Hallo
Dieses Risiko besteht. Mit dem Loch entsteht eine Schwachstelle, und die starken Kräfte im Innern könnten das Loch schnell zu einem Riss erweitern, über den dann der gesamte Ausbruch stattfindet. Das weiss man allerdings erst, wenn man es versucht hat. Daher sollte man - wenn schon - überlegen, ob es irgendwo einen Supervulkan gibt, der abgelegen ist und bei dem man einen Test machen könnte. Die gesamte Bohrung müsste mit ferngesteuerten Robotern gemacht werden, damit, wenn die Magmakammer angebohrt wird, nicht massenweise Leute draufgehen. Es ist auch damit zu rechnen, dass die Gesteinsschicht nahe an der Magmakammer nicht fest, sondern zähflüssig ist, was einen Bohrvorgang erschwert. Das Material des Bohrgestänges müsste Temperaturen über 1000 Grad aushalten, ohne mechanisch schwach zu werden. Normale Stähle leisten das nicht. Da müssten die Teile aus extrem hoch schmelzenden Metallen gemacht werden. Das wäre eine echte Pionierleistung. Aber beim Blitzableiter, der viel einfacher zu bauen war, hat um 1750 auch kkeiner geglaubt, dass das geht.
Frank