Danke deinem indirekten Zuspruch (Schauungen & Prophezeiungen)

HJH, Donnerstag, 25.02.2010, 22:34 (vor 5923 Tagen) @ RichardS (2517 Aufrufe)

N´abend Richard

Wir wollen unsren Geist nicht auf dem Haufen straffen.
Der Mist geschichtet. Kapaune krähen, haben Röcke an und sind geschminkt.

Wir wollen nicht durch eines Fadens Grund. Scheine bedrucken.
Der Faden hängt dem Weibe unterm Mund.

Den Monden gleich, ist Menschen dunkel. Ist Schlachten weiter Eleganz,
zu tanzen mit geschmeidgen filigranen Zehen.

Den Toten, welken Blättern flechten einen Kranz. Usw.

Es lebe unser heiliges Deutschland - schrieb Stauffenberg in Arroganz.
Es lebe unser heilges Deutschland - ein Georg Elser brauchte nicht den Glanz!

Gruß
HJH

2011

Ich, hätte gern Antwort erteilt.


Moin HJH

Nicht entscheidbar, ob noch Lyrik oder schon Prosa - Dein Schlussschatz
berührt mich. Er fühlt sich für mich wie ein Schlusssatz in größeren
Zusammenhängen an. Sich zurücknehmend, gleichwohl nicht resignierend.
Zeugt er doch von einem Sehnen, welches alles andere als bescheiden ist,
trotz Eingeständnisses des eigenen Unvermögens und einer letztlichen
Vergeblichkeit.
Darum von Kollege zu Kollege, ein Gedicht von mir, schon vor vielen Jahren
geschrieben und veröffentlicht, nicht also auf Dich im Besonderen gemünzt,
dennoch passend - und als Zuspruch gemeint. - Gruß, Richard


DES DICHTERS SESAM ÖFFNE DICH


Ein Hügel aus Worten der Berg vor dem Berg
Wort auf Wort gräbt er aus aber kein Sesam öffne dich

Er gräbt sich ein entfernt sich von uns
Als er noch bei uns war sagte er Richtung Grund

Aus der Tiefe das Echo seines Schürfens
Kratzgeräusche sagen einige

Andere vernehmen Raunen als würde es verklingen
Glaubenskämpfe unter uns hier draußen im Hellen

Die meisten aber spotten des Schatzes den er
Zu heben verspricht

Des Hoffens das wir nicht leugnen
Der Berg da hinter dem Berg gründe

Auf Festem

Auch ich scheue mich oft dem Berg da
Vor dem Berg zu trauen

Glaube Hoffnung Liebe
Der Dichter ahnt es

Nicht hier im Hellen
Ihm ins Dunkle folgend würden wir sehend

Er, der Einäugige, bietet uns Blindenstöcke an
Zum Beispiel der unverwechselbare Ton

Elegisch melancholisch oder aufbegehrend
Ihm lässt sich folgen

Vor allem aber die Worte hingestreut
Wie zufällig zwischen dem Groben

An denen wir uns orientieren können
Als wären sie eine Leuchtspur

Hiroshima zum Beispiel
Oder Odyssee oder

Die Gebildeten unter uns nicken bei solchen Worten
Sie erkennen darin ihresgleichen

Den Führer vertrauter Pfade ins ungewisse Labyrinth
Voller Sackgassen

So viele Töne und Worte aber auch ich habe kein
Sesam öffne dich


Gesamter Strang: