Es gibt soweit ich weiß einige Kulturen, die ein Verständnis von sogenannten "Krafttieren" haben, das heisst, das Tiere (durch Beobachten) mit Eigenschaften, Fähigkeiten usw. attributiert werden, und junge Jäger bspw. in den Dschungel, Wald usw geschickt werden, um eines dieser Tiere (als Initiation) zu erlegen.
Der Jäger(anwärter) verbindet sich nach erfolgreicher Tötung dann symbolisch (oder mehr) mit dem jeweiligen Tier(geist) , und übernimmt quasi Aspekte davon. (Einverleiben vom Blut, der Leber oder sowas)
Bei anderen Kulturen, grad im Regenwald, ist der typische Jaguar-Schlange Symbolismus stark vertreten. Da sind Krafttiere eine Art Botschafter (auch durch Beobachtung der Verhaltensweisen). Der Begriff wird hierzulande, also in modernen westlichen Kulturen und dem Neo-Schamanismus nur völlig falsch verstanden, und dementsprechend interpretiert.
Eigentlich wäre Tier-kraft richtiger und passender. Aber, wie geschrieben, bei uns ist das kaum noch anwendbar, weil es kaum direkte Bezugs- und Berührungspunkte (geschweige denn reales Im-Wald-Leben) gibt.
Totems sind was anderes, und auch vordergründig bei Nativen Nordamerikas anzutreffen.
Die meisten restlichen Naturvölker (falscher ethnologischer Begriff, tut mir leid) haben eher Ahnenverehrung ("Kulte") oder ganz andere Sachen.
Ich würde hier auch eher Reiztraum/Verarbeitungstraum annehmen. Adler/Bär werden ja medial auch zu häufig verwendet (RU-US) und brennen sich ins Unterbewusstsein ein.
Wenn solche (diese) Tiere häufiger im Traum vorkommen und sich "zeigen" kann man von etwas anderem ausgehen.
LG