Eine Insel mit einem Eintausender (Freie Themen)

Jacob, Dienstag, 11.08.2015, 22:23 vor 3822 Tagen (1613 Aufrufe)

Hallo zusammen,

bevor dieses Nebenforum gar einschläft, möchte ich Euch eine Frage stellen, die mich bewegt und anderen womöglich ebenfalls fragenswert erscheinen könnte:

Sagen die Schauungen eigentlich etwas über das Schicksal der Azoren?
Meine Suche ergab bis dato diesbezüglich nichts. Johannson erwähnt indes einen Impakt in der Karibik, nahe Panama, wenn ich mich recht entsinne.

Würde sich die Lage der Azoren, insbesondere am Mittelatlantischen Rücken, Eurer Ansicht nach in jedem Falle als tödlich erweisen müssen?

jacob

Wo sicher sein?

Lieselotte, Mittwoch, 12.08.2015, 21:58 vor 3821 Tagen @ Jacob (1558 Aufrufe)

Hallo Jacob,

uh, so weit weg willst Du?
Ich muss gestehen, da kenne ich mich nicht aus. Das einzige, was ich zum Thema "sicherer Ort" besitze, sind ein paar Karten mit imaginären Flut-Wasserständen von Deutschland, mit den Standorten der Kernkraftwerke und unterschiedlich großen Radien um die großen Städte. Dann hat der Autor die vermeintlich - seiner Meinung nach - sicheren Orte eingezeichnet. Eigentlich eine saubere Arbeit und durchaus brauchbar.
Die Karte ist alt und hier auch sicherlich bekannt.

Ich möchte Deutschland eigentlich nicht verlassen, wenngleich ich mich hier auch immer bedrohter fühle. Selbst jetzt noch einsame Gegenden, dh. Gegenden mit dünner Besiedelung, werden möglicherweise von der "Bundesregierung" ja gezielt neu besiedelt mit "Asylanten". Dh. man zieht irgendwo in die Einsamkeit, Beispiel Mecklenburg-Vorpommern, irgendwo weiter landeinwärts, aber weit genug weg von Berlin, und dann setzt diese "Regierung" einem ein "Asylanten"heim vor die Nase mit 1000 "Flüchtlingen". Tja und dann ists vorbei mit der Einsamkeit und Ruhe. Und wenn man sich diesen Ort dann schön ausgebaut hat, und eigentlich zufrieden ist, kann man sich aufgrund der neuen "Sicherheitslage" direkt wieder was neues suchen.

Ich möchte so etwas nicht erleben. Eigentlich wollte ich ja in den Teutoburger Wald, aber der ist fast nur ein Strich in der Landschaft und auch nicht sonderlich hoch, gut, er ist unzugänglich, aber nichts, was sich nicht finden ließe, er bietet eigentlich keine echten Rückzugsmöglichkeiten. Seitdem ich im Harz war, ist mir das ziemlich klar :-) und nun möchte ich mich weiter nach Osten orientieren. Doch üblerweise geistern nun seit Tagen die Gerüchte über Til Schweigers neues "Vorzeigeprojekt" in Osterode durch die Medien, und seitdem ist mir die Lust auf den Harz auch vergangen.

Lange Rede, kurzer Sinn: In Deutschland kann man nirgendwo mehr sicher sein. Ich tendiere jedoch mehr nach Norden, so Richtung Norwegen oder so, möglichst weit weg aus der sogenannten "Zivilisation".

Gruß Lieselotte

Weit weg muss man

Jacob, Freitag, 14.08.2015, 00:56 vor 3820 Tagen @ Lieselotte (1535 Aufrufe)

Hallo Lieselotte,

der Globus wird ziemlich klein, wenn man nach der Art von vermeintlicher Sicherheit schaut, die es für eine Weltenwende bräuchte.


Die Karte, von der Du sprichst, kenne ich. Ein Alternativszenario, das ich stets im Hinterkopf habe, ist ebenfalls auf deutschem Boden zu bleiben. Auf einer Alm im Winter oder einem unzugänglichen Bereich, den man mit wenig Aufwand gegen sehr viele sichern kann, ist man auch unter Umständen "weit weg".


Allerdings sind 82 Millionen schon für sich genommen eine stolze Zahl für unser amputiertes Land. Bei der von langer Hand angelegten ethnischen Spannungs- und Spaltungspolitik, die nun offensichtlich mit dem gegen jede Vernunft und Volkesmeinung verbrecherisch vorangetriebenen Flüchtlingstsunami in die Endphase eingetreten ist, verfinstert sich die Lage weiter. So eine gegen die Mehrheitsmeinung gerichtete Politik kann man nur ein paar Jahre machen, bis die Folgen den Menschen mehrheitlich vor ihrer eigenen Haustüre vor Augen stehen. Dann wird es beginnen hierzulande deutlich ungemütlicher zu werden.

Es wird Zeit zu handeln, angesichts der jegliche Rücksichtnahme vermissenden geostrategischen Eskaltionsstrategien, die den unmissverständlichen Willen zur maximalen Eskalation zum Ausdruck bringen.

Selbstverständlich kann es dann immer noch Dekaden dauern, bis die
Schauungen sich erfüllen, aber je länger man nun wartet, desto weniger Handlungsoptionen wird man haben, sich selbst für den Ort zu entscheiden, wo man selbst und die Nachkommen das Geschehen erleben werden.

Historisch betrachtet befinden wir uns, was die Handlungsmöglichkeiten des kleines Mannes angeht, in einer einzigartigen Situation in diesem sozialistischen Paradies BRD: selbst ein Hilfeempfänger hat deutlich mehr Mittel zur Verfügung als für die einfachen Leute im überwiegenen Teil der uns erzählten Geschichte erreichbar war.
Sicher, man wird schikaniert, es ist nicht leicht, aber das war es für die einfachen Leute selten. Für die war vieles bereits mangels Bildung unmöglich, weil sie sich schlicht daher nichts ausdenken konnten, was ihre kleine Welt, in der sie lebten, überstieg. Wir haben zudem noch unvorstellbar mächtige Technik zur Verfügung, die es uns ermöglicht eigene Bibliotheken anzulegen, von überall her alle nur erdenklichen Dinge zu uns nach hause bringen zu lassen und uns vom heimischen Stuhl aus die Welt bis in's Detail anzuschauen, es gibt Verkehrsverbindungen bis in's entfernteste Polynesien. Es gibt kaum Beschränkungen für den menschlichen Geist, wenn er es schafft, sich selbst auszubilden.


Ich persönlich vertraue schließlich auf mein Schicksal, insoweit ich nicht sein Schmied sein kann, und lasse mich bei der Wahl des Ortes durch das Leben, wie es sich entwickelt, leiten. Ein Ort, auf den man sich zunächst kapriziert, mag nicht derjenige zum verweilen sein, aber womöglich eine Episode, die diejenigen, die zusammen verweilen sollen, zusammenführt. Oder die Suche lenkt den Geist auf das nämliche Ziel, auf dass man nie eingegangen wäre, hätte man nicht die Erfahrung einer Reise an einen anderen Ort gemacht.
Dennoch nagt und brennt die Frage an mir und in mir, solange keine Antwort gefunden ist. Dieses Ringen um eine Antwort ist wichtige Triebfeder.
Wir werden es alle erleben, was unsere Entscheidungen und unser Schicksal uns und denen, für die wir Verantwortung haben, bescheren werden.

Unwirtliche Gebiete wie Nord-Skandinavien, Kanada, Sibirien oder die australische Wüste bieten sicher einen hervorragenden Schutz vor Marodeuren. Es ist nur ein sehr hartes Leben, das man leben können, aber auch wollen muss, sonst geht man so oder so daran ein.

Ich habe für uns festgestellt und ich denke, es handelt sich dabei um eine dem Menschen generell innewohnende Eigenheit, dass wir die Hoffnung auf ein lebenswertes, in irgendeiner Hinsicht besseres Leben brauchen, damit die notwendigen Energien schon vor einer Katastrophensituation freigesetzt werden können, um sich für die nötigen Schritte ausreichend zu motivieren. Pflichtbewußtsein, um Schaden für geliebte Menschen abzuwenden, kann ausreichen, aber nur bei denen, die sich in der Pflicht sehen. Dieser Weg ist außerdem zermürbend und nicht ewig durchzuhalten.
Letztlich werden die Schwachen sicher vergehen, wir alle müssen um die nötige Stärke mit uns ringen. Ich fürchte, die Schwachheit, die wir im Vorlauf begehen, wird nur mit umso größerer Stärke im folgenden Verlauf wettzumachen sein. Und wenn es nur der eigene Tod wäre, den könnte man, wenn alles verloren wäre, selbstbestimmt wählen, ihn als Eventualität vorsehen.
Aber wer kann verantworten, nicht für seine Kinder gehandelt zu haben, wenn er es gekonnt hätte?

Wofür will man die Weltenwende überleben?

Diese Frage ist meiner Meinung nach die zentrale Fragestellung,
auch wenn sie sich erst für manchen im weiteren Verlauf ergeben könnte.


Gruss jacob

Zentrale Frage

Lieselotte, Freitag, 14.08.2015, 10:03 vor 3820 Tagen @ Jacob (1468 Aufrufe)

Hallo, Jacob!

Richtig, das ist die zentrale Frage, wofür will man die Weltenwende überleben.

Deshalb ist der Ort eigentlich nicht das Entscheidende. Die Menschen, die dort leben und überleben (möglicherweise) sind das Entscheidende. Diesbezüglich bin ich leider - eigentlich - immer recht enttäuscht gewesen; die Rheinländer, unter denen ich derzeit (noch) gezwungen bin, zu leben, sind so gar nicht meine Mentalität, aber die "da oben" in Ostwestfalen sind auch nur dumme Michels.

Ich habe eine Vision, eine politische, eine alte, aber da dies kein politisches Forum ist, will ich es hierbei belassen. Ich suche letzten Endes die Menschen, die diese meine Vision teilen, auf dass wir sie gemeinsam nach einer Weltenwende, wenn die Zeit für uns neue Menschen besser sein wird, weil der Abschaum dann vernichtet sein wird, umsetzen können.

In einem Punkt muss ich Dir widersprechen. Hilfe-Empfänger sind arm und können nicht reisen. Sie sind die Ärmsten der Armen und sie haben mein Mitleid. Weil: So geht man nicht mit Menschen um. Haben Sie noch nie einen Rentner gesehen, im Winter, in unzureichender Kleidung, der nach Pfandflaschen im Müll wühlt?

gruß, Lieselotte

Inseln würde ich persönlich meiden

schwelmi, Freitag, 14.08.2015, 10:02 vor 3820 Tagen @ Jacob (1483 Aufrufe)
bearbeitet von schwelmi, Freitag, 14.08.2015, 10:10

Hallo Jacob,

ich hätte Bauchschmerzen mit einer Insel zumal es ja Schauungen gibt, die sowohl über Tsunamis/Überschwemmungen in Europa als auch in Amerika berichten. Auch können Inseln durchaus auch untergehen.
Der zweite Grund ist, du weißt ja nicht, wann es richtig abwärts geht, du kannst es lediglich vermuten. Wovon willst du denn auf deiner Insel (über)leben?
Ich bleibe lieber da wo ich bin und richte mich hier ein, so gut es eben geht und dazu gehört vor allem der Versuch an ein ausreichend großes Grundstück zu gelangen, auf dem ich einen Garten anlegen kann und Erdkeller zur Aufbewahrung.

Schöne Grüße,
schwelmi

Insellage

Jacob, Freitag, 14.08.2015, 16:18 vor 3819 Tagen @ schwelmi (1464 Aufrufe)

Hallo schwelmi,

mir macht das ganze Wasser drumherum auch Angst. Ganz zu schweigen von dem Inselkoller, der aufkommen kann. Wenn Piraten kommen, wohin dann?
Wir wissen letztlich nicht genau, was wo passieren wird. Jeder muss seine individuelle Entscheidung für den Ort treffen oder sie wird für ihn getroffen und dann mit den Konsequenzen leben.

Diese Insel, von der ich spreche, kennt ganzjährige Vegetation und ist so dünn besiedelt, dass eine landwirtschaftliche Selbstversorgung der Insel möglich ist. Einige Bauern ackern dort sogar heute noch mit Holzpflug und davor gespanntem Esel. Außerdem ist genug Trinkwasser vorhanden. Sollte "nur" die Zivilisation zusammenbrechen und keine unliebsamen Besucher die sehr abgelegene Insel heimsuchen, so dürfte man dies dort zwar spüren, aber das Leben ginge weiter. Solange die Strukturen intakt sind, braucht man allerdings ein kleines Einkommen, was sich vor Ort nur schwer generieren läßt. Dieses Problem müsste man schon noch lösen.

Schaffst Du Dir eine Zuflucht in den Bergen, kommt dies insofern auch einer Insellage gleich, als dass Du gezwungen sein wirst, dazubleiben, solange es überall übel zugeht. Nur eben kein Wasser drumherum.

Würde ich bereits südlich der Donau wohnen, bzw. wäre dies meine Heimat, würde ich das natürlich nochmals anders betrachten.

Gruss jacob

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