch ohne Einfangen streichelt ( mochten einige meiner Hühner tatsächlich!) auf den Boden und strecken den Hals nach unten. Dies tun sie auch, wenn der Hahn aufsteigt ( der Kaninchenrammler sich artenfremd vergeht ) oder Gefahr ( z.B. mal mein Hund, der auf Pfiff ab ließ, das Huhn saß weiterhin belämmert und in Schockstarre) droht, bzw. schon über ihnen steht. Zum Schlachten ist dies günstig, festhalten muss man dies Tier aber dann noch eine Weile, nachdem der Kopf ab ist. Ansonsten gibt es durch die eintretenden Muskelreflexe eine üble Sauerei.

Enten muss man festhalten, ideal so über einem Hackklotz oder sonstigen platziert, dass der Kopf darüber ist. Auch hier finde ich den Schlag mit dem Hartholz auf den Hinterkopf mir sympathischer.
Wenn ich so überlege, glaube ich, da müsste man für das Bolzenschussgerät zu zweit sein. Weiß ich aber nicht wirklich.

Schlachten lernte ich mir selbst , weil ich aus Gutmenschentum zu der Entscheidung kam, dass dies für uns Menschen ( zu Mal in diesen Klimazonen geboren) eine eher natürliche Notwendigkeit ist. Natürlich kann man diese „Schrecklichkeit“ in unserer Zivilisation auf Andere abschieben.
Da ich durch „meinen roten Faden schicksalstechnisch“ in die bevorzugte Rolle kam, eben diese Entscheidung dann umsetzen zu können, tat ich dies. Und lernte, dies bedeutet Verantwortung( Herrschertum, z. B. zur Anzahl der Nachzucht) , Würdigung( Freude, Dankbarkeit) und Arbeit für diese Tiere vom Anfang des Lebens bis zum Ende.

Lieber wäre mir, Tiere jagen zu können, kann ich aber nicht und geht in ausreichendem Ausmaß für „Alle“ ja auch gar nicht.

Mit freundlichen Grüßen von Rauhnacht

Klauen

Bär, Donnerstag, 03.04.2014, 22:23 vor 4317 Tagen @ Odin (3934 Aufrufe)

Moin Odin,


bevor ich jetzt ein Buch schreibe in drei Bänden wenn ich mich kurz fasse oder dir die wahrscheinlich besten Methoden mit Jig, Krautblinker und Krallblei erkläre, empfehle ich dir die professionelle Variante.

Klauen, mit den Augen, klauen soviel wie es geht. Geh ans Wasser wenn du einen Angler siehst. Schau ihm zu, beobachte und wenn er Bereitschaft hat zu sprechen mit dir dann frag ihm Löcher in den Bauch. Das ist erfolgreicher als wenn ich den Ferninstruktor mache. Kein Angler, kein Fisch gilt erst mal.

Hast du beobachtet und geklaut, geh ins nächste Angelgeschäft. Hier aber nur mit den Augen klauen und den Ohren. Die Schärenküste hat schwierige Verhältnisse, einfach hin gehen und Angel rein ist nicht wirklich gut. Ausgedehnte Tangfelder und jede Menge Steine machen es schwierig.

Also schau, wo Angler sind und klaue.

Dann gehst du nach Hause und schmeißt deine Angelsehne, die Schnur weg, die ist Schrott inzwischen. Besser die ganze Angel. Die passt eh nicht zu den dortigen Verhältnissen. Und dann kaufst du dir eine Ausrüstung wie du bei den Meisten gesehen hast und machst das nach, was die anderen machen. Eine Rute reicht.

Hast du Glück, dann verirrt sich ein Fisch an gerade deinen Köder. Und dem haust du dann mit dem Messerrücken auf den hinteren Teil des Kopfes. Hast du gut getroffen, zuckt der ganze Fisch schnell, also nicht Schwanzflosse hin und her sondern schnell. Dann stichst du mit dem Messer in die Unterseite des Bauches, sagen wir 3 cm hinter den Kiemen (incl. Sicherheitsabstand ;-) ) in den Bauch hiein und ziehst das scharfe (!) Messer bis zwischen die Kiemen, soweit bis die Kiemenansätze spürbar sind.

Du merkst dass du das Herz getroffen hast dadurch dass mehr Blut austritt als beim Einstich und kannst das nächste Mal gleich dort einstechen. Die norwegischen Berufsfischer verlieren ihre Lizenz wenn sie die Fische nicht gekehlt zum Verkauf bringen. Ich schätze mal, dass du vor Ort auch entsprechend instruiert wirst, da sind die Skandinavier Lichtjahre weiter als die Südländer, die immer noch den Fisch stark auf den Boden werfen und das wars. Und diese Fische haben vielleicht sogar noch Glück gehabt.

Auch das Ausweiden und Filieren können sie dir zeigen.

Wahrscheinlich landest du, wenn du angefressen bist, bei der Variante mit dem schwimmfähigen Untersatz. Die Palette der Fische ist größer, die Fänge üppiger, die Methoden verlustärmer und im Zweifel tut es die Schnur über die Reling mit Kunstköder oder Naturköder wie Heringsstückchen. Vom Ufer wird es zumindest anfangs mühsam sein eine gute Mahlzeit zusammen zu bekommen. Später kannst du dann vielleicht beim Warten auf die Fähre die Wochenration Fisch fangen.

Bärengruß

Vielen Dank Bär !

Odin, Freitag, 04.04.2014, 08:11 vor 4316 Tagen @ Bär (3847 Aufrufe)

Hallo

Angler sehe ich hier oft. Also ergeben sich auch Gelegenheiten
zum Zusehen. Zur Not kenne ich auch Leute, von denen ich weiss
dass sie angeln.

Ausrüstung gibt es wenige Meter von meinem augenblicklichen
Dienstort nur einfach quer über die Strasse, und das in einer
Auswahl, dass dem Laien völlig schwindelig wird.

Als schwimmbaren Untersatz haben wir einen Kanadier, mit dem
man unter Inselschutz auch in die Schären rausfahren kann.

Hier ist das Wasser der Ostsee so brackig, dass man sogar
einige Süsswasserarten fangen kann, z.B. Hechte.

Ausserdem kann ich - wenn ich will - jederzeit das Angeln in
einem See legalisieren. Ich muss ja nur einen Gewässerschein
("fiskekort") kaufen, alles andere Brimborium entfällt hier
glücklicherweise.

Übrigens - warum Ihr Euch in Deutschland die strangulierenden
Bestimmungen mit Angelschein und Fischereiprüfung gefallen
lasst, das ist mir ein blankes Rätsel, denn ich sehe dass es
hier und auch in Norwegen auch so geht. Meiner Meinung nach
gehört das ersatzlos gestrichen. Gewässerschein muss sein.
Der Besitzer des Fischwassers will schliesslich auch nicht
beklaut werden.

Ähnlich denke ich über das deutsche Getue mit Bootsführer-
schein. Braucht man hier bis zu einer Länge von 14 Metern
und einer Breite von 4 Metern überhaupt nicht !

Odin

Vielen Dank Rauhnacht

Odin, Freitag, 04.04.2014, 08:21 vor 4316 Tagen @ rauhnacht (3834 Aufrufe)

Hallo

Theoretisch (!) habe ich im Jägerkurs schlachten,
aufbrechen und ausnehmen gelernt. Praktisch nicht,
weil ich leider noch nie auf der Jagd war, obwohl
ich den Jagdschein seit 10 Jahren habe.

Hartholz ist also empfehlenswert. Dasselbe hat man
auch im Jägerkurs empfohlen, z.B. bei angeschossenen
Hasen.

Vermutlich ist alles nur eine Frage der guten
Vorbereitung des Schlachtplatzes und des nötigen
Werkzeugs (Unterlage, Schüssel, Messer, Schlagholz).

Darüber lesen und wirklich tun ist zweierlei und war
es sicher für Dich auch am Anfang. Ob eine Luft-
pistole bei Kleintieren ein Bolzenschussgerät
ersetzt hätte ich wirklich gern gewusst, weil
Lauf hinters Ohr halten und abdrücken weniger
Übung verlangt als ein gezielter Schlag mit
Hartholz.

Kleintiere habe ich im Augenblick keine. Früher
hatten wir ein Meerschwein, aber nur als Streichel-
tier.

Ein Kollege hat mir ein Lamm (lebend) angeboten.
Seine Schafe haben gerade gelammt. Er ist ausserdem
routinierter Jäger und hat schon mehrmals davon
geredet, mit mir mal auf die Wildsau zu gehen.
Die Wildschweine sind hier eine Landplage und
deshalb das ganze Jahr offen. Er hat schon über
50 Schweine geschossen, also hat er Erfahrung.

Odin

Regulierungsmüll

WG, Freitag, 04.04.2014, 21:12 vor 4316 Tagen @ Odin (3707 Aufrufe)

Hallo Odin

Ja, da kann man schon manchmal
wütend werden, bei dem ganzen
Regulierungsmüll hier in Deutschland
und euch in Schweden beneiden.
Auf den drei großen Binnenseen ist
das Angeln ebenfalls für jederman
kostenlos.

Neuerdings kann man noch nicht einmal
nur an der Fischereiprüfung teilnehmen,
sondern muß auch zwingend einen Kurs
belegen, zumindest in Bayern.
Brandenburg hingegen hat seit einiger
Zeit eine Regelung, dass jeder auf Friedfische
angeln darf, der eine Gewässerberechtigung
hat um Touristen anzulocken.

Ändern wird sich da grundsätzlich so schnell
nicht, da damit eine Menge Posten verbunden
sind und die will keiner der Inhaber aufgeben.
Da müssen wir uns bis zur Wende gedulden.

Beste Grüße nach dem schönen Schweden
WG

--
Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

Regelungswut

Bär, Samstag, 05.04.2014, 10:18 vor 4315 Tagen @ Odin (3843 Aufrufe)

Ja Odin,


unsere Regelungswut wird inzwischen durch die EU Psychopaten ins Unermeßliche gesteigert. Auch ich musste meinen Viertakter mit 5 Pferdchen (praktisch 6 ;-) ) nehmen um ihn hier auch ohne Bootsführerschein einsetzen zu können und komme bestenfalls bei glatter See ins Gleiten.

Aber haben wir nicht in allen Ländern mit soetwas zu tun? Im Schweden/Skandinavien sind die Gesetze bezüglich Alkohol eine Bevormundung ohne Gleichen und realitätsfern. Die Besteuerung und Verteufelung sind hanebüchen. Als ich noch regelmässig in Norwegen war hatte ich das zweifelhafte Glück einmal die Geschwindigkeit überschritten zu haben und weiß wie die Folgen dort sind. Für jemanden, der in Frankreich mit Hänger unlimittiert unterwegs gewesen ist sind die deutschen und skandinavischen Regeln praktisch auch fragwürdig.

Die Schweden als Vorreiter der Bargeldabschaffung spricht für mich auch nicht für ein durch und durch freiheitlich denkendes Volk bzw. seine Regierung sondern stinkt nach Orwell.

Aber der sicher sehr interessante Vergleich der Systeme, ich möchte trotz allem auch lieber in Skandinavien leben, ist nicht thematischer Inhalt dieses Forums. Für uns relevant sind allenthalben eine liberale Auffassung dazu wer angeln und jagen darf und welche Restriktionen an diesen Nahrungserwerb geknüpft sind.

Ich sehne eine Zeit herbei, in der die Regeln in einem weitgehend freiwilligen und sinnvollen Rahmen abspielen und habe heftige Probleme mit Regelungswut.

Schafen darfst du hier keine Globuli geben (warum bitte?) und du hast einer Tierseuchenkasse jährlich Geld zu schicken, dass gerade einmal dazu reicht die Verwaltung zu bezahlen, die die Gelder einfordert. Verwaltung zum Selbstzweck und finanziert durch durch den Verwalteten. Der Solidaritätsgedanke der Tierseuchenkasse wird ad absurdum geführt. Es interessiert auch Niemanden, dass die Tiere unnötig gequält werden wenn die Ohrmarken ausreißen und die Ohren sich entzünden.

Herr laß Abend werden...


Bärengruß

Bootsführerschein

setas, Dienstag, 22.04.2014, 21:17 vor 4298 Tagen @ Bär (3676 Aufrufe)

Moin,
seit geraumer Zeit ist die PS-Grenze für Boote (Motoren) ohne Führerschein auf 15PS angeglichen worden. Das reicht für ein Angelboot.
Die Sportfischerprüfung ist so schlecht nicht in Deutschland, da es eine hohe Bevölkerungsdichte und wenige Angelmöglichkeiten gibt, wenn da jeder würde, wie er wollte oder könnte, wäre bald nix mehr zum Angeln da.
Gruß,
Setas

Wühlmaus

setas, Dienstag, 22.04.2014, 21:30 vor 4298 Tagen @ Bär (3759 Aufrufe)

Moin,

einen großen Dank an den Bären, dessen Beiträge ich seit Jahren verfolge.
Ich bin jetzt im zweiten Jahr mit Ackerbau zugange. 2000qm, reiner Acker, kein Garten am Haus, mit dem Spaten, im Norden Spaniens, Atlantiknähe, fast frostfrei. Ziel ist auch Kartoffelanbau (eigenes Saatgut usw.). Leider war das erste Jahr sehr ernüchternd, Wildschweine und Rehe... Nun gut, dagegen kann man, wenn man das Geld ausgeben will, gut einzäunen.
Das erste Jahr hat nur die Topinambour einigermaßen überlebt, je nach Sorte.
Allerdings machen mir die Mäuse zu schaffen. Wie komme ich gegen die Wühlmäuse an?
Die fressen alles ratzekahl ab.
Gruß,
Setas

Mondpreise, Rotwein und Indianergärten

Bär, Donnerstag, 24.04.2014, 10:09 vor 4296 Tagen @ setas (3832 Aufrufe)

Moin setas,


Topinambur wächst immer und es bleibt immer was im Boden...Tausendschaften von geplagten Kleingärtnern können nicht lügen. Nur bei mir nicht. Hier haben die Wühlmäuse vor zwei Jahren so übel zu geschlagen, dass sogar der Topi weg war...ohne Reste und das war eine solide Anzahl.

Meine ersten Versuche im 1.Wühlmauskrieg scheiterten an der Vertilität des Gegners. Giftweizen ist nicht so mein Ding, irgendwie blieb ich zweiter Sieger und Gift in meinem Garten mag ich nicht.

Die Lösung (bisher) im 2. WK war die Spitzenkatze. Das Biest räumt radikal ab:

http://www.topcat.ch/Beschreibung-1_1.html

Ok, wer hats erfunden? Macht nichts, es wirkt trotzdem hat leider aber eidgenössische Mondpreise. Die Falle ist täglich gefüllt. Es gibt auch andere historische Fallen, wir fanden hier etliche auf dem Hof, aber entweder bekomme ich das nicht hin oder die Mäuse haben an IQ zugelegt.

Für Verbiß durch Wildschwein und Reh kenne ich die klassische Methode diese im Rotwein ein zu legen. Wie der Weg bis dahin in Spanien aussieht musst du selber heraus bekommen.

2000 m² sind eine Menge. Kompliment, du kleckerst nicht. Hast du schon mal Milpa ausprobiert? Klimatisch müsste das gut klappen bei dir solange die Bostenviecher das nicht mit bekommen. Vorausgesetzt du magst Mais, Kürbis/Zucchini und Bohnen dann hast du eine komplette Ernährung, mit ein paar Chilies an Rande angebaut macht das Essen dann sogar Spaß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Milpa


Gruß aus dem dunklen Walde

Der Bär

Ps.: Danke fürs Auffrischen meiner angestaubten Kenntnisse im Seerecht an anderer Stelle.

Lebendfallen

Joe, Donnerstag, 24.04.2014, 12:28 vor 4296 Tagen @ Bär (3681 Aufrufe)

Auf der Jagd nach den Mördern meiner damaligen, frei im Garten lebenden Zwergkaninchen, hatte ich eine Lebendfalle angeschafft.

Eine Zaunkonstruktion aus Estrichgitter verhinderte das Fangen der Nachbarskatzen bzw der frei laufenden Karnikel, durch die Gitterabstände hoffte ich den Marder zu kriegen. Ich fing aber nur Wühlmäuse vom unbebauten Nachbarsgründstück.

http://www.ebay.de/itm/Lebendfalle-Falle-f-Fuchs-Marder-Waschbaer-etc-/121317876295

Wühlmaus

bruno, Donnerstag, 24.04.2014, 19:31 vor 4296 Tagen @ setas (3705 Aufrufe)

Moin,
bisher habe ich nur mitgelesen und mir Tips abgeholt. Heute kann ich endlich auch mal was beisteuern.
Gegen Wühlmäuse kannst du drei Dinge tun:
Das Beet 25 - 30 cm ausheben und 10 cm hoch mit Dachpfannenschotter o.ä. auffüllen. Nun 20 cm Erde drauf, Topis rein und gut iss... Die Wühlmäuse kommen immer von unten und verbiegen sich so die Krallen.
Du kannst auch engmaschiges Drahtgeflecht 20 cm tief eingraben. Das habe ich gemacht mit Erfolg. Die Viecher haben direkt daneben in ein paar Kartoffeln gebissen, aber nicht in eine einzige Topi.
Noch eine Möglichkeit ist das Ansiedeln von Maulwürfen. Ich habe gelesen, die sollen die Wühlmäuse vertreiben. Dann steht zwar manchmal eine Pflanze schief, aber damit kann man leben. Meine Maulwürfe wurden leider vor einiger Zeit von irgend jemanden umgesiedelt und sind bis heute (leider) nicht wiedergekommen. Man lernt eben nie aus.

Bruno

Unterirdisches

Bär, Freitag, 25.04.2014, 17:09 vor 4295 Tagen @ bruno (3681 Aufrufe)

Moin bruno,

endlich Regen. Die Saaten sind drin und der Wettergott erbarmt sich meiner.

Die Lösung mit Dachpfannen und Drahtgeflecht sind gut. Leider sind sie nur auf kleinen Flächen möglich und auch nicht kompatibel mit dem Tiefbeet.

Die Aussage mit den Maulwürfen ist sehr interessant. Tatsache ist, dass mein Gartennachbar, ja, meine Grundstücke werden durchschnitten von einem kleinen Hausgarten eines Nachbarn was mich redlich ankäst, dieses Jahr große Mengen an Wühlmäusen hat. Sein Garten ist gerammelt voll. In meinem Garten scheinen sich die Maulwürfe extrem wohl zu fühlen. Bei mir ist aber keine einzige Wühlmaus bisher. Unglücklicher Weise haben ich die Topcat aufgestellt letztes Jahr und die kann leider nicht differenzieren zwischen Maulwurf und Wühlmaus. Und so habe ich wohl schändlicher Weise die Gesellen mit den Grabschaufeln dezimiert.

Ab sofort stehen die nicht nur offiziell sondern auch bei mir unter besonderem Schutz. Wie ich anhand der Auswürfe unterscheide welcher Geselle sich unter der Erde befindet werde ich heute eruieren.

Danke für deine Nachricht und melde dich gern öfters.

Bärengruß

Wühlmausfalle u. a.

setas, Sonntag, 27.04.2014, 13:39 vor 4293 Tagen @ Bär (3729 Aufrufe)

Moin,

danke für den Hinweis auf Milpa. Das wir hier sowieso schon praktiziert, Bohnen und Erbsen am Mais hochklettern lassen und Kürbis drunter. Hab ich auch gepflanzt.
Die Wildschweine haben 2 Wege direkt über das Grundstück, es ist nur eine Frage der Zeit, bis alles verwüstet ist. Einzäunen ist ein teures Vergnügen, werde daher wohl Weidezaun spannen und STrom draufsetzen. Das GErät will ich selber bauen, mit Autozündspule, hab schon fast alle Teile beisammen. Da reichen dann ein paar Äste als Halterung und man bleibt flöexibel mit der Aufstellung.
Leider liegt das Grundstück 30km entfernt von der Wohnung und ich bin nur jeden Samstag da, wenn meine Tochter auf einem nahegelegenen Hof Reiten geht.

Als Wühlmausfalle werd ich die chinesischen Plastikfallen ausprobieren.
Für Wildschwein und Reh hätt ich auch Verwendung, allerdings scheidet Schießen aus, bei Pfeil und Bogen muß ich hinter dem blutenden Tier herrennen, außerdem tagelang ansitzen. Wenn das Grundstück zugewachsen ist, d.h. nicht mehr einsehbar von der Straße, will ich Fallen stellen...

Gruß vom A... der Welt
Tom

Zündspule für Weidezaun

OffbJohannes, Sonntag, 27.04.2014, 19:40 vor 4293 Tagen @ setas (3771 Aufrufe)
bearbeitet von OffbJohannes, Sonntag, 27.04.2014, 20:01

Hallo Tom,

Bist Du sicher, Du weißt was Du machst von wegen Zündspule für Weidezaun?

Da gibt es hier diesen Faden der sowas behandelt indem das ziemlich umstritten ist:
http://www.mikrocontroller.net/topic/44789


Grüße
OJ

Selbstgespräche und Plagegeister

Bär, Samstag, 10.05.2014, 16:06 vor 4280 Tagen @ Bär (3759 Aufrufe)

Moin,


jetzt ist es soweit. Ich antworte mir selbst auf meine Nachricht...:mauer:

Alex, ein stiller Leser, hat mir freundlicher Weise einen Hinweis auf eine wirklich kurzweilige Seite zum Thema Mäuse geschickt. Viel Spaß beim Lesen und immer daran denken, Sunzi schreibt:

Wenn du den Feind und dich selbst kennst, brauchst du den
Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten
.


http://hausmaus.at


Humorvolles, Kurzweiliges und Lehrreiches über Hausmaus und Co.. Bitte nicht unterschätzen, was die pussierlichen Tiere in einem Krisenfall anstellen können wenn sie unbemerkt über unsere Krisenvorräte verfügen können. Auch wir hier haben eine "Schlaumaus" die nach Vollkontakt mit einer Falle eine Perfektion entwickelt hat Fallen zu leeren ohne Schaden zu nehmen, die mir die letzten Haare zu Berge stehen lässt.

Bärengruß

Plagegeister

traumtaenzerin, Sonntag, 11.05.2014, 11:41 vor 4279 Tagen @ Bär (3685 Aufrufe)

Hallo @ Bär und alle Mitleser,

Mäuse sind nicht das Problem, wenn man -wie ich- zwei Katzen hat, deren Lebensinhalt darin zu bestehen scheint, mir jeden Tag(!) mindestens 2- 3 tote Mäuse vor die Tür zu legen. An Vögel kommen sie Gott sei Dank wegen des akkustischen Warnsignals am Halsband nur äußerst selten!

Was mich zur Zeit wahnsinnig macht, sind die Schnecken!!!! Schneckenkorn, PH- Nematoden, Ablesen und Verbrühen (Graus!)......nichts hilft wirklich dagegen. Am nächsten Abend sind sie wieder da und fressen Löcher in alles, was da wächst. Vom Salat über die Radieschen und den Spinat (von meinen geliebten Mairübchen sind nur noch Skelette übrig....), selbst im Ziergarten haben sie meine Bartiris abgefressen, so dass dieses Jahr wohl nichts blühen wird :wutentbrannt:

Wer hat Tipps?
Verzweifelte Grüße
Katja

Bier für Schnecken

Wildcoast, Sonntag, 11.05.2014, 15:15 vor 4279 Tagen @ traumtaenzerin (3708 Aufrufe)

Hallo traumtaenzerin,
kleine Gefäße um die Beete herum eingraben und Bier (!) einfüllen.
Und die Schnecken natürlich regelmäßig herausholen bzw. Bier erneuern.
Ich nehme billiges Pils oder Export vom Discounter dafür.
Besondere Vorlieben der Schnecken kenne ich nicht ;-)
Hilft bei mir im Gemüsegarten 100%.
LG
Wildcoast

Bierfallen

traumtaenzerin, Sonntag, 11.05.2014, 17:03 vor 4279 Tagen @ Wildcoast (3668 Aufrufe)

Hallo Wildcoast,

erst mal Danke für die Info! Ich habe alerdings gelesen, dass Bierfallen erst recht Schnecken aus allen Gartenecken anlocken und da wir umgeben sind von Wiesen, habe ich Bedenken, dass ich mir noch mehr von den Viechern zuziehe. Ist da was dran?
Und was ist bei Regen? Sollte man die Fallen da nicht besser abdecken?

Lieber Gruß
Katja

Re: Bierfallen

Wildcoast, Sonntag, 11.05.2014, 20:47 vor 4279 Tagen @ traumtaenzerin (3687 Aufrufe)

Hallo traumtaenzerin,

Wiesen habe ich auch um den Garten.
Das Bier lockt die Schnecken natürlich an.
Daher stelle ich die Behälter um die Beete
herum auf, oder an eine Stelle, an der sie nicht
stören (die Schnecken). Einfach ausprobieren!
Und Regen verdünnt natürlich die Locklösung.

Größeres Problem: in einer veritablen Krise
Bier zu beschaffen. Das könnte (leider) ausverkauft
sein oder ließe sich besser gegen Nützliches
tauschen. Oder auch selbst konsumieren :-)

LG
Wildcoast

Visuelle Okularinspektion und anderes

Bär, Mittwoch, 14.05.2014, 19:00 vor 4276 Tagen @ Wildcoast (3638 Aufrufe)

Moin Wildcoast,


es stimmt schon, Schnecken wirst du damit fangen, eventuell sogar viele Schnecken.

Nach meiner Erfahrung ist das aber zum einen nur auf kleinen Flächen praktikabel und zum anderen fängst du zwar Schnecken aber gerade die Schnecken, die dir die Setzlinge weg futtern gerade nicht. Die hocken im Zweifel unter einem Erdklumpen direkt an der Futterstelle und haben nicht das geringste Interesse an deinem Export.

Eine einzelne Schnecke langt um den Gartenmärkten zu einer wahrnehmbaren Umsatzsteigerung zu verhelfen oder dich zum neu ansäen zu zwingen.

Sind die Kulturpflanzen etwas größer ist die beste Methode ab sammeln am besten bei feuchter Witterung mit Taschenlampe. Am ersten Tag fängst du 160 Schleimer, am zweiten 130 und nach einer Woche kannst du Pause machen. Etwas Schneckenfraß ist dann nicht so dramatisch.

In der juvenilen Phase der Pflanzen schrottet schon eine Schnecke zu viel. Darum verwende ich Schneckenkorn. Die 40 Krümel pro m2 langen wirklich aber darauf achten nach dem Lockern des Bodens und nach viel Regen nach streuen. Da auch hier vereinzelte Schnecken durch kommen können ziehe ich weit mehr vor als ich brauche an Pflanzen. Die zerfressenen Pflanzen werden einfach ersetzt. Ich halte das in einer Subsistenzwirtschaft für ein MUSS da auch viele andere Ereignisse und Schädlinge dir sonst einen Strich durch die Rechnung machen können. Und wenn du sie nicht brauchst dann vielleicht dein Nachbar.

Krisen Regel: Brauchst du eine Pflanze, zieh drei vor.

Diese Regel versagt übrigens wenn nach Schnecke und Nachbar die eigene Schafsherde sich illegalen Zugang zum Garten verschafft...

Allein mit Bierfallen würde ich hier des grausigen Hungertodes sterben müssen.

Also besser einen täglichen Durchgang machen, Augen auf und nicht die Hände in die Taschen stecken sondern regelmäßig zupacken. Wenn du trotzdem die Bierfalle nutzen magst OK, die brauchst du dann schon nicht fangen.

Krisen Regel: Regelmäßige visuelle Okularinspektion


Bärengruß

Visuelle Okularinspektion

Wildcoast, Donnerstag, 15.05.2014, 14:46 vor 4275 Tagen @ Bär (3635 Aufrufe)

Hallo Bär,

vielen Dank für Deine Hinweise! Du hast Recht!

Natürlich gehört zum Anpflanzen mehr als nur Fallenstellen. Die Schnecken werden selbsverständlich und höchstpersönlich auch visuell okularinspiziert und abgelesen. Auch meine Partnerin macht das nach anfänglicher leichter Aversion nun ebenfalls :-)
Das selbe gilt auch für Kartoffelkäfer. Das durfte ich schon dazumal als Knirps auf dem Acker meines Onkels üben.

Gegen Schafe und heimisches Wild (außer wohl Sauen, und Kaninchen gibt es hier nicht) hilft der Zaun um die Gemüsefläche, und alles ist schön vom Balkon des Hauses in 50m Entfernung einzusehen.

Wir experimentieren also weiter, sammeln wertvolle Erfahrungen und genießen die Früchte unserer Arbeit schon in den heutigen Zeiten des Überflusses.

Viele Grüße
Wildcoast

Frühlese von Schnecken

bruno, Donnerstag, 15.05.2014, 15:46 vor 4275 Tagen @ Wildcoast (3662 Aufrufe)

Moin Wildcoast,

meine Schnecken tun mir den Gefallen und kriechen unter Holzplatten von 30x300x400 mm,
die als Trittflächen im Garten liegen habe. Bereits kurz nach Frostende kann man da drunter die ersten 1 cm langen Schnecken aufsammeln. Jede, die ich in der Größe erwische, wird auch nicht mehr größer. Man kann die Schnecken nach Hochheben der Bretter gut erkennen. Anders bekommt man die Kleinen leider nicht. Noch ein Tipp: Überrede deinen Nachbarn, Tagetes zu pflanzen. Die riechen die Schnecken auf 150 m.....

Gruß Bruno

Linsen

Jacob, Samstag, 17.05.2014, 00:46 vor 4274 Tagen @ WG (3695 Aufrufe)

Hallo WG,

ich klinke mich hier einmal bei Dir ein, da thematisch zu dem Keimwunder der Mungbohnen eine Nähe besteht. Mungbohnen sind kaum überzubewerten, was die langfristigere Vorsorge angeht. Die Angabe, dass sie bei Dir noch nach 10 Jahren gekeimt haben und das komplett, ist für mich wertvoll. Mein diesbezüglicher Test lief nur 5 Jahre.

Aber vergesst mir die Linsen nicht!
Mein anlässlich Herbst 2008 angeschaffter Krisenvorrat enthielt auch eine Menge brauner Linsen, die ich bis Anfang diesen Jahres als Keimlinge aufgebraucht habe. Nach mehr als 5 Jahren also immer noch keimfähig, sogar zu 100%. Die ungeschälten braunen und grünen Linsen sind nach meiner Erfahrung stets keimfähig.
Bestritten wird dies für die anderen Sorten, was ich im Begriff bin zu testen.
Ungekeimt schmecken die Linsen ja eher muffig und sind bestenfalls für Suppen zu gebrauchen, verursachen meist noch Blähungen. Aber im gekeimten Zustand schmecken sie ähnlich wie Erbsen und sind leicht verdaulich. Ich werde sie jedenfalls ohne Not nie mehr ungekeimt essen.


Hab' zudem Dank für den Tipp mit dem Sauergemüse, das ist ein Thema, dem ich dieses Jahr mehr Aufmerksamkeit schenken will. Ich habe gehört, das sogar Giersch, der hier in rauhen Mengen wuchert, auf diese Weise schmackhaft konserviert werden kann. Dieser in Kombination mit den leckereren Gemüsesorten eingelegt, könnte einen Versuch lohnen.

Auf eine gute Ernte,
jacob.

Re: Katze und Halsbänder

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 02.06.2014, 19:16 vor 4257 Tagen @ traumtaenzerin (3747 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Montag, 02.06.2014, 19:22

Hallo Traumtänzerin,

"Hallo @ Bär und alle Mitleser,

Mäuse sind nicht das Problem, wenn man -wie ich- zwei Katzen hat, deren Lebensinhalt darin zu bestehen scheint, mir jeden Tag(!) mindestens 2- 3 tote Mäuse vor die Tür zu legen. An Vögel kommen sie Gott sei Dank wegen des akkustischen Warnsignals am Halsband nur äußerst selten!

Was mich zur Zeit wahnsinnig macht, sind die Schnecken!!!! Schneckenkorn, PH- Nematoden, Ablesen und Verbrühen (Graus!)......nichts hilft wirklich dagegen. Am nächsten Abend sind sie wieder da und fressen Löcher in alles, was da wächst. Vom Salat über die Radieschen und den Spinat (von meinen geliebten Mairübchen sind nur noch Skelette übrig....), selbst im Ziergarten haben sie meine Bartiris abgefressen, so dass dieses Jahr wohl nichts blühen wird

Wer hat Tipps?
Verzweifelte Grüße
Katja"

Von Halsbändern an Katzen rate ich ab, denn es besteht die Gefahr der Strangulierung.
Mein Kater sah ich des Nachts schon auf Spitzen von Edelstahlzäunen hocken, die
nicht mal einen halben Zentimeter Durchmesser haben.
Wenn sie von dort mal ausrutschen, besonders wenn es naß ist...
und das Halsband mit in den Zaun gerät...:schief:
Mein Nachbar hat mir erzählt, daß er meinen Kater sogar
einmal auf der Spitze eines Straßenschildes gesehen hat.
Keine Ahnung, wie er da hinaufgekommen ist.
Klar, wer eine Katze hat, die fast nur zuhause ist und
nur kurze Rundgänge draußen macht (meistens Weibchen),
in jenem Fall sind Halsbänder weniger gefährlich.
Aber meiner ist halt ein Abenteurer. Einmal mußte ihn
sogar die Feuerwehr von einem Hausdach holen.

LG,

Eyspfeil

Halband

traumtaenzerin, Dienstag, 03.06.2014, 10:12 vor 4256 Tagen @ Eyspfeil (3668 Aufrufe)

Hallo Eyspfeil,

ja ich verstehe, was du meinst!
Und auch ich habe zwei Kater, zwei Abenteurer, die aber Gott sei Dank hier auf dem Land genug Möglichkeiten finden, sich einigermaßen ungefährlich auszutoben. Rechts und links nur zwei Bauernhöfe und vor uns die Wiese und der Bach.
Unser Main Coon hält sich sowieso am liebsten rund ums Haus auf, da er sich verpflichtet fühlt, das Revier vor fremden Katzen zu verteidigen :-D Er ist so groß, dass es reicht, wenn er sich auf sie drauf schmeißt ......
Der andere hat festgestellt, dass in der Scheune und im Stall der Höfe die fettesten Mäuse sind. Wenn er kein Halsband mit Glöckchen hätte, wäre kein einziger Vogel mehr in unserem Garten, so geschickt ist er beim Jagen.
Die Halsbänder sind übrigens sogenannte Sicherheitsbänder, die sich lösen, wenn das Tier festhängt. Sie haben auch schon einige verloren.
Was ich nie mehr machen würde, sind Bänder zur Zeckenabwehr, die geben nicht nach :no:
Also doch Chemie auf den Nacken.......

Liebe Grüße
traumtaenzerin

Nervengift

Bär, Dienstag, 03.06.2014, 22:49 vor 4256 Tagen @ traumtaenzerin (3693 Aufrufe)

Moin Traumtänzerin,


das Gift in den Halsbändern ist ein starkes Nervengift. Es schädigt auch die Haustiere. An unsere Hunde kommt es nicht mehr ran seit die Bärin zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten längere Zeit bei einer Tierärztin gearbeitet hat.

Allabendlich eine ausgiebige Streicheleinheit mit der Zeckenzange daneben ist gesund und krisensicher weil immer verfügbar.


Herzlichen Bärengruß

Jau

traumtaenzerin, Mittwoch, 04.06.2014, 10:38 vor 4255 Tagen @ Bär (3655 Aufrufe)

Moin Bär,

ganz deiner Meinung! Nachdem einer unserer Kater das Band zwischen den Zähnen hatte und es nicht mehr rausbekam (Gott sei Dank war er im Haus!) habe ich es ihm und dem anderen auch gleich weggeschnitten. Er hat danach noch lange gewürgt und sich geputzt...... Jetzt wo du sagst, dass das Zeug auch noch giftig ist, bin ich froh, auf meinen Instinkt gehört zu haben. Das kommt mir nicht mehr ins Haus!

Herzliche Grüße
Katja

P.S. Mein Rhabarber, der schon seit zwei Jahren auf dem Beet steht, macht keine Anstalten zu wachsen. Ich habe bewusst im ersten Jahr nichts geerntet, aber auch dieses Jahr bleibt er klein und die Blätter vertrocknen. In meinem früheren Garten wuchs er wie Unkraut. Was läuft falsch? Standort, Nährstoffe.... was fehlt ihm?

Relevanz

Bär, Mittwoch, 04.06.2014, 12:53 vor 4255 Tagen @ traumtaenzerin (3665 Aufrufe)

Moin Traumtänzerin,


auch wenn es nicht immer gelingen mag, versuche ich die Beiträge hier unter dem Aspekt der Krisenbewältigung zu halten. Wühlmäuse und Schnecken können im Zweifel Existenz gefährdend sein nach meinen Erfahrungen.

Rhabarber brauch ordentlich Futter. Ein Tiefbeet mit üppig Schafs-Aa bringt ihn zu Höchstleistungen. Ich habe aber irgendwie eine Vorahnung, dass du in absehbarer Zeit genug Rhabarber haben wirst. Hartgesottene transportieren Schafsmist übrigens in einem großen Kübel im Kofferraum.


Gruß von den Höhen des Schwarzwaldes


Bär

Re: Relevanz

traumtaenzerin, Mittwoch, 04.06.2014, 13:21 vor 4255 Tagen @ Bär (3625 Aufrufe)

Hallo Bär,

ich glaube schon, dass alle Themen in irgendeiner Form relevant für das (gesunde) Überleben von Mensch und Haustier sind.
Zecken können verheerende Krankheiten übertragen, siehe mein Mann, der durch eine verschleppte Borreliose nun 3 Jahre lahm gelegt war. Katzen und Hunde, die diese Viecher mit ins Haus schleppen und auch selbst krank werden können. Und die Nützlichkeit von wiederum beiden Haustieren ;-)
Unser Main Coon hat uns heute doch tatsächlich eine kapitale Ratte tot auf die Terasse gelegt. Halleluja! Ich möchte das Viech nicht im Keller oder in den Voräten haben.

Zum Rhabarber sage ich nur: Hartgesotten :-D

Lieber Gruß
Traumtaenzerin

Kartoffeln

DcDruide, Freitag, 31.10.2014, 21:39 vor 4106 Tagen @ Bär (3504 Aufrufe)

Kartoffelsaatgut aus eigenen Samen habe ich immer noch nicht hin bekommen. Ich bin also auf Pflanzkartoffeln angewiesen. Heute, immer noch. Gelingt es mir dieses Jahr keimfähiges Saatgut zu gewinnen, sie nächstes Jahr erfolgreich zu keimen und die kleinen Kartöffelchen zu ernten, dann habe ich in zwei Jahren richtig eigene nachhaltige Kartoffeln. Ansonsten bin ich wieder auf Raiffeisen und Dreschflegel angewiesen. (Rechtlicher Hinweis: Das gilt nur für Sorten die nicht durch Patente kastriert sind also alte freie Sorten)

Servus Bär,

wenn Du es schaffst Deine Kartoffeln Virus und Pilzfrei zu halten, dann kannst Du Deine eigenen Vorräte pflanzen ohne dass sie im Boden gammeln.

Schöne Grüße
DcDruide

Kartoffelsaatgut

schwelmi, Freitag, 31.10.2014, 23:54 vor 4106 Tagen @ DcDruide (3689 Aufrufe)
bearbeitet von schwelmi, Samstag, 01.11.2014, 00:04

Hallo Bär, hallo DcDruide,

aahhh jetzt habe ich das erst richtig gelesen.
Du versuchst aus Samen Saatgut zu züchten!

Ich habe da vielleicht einen anderen Tipp, den ich aber selbst noch nicht austesten konnte:
Versuche doch mal, die Kartoffeln zu äugeln.
Das funktioniert so:
Wir schneiden im Frühjahr die sogenannten Augen aus den Kartoffeln kegelförmig aus, tauchen die Schnittflächen in Urgesteinsmehl und setzen die Augen auf kleinere Kartoffelreihen einige cm tief in die Erde. Die Augen treiben aus, es bilden sich Wurzeln und es entstehen Kartoffelpflanzen. Mit dem Wachsen der Pflanze häufeln wir sie immer mehr an, wie gewöhnliche Kartoffelpflanzen.
Normalerweise lebt eine Kartoffelpflanze noch lange Zeit aus den Nährstoffen, die die Mutterkartoffel enthält. Dadurch kommt es zu Degenerationserscheinungen. Wenn wir aber ein Auge pflanzen, so ist die Pflanze sofort gezwungen, die Nahrung aus dem Boden aufzunehmen und dadurch regeneriert sie sich. Die so gezüchteten Kartoffeln haben in der Regel dann auch einen stärkeren Geschmack und eine kräftigere Farbe. Diese werden im nächsten Jahr als Saatkartoffeln verwendet, große Exemplare können in zwei oder drei Teile geschnitten werden. Das Äugeln empfiehlt sich je nach Sorte alle 3 - 7 Jahre.
Wenn wir die Kartoffelreihen in Nord-Süd-Richtung anlegen und die Saatkartoffeln so auslegen, dass ihre "Nabelschnur" (das ist der Ansatz, mit dem sie an der Mutterpflanze hingen) nach Süden zeigt, so wird der Ertrag auch einiges höher.

Quelle: Handbuch für Selbstversorger Packpapier Verlag

Grüße,
schwelmi

Danke

DcDruide, Sonntag, 02.11.2014, 08:26 vor 4104 Tagen @ schwelmi (3501 Aufrufe)

für den Hinweis.
Das geht natürlich auch. Vergessen darf man dabei nicht, dass Kartoffelsamen die F1 Generation sind und damit andere Eigenschaften aufweisen können. Das Pflanzen wie auch die Augenmethode belassen das Genom wie es ist.

Schöne Grüße

Augensaat

Bär, Montag, 01.12.2014, 09:41 vor 4075 Tagen @ schwelmi (3375 Aufrufe)

Hallo schwelmi,


vielen Dank. Das wird alternativ zur Zucht aus eigenem Saatgut das kommende Gartenjahr ausprobiert.

Mit einem Wurzelwuchshormon wie Rhizopon lässt sich das Ganze sicher etwas sponsern. Bitte jetzt keine Biokeule, im Krisenfall ist es mir egal wie ich an gutes nachhaltiges Saatgut komme.


Bärengruß

Keule?

schwelmi, Montag, 01.12.2014, 16:38 vor 4075 Tagen @ Bär (3353 Aufrufe)

Hallo Bär,

keine Angst, an Keule hatte ich nicht gedacht, da gibt es effektivere Gegenstände ;-)

Aber im Ernst, es ist mir ziemlich egal wie du das machst.
Sinn der Übung ist ja, dass wir Wege finden, um überleben zu können falls die Krise an unsere Tür klopft.

Schönen Gruß,
schwelmi

Tomatensorte

schwelmi, Montag, 01.12.2014, 17:24 vor 4075 Tagen @ Bär (3367 Aufrufe)

Hallo Bär,

verrätst du uns vielleicht diese Tomatensorte aus dem Ostblock?
Wo kann man die beziehen?

Schöne Grüße,
schwelmi

nochmal Kartoffelsaatgut

schwelmi, Donnerstag, 22.01.2015, 19:55 vor 4023 Tagen @ DcDruide (3436 Aufrufe)

Hallo,
ich habe vor einigen Tagen eine weitere Möglichkeit per Email zugesandt bekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Ein zu DDR-Zeiten gangbarer Weg war:

Gegen Herbst werden von einem Kartoffelstock eine Knolle herausgebuddelt, gekocht und verzehrt. Die wohlschmeckenden Kartoffelstöcke werden dann bei der Ernte als neues Saatgut aufgehoben. Dieses Verfahren ist umständlich aber sinnvoll.

Schönen Gruß,
schwelmi

Topis

bruno, Freitag, 23.01.2015, 14:38 vor 4022 Tagen @ schwelmi (3364 Aufrufe)

Hallo Schwelmi,

mit meinen Topis hat genau dieses Verfahren im letzten Jahr geklappt. Ich habe sie gleich nach dem ernten aus Spaß wieder eingegraben und wollte mal sehen, was passiert. Sie haben Früchte gebracht. Ich war sehr erstaunt, da ich sonst die Strünke immer kompostiert hatte.

Gruß Bruno

Luftgewehr

Lieselotte, Samstag, 24.01.2015, 10:27 vor 4021 Tagen @ Odin (3402 Aufrufe)

Hallo, Odin!

Ja, ein Luftgewehr reicht tatsächlich auch für größere Kaninchen. Als wir noch gezüchtet haben, mussten wir leider (?) auch schlachten. Dabei haben wir ein Luftgewehr (m. Wissens frei erhältlich) benutzt.
Das Tier wurde ruhig hingesetzt, das Luftgewehr wurde zwei Fingerbreit über den Augen angesetzt. I.d.Regel sind die Tiere dann sofort tot.

Weiter geht man dann vor, wie oben beschrieben.

Ich finde die Luftgewehrmethode (Bolzenschuss geht auch) wesentlich einfacher als die mit dem Knüppel im Genick, dazu muss man nämlich schnell sein und richtig treffen können, und dies schon beim ersten Mal. Manchmal sehen die Tiere, was kommt, und weichen aus. Wenn ich eine Decke/Tuch über das zu schlachtende Tier ausbreite, würde ich ja den Nacken nicht mehr sehen. Also mir ist die Gewehrmethode lieber.

gruß, Lieselotte

Hinterkopf!

rauhnacht, Dienstag, 27.01.2015, 18:49 vor 4018 Tagen @ Lieselotte (3362 Aufrufe)


Ich finde die Luftgewehrmethode (Bolzenschuss geht auch) wesentlich einfacher als die mit dem Knüppel im Genick, dazu muss man nämlich schnell sein und richtig treffen können, und dies schon beim ersten Mal. Manchmal sehen die Tiere, was kommt, und weichen aus. Wenn ich eine Decke/Tuch über das zu schlachtende Tier ausbreite, würde ich ja den Nacken nicht mehr sehen. Also mir ist die Gewehrmethode lieber.


Hallo Lieselotte,

Hinterkopf, nicht Nacken!!!
Der Schlag auf den Hinterkopf betäubt, im Nacken würde es "Knacks" machen und ist erstens kaum sauber durchzuführen ( Da instabil und gepolstert durch Ohren) und zweitens, wenn nicht sofort tödlich, äußerst schmerzhaft für das Tier. Das Erstere ist ein Betäubungsschlag, auch unter einen dünnen Tuch ( nicht etwa einer dicken Decke oder so)ist der Hinterkopf ganz schlicht an der eindeutigen Wölbung zu erkennen.
Natürlich muss der Schlag passen und auch wirklich schon beim ersten Mal, ich finde dies aber nicht soooo schwer.

Grüße, Rauhnacht

Nachsatz

rauhnacht, Dienstag, 27.01.2015, 19:17 vor 4018 Tagen @ rauhnacht (3378 Aufrufe)

Hallo,
eben fiel mir dann doch noch ein.

Einmal hatte ich Jemanden, der wollte es auch mal lernen?, probieren?

Der Schlag ging daneben. Das war schlimm. Der Hase schrie ( Wer das noch nie gehört hat,das geht durch Mark und Bein, wie alle Todesschreie), der Jemand war zu keiner vernünftigen Handlung mehr fähig. Ich musste dem Drama blitzschnell ein Ende setzen und dazu den zappelnden Hasen erstmal fassen.

Also: Das, was ich da vorher schrieb: "Der Schlag darf nicht zögerlich sein...."
will ich noch einmal verstärken.
Nicht zögerlich sein, heißt ENTSCHLOSSEN zu handeln.

Entschlossenheit ist etwas, das hat man dann ( egal in welcher Situation ) oder --- man hat es nicht. Das sollte man an sich und auch an Anderen :-( erstmal sauber erkennen, bevor man glaubt....
Mir ging dieser Schlag nie fehl, dass es Anderen anders geht, musste ich auch erstmal erkennen.

Gruß

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