Der Vers aller Verse 2/62 Mabus (Schauungen & Prophezeiungen)

jackfu, Dienstag, 25.05.2010, 10:51 vor 5834 Tagen (3777 Aufrufe)

Hallo erst mal, bin neu hier.

Ich hab schon des öfteren in eurem Forum geschmökert und so manches interessantes Thema gefunden, teilweise Aussagen belächelt, teilweise bewundert.

Zum Thema Nostradamus, wo wir ALLE ziemlich im dunklen tappen, wenn es um die Deutung der Verse geht, würde ich gerne ein paar Sätze zur Diskussion einbringen.

1. Die 3 Antichristen: 1-Nero, 2-Napoleon, 3-Hitler
somit ist KEIN neuer Antichrist mehr in Sicht bezw. in der Sichtweise des Nostradamus, die leider auch nicht bis in alle Ewigkeit reicht, meines Erachtens reichen kaum noch Verse in die heutige Zeit.

2. der Vers aller Verse: Mabus

"Mabus puis tost alors mourra, viendra
De gens et bestes une horrible defaite
Puis tout a coup la vengeance on verra
Cent, main, soif, faim, quand courra la comete"

Mabus lässt sich leicht zu Malus (schlecht) korrigieren.
Ich denke bei bei diesem Vers jedoch an das Jahr 1812

Meine Interpretation:

Malus wird dann bald sterben,
was für eine furchtbare Niederlage für Mensch und Tier,
dann wird man plötzlich die Rache sehen,
Armut,Gewalt, Hunger und Durst wenn der Komet vorbeifliegt.

Cent kann man auch als cento (lat synonym für Armut) Main(Hände) könnte man auch als Gewalt auslegen.

Oder man nimmt 100 für 100.000

Das geschichtliche Ereigniss:

Étienne-Louis Malus war ein Offizier an Napoleons Seite,
der Komet Flaugergues war ab Ende 1811 monatelang am Himmel zu sehen und "flog vorbei".
Malus starb am 24.02.1812, während der Komet noch zu Sehen war.

Der Vers bezieht sich auf den Angriff Napoleons auf Russland, wo er in den ersten beiden Wochen (ohne gekämpft zu haben) schon 135000 Mann und tausende von Pferden, die aufgrund von Dauerregen im Schlamm steckenblieben, verlor.

Dieser Malus war jedoch nicht nur ein Offizier an Napoleons Seite, sondern auch ein berühmter franz. Physiker und Wissenschaftler, dem Nostradamus damit eine Art "Denkmal" setzen wollte.

Ich hoffe, diese ausnahmsweise Sensationslose Deutung, gefällt ;-)

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Christenverfolgung

BBouvier, Dienstag, 25.05.2010, 12:52 vor 5834 Tagen @ jackfu (3519 Aufrufe)

Jau.
Gefällt mir! : - )

Abgesehen davon, dass Nero nichts gegen Christen
hatte und er die allein deswegen gar nicht "verfolgen" konnte,
weil es damals in Rom noch kaum überhaupt welche gab.
Hingegen hat die römische Justiz nach dem Brande Roms
einige Brandstifer zum Tode verurteilt.
Und das waren offenbar überwiegend Christen, die dem Weltende
etwas hatten nachhelfen wollen.

Das ist reiner Rufmord der Christen, als die hunderte von Jahren
später die Macht an sich gerissen haben und dann
die Konkurrenzkulte ausmordeten.

Und auch Hitler hat sich an Christen nicht vergriffen.
Und Napoleon auch nicht.
Zu denken wäre da eher an Stalin.
Aber der war ja Kommunist und taucht insofern
im Staatstfunk der BDR kaum jemals auf.

Dennoch ist durchaus denkbar, dass Nostradamus
"Antichristen" starke Alleinherrscher nennt,
die mit "Kirche" nichts am Hut haben.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Jaja, immer diese Verwechslungen von Chrestiani und Christiani

Kiaril, Mittwoch, 26.05.2010, 15:32 vor 5833 Tagen @ BBouvier (3475 Aufrufe)
bearbeitet von Kiaril, Mittwoch, 26.05.2010, 15:38

Fakt ist, dass es Zur Zeit Neros keinen nennenswerten Christen-Kult in Rom gab.

In den Schriften ist zuerst von Chrestiani die Rede, später wurden diese (propangandistisch) zu Christiani.

Chrestiani ein Wort aus dem Griechischen (chrêstai) übersetzt= "gute Leute", im weiteren Sinne aber auch (Grundstücks)spekulanten und Geldverleiher.
Nicht zu verwechseln mit den Christiani = Christen.

Mit anderen Worten, die Warmsanierung zwecks Grundstücksspekultion hat in den Mittelmeerländern eine seeehr lange Tradition.

Ich beziehe mich mit diesen Aussagen auf F. Carotta, der mit seinen philologischen Untersuchungen einigen Unmut aus dem traditionellen christlichen Lager auf sich gezogen hat.

Des weiteren sei man mit den Einschätzungen von Herrschern in der römischen Historie sehr vorsichtig. Die Römer kannten eine extrem rigide Zensur, die je nach politischer Lage den "Erfordernissen" angepasst wurde.

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Durst

BBouvier, Dienstag, 25.05.2010, 13:39 vor 5834 Tagen @ jackfu (3503 Aufrufe)

...Gewalt, Hunger und Durst...

Das hier untermauerte Deine Lösung:
Was kaum Jemandem bekannt sein dürfte:
Auf dem Marsch nach Moskau verlor die "Grande Armée"
aufgrund unzureichend organisierten Nachschubes
während der Gewaltmärsche in glühender Sommerhitze
u.a. durch Hunger und Hitzschlag/Verursten (!)
mehr Soldaten, als auf dem Rückzuge in Dauerregen
und Schlamm.


Respekt!
BB

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