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Der Urzeit-Code, eine alternative zum umstrittenen Gentech-Saatgut? (Freie Themen)

Siolarei, Tamehu, Sonntag, 11.10.2015, 11:48 (vor 3762 Tagen) (2119 Aufrufe)

Hallo liebe Leute,

gerade lese ich das Buch „Der Urzeit-Code“ von Luc Bürgin.

Ende der 1980er Jahre gelang den Schweizer Forschern Dr. Guido Ebner und Heinz Schürch eine sensationelle Entdeckung. In Laborexperimenten setzten sie Getreide und Fischeier einem simplen Hochspannungsfeld, in dem kein Strom floss aus, dem “elektrostatischen Feld”. Die elektrostatischen Felder kommen nur kurzfistig zur Anwendung. Das Wachstum und der Ertrag konnten in diesem so genannten “E-Feld” massiv gesteigert werden. Gleichzeitig wuchsen dabei völlig überraschend »Urzeitformen« heran, die längst ausgestorben sind:

Ein Jahrmillionen alter Farn,
Urmais mit bis zu zwölf Kolben pro Stiel, wie er einst in Südamerika spross und
die ausgestorbene Riesenforelle mit Lachshaken.

Prinzipbild oder schematischer Aufbau:
[image]

Auch Keimung und Wachstum hatten sich im elektrostatischen Feld verstärkt. Getreide bildete neue Eiweiße aus und produzierte viel größere Wurzeln als die Kontrollpflanzen. Auch Mais reagierte im Elektrofeld: Für die Versuche überschichtete man 20 Maiskörner in einer Petrischale mit 15 Milliliter Wasser. Die Schale wurde verschlossen und zur Keimung acht Tage im Elektrofeld belassen.

Anschließend wurden die Keimlinge in sterile Ackererde eingepflanzt und im Gewächshaus normal weiter kultiviert. Nach 14 Wochen zeigten die Maiskeimlinge deutliche Abweichungen von den Kontrollpflanzen:

  • drei bis sechs statt ein bis drei Kolben pro Pflanze
  • breitere Blätter und dickere Stängel
  • Kolben am oberen Ende der Stängel statt in der Blattachse
  • Ausbildung mehrerer Stängel: Im Maximum bot eine Maispflanze zwölf Kolben wie der "Ur-Mais", den es heute noch in Peru als Wildform gibt
  • In zahlreichen Fällen erhielten die beiden Forscher eine Art "Urform" der Pflanzen zurück
  • Auch Tierisches reagierte. Aus Eiern normaler Zuchtforellen entstand eine fast ausgestorbene, um ein Drittel größere Forellenart

Die Vorteile dieser Entdeckungen sahen die beiden Forscher vor allem in der Entwicklung von verbessertem Saatgut bei wesentlich besseren Erträgen ohne den Einsatz von Pestizid-Dünger.

Das Basler Chemieunternehmen Ciba-Konzern (heute: Novartis) prüfte die Entdeckungen seiner Wissenschaftler, patentierte das Verfahren - und unterband unverzüglich die weitere Forschung. Mais und Getreide als »Urgetreide« aus dem Elektrofeld ist resistenter gegenüber Schädlingen als moderne Saatgut-Züchtungen und benötigt weniger Pestizide.

Im Buch sind zwei Patente abgedruckt:

  • Ciba-Geigy AG - Patent EP 0 351 357 A1 von 1989, Verbessertes Fischzuchtverfahren (auch Patent Nummer: DE 58903638 D1)
  • IPR-lnstitute for Pharmaceutical Research AG - Patent EP 0 351 357 A1 von 1997, Method zur Behandlung von biologischem Material

In den vergangenen Jahren wurden die Versuche weitergeführt. Die Forscher Ebner und Schürch starben schon bald nach ihrer Entdeckung 2001 und so blieben die Patente für 10 Jahre in den Schubladen ihres damaligen Arbeitgebers Ciba-Geigy, bis Sohn Daniel Ebner diese 10 Jahre später nach ihrem Freiwerden aufkaufte und die Forschungen privat weiterführte. Um möglichst vielen Menschen Zugang zu dieser sensationell einfachen Methode zu ermöglichen, entwickelte er ein einfaches Gerät, die so genannte GreenBox, mit der jetzt auch jeder Hobbygärtner sein Saatgut auf natürliche Weise optimieren kann. Saatgut aus dem E-Feld hat sich in zahlreichen Feldversuchen als deutlich widerstandsfähiger und ertragreicher gezeigt als konventionell gekeimtes Saatgut.

Es fällt bei einer Internet-Recherche auf, dass massiv Einfluss gegen diese Forschung und deren Ergebnisse unternommen wird. Angeblich soll in einer Maturaarbeit die Experimente von Ebner und Schürch widerlegt worden sein. Er gewann den Wettbewerb (Schweizer Jugend forscht 2011) sowie den SimplyScience-Sonderpreis, dotiert mit einem einwöchigen Praktikum bei Syngenta. Syngenta, Monsanto, Novartis sind alles Unternehmen, die sich eher mit Chemie und Gentechnik auseinandersetzen. Ein Schelm der dabei etwas anderes denkt.

Dazu sei auch vermerkt:
Auch der Berner Schüler Daniel Kalbermatten aus Rüfenacht hatte sich 1991 im Rahmen eines "Schnupperlehrganges" bei "Ciba Geigy" mit den Wirkungen elektrostatischer Felder beschäftigt. Seine Arbeit reichte er bei einem Forschungswettbewerb ein, wo sie das Prädikat "hervorragen" erhielt.
Die "Basellandschaftliche Zeitung" berichtete in ihrer Ausgabe vom 20. Oktober 1992 ausführlich über den Versuch des jungen Schweizers:
"Untersucht wurde die Entwicklung von Sonora - Sommerweizen im elektrostatischen Feld und unter Normalbedingungen.
Während 101 Stunden wurden die sich entwickelnden Keimlinge protokollarisch aufgenommen, wobei Länge und Anzahl der Wurzeln sowie der grüne Sproß der Pflanzen ausgemessen wurden. Die Unterschiede waren frappant!
In einem Feld von 750 V/cm wurde das Auskeimen der Samen gefördert, in einem stärkeren Feld von 4800 V/cm hingegen gehemmt, was jedoch keine Auswirkungen auf die spätere Entwicklung hatte.
Bei 1500 V/cm haben die Keimlinge das Wasser besser aufgenommen, was zu einem schnelleren Wachstum führte. "
Weitere Versuche erbrachten anscheinend Keimlinge, die später eine dreimal höhere "Ernte" erbrachten als unbehandelte. "Was tatsächlich im elektrostatischen Feld geschieht, vermag derzeit aber noch niemand zu sagen", schließt die Zeitung ihren Bericht.

Eine kleine Greenbox für Experimentierzwecke findet man hier:
http://www.fios-greenbox.net/

Buch: „Der Urzeit-Code“ von Luc Bürgin, ISBN 978-3776625349

Weitere Infos zum Urzeit-Code:
https://www.psiram.com/ge/index.php/Urzeit-Code

http://urzeitcode.wls.net/

http://www.scheidig.de/Deutsch/Projekte/PflanzenImElektrischenFeld/PflanzenImElektrischenFeld.htm

Bei weiterer Recherche bin ich auch auf Gustav Adolf Winter gestoßen. Von ihm gab es das Buch: Der Orga-Urkult - Dreifache gesunde Ernte auf allen Boeden ohne jede Duengung und Fachpflege. Verlag Wahrheit und Rechte, 1935. Dies konnte ich bisher noch nicht auftreiben.

Sonderbar erscheint mir, dass es ein neueres Patent DE10215400A1 vom 30.10.2003 mit dem Titel: "Verfahren zur Vitalisierung von Saatgut; Anmelder Weick, Rolf" gibt. Warum gibt es dieses Patent, wenn doch schon ein sehr ähnliches viel früher angemeldet wurde...

Desweiteren gibt es auch noch ein US Patent:
Ciba-Geigy AG - Patent - US 5048458 A - Method of breeding fish

Ich werde mir diese Box beschaffen und damit beginnen eigene Versuche mit Pflanzensaat durch zu führen.

Herzliche Grüße
Siolarei


Was ist die menschliche Intelligenz verglichen mit Gottes Wille und Wissen?
Nicht einmal ein einziger Tropfen im Ozean.
Mitar Tarabich (1829-1899)

Ein gutes Buch macht Dich klug,
ein schlechtes aber kann mehr schaden,
als je zehn gute Gutes taten.


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