Feldpostbriefe: "Das Volk steht auf mit den Soldaten" (Schauungen & Prophezeiungen)

Monsignore, Montag, 04.01.2010, 18:17 vor 5975 Tagen (3291 Aufrufe)

Hallo zusammen,

das Zitat aus den Feldpostbriefen "Das Volk steht auf mit den Soldaten, wenn die ganze Lumperei aufkommt!" möchte ich aufgrund einer zweiseitigen Anzeige / Bilddarstellung in einer großen Tageszeitung zur Diskussion stellen.

Es war eine doppelseitige Grußabbildung von Bundeswehrsoldaten, lauter Porträtfotos, die in Afghanistan stationiert waren und von denen jeder einen Satz zu Weihnachten sagen durfte.

Dieses allein war nichts besonderes; was mir ins Auge fiel war der Umstand, dass entgegen der früher üblichen deutsch-preussischen Glattrasur ca. jeder dritte bis vierte dieser Soldaten über einen sehr ausgeprägten Vollbart verfügte, und vom Foto her z. T. als Angehöriger einer Talibaneinheit gesehen werden hätte können. Da braucht keiner mit "Geheimauftrag" etc. zu kommen, die waren alle in Uniform.

Ich habe den Eindruck, dass in den "Frontsoldaten" zumindest der Bundeswehr ein geistiger Veränderungsprozess vor sich geht, eine schleichende Identifikation mit den Ideen des Gegners. Dies ist ein Phänomen, das im 1. Koalitionskrieg bereits auftrat, als die Soldaten, die gegen das französische Revolutionsheer kämpften, die Ideen, die sie bekämpften, mit in ihre Heimatländer nahmen, wie einen Krankheitserreger, der dann auch recht schnell ausbrechen sollte.

Nach den Bildeindrücken zu urteilen, erleben wir nun das selbe: die Soldaten, die zur "Verteidigung" der "Demokratie" ins islamisch-afghanische Stammesgebiet geschickt wurden, setzen sich (wohl aufgrund des hohen Bildungsstandes ein primäres Phänomen der Bundeswehr) mit dem "Gastland" auseinander und seinen Gebräuchen und nehmen diese zum Teil auch an, bewusst oder unbewusst.

Mir scheint, dass sich dort eben genau das anbahnt, was die Voraussetzung dafür sein könnte, dass entgegen üblicher soldatischer Tradition gemäß dem Feldpostbrief "die Soldaten" mit dem Volk aufstehen, gegen die Obrigkeit, die "die Lumperei" zu verantworten hat!

Um eine zeitliche Einordnung zu treffen, wäre es interessant, abzuschätzen, ab wann mit den ersten schwereren Verlusten in "Feindesland" während dieses "Friedenseinsatzes" zu rechnen ist. Spätestens diese würden die Loyalität zum Staat BRD in den Reihen der Bundeswehr weiter erschüttern und für den Fall des Schießbefehls auf eigene Bürger dann den Schwenk bewirken.

Meiner Auffassung nach können wir auch davon ausgehen, dass für den Falle flächendeckender Unruhen für die Zeit danach ein größerer Teil der "Imperatoren" aus Militärkreisen kommen sollte. In Frankreich sowieso, aber auch in DEutschland. Man sollte bedenken, dass auch ein großer Teil der wesentlich kampferprobteren Fremdenlegionäre deutscher Herkunft ist.

Meinungen hierzu?

Monsignore

Oberst Klein....

Mario, Montag, 04.01.2010, 20:43 vor 5975 Tagen @ Monsignore (2593 Aufrufe)

Moin Monsignore,

was mich seit einiger Zeit beschäftigt ist, daß man beste Führungskräfte damit beauftragt - ein "Mandat" durchzusetzen, was aber eigentlich doch keines als solches sein soll - bzw. es einen Auftrag gibt, der nach dem gutdünken vom Tisch gefegt werden kann, wenn es der einen oder andere Demokratte paßt; die dann doch plötzlich schon wieder zurückzurudern gedenkt....

Eine Führungsstärke zeigen, die eigentlich keine sein kann, da der Führende unter enormen Druck steht, färbt natürlich an die Untergebenen ab.
Festlegungen, die kurzfristig getroffen werden müssen, erwarten eine schnelle Handlung um einen durchzuführenden Auftrag exakt abarbeiten zu können.

Wenn dann danach - an einem "grünen Tisch" - von z.B. Ahnungslosen, Wehrdienstverweigerern, Politikerhälsen und hochstudierten möchtegern Besserwissern die "Auswertung" zu einer in der Vergangenheit gefällten Entscheidung erfolgt, werden diese Herrschafften dann immer Beweggründe finden das Haar in der Suppe zu suchen.

Wenn ich mich recht entsinne gibt es eine Schau über Leipzig. Dort soll der "Aufstand" -einen- Ursprung finden.

Herr Oberst Klein kam oder ist wieder in Leipzig.....

Es gibt kein bischen Krieg, nicht wenig Krieg oder oder....

Da geht mir dann immer die Hutschnur hoch, wenn solche Abhandlungen in der Presse ausgeschlachtet werden.

---> Es brauchen sich die schönsten "Eliten" überhaupt nicht wundern, wenn das ganze einmal nach hinten los geht.
Es wurden in letzter Zeit genug Leute gedehmütigt....

PS: Ich mag den Krieg in Afghanistan überhaupt nicht. Aber da wir Vasallen sind, muß man natürlich hin. Einfach zum kotz....

In meiner damaligen Armee gab es keine Bärte (die Schutzmasken hätten wohl nicht mehr so gut gepaßt...)....Da wurden Befehle ausnahmslos ohne schriftlicher Schriftstücke befolgt, wir schliefen auch bei unter Null Grad Celsius im Feldlagerzelt und wurden auch nicht mit dem Bus unter die huschi Rotlichtlampe gefahren, wenn der Wetterdienst ein bischen Kälte ansagte....

Der jetzige Soldat - der in Afghanistan zu sitzen hat, scheffelt natürlich ordentlich Kohle. Das ist natürlich gut für den propagandistischen Aufschwung (am Stufenbarren - der Hüftaufschwung z.B.).
Da kann sich einer mit 20 Lebensjahren mal fix einen Audi vom Munde absparen....

Die baumwollbedruckten Flatterzettel sind aber nicht alles....--> für einen "Mord" mal fix in den Knast zu kommen, weil man ja hätte wissen müssen, daß man hätte nicht abdrücken hätte sollen dürfen; - wäre mir die Kohle zu wenig....
Um vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden?> - da wäre mir der Schotter immer noch zu wenig....


Viele Grüße!:-)

Mario

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„Wer alles verteidigt, verteidigt nichts mehr.“ - Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 - 1813

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