Hallo zusammen,
das Zitat aus den Feldpostbriefen "Das Volk steht auf mit den Soldaten, wenn die ganze Lumperei aufkommt!" möchte ich aufgrund einer zweiseitigen Anzeige / Bilddarstellung in einer großen Tageszeitung zur Diskussion stellen.
Es war eine doppelseitige Grußabbildung von Bundeswehrsoldaten, lauter Porträtfotos, die in Afghanistan stationiert waren und von denen jeder einen Satz zu Weihnachten sagen durfte.
Dieses allein war nichts besonderes; was mir ins Auge fiel war der Umstand, dass entgegen der früher üblichen deutsch-preussischen Glattrasur ca. jeder dritte bis vierte dieser Soldaten über einen sehr ausgeprägten Vollbart verfügte, und vom Foto her z. T. als Angehöriger einer Talibaneinheit gesehen werden hätte können. Da braucht keiner mit "Geheimauftrag" etc. zu kommen, die waren alle in Uniform.
Ich habe den Eindruck, dass in den "Frontsoldaten" zumindest der Bundeswehr ein geistiger Veränderungsprozess vor sich geht, eine schleichende Identifikation mit den Ideen des Gegners. Dies ist ein Phänomen, das im 1. Koalitionskrieg bereits auftrat, als die Soldaten, die gegen das französische Revolutionsheer kämpften, die Ideen, die sie bekämpften, mit in ihre Heimatländer nahmen, wie einen Krankheitserreger, der dann auch recht schnell ausbrechen sollte.
Nach den Bildeindrücken zu urteilen, erleben wir nun das selbe: die Soldaten, die zur "Verteidigung" der "Demokratie" ins islamisch-afghanische Stammesgebiet geschickt wurden, setzen sich (wohl aufgrund des hohen Bildungsstandes ein primäres Phänomen der Bundeswehr) mit dem "Gastland" auseinander und seinen Gebräuchen und nehmen diese zum Teil auch an, bewusst oder unbewusst.
Mir scheint, dass sich dort eben genau das anbahnt, was die Voraussetzung dafür sein könnte, dass entgegen üblicher soldatischer Tradition gemäß dem Feldpostbrief "die Soldaten" mit dem Volk aufstehen, gegen die Obrigkeit, die "die Lumperei" zu verantworten hat!
Um eine zeitliche Einordnung zu treffen, wäre es interessant, abzuschätzen, ab wann mit den ersten schwereren Verlusten in "Feindesland" während dieses "Friedenseinsatzes" zu rechnen ist. Spätestens diese würden die Loyalität zum Staat BRD in den Reihen der Bundeswehr weiter erschüttern und für den Fall des Schießbefehls auf eigene Bürger dann den Schwenk bewirken.
Meiner Auffassung nach können wir auch davon ausgehen, dass für den Falle flächendeckender Unruhen für die Zeit danach ein größerer Teil der "Imperatoren" aus Militärkreisen kommen sollte. In Frankreich sowieso, aber auch in DEutschland. Man sollte bedenken, dass auch ein großer Teil der wesentlich kampferprobteren Fremdenlegionäre deutscher Herkunft ist.
Meinungen hierzu?
Monsignore