indianisches Essen (Freie Themen)

schwelmi, Freitag, 11.09.2015, 17:43 vor 3792 Tagen (2024 Aufrufe)

Hallo Forum,

wenn man mehr Selbstversorgung betreiben möchte, dann ist Kochen ein wichtiges Thema und ich glaube, in diesem Bereich können wir noch ein wenig von den Indianern lernen: Indianisch kochen

Gruß
schwelmi

Warum ...

Wizard, Berne, Samstag, 12.09.2015, 00:20 vor 3791 Tagen @ schwelmi (1847 Aufrufe)

... muss es bei vielen eigentlich immer "ausländische Küche" oder Kochen nach Kochbuch sein?

Gut, solange man die Wahl hat, kein Problem. Da kann man mal zum Kochbuch greifen. Aber wenn es knallt, gibt es kein "man nehme". Da muss man mit dem klar kommen, was man hat. Da dürfte so mancher froh sein, wenn er überhaupt was zu fressen bekommt. Und man sollte sich vorher damit befassen, was alles essbar ist, und wie man es zubereitet.

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

Es ging nicht darum, dass es ausländisch ist

schwelmi, Samstag, 12.09.2015, 06:17 vor 3791 Tagen @ Wizard (1828 Aufrufe)

Hallo Wizard,

ich habe das gepostet, weil man daran erkennen kann, wie ursprüngliche Nahrung aussehen kann.
Vieles von dem was die Indianer essen gibt es auch bei uns und deshalb sollte man sich mit diesen Nahrungsmitteln auch befassen.

Gruß,
schwelmi

Mais, Tomaten, Bohnen, Kartoffeln

Lieselotte, Samstag, 12.09.2015, 14:59 vor 3791 Tagen @ schwelmi (1909 Aufrufe)

Hallo, Schwelmi,

Mais, Tomaten, Bohnen und Kartoffeln sind lecker, wenn man sie essen kann.

Mais habe ich nie selber angebaut, es steht ja genug herum, da kann ma sich bedienen. Das ist aber Futtermais. Angesichts der Meldungen über Gentechnik diesbezüglich habe ich lange keinen Mais mehr gegessen und werde es auch nicht mehr tun.

Kartoffeln hatten wir im Garten. Vertrag ich nicht mehr. Tomaten brauchen warmes Klima oder ein Gewächshaus. Als "einheimisch" und wildwachsend kann man sie nicht bezeichnen.
Für Bohnen gilt dasselbe. Auch schwer verdaulich. Hier in MItteleuropa sind mir wilde Bohnen nicht bekannt. Ich habe jedenfalls noch keine gesehen und ich bin viel in der Natur.

Ich habe selber viel vorgesorgt. Ich habe mich nach Essbarem umgesehen, welches 1. lagerfähig ist (unbegrenzt, wenns geht) und 2. ohne kochen zu essen ist. Denn in der Not kann man evt. nicht kochen oder eben nur kurz, und dann würde ich lieber Kaffee kochen :-P

Also ich finde das schon ganz gut, was du da verlinkt hast, stelle mir aber unter Notnahrung, die man auch in der Natur finden kann - und man kanns sie finden, man muss aber davon wissen - was anderes vor.

Eben so etwas: Essbare Pflanzen - Dirty Dozen - Jochen Vogel

https://www.youtube.com/watch?v=3xZUO3Kt86o&list=PLW4iZBGoe9nhV6gx0Vh-MX1G8pAlYqIlG

Leider wird so etwas kaum beachtet, aber ich finde das extrem wichtig.


gruß, Lieselotte

vielen Dank!

schwelmi, Montag, 14.09.2015, 16:19 vor 3789 Tagen @ Lieselotte (1787 Aufrufe)

Hallo Lieselotte,

danke, sowas fehlte mir noch in meiner Schatzkammer :)

Schönen Gruß,
schwelmi

gut erklärt

Lieselotte, Montag, 14.09.2015, 17:15 vor 3789 Tagen @ schwelmi (1770 Aufrufe)

Hallo Schwelmi,

ich finde, der Jochen Vogel erklärt das sehr gut.

Ausprobiert habe ich allerdings noch nichts. Insoweit kann ich also nicht sagen, ob man mit Pflanzen alleine, und in dem Fall einheimischen Pflanzen, das ist ja gerade der Clou, sein Überleben sichern kann. Satt wird man mit Sicherheit damit nicht werden, und lecker wird es auch nicht sein, aber darum geht es ja nicht.

J. Vogel hat auch ein gutes, kleines Büchlein über tierische Notnahrung; sehr zu empfehlen, passt in jedes Gepäck.

gruß, Lieselotte

Ernährung

schwelmi, Montag, 14.09.2015, 21:18 vor 3788 Tagen @ Lieselotte (1842 Aufrufe)

Hallo Lieselotte,

ich experimentiere ja schon eine ganze Weile mit meiner Ernährung und meine Erfahrung ist einfach, dass ich ohne tierische Nahrung schneller hungrig werde, was aber möglicherweise besser wird, wenn man sich eine Weile nur pflanzlich ernährt. Hauptproblem dürfte aber die Versorgung mit Fett und Protein/Eiweiß werden. Eiweiß erhält man wenn man Erbsen oder Bohnen, sowie Soja isst. Fett ist da wohl das Hauptproblem. Es dürfte schwierig werden, immer genügend an fettreichen Samen und Nüssen bevorraten zu können, deshalb wird wohl gelegentlich Fleisch ganz nützlich sein, sofern verfügbar. Vermutlich werden dann im Notfall wohl auch Insekten und Würmer den Speiseplan bereichern müssen.

Gruß,
schwelmi

ganz ohne Eiweiss geht es wohl nicht

Lieselotte, Dienstag, 15.09.2015, 23:21 vor 3787 Tagen @ schwelmi (1839 Aufrufe)

Hallo Schwelmi,

ich hab nicht viel Raum, zum experimentieren, jedenfalls nicht, was herkömmliche ERnährung angeht, da ich so vieles nicht vertrage.

Ich werde eigentlich nur von Fleisch richtig satt. Deshalb hab ich mir ja von dem J. Vogel das Buch gekauft; er ist nämlich auch der der Meinung, dass sich Noternährung (also nix Gebunkertes, nix Konserven und so weiter) vor allem im Winter schwerlich ohneEiweiss herstellen lässt. Von Fett war da, glaube ich, gar nicht die Rede. Merke: es geht ums Überleben, nicht darum, die Körperfülle zu erhalten ;-)

Deshalb ja auch diese 12 Pflanzengruppen, von denen beim Großteil die Wurzeln eben die stärkehaltigen Energieträger sind; von Grünzeug wird der Mensch nicht satt. Außerdem ist ab November nix mehr an Grünzeug zu finden, außer Brombeerblätter und schäbige Brennesseln, und falls es fröstelt oder gar Schnee liegt, darf man sogar darunter kratzen. Da kommt nicht genügend bei rum, das dürfte klar sein. Ob an Wurzeln so viel rumkommt, weiß ich nicht.

Vor kurzem war ich hier bei Köln mal unterwegs, bin mit dem Rad und Taschen durch Felder und Äcker gestreift, um zu schauen, was überhaupt noch so wächst, und es ist mir aufgefallen, dass ja kaum mehr was wächst, bis auf das, was die Bauern mit ihrer Giftspritzerei an den Feldrändern übrig lassen. Nicht mal eine Kamille findet man mehr. Bisschen Löwenzahn, Wegerich, Rainfarn, mehr nicht. Geschweige denn, die große Klette, die Nachtkerze, und all diese so wertvollen Pflanzen.

Also dies ist ein ziemlich schwieriges Thema. Man muss auch was finden. Nördlich Oerlinghausen, bei Detmold, habe ich dagegen noch riesige Vorkommen von Großer Klette und anderen Wildpflanzen entdeckt. Aber hier, in der Kölner Bucht, ist jedes Stück Land "verindustrialisiert", man würde nichts mehr finden, würde man was Essbares suchen. Hagebutten findet man noch, das ist aber alles.

In der Hinsicht sehr interessant finde ich die Filme von Vogel und Sacki über die Aufbereitung von Eicheln. Vogels Film ist etwas genauer. Hier ist Sackis Film: https://www.youtube.com/watch?v=cgf_zfADaU8
Aber beide berichten, dass Eicheln nach Vorbereitung für Menschen genießbar sind und nahrhaft, ja, dass man sogar Fladen draus backen kann und diese trocken => Vorratshaltung. Dazu kämen natürlich noch Nüsse, Kastanien und Samen.

Mit den Eicheln, das hab ich auch noch nicht probiert *schäm*, werde es aber definitiv tun, denn die üblichen Mehle kann ich eh nicht essen. Für mich wäre Eichelmehl sogar eine Erweiterung der Kostform.
Mit Bucheckern geht das auch, aber die sind arg klein. Es empfiehlt sich für solche Dinge die Anschaffung einer handbetriebenen Mühle.

Ganz ohne tierische Kost wirds nicht gehen. Dann muss man halt angeln, doch auf andere eiweisshaltige Dinge zurück greifen, oder ich dressiere meine Kater, dass sie mir jeden Tag ein paar Mäuse bringen :-D
Nein, jetzt im Ernst, ich hab mal einen Film gesehen von einem Typen, der war irgendwo in Alaska gestrandet, und der hat sich nur von Mäusen ernährt. In der Not wird man erfinderisch.

gruß Lieselotte

Danke

schwelmi, Mittwoch, 16.09.2015, 10:40 vor 3787 Tagen @ Lieselotte (1794 Aufrufe)

Hallo Lieselotte,

danke dir. Klingt ja alles sehr kulinarisch ;-)
In Bayern sagt man in solchen Fällen "...aber wenn es schön macht..."

Ich habe mir inzwischen die beiden Notnahrungsbücher von Jochen Vogel bestellt und zusätzlich noch das mit Notwasser.
Bin jedenfalls sehr gespannt.

Die Eicheln dürften dieses Jahr wohl bald erntereif sein, ebenso wie Kastanien. Haselnüsse gibt es jetzt schon.

Gruß,
schwelmi

Rezept Eichelbrot zugeflogen

Lieselotte, Freitag, 18.09.2015, 09:32 vor 3785 Tagen @ schwelmi (1892 Aufrufe)

Hallo,

das ist kein Zufall -.... es gibt keine Zufälle:
Mir ist ein Rezept für Eichelbrot zugekommen.
Hier ist es:

http://www.kochwiki.org/wiki/Eichelbrot

Hier ist der Text dazu:

https://exsuscitati.wordpress.com/2015/09/17/was-war-vor-dem-dumm-machenden-brot-eichelbrot/

"Sinkende Lebenserwartung durch andere Eßgewohnheiten

Die Leute wurden damals so krank, daß sie früher starben durch ihre Ernährung. Von den Römern hatte man den Wein bekommen, der sobald wie möglich auch in Frankreich und Deutschland angebaut wurde, um eine flächendeckende Versorgung zu garantieren. Sowohl kirchlich als auch weltlich wurde das Getränk etwa so propagiert wie heute Colagetränke. In jeder Gastwirtschaft gab es Wein, Soldaten und Handelsreisende hatten immer einen Vorrat dabei, und bald hatte auch jedermann, der etwas auf sich hielt, seine Auswahl an Weinen. Wein wurde auch in Schläuchen mit sich herumgetragen. Im Mittelalter sollen die Leute ständig betrunken gewesen sein, weil sie statt Wasser Wein tranken, wann immer sie durstig gewesen sind (Marquardt 2005, Dombrowsky 2001).

Die Alkoholpropaganda wurde unterstützt durch das immer schlechter werdende Trinkwasser. Konnten die nackten Einheimischen früher ohne Sorgen süßes Wasser aus jedem Bach trinken, so verdarb ihnen die Einführung des Ledergerberei nun den Appetit auf das Wasser. Sie bekamen nun Kleidung und Leder für alle möglichen Anwendungen, das war etwas, was sie bisher gar nicht gebraucht hatten. Noch bis ins Spätmittelalter galt Nacktheit als etwas Natürliches. Erst die Kirche drückte in beständiger Propaganda ein Schamgefühl durch, das zunächst nur widerstrebend angenommen wurde und wenigstens dort vergessen wurde, wo es mit praktischen Erwägungen kollidierte. Noch bis ins 15. Jahrhundert hielt sich beispielsweise die Sitte, den Weg zum und vom Badehaus nackt zurückzulegen, denn so brauchte man seine Kleidung nicht zu verstauen und brauchte sich nicht abzutrocknen. Auch geschlafen wurde damals generell nackt, auch wenn Gäste in der Schlafstube waren. Die Einführung der Kleidung verseuchte zuallererst das Trinkwasser. Vor allem die aufkommenden Gerbereien sandten gefährliche Leichengifte aus den Tierhäuten den Bach hinunter. Der alkoholhaltige und saure Wein war die gesündere Alternative als das Abwasser.

Auch den Getreideanbau führten die Römer ein. In den..."

weiterlesen unter obigem link.

Gruß, Lieselotte

Avatar

lieber dieses Kochbuch

basey, Mittwoch, 14.10.2015, 01:41 vor 3759 Tagen @ Wizard (1891 Aufrufe)
bearbeitet von basey, Mittwoch, 14.10.2015, 01:57

...denn alles was läuft, hüpft, watchelt, schwimmt und fliegt ist sowieso auf der "gefährdete arten liste" innerhalb vier wochen nach den knall.

Frag mal Oma un Opa wass'n "Dachhase" ist... - und hunde ragout gabs auch viel im 2WK...

Nach gerüche war da ein Metzger in Bayern der noch ne leckere "Wurst" damals verkaufte.

Da bleibt nur noch eins wenn du dich nicht anders vorbereitet hast...

[image]

:-D

lg - Basey

PS... ich bin zwischen 2 Indianer reservaten aufgewachsen und hatte viele freunde.
keiner von den familien haben sowas gekocht, nur normale supermarkt gerichte. Vielleicht hundert jahre davor.

Als survival uebungen hab ich oft hasen, watscheln, truthahn, wildes gemuese aller art zB mesquitebohnen gekocht, aber wenns knallt sind 30 millionen auf'n marsch sich was zu fressen suchen... Lieber bevorraten und vorbereiten !

--
"Man kann sich nicht für eine Krise vorbereiten, wenn man mittendrin steckt"

Drucken RSS Thema