Vielleicht viel profaner als wir denken (Schauungen & Prophezeiungen)

Fred Feuerstein, Mittwoch, 17.02.2010, 13:17 (vor 5931 Tagen) @ BBouvier (11625 Aufrufe)

Weswegen die Jahreszahlen bis zum Zeitpunkte
der allgemeinen Zugänglichkeit des Inhaltes der Briefe
ganz unbedeklich haben richtig sein dürfen.
Jedoch eben nur bis dann!

Gruss,
BB

Hallo,
Die Arbeitsthese von BB ist irgendwo naheliegend, vllt. ist das alles aber viel profaner.
Ich denke was wir als einigermaßen gesichert annehmen können ist:
- Ein Seher kann nur das sehen was auch schlussendlich eintritt
- Eine multiple Zukunft ist nicht definitiv einsehbar, da durch unsere Handlungen laufend das Endergebnis verändert wird.
- Eine Beschäftigung unsereins mit einer Vorhersage der multiplen Zukunft ist absolut Zeitverschwendung, da sich das Endergebnis laufend ändern würde (->Forum closed)
- Ein Seher sieht keine Wahrscheinlichkeiten (=Prognosen), da dies eine multiple Zukunft voraussetzt

Auf die Rillschen Briefe bezogen:
Die Erstveröffentlichung der Briefe war 1955/1956, vorher war nur sein lokales Umfeld von einigen Äußerungen unterrichtet. Demzufolge müsste aber alle Jahreszahlen bis zumindest 1955/56 stimmen, was nicht der Fall war (WENN wir annehmen, daß das zukünftige Weltgeschehen nicht erst 2047/48 geschieht !)

Interessant ist vllt. in diesem Zusammenhang, was Pater Frumentius Renner in der Zeitschrift: „Neue Wissenschaft“ Teil 2: Ausgabe 6 von 1955, Seiten 19 bis 24 schreibt: „Der erste Brief ist die Wiedergabe dessen was Rill (Frumentius Renner nannte ihn damals Michel M. um ihn zu schützen) aus frischem Gedächtnis heraus zu berichten wusste. Ein Vergleich mit dem zweiten Brief verrät, dass es dem Rill nur auf die Hauptlinien bzw. auf das ankam, was er sich gut merken konnte, nämlich das, was sich auf Deutschland bezog. Ausserdem scheinen dem Rill im Gedächtnis bloss zwei Kriege haften geblieben zu sein. Dass noch ein dritter Krieg kommen sollte, scheint er überhört zu haben, oder es ging über seine Fassungskraft. So vermengt er im 1. Brief die Ereignisse während und nach dem zweiten bzw. dritten Krieg (I3 und 4).“
…
„Die bessere Einsicht und Ehrlichkeit muss also der Hauptgrund zur Berichtigung des ersten Briefes durch ein weiteres Schreiben gewesen sein. Im zweiten Brief ist deutlich erkennbar, wie Rill zwischen Zweifel und Glaube hin und her schwankt, während der erste Brief zeigt, dass der Schreiber die gaze Sache nicht ernst nimmt. Er erzählt eben den komischen Vorfall, um den Seinen daheim etwas berichten zu können, da er ja über das Frontgeschehen schweigen muss, was seine nüchternen Nachträge (I 9) bekunden. Im folgenden Brief aber will Rill seinen Kindern einen Dienst erweisen für die Zukunft, sofern etwas von den Vorhersagen eintreffen sollte.
Übrigens sind die beiden Briefe keine vollständige Darstellung der Prophezeiungen des Franzosen. Einzelheiten hat Rill mündlich berichtet, mehr aber im Laufe der Jahre vergessen. Wie weit die Jahreszahlen richtig im Sinne des Propheten wiedergegeben sind, lässt sich heute nicht mehr ermessen. Dass tatsächlich einiges durcheinander geraten ist, zeigen die Widersprüche zwischen den beiden Briefen.“
…
Es sollte nur gezeigt werden, dass bei den Zeitangaben in beiden Briefen – und jedenfalls bei allen damaligen Zeugen der Prophezeiungen - die Verwirrung umso größer wird, je größer der Abstand von der damaligen Gegenwart – 1914 – gespannt ist


Vllt. haben wir damit folgende eher profane Schlußfolgerung:
In einer Vision gibt es i.N. keine Untertitel, die das gesehene erklären. Der Seher sieht Filmfetzen/sequenzen, manchmal in rasender Geschwindigkeit, i.N. ohne Ton, in 99,9% aller Fälle ohne Datumseinblendung. Die rühmlichen Aussnahmen sind Johannson und der unbekannte Franzose.
Johannson konnte sich nach Aussage von Gustaffson nicht alle Jahreszahlen merken.
Rill konnte sich sicher auch nicht alle Jahreszahlen merken. Aus seinem persönlichen Interesse heraus gibt es einen absteigenden Gradienten:
1. Verlauf des ersten Weltkrieges
2. Das zweite Weltgeschehen
3. Das dritte Weltgeschehen
Wenn euch jemand die Weltgeschichte bis 2100 schildern würde mit sagen wir 10 – 20 Jahresangaben: Welche, und wieviele würdet ihr exakt euch merken können? Ich würde mir höchstwahrscheinlich nur maximal 50 – 75% mit dem Ereignis zusammen merken können.
Wenn ich das dann nicht gleich niederschreibe, würden durch alzheimersche Mechanismen (:trost: ) in der Folgezeit sicher weitere Fehler hinzukommen.


Mit freundlichen Grüßen
Fred

PS:
Einen Fehler müssen wir wohl schon konstatieren, vorausgesetzt, daß die folgende Aussage das dritte Weltgeschehen mit einschließt:
„Die ernsten Enthüllungen des Fremdlings erregten bei den Soldaten Heiterkeit. Sie amüsierten sich daran, und je mehr der Prophet sprach, umso mehr lachten sie. Da wurde dieser ernster und sagte ihnen, dass dies alles was er erzähle, von den Anwesenden nur einer erleben würde.“
(Geschätzt) 1898 – 2010 = der Anwesende müßte jetzt schon mind. 112 Jahre alt sein = Sehr sehr unwahrscheinlich.

Möglich wäre nat. eine leere Drohung des Propheten um die ihn auslachenden Soldaten zur Räson zu bringen. Wir werden es wohl niemals herausfinden...


Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. (Karl Valentin)


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