Hallo Baldur!
ZB wäre es wichtig, die eigene Interpretation draußen zu lassen.
Aber wenn man sich in der Welt umschaut, merkt man, dass das eher selten gemacht wird.
In der Wahrnehmung spielt halt der eigene Filter immer mit.
Zweifellos. Niemand ist völlig neutral und objektiv, weder Ärzte noch Richter.
Deshalb gibt es Zweitmeinungen und Berufung/Revision.
Was zwar oft auch nicht genügt, aber immerhin....
Im parapsychologischen Zusammenhang gibts nur unser Bauchgefühl, welcher Persönlichkeit man Glauben schenkt, und wie weit das inhaltlich geht.
Oder eben eigene Erfahrung.
Aber ein entsprechend konditionierter Mensch KANN seine persönliche Interpretation halt nicht außen vor lassen.
Und früher wurden sehr viele Menschen von der Taufe an in die - hier zwar zu Recht kritisierte - religiös übersteigerte Richtung konditioniert.
Und ich finde eben, dass man Menschen die Umstände, unter denen sie aufwuchsen und die sie beeinflussten, nicht ankreiden sollte.
Es beeinflusst aber entscheidend deren Glaubwürdigkeit, sofern es um Aussagen geht, die inhaltlich ein Echo der religiösen Überzeugung darstellen könnten.
Nun, Glaubwürdigkeit ist auch subjektiv - meines Wissens gibt es viele Menschen, die grade denen Glauben schenken.
Das Netz ist voll von ihnen.
Abgesehen davon sind Beschreibungen von objektiv unmöglichen Situationen (alle Menschen sehen zeitgleich ein Kreuz am Himmel, egal, wo am Globus, oder, die Sonne geht künftig im Westen auf) als blosses Ergebnis der Phantasie oder suggestiver religiöser Schwadronaden einzustufen, und damit auch alle anderen Behauptungen aus solchen Quellen in Frage zu stellen.
Nun, per Bildschirm wäre das leicht zu machen.
Aber ich glaub das selbst nicht - keine Sorge.
Trau, schau, wem - es kommt auf die Glaubwürdigkeit des Botschaftsüberbringers an.
Wie ich schon sagte - die ist subjektiv.
Manchmal hat das mit bewusster, dreister Lüge zu tun (die ganzen erfundenen Prophezeiungen und Fälschungen), manchmal weiss man es nicht besser (ein schwer Betrunkener sieht irgendwann manches doppelt, obwohl es nicht doppelt vorhanden ist).
Wer Stimmen aus brennenden Dornbüschen gehört haben will, ist nicht unbedingt glaubhaft.
Stimmenhörer sind geplagte Patienten.
Ich wage nicht, das zu beurteilen, es gab und gibt schon immer die bekannten mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als sich unsere Schulweisheit träumen lässt.
Woran erkennt man den Unterschied, ob jemand Unsinn faselt, oder beachtenswerte Botschaften überbringt?
Indem etwas verifiziert werden kann. Indem geschilderte Situationen eintreffen, ohne, dass sie erkennbar künstlich hinkonstruiert worden sind.
Nun, es gibt ja die Möglichkeit, dass ein Ereignis abgewendet wird.
Dann wäre die Schau echt, aber halt nicht eingetreten.
Bei einem echten Medium ist es verifizierbar.
Aber halt leider nicht immer.
ich frage halt auch nach dem Sinn von Hirngespinsten.
Wenn sich ein Irrer als Hänsel und Gretel ausgibt, kriegt er im Irrenhaus vielleicht eine doppelte Ration
.
Nun, ich dachte nicht an bewusste Absicht.
Kommt drauf an.
Wert ist subjektiv und für Leute, die sich für Erfahrungen und verschiedene Vorstellungswelten interessieren, ist das hochinteressant.
Dann wären wir im Bereich der klinischen Forschung....wieso nicht.
Geht auch außerhalb von "Kliniken".
Ich fand die Erkenntnisse zur nahtodlichen Geistesklarheit vormals geistig Eingeschränkter auch höchst interessant.
Stimmt - es könnte glatt sein, dass sich ein geistig Eingeschränkter nur nicht äußern kann, weil er seinen Körper nicht unter Kontrolle hat.
Mfg, Bea