Wie man es nicht machen sollte (Freie Themen)

Lieselotte, Freitag, 20.11.2015, 18:37 vor 3721 Tagen (2592 Aufrufe)

Hallo,

vor Tagen bin ich auf Film und Buch "Into the Wild" gestoßen und hänge seitdem fasziniert im Thema fest.

Man kann davon lernen. Dies will ich niemandem vorenthalten - ein spannendes Thema ist es allemale:

Film: Into the wild
Film

Doku dazu aus Sicht eines Menschen, der survival betreibt: Back to the Wild

Gruß Lieselotte

Wie man es auch machen könnte

Amselkönig, Samstag, 21.11.2015, 15:20 vor 3720 Tagen @ Lieselotte (2125 Aufrufe)
bearbeitet von Amselkönig, Samstag, 21.11.2015, 15:46

Hallo Lieselotte,

"vor Tagen bin ich auf Film und Buch "Into the Wild" gestoßen und hänge seitdem fasziniert im Thema fest."

Heute angesehen. Wunderbar: Drehbuch, Regie, Kamera und Schauspieler.

"Man kann davon lernen.
Dies will ich niemandem vorenthalten - ein spannendes Thema ist es allemale"

Besten Dank!

"Man kann davon lernen."
*Daß man Grenzerfahrungen am besten nach dem Abi im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte machen sollte?
*Daß man sich von menschlichen Verwicklungen/Verpflichtungen freihalten sollte (wg. karmische Verwicklungen)?
*Daß Survival ein Schmarrn ist, weil man sowieso irgendwann stirbt?
*Daß "Happiness only real when shared" (im Film ab 2:18:00)?
*Daß sich jede Seele einen eigenen Inkarnationsplan vorgenommen hat - von dem andere Seelen nicht unbedingt "amused" sein müssen?
:::
Und dann fällt mir noch ein Film dazu ein:
Die letzte Versuchung Christi.

Gruß,

Amselkönig

--
Langsam aber genau.

Kleintierjagd macht nicht satt

Lieselotte, Samstag, 21.11.2015, 19:43 vor 3720 Tagen @ Amselkönig (2017 Aufrufe)

hallo Amselkönig,

freut mich, dass Dir der Film gefällt.

"Man kann davon lernen."
*Daß man Grenzerfahrungen am besten nach dem Abi im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte machen sollte?

ich dachte eher an ganz konkrete Dinge, wie in unbekanntes Gelände nimmt man eine Karte, einen Kompass und anständige Ausrüstung sowie genügend Verpflegung mit. Das sind Dinge, die sogar ich beherzige, wenn ich im popeligen deutschen Bergwald unterwegs bin. Inklusive Handy, versteht sich.

*Daß man sich von menschlichen Verwicklungen/Verpflichtungen freihalten sollte (wg. karmische Verwicklungen)?

das geht wohl schlecht. Wat kütt, dat kütt, wie man in Kölle so schön sagt.

*Daß Survival ein Schmarrn ist, weil man sowieso irgendwann stirbt?

Der Sinn von survival ist Überleben. Welchen anderen Sinn sollte es haben?

*Daß "Happiness only real when shared" (im Film ab 2:18:00)?

Man schreibt viel wenn man so kurz vorm Abnippeln ist und alleine und einsam.

*Daß sich jede Seele einen eigenen Inkarnationsplan vorgenommen hat - von dem andere Seelen nicht unbedingt "amused" sein müssen?

Diese Aussage ist mir zu esoterisch. Ich betrachte den Film einzig und alleine aus dem Lern-Aspekt, also was man davon lernen kann. Dass man z.b. von der Kleintierjagd nicht leben kann, weil sie zuviel Kalorien erfordert; Kleintierjagd macht nicht satt, ist das Fazit.
Dass der Mann traumatisiert war, ist ja klar. Nicht-Traumatisierte machen so was nicht.

Und dann fällt mir noch ein Film dazu ein:
Die letzte Versuchung Christi.

Nee, ehrlich. Das ist mir zu religiös. Danke aber "trotzdem"!

Gruß Lieselotte

... hättest Du auch gleich sagen können

Amselkönig, Samstag, 21.11.2015, 20:43 vor 3720 Tagen @ Lieselotte (1878 Aufrufe)
bearbeitet von Amselkönig, Samstag, 21.11.2015, 20:57

Hallo Liselotte,

"vor Tagen bin ich auf Film und Buch "Into the Wild" gestoßen und hänge seitdem fasziniert im Thema fest".


Das hättest Du aber auch gleich sagen können:

"ich dachte eher an ganz konkrete Dinge, wie in unbekanntes Gelände nimmt man eine Karte, einen Kompass und anständige Ausrüstung sowie genügend Verpflegung mit. Das sind Dinge, die sogar ich beherzige, wenn ich im popeligen deutschen Bergwald unterwegs bin. Inklusive Handy, versteht sich."

"... Ich betrachte den Film einzig und alleine aus dem Lern-Aspekt, also was man davon lernen kann. Dass man z.b. von der Kleintierjagd nicht leben kann, weil sie zuviel Kalorien erfordert; Kleintierjagd macht nicht satt, ist das Fazit."

"Man schreibt viel wenn man so kurz vorm Abnippeln ist und alleine und einsam."

Dazu fällt mir gleich noch ein Film ein:
https://www.youtube.com/watch?v=bBQTBDQcfik

Ich sag's mir immer wieder:
Frauen sind was Wunderbares! ;-)

Kölle alaaf!

;-})
Amselkönig

--
Langsam aber genau.

Was am Ende verbleibt

Jacob, Sonntag, 22.11.2015, 02:52 vor 3720 Tagen @ Lieselotte (1934 Aufrufe)

Hallo Lieselotte,

ein meiner Meinung nach ebenfalls sehenswerter Film über das Schicksal eines jungen, naiven, aber bewundernswert intuitiv idealistischen jungen Mann. Das heißt, wenn das, was uns erzählt wird, wahr ist, was immer und in der heutigen Zeit insbesondere kategorativ angezweifelt werden sollte.

Ich habe mir diesen Film gekauft, was ich selten mache. Nicht wegen dem Dilletantismus, den der Protagonist schließlich im Tode verwirklicht hat, sondern wegen der freiheitsliebenden Botschaft, die sein Leben und Wirken bedeutet, wenn es sich denn so ereignet hat.

Wenn es auch ganz anders gewesen sein sollte, als der Film verkündet, die anti-zivilisatorische Botschaft und Sehnsucht kann dieser Film gut transportieren.

Wunderbarer und friedvoller kann dies nur durch Hüttenbau-Videos auf Empfehlung von Wizard verkündet werden. Weißt Du, Wizard, diese Filme sind die absoluten Lieblingsfilme meiner jungen Tochter und ich sehe sie auch sehr gerne. Sie haben etwas sehr erbauendes.

Gruß
jacob

freies Leben hier leider nicht umsetzbar

Lieselotte, Sonntag, 22.11.2015, 11:16 vor 3719 Tagen @ Jacob (1933 Aufrufe)

Hallo !

Ja! Das kann man nur leider hier im engen Mitteleuropa nicht umsetzen. Das freie Leben auf Tour, wie die das da machen; gut, wenn man älter wird, nimmt man gerne einen Bus oder ähnliches zur Hilfe, weil das doch bequemer ist.

Im Buch, welches ich mir gekauft habe, empfiehlt McCandless dem älteren Herrn, mir ist der Name jetzt entfallen, sein Haus (Ranch?) zu verkaufen und sich ebenfalls auf Reisen zu begeben, und in dem Buch tut der ältere Herr das auch. Das finde ich beachtlich.
Reisen und sehen im Sinne von Neue Dinge erfahren ist eine schöne Lebensphilosophie, die man nur leider hier nicht umsetzen kann. Umso schlimmer ist die weitere Flutung unseres Landes mit noch mehr Menschen.

Die anti-zivilisatorische Botschaft hat mich wohl auch angezogen. Ich setze Zivilisation mit überbordendem Besitztum, verknöchtertem Konservativismus und all seinen damit einhergehenden negativen Begleiterscheinungen gleich. Es müsste so nicht sein, leider, aber es ist meist so: Geld und Eigentum verdirbt bei den meisten Menschen den Charakter.

Gruß Lieselotte

Kernbotschaft filtern dauert

Lieselotte, Sonntag, 22.11.2015, 11:18 vor 3719 Tagen @ Amselkönig (1823 Aufrufe)

hallo Amselkönig,


"Das hättest Du aber auch gleich sagen können:... Kleintierjagd macht nicht satt."

es braucht halt ein paar Tage, die Kernbotschaft aus dem Ganzen heraus zu filtern.

Danke für den Loriot, köstlich:-P

Gruß Lieselotte

Freies Leben

Wizard, Berne, Sonntag, 22.11.2015, 17:45 vor 3719 Tagen @ Lieselotte (1860 Aufrufe)

Moin Lieselotte

Ja! Das kann man nur leider hier im engen Mitteleuropa nicht umsetzen. Das freie Leben auf Tour, wie die das da machen; gut, wenn man älter wird, nimmt man gerne einen Bus oder ähnliches zur Hilfe, weil das doch bequemer ist.

Können schon, zumindest in einem gewissen Umfang. Man muss es nur wollen und können. Meine Norwegentour hatte ich hier schon öfter angesprochen, und ich war auch schon mal für rund 2 Jahre OFW (ohne festen Wohnsitz). Und ich kenne ein paar Leute, die seit 10 und mehr Jahren OFW sind, und durch ganz Europa ziehen. Diese Art OFW sollte man allerdings nicht mit jenen OFW's verwechseln, die saufend an Bahnhöfen herumlungern. Deren wertvollste Besitz ist nicht die Schnapsflasche, sondern ihre Ausrüstung, und bisweilen auch noch ein Fahrrad mit Anhänger.

Ich setze Zivilisation mit überbordendem Besitztum, verknöchtertem Konservativismus und all seinen damit einhergehenden negativen Begleiterscheinungen gleich. Es müsste so nicht sein, leider, aber es ist meist so: Geld und Eigentum verdirbt bei den meisten Menschen den Charakter.

Genau das!

Und genau das macht die meisten auch für das System erpressbar, und sie merken es nicht mal. Siehe meine Texte bezüglich "ziviler Ungehorsam".

Bis denne

Wizard

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

ich würde gerne können

Lieselotte, Sonntag, 22.11.2015, 20:26 vor 3719 Tagen @ Wizard (1961 Aufrufe)

Moin Wizard,

Können schon, zumindest in einem gewissen Umfang. Man muss es nur wollen und können. Meine Norwegentour hatte ich hier schon öfter angesprochen, und ich war auch schon mal für rund 2 Jahre OFW (ohne festen Wohnsitz). Und ich kenne ein paar Leute, die seit 10 und mehr Jahren OFW sind, und durch ganz Europa ziehen. Diese Art OFW sollte man allerdings nicht mit jenen OFW's verwechseln, die saufend an Bahnhöfen herumlungern. Deren wertvollste Besitz ist nicht die Schnapsflasche, sondern ihre Ausrüstung, und bisweilen auch noch ein Fahrrad mit Anhänger.

ich weiß, ich sehe solche Leute hier auch schon mal. Die sehen ganz anders aus als die Säufer in den Fußgängerzonen. Sie sind unterwegs, meist mit Rad und Anhänger, beladen, und wetterfest.
Erst gestern sah ich eine Frau, Alter schwer zu schätzen, im Wald, mit Rad, und offensichtlich selbstgebasteltem Anhänger aus einer Art Einkaufswagen.
Die Frau sah auch irgendwie wach aus im Gesicht, ich hab ihr in die Augen gesehen, ich war neugierig, und sie auch. Das sieht man bei "normalen" Menschen nicht mehr heutzutage. Normale Menschen laufen mit hängenden Schultern, Blick nach unten oder abwesend, und ebenso hängenden Mundwinkeln herum.

Du sprichst das Können an. Ich kann das leider nicht mit meiner Fibromyalgie.

Ich würde anders, wenn ich anders könnte... noch ein Faktor, warum ich nicht wirklich diejenigen Menschen verstehe, die anders könnten (gesundheitlich), aber nicht anders wollen. Weil sie zu faul, zu bequem, zu wasweißich, sind.

Nichtdestotrotz schau ich weiter; ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann doch mal noch mal besser wird mit der Krankheit.

gruß Lieselotte

Krankheit oder nicht, ...

Wizard, Berne, Sonntag, 22.11.2015, 21:31 vor 3719 Tagen @ Lieselotte (1895 Aufrufe)

... das ist hier die Frage.

Ich würde anders, wenn ich anders könnte...

Nichtdestotrotz schau ich weiter; ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann doch mal noch mal besser wird mit der Krankheit.

Da man sowas ja nicht unbedingt öffentlich breit treten muss, hab ich dir mal eine Mail geschickt. :-D

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

OT: Fibromyalgie

Leo.Strycker, Weserbergland, Montag, 23.11.2015, 11:31 vor 3718 Tagen @ Lieselotte (1989 Aufrufe)

Hallo Lieselotte,

gurgel bitte mal nach CBD Oil. Zwei Bekannte (ein Mann und eine Frau) haben Fibromyalgie und sind , seit dem sie CBD Oil nehmen, fast komplett beschwerdefrei. Die Tropfen können legal erworben werden (ist dann allerdings aus Industriehanf), eine selbst hergestellte Lösung aus Indicahanf ist da allerdings wesentlich wirksamer (aber illegal).


Grüße vom Strycker

Wissen und Unwissenheit

Wizard, Berne, Samstag, 28.11.2015, 17:36 vor 3713 Tagen @ Lieselotte (1931 Aufrufe)

Moin Lieselotte

Ich habe übrigens etwas gegen Leute die nicht lesen können und dann meinen anderen Leuten irgendwas Unterstellen zu können. Aus dem Grund möchte ich dich darum bitten von weiteren Mails abstand zu nehmen.

MfG

Wizard

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

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