Hallo Lieselotte,
der Globus wird ziemlich klein, wenn man nach der Art von vermeintlicher Sicherheit schaut, die es für eine Weltenwende bräuchte.
Die Karte, von der Du sprichst, kenne ich. Ein Alternativszenario, das ich stets im Hinterkopf habe, ist ebenfalls auf deutschem Boden zu bleiben. Auf einer Alm im Winter oder einem unzugänglichen Bereich, den man mit wenig Aufwand gegen sehr viele sichern kann, ist man auch unter Umständen "weit weg".
Allerdings sind 82 Millionen schon für sich genommen eine stolze Zahl für unser amputiertes Land. Bei der von langer Hand angelegten ethnischen Spannungs- und Spaltungspolitik, die nun offensichtlich mit dem gegen jede Vernunft und Volkesmeinung verbrecherisch vorangetriebenen Flüchtlingstsunami in die Endphase eingetreten ist, verfinstert sich die Lage weiter. So eine gegen die Mehrheitsmeinung gerichtete Politik kann man nur ein paar Jahre machen, bis die Folgen den Menschen mehrheitlich vor ihrer eigenen Haustüre vor Augen stehen. Dann wird es beginnen hierzulande deutlich ungemütlicher zu werden.
Es wird Zeit zu handeln, angesichts der jegliche Rücksichtnahme vermissenden geostrategischen Eskaltionsstrategien, die den unmissverständlichen Willen zur maximalen Eskalation zum Ausdruck bringen.
Selbstverständlich kann es dann immer noch Dekaden dauern, bis die
Schauungen sich erfüllen, aber je länger man nun wartet, desto weniger Handlungsoptionen wird man haben, sich selbst für den Ort zu entscheiden, wo man selbst und die Nachkommen das Geschehen erleben werden.
Historisch betrachtet befinden wir uns, was die Handlungsmöglichkeiten des kleines Mannes angeht, in einer einzigartigen Situation in diesem sozialistischen Paradies BRD: selbst ein Hilfeempfänger hat deutlich mehr Mittel zur Verfügung als für die einfachen Leute im überwiegenen Teil der uns erzählten Geschichte erreichbar war.
Sicher, man wird schikaniert, es ist nicht leicht, aber das war es für die einfachen Leute selten. Für die war vieles bereits mangels Bildung unmöglich, weil sie sich schlicht daher nichts ausdenken konnten, was ihre kleine Welt, in der sie lebten, überstieg. Wir haben zudem noch unvorstellbar mächtige Technik zur Verfügung, die es uns ermöglicht eigene Bibliotheken anzulegen, von überall her alle nur erdenklichen Dinge zu uns nach hause bringen zu lassen und uns vom heimischen Stuhl aus die Welt bis in's Detail anzuschauen, es gibt Verkehrsverbindungen bis in's entfernteste Polynesien. Es gibt kaum Beschränkungen für den menschlichen Geist, wenn er es schafft, sich selbst auszubilden.
Ich persönlich vertraue schließlich auf mein Schicksal, insoweit ich nicht sein Schmied sein kann, und lasse mich bei der Wahl des Ortes durch das Leben, wie es sich entwickelt, leiten. Ein Ort, auf den man sich zunächst kapriziert, mag nicht derjenige zum verweilen sein, aber womöglich eine Episode, die diejenigen, die zusammen verweilen sollen, zusammenführt. Oder die Suche lenkt den Geist auf das nämliche Ziel, auf dass man nie eingegangen wäre, hätte man nicht die Erfahrung einer Reise an einen anderen Ort gemacht.
Dennoch nagt und brennt die Frage an mir und in mir, solange keine Antwort gefunden ist. Dieses Ringen um eine Antwort ist wichtige Triebfeder.
Wir werden es alle erleben, was unsere Entscheidungen und unser Schicksal uns und denen, für die wir Verantwortung haben, bescheren werden.
Unwirtliche Gebiete wie Nord-Skandinavien, Kanada, Sibirien oder die australische Wüste bieten sicher einen hervorragenden Schutz vor Marodeuren. Es ist nur ein sehr hartes Leben, das man leben können, aber auch wollen muss, sonst geht man so oder so daran ein.
Ich habe für uns festgestellt und ich denke, es handelt sich dabei um eine dem Menschen generell innewohnende Eigenheit, dass wir die Hoffnung auf ein lebenswertes, in irgendeiner Hinsicht besseres Leben brauchen, damit die notwendigen Energien schon vor einer Katastrophensituation freigesetzt werden können, um sich für die nötigen Schritte ausreichend zu motivieren. Pflichtbewußtsein, um Schaden für geliebte Menschen abzuwenden, kann ausreichen, aber nur bei denen, die sich in der Pflicht sehen. Dieser Weg ist außerdem zermürbend und nicht ewig durchzuhalten.
Letztlich werden die Schwachen sicher vergehen, wir alle müssen um die nötige Stärke mit uns ringen. Ich fürchte, die Schwachheit, die wir im Vorlauf begehen, wird nur mit umso größerer Stärke im folgenden Verlauf wettzumachen sein. Und wenn es nur der eigene Tod wäre, den könnte man, wenn alles verloren wäre, selbstbestimmt wählen, ihn als Eventualität vorsehen.
Aber wer kann verantworten, nicht für seine Kinder gehandelt zu haben, wenn er es gekonnt hätte?
Wofür will man die Weltenwende überleben?
Diese Frage ist meiner Meinung nach die zentrale Fragestellung,
auch wenn sie sich erst für manchen im weiteren Verlauf ergeben könnte.
Gruss jacob